• Caleta Tortel

    February 10 in Chile ⋅ 🌧 7 °C

    Heute war es ein sehr regnerischer Tag auf dem Weg nach Villa O’Higgins. Das Wetter in Patagonien ist eben unberechenbar, aber wir hatten zwischendurch immer mal wieder Glück mit ein paar trockenen Momenten. Die Fahrt war trotzdem gut machbar (auch wenn die Straße schon in einem sehr schlimmen Zustand ist teilweise, aber noch mit unserem Ducato machbar). Wir haben unterwegs einige Stopps eingelegt, um die Aussicht zu genießen. Besonders die Cascada Empalme Alto war schön anzusehen.

    Danach ging es für uns weiter nach Caleta Tortel. Ich habe mal nachgeschaut, was es mit diesem besonderen Ort auf sich hat. Das Dorf wurde erst 1955 offiziell gegründet, um die Holzindustrie in der Region zu erschließen. Es liegt direkt an der Mündung des Río Baker und ist berühmt dafür, dass es dort keine konventionellen Straßen gibt. Alles ist auf Stelzen gebaut, um den sumpfigen Boden und die Gezeiten zu überbrücken.

    Der Besuch im Dorf war wirklich interessant. Es ist Wahnsinn, wie viele kilometerlange Holzstege die dort verbaut haben. Man läuft die ganze Zeit über Treppen und Brücken aus Zypressenholz. Ich glaube, es sind insgesamt über sieben Kilometer an Gehwegen. Na ja, gefühlt waren es jedenfalls eine Menge Stufen. Es ist ein sehr schöner, uriger Anblick.

    Apropos Wasser: Wir mussten uns dann etwas beeilen, um rechtzeitig weiterzukommen. In Puerto Yungay haben wir zum Glück noch die letzte Fähre nach Río Bravo erwischt. Die Überfahrt war ruhig und die Organisation am Anleger verlief reibungslos.

    Hier in Río Bravo werden wir nun die Nacht verbringen. Direkt an der Fähre für einen Zwischenstopp völlig okay. Morgen geht es dann weiter auf dem letzten Stück der Carretera Austral. Wir sind gespannt, wie die Piste dort beschaffen ist.
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