• Heute stand zunächst ein kleiner Spaziergang durch San Pedro de Atacama auf dem Programm. Der Ort ist wirklich hübsch, mit seinen Lehmhäusern, kleinen Gassen und dem besonderen Wüstenflair. Allerdings merkt man auch schnell, dass er komplett auf Tourismus ausgerichtet ist. Trotzdem ein netter Ort, um etwas durchzubummeln.

    Anschließend ging es zur Wanderung durch die Garganta del Diablo (Devil's Throat). Die Schlucht ist beeindruckend und die Landschaft einfach wunderschön. Am Ende wartet ein Mirador mit einem fantastischen Blick auf die umliegenden Vulkanriesen der Andenkette. Die Wanderung hat sich definitiv gelohnt.

    Für den größten Adrenalinschub des Tages sorgte allerdings nicht die Wanderung, sondern die Anfahrt.

    Der Park Ranger erklärte uns, dass die eigentliche Brücke momentan nur provisorisch sei und unser Ducato dafür wohl etwas zu schwer wäre. Seine Empfehlung: Einfach durch den Fluss fahren. Das Wasser sei nicht tief.

    Nun ja... die Definition von „nicht tief“ scheint hier etwas anders zu sein als unsere. 😅

    Das Wasser war so tief, dass es bis zur Windschutzscheibe reichte. Nach der Durchfahrt hatten wir Wasser im kompletten Motorraum, selbst an der Batterie in Fahrerraum und plötzlich entwickelte unser Auto auch ein gewisses Eigenleben. Die Hupe ging los, das Radio schaltete sich ein und verschiedene elektrische Funktionen machten Dinge, obwohl der Schlüssel längst abgezogen war!

    In diesem Moment wurde uns ehrlich gesagt etwas anders.

    Zum Glück konnten wir den Ducato einige Stunden trocknen lassen und nach und nach normalisierte sich alles wieder. Am Ende ist alles gut gegangen – aber für ein paar Minuten sah es so aus, als würde unser treuer Begleiter nach den Werkstattproblemen der letzten Wochen das nächste Kapitel aufschlagen. 😅🚐💦

    Auf Reisen klappt halt nie "alles nach Plan" und man muss flexibel sein und locker bleiben (und reagieren).
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