• Sofias Flüsse

    August 29 in Bulgaria ⋅ ☀️ 29 °C

    Wir sind vom Südpark Sofias in die Stadt hineingewandert.
    Für eine Millionenstadt ist der Südpark eine ganz besondere Stadtlandschaft: Er ist nicht nur eine Grünanlage, sondern ein bewusst gestalteter Landschaftsraum, der als grüner Korridor in Richtung Vitosha gedacht wurde. Mit seinen geschwungenen Wegen, offenen Wiesen, Baumgruppen und der durch ihn verlaufenden Perlowska verbindet dieser kilometerlange Grüngürtel Natur, Erholung und Stadt auf eine Weise, die für Sofia bis heute prägend ist.

    Der Park wurde 1972 geplant und im sogenannten englischen Stil angelegt.
    Auffällig sind im Südpark auch die halbkugeligen Spielelemente, die direkt in den Boden eingelassen sind. Sie laden zum Klettern, Balancieren, Sitzen und Spielen ein und zeigen, dass der Park nicht nur als Kulisse, sondern als sozialer Alltagsraum für Bewegung, Begegnung und Aneignung gedacht ist.

    Besonders deutlich wurde diese Rolle am Abend, als wir beim Festival „Die Flüsse Sofias“ an der Perlowska dabei waren. Das dreitägige Festival umfasst mehr als 150 Veranstaltungen. Ziel war es, die Verbindung der Stadt mit ihren Flüssen wieder sichtbar und erlebbar zu machen.

    Trotz der vielen tausend Besucher:innen war die Stimmung ausgesprochen entspannt. Vor allem junge Familien prägten den Abend: Kinder spielten, Menschen saßen am Ufer, hörten Musik oder schlenderten durch das Gelände. So haben wir selbst erfahren, dass der Park und die Flusslandschaft nicht nur ökologisch und gestalterisch wichtig sind, sondern als gelebter öffentlicher Raum funktionieren.
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