Schweden, jetzt wirst du still 🌲🌧️🚐
August 11 in Sweden ⋅ ☁️ 11 °C
Oder wie wir nach Stockholm plötzlich in Regen, Waffeln und endlosem Wald gelandet sind
Nach Stockholm war klar: Jetzt reicht es erstmal mit Stadt, Schloss, Kaufhaus, Wachablösung und Menschenmassen. Wir hatten genug gesehen, genug gerollert, genug gesucht und genug Königin vermisst 😄👑
Jetzt wollten wir das, wofür wir eigentlich in den Norden gefahren sind.
Wald. Seen. Weite. Ruhe. Und natürlich den Elch. Der sollte sich bitte irgendwann ganz ordentlich vor unseren Silberpfeil stellen, kurz lächeln und dann für die Kamera posieren 🦌📸
Also fuhren wir weiter hinein in Schweden.
Und plötzlich veränderte sich alles.
Die Straßen wurden leerer. Die Wälder dichter. Der Himmel schwerer. Durch die Frontscheibe sah alles aus wie ein nordisches Gemälde, nur mit Regentropfen und Scheibenwischer. Vor uns lagen Seen, Moorflächen, grüne Hügel und diese endlose Landschaft, bei der man irgendwann nicht mehr weiß, ob man noch fährt oder schon Teil eines Naturfilms ist 🌧️🌲
Britti schaute aus dem Fenster und wurde stiller. Nicht traurig still. Sondern dieses schöne stille Staunen. Das macht sie manchmal, wenn ein Ort sie nicht laut packt, sondern leise. Wenn sie nicht hüpfen muss, weil die Landschaft schon genug bewegt.
Ich dagegen machte das, was ein verantwortungsvoller Fahrer macht. Ich guckte nach vorne und tat so, als hätte ich alles unter Kontrolle. In Wahrheit dachte ich nur: Hoffentlich steht jetzt nicht wirklich ein Elch mitten auf der Straße, denn so groß wie die Dinger sind, diskutierst du da nicht lange 😄
Irgendwann landeten wir in einem kleinen Café. Und wenn Schweden eines kann, dann ist es dieses: Draußen Regen, drinnen Wärme, Kaffee und eine Waffel, die aussieht, als wäre sie direkt von einer sehr freundlichen Oma erfunden worden ☕🧇
Vor uns stand diese Waffel mit Sahne und Schokolade. Draußen ein gelbes Haus, Regen am Fenster, drinnen dieses gemütliche Licht. Da sitzt du dann und denkst: Ja gut, Schweden, du hast gewonnen.
Britti war natürlich sofort wieder zufrieden. Sie schaute auf ihre Waffel, dann raus in den Regen, dann zu mir. Und ich wusste genau: Dieser Tag ist gerettet. Manchmal braucht es keine große Sehenswürdigkeit. Manchmal reicht eine warme Waffel in einem kleinen Café irgendwo im schwedischen Nirgendwo ❤️
Danach ging es weiter zum See.
Und da standen wir dann. Unser Silberpfeil direkt im Grünen, Bäume um uns herum, Wasser vor der Nase, Wolken über uns. Kein Lärm. Kein Gedränge. Kein QR Code, der uns sagt, dass alles reserviert ist. Einfach ein Platz, der da war und sagte: Stellt euch hin, atmet mal durch.
Britti ging ans Wasser, machte Fotos, schaute über den See und wirkte für einen Moment ganz klein zwischen Bäumen, Wind und dieser schwedischen Weite. Ich sah sie da stehen und dachte: Genau das ist Reisen. Nicht nur Orte abhaken. Sondern irgendwo ankommen, wo man plötzlich ruhiger wird.
Und so standen wir da.
Mit nassen Scheiben, kaltem Himmel, warmem Kaffee im Bauch und diesem Gefühl, dass Schweden uns jetzt wirklich eingelassen hat.
Nicht laut.
Nicht spektakulär.
Sondern ganz still.
Und genau das war wunderschön.
Bleibt dran.
Denn irgendwo da draußen wartet immer noch der Elch. Und ich habe das Gefühl, er weiß längst, dass wir ihn suchen 😄🌲🚐Read more




















TravelerJa wir hatten genau das selbe Gefühl, als wir immer weiter nördlich kamen… Ruhe und Wald… herrlich und der Elch kam dann erst auf dem Rückweg in Norwegen (es war einmal eine Elchkuh, dann ein Babyelch und zu guter letzt auch noch zwei prächtige Kerle auf der Wiese und dabei nochmal eine Elchkuh 🫎). Dieser Moment war einfach unbeschreiblich! 🥹 wir sind sehr achtsam gefahren und manchmal auch sehr langsam, vor allem, wenn wieder eines dieser Achtung 🫎 Schilder kam 😅