Die Donaustadt empfängt uns mit einem schon etwas verblassten Glanz.
Über breite, von Bäumen gesäumte Boulevards schlendern wir Richtung Freiheitsplatz. Hier schlägt das Herz von Russe: das Freiheitsdenkmal, umgeben von prachtvollen Fassaden, Theater, Gericht und Rathaus.
Der in Russe geborene Schriftsteller und Literaturnobelpreisträger Elias Canetti kommt uns in den Sinn. Er nannte seine Geburtsstadt einmal „das Tor zur Welt“. In seinen Augen war diese Stadt mit ihren vielen Sprachen, Religionen und Geschichten größer als sie damals schien.
Danach führt uns der Weg hinunter zur Donau. Der breite Fluss liegt majestätisch im Morgendunst und trägt in sich die Erinnerung an all die Menschen, die hier über Jahrhunderte kamen und gingen. Auf der anderen Seite sehen wir Rumänien – ganz nah, und doch eine eigene Welt. Russe ist ein Ort zwischen Ost und West, gestern und heute, Ein Spaziergang hier ist wie ein kleiner Blick in die Geschichte Europas in Miniaturform.Read more