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Schweden und Norwegen. Nächstes Abenteuer beginnt!

Der Motor läuft. Die Route steht. Vor uns liegen Wochen voller Freiheit, beeindruckender Natur und unvergesslicher Begegnungen. Schweden und Norwegen warten darauf, entdeckt zu werden. Begleite uns vom ersten Kilometer an auf ein Abenteuer, das Okumaya devam et
  • Gezinin başlangıcı
    2 Ağustos 2026

    Start Richtung Schweden und Norwegen 🇸🇪🇳🇴🚐

    2 Ağustos, Almanya ⋅ ☁️ 20 °C

    Start Richtung Schweden und Norwegen 🇸🇪🇳🇴🚐
    Oder wie der Urlaub schon 400 Meter von zu Hause begann

    Manche Reisen starten mit einem großen Plan.
    Unsere starten meistens mit Taschen, Pullovern, Jacken, Socken, Schweißperlen und Britti, die aussieht, als würde sie gerade für drei Jahreszeiten, zwei Klimazonen und einen spontanen Polarkreis Notfall packen 😄🧦🧥

    Diesmal ging es los Richtung Schweden und Norwegen.
    Richtung Norden.
    Richtung Fähre.
    Richtung neues Abenteuer.

    Und der erste offizielle Höhepunkt kam natürlich sofort:
    Puttgarden. Fähre. 191 Euro. ⛴️💸

    Schlappe 191 Euro, damit wir mit unserem Silberpfeil einmal rüberdürfen. Aber darum soll es heute gar nicht gehen. Geld ist auf Reisen sowieso so eine Sache. Es verlässt einen, winkt kurz und taucht später als Diesel, Fähre oder Campingplatzgebühr wieder in der Erinnerung auf 😂

    Heute geht es um den ersten Tag unserer Skandinavien Reise.

    Ziel: Kopenhagen.
    Denn morgen wollen wir die Stadt in Ruhe besichtigen. An einem Montag. In der Hoffnung, dass vielleicht nicht die halbe Welt dieselbe brillante Idee hatte.

    Aber bevor wir überhaupt loskamen, war zu Hause natürlich erstmal wieder das große Reiseballett eröffnet.
    Britti hüpfte von Pullover zu Jacke, von Jacke zu Socken, von Socken zu Bettwäsche, von Bettwäsche zu irgendeinem Fach, das ich noch nie gesehen habe.
    „Was nehme ich mit?“
    „Was brauchen wir alles?“
    „Haben wir genug?“
    „Wo ist das?“
    „Warum liegt das da?“ 😄

    Fast wirkte es, als würden wir zum ersten Mal in unserem Leben verreisen.

    Dabei haben wir inzwischen halbe Länder durchquert. Griechenland, Italien, Österreich, alles erlebt. Aber sobald eine neue Reise startet, sieht unser Wohnmobil wieder kurz aus wie ein sehr ehrgeiziger Flohmarkt.

    Bei uns ist die Arbeitsteilung klar:
    Ich schleppe.
    Britti verräumt.

    Und das macht sie wirklich in einer Perfektion, die ihresgleichen sucht ❤️
    Ich trage Kisten, Taschen und Dinge rein, von denen ich nicht mal weiß, ob sie wichtig sind. Britti sortiert alles so weg, dass am Ende plötzlich wieder ein Wohnmobil daraus wird. Nicht irgendein Wohnmobil, sondern unser fahrendes Zuhause. Unser Silberpfeil. Bereit für den Norden.

    Beim Bettenbeziehen schwitzt sie, grinst aber trotzdem. Und genau dieses Grinsen ist meistens das Zeichen: Jetzt geht es wirklich los.

    Britti sagt immer:
    „Wenn wir an unserer Kreuzung sind, ist der Urlaub schon in vollem Gange.“

    Diese Kreuzung ist ungefähr 400 Meter von zu Hause entfernt 😂
    Aber sie hat recht. Genau dort kippt irgendwas. Zu Hause bleibt hinter uns. Termine bleiben hinter uns. Und vorne liegt plötzlich nur noch Straße.

    Dann ging es auf die Autobahn.
    Und diesmal lief es fast unverschämt glatt. Kein Stau. Kein Drama. Keine Baustelle, die uns persönlich aufhalten wollte. Selbst an der Fähre: keine Wartezeit. Einfach langsam anrollen, einordnen, weiterschieben lassen.

    Fast verdächtig.

    Auf der Fähre standen wir dann am Wasser und schauten hinaus. Und da passierte es wieder. Dieser Moment, in dem Britti innerlich umschaltet. Sie schaute aufs Meer, wurde ganz ruhig und sagte:
    „Ich bin wieder mittendrin. In unserer Reise. In unserem Abenteuer.“ 🌊❤️

    Und genau das war es.

    Dieses Gefühl, wenn das Zuhause nicht mehr an dir zieht. Wenn keine Termine mehr im Nacken sitzen. Wenn alles, was eben noch laut war, plötzlich leiser wird.

    Dann steht man auf einer Fähre, irgendwo zwischen Deutschland und Dänemark, schaut aufs Wasser und merkt:
    Jetzt beginnt es wirklich.

    Wir grinsten uns beide an.
    Ihr seht es auf dem Video vom Schiff. Dieses Grinsen kann man nicht spielen. Das kommt einfach, wenn man weiß: Da liegt wieder etwas vor uns, das wir noch nicht kennen.

    Kopenhagen wartet.
    Schweden wartet.
    Norwegen wartet.
    Und irgendwo dazwischen warten wieder Straßen, Stellplätze, Fähren, Kaffee, vielleicht Elche, vielleicht Regen, ganz sicher Britti in Bewegung und ich am Steuer 😄🚐

    Als Nächstes erfahrt ihr, ob Britti in Kopenhagen tatsächlich die Wachablösung gefunden hat.

    Und ich sage mal so:
    Wenn es irgendwo etwas zu finden gibt, dann hüpft Britti meistens schon in die richtige Richtung, bevor ich überhaupt den Helm abgesetzt habe 🇩🇰😄
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  • Kopenhagen und die Wachablösung 🇩🇰🛵😄

    3 Ağustos, Danimarka ⋅ ☁️ 22 °C

    Oder wie Britti verschwand, ich winkte und eine fremde Frau unsere Beziehung rettete!

    Kopenhagen empfing uns erstmal mit einer kleinen Lektion in Sachen Hoffnung.

    Es sollten dort ungefähr 100 Stellplätze geben.
    Und ja, es gab auch ungefähr 100 Stellplätze.

    Leider waren auch ungefähr 100 davon voll 😄🚐

    Gerade so bekamen wir noch einen Platz ab. Wirklich gerade so. Der Silberpfeil stand, wir atmeten einmal durch, und dann schaute Britti mich an.

    Dieses Grinsen kenne ich.

    Das ist kein normales Grinsen.
    Das ist kein „schön, dass wir angekommen sind“ Grinsen.
    Das ist ein „Kai, gleich wird eine Hauptstadt abgegrast“ Grinsen 😂

    Ich wusste sofort: Kopenhagen bekommt jetzt keine Schonfrist.
    Meerjungfrau. Wachablösung. Schloss. Fußgängerzone. Geschäfte. Märkte. Gassen. Alles musste dran glauben.

    Also los.

    Als Erstes gingen wir auf die Märkte. Und was soll ich sagen, dort haben wir richtig schön gegessen. Tolles Brot, herrlicher Duft, Gewusel, Stimmen, Menschen, kleine Stände, alles lebendig und angenehm. Wahrscheinlich war es wieder das teuerste Brot meines Lebens, aber auf Reisen hat man ja irgendwann ein gestörtes Verhältnis zu Preisen. Man guckt kurz, schluckt, bezahlt und nennt es Erlebnis 😄🥖

    Britti lief natürlich wieder links, rechts, hierhin, dahin, überall gucken. Ihr seht es im Video. Ich lief ihr hinterher wie ein leicht überforderter Stadtführer ohne Stadtplan.

    Und dann drehte sie sich plötzlich um.

    „Es ist 11:45 Uhr. Um 12 Uhr beginnt die Wachablösung!“

    Zack. Alarm.

    Wir sprangen auf den Roller und fuhren los. Und ob ihr es glaubt oder nicht, um 11:45 Uhr waren wir los und um 12 Uhr standen wir tatsächlich auf dem Platz. Punktlandung. Fast schon verdächtig professionell für unsere Verhältnisse 😄🛵

    Nur waren wir dort natürlich nicht allein.

    Gefühlt halb Kopenhagen, drei Reisebusse, 700 Handys und sämtliche Menschen mit Sonnenbrille wollten diese Wachablösung sehen. Ich stand irgendwo in der zehnten Reihe und suchte meine Britti.

    Denn die war weg.

    Ich hatte nämlich zu ihr gesagt:
    „Lauf du schon mal los, ich komme hinterher.“

    Das war eigentlich nur als lockerer Spruch gemeint.

    Britti nahm ihn als sportlichen Befehl 😂

    Sie lief los. Nicht gemütlich. Nicht nordisch entspannt. Sondern im Laufschritt Richtung Wachablösung. Und jeder, der mich kennt, weiß: Laufen gehört nicht zu meinen Kernkompetenzen. Ich fahre. Ich gehe. Ich beobachte. Aber rennen wegen Soldaten in Uniform? Schwierig.

    Also verloren wir uns.

    Mitten in der Wachablösung.
    Mitten zwischen tausenden Menschen.
    Mitten in Kopenhagen.

    Zehn Minuten später klingelte mein Handy.

    Britti:
    „Wo bist du? Wo bist du?“

    Ich:
    „Ich winke doch!“

    Ich hob die Hand, winkte wie ein Mann, der gerade nicht seine Frau, sondern wahrscheinlich auch seine Würde sucht. Britti konnte mich trotzdem nicht sehen.

    Und dann passierte etwas Großartiges.

    Eine fremde Frau sagte zu Britti:
    „Da hinten winkt er doch. Sehen Sie es nicht?“

    Da sah sie mich endlich. Britti grinste schon von weitem, hob die Hand und kam schnell zu mir zurück. Ich hatte inzwischen einen Poller für uns reserviert.

    Ich sagte:
    „Spring rauf, ich halte dich fest.“

    Und so war es. Zack, Britti auf den Poller, ich hielt sie fest, und gemeinsam sahen wir die Wachablösung. Siehe Video 😄

    Und jetzt kommt die Wahrheit:
    Sie war recht langweilig.

    Ja, ich sage es, wie es ist.
    So viel Aufregung, so viel Rennen, so viel Suchaktion, und am Ende stehen da Soldaten, laufen langsam, tauschen irgendwas, und alle filmen, als würde gleich ein König aus dem Gebüsch springen 😂

    Aber natürlich mussten wir danach noch zu den kleinen Hütten, wo die Soldaten getauscht wurden. Ruckzuck liefen wir hin, diesmal erste Reihe. Und auch da wurde wieder gewechselt. Sehr ordentlich. Sehr traditionell. Sehr dänisch. Und wieder irgendwie lustig.

    Kaum war das erledigt, sagte Britti auch schon:

    „Die Meerjungfrau! Die Meerjungfrau!“

    Also ging es weiter zur Meerjungfrau 🧜‍♀️

    Fotos mit Herzen.
    Fotos ohne Herzen.
    Fotos mit Britti.
    Fotos ohne Britti.
    Alles wurde erledigt.

    Und ehrlich gesagt war für mich gar nicht die Meerjungfrau der Mittelpunkt. Sondern Britti. Wie sie da herumhüpfte, sich freute, sich positionierte, guckte, lachte und einfach glücklich war. Hauptsache, die Meerjungfrau war mit ihr zu sehen.

    Dann ging es weiter Richtung Nyhavn. Diese tolle Prachtstraße mit den bunten Häusern, den Booten, den Cafés, den Menschen, dem ganzen Kopenhagen-Gefühl. Ein Ort, der aussieht, als hätte ihn jemand extra erfunden, damit alle gleichzeitig sagen können:
    „Ach, ist das schön hier.“ ⚓

    Und dann kam wieder Britti.

    „Ich hüpf hier mal durch die Gegend und guck mir die Straße an.“

    Ich sagte:
    „Kein Problem. Ich bestelle mir einen zweiten Kaffee und warte gerne.“

    Das ist meine Art von Besichtigung. Sitzen. Kaffee. Menschen beobachten. Die Stadt wirken lassen. Keine Höhenmeter, kein Laufschritt, kein Wachablösungsverlust ☕😄

    Ich saß also da, schaute vor mich hin, beobachtete die Leute und genoss den Moment. Und plötzlich lief Britti direkt an mir vorbei.

    Ohne mich zu würdigen.
    Kein Blick. Kein Lächeln. Kein „Ach, da sitzt ja mein Mann“. Nichts 😂

    Ich sprang auf und lief hinterher. Sie war kaum einzuholen. Irgendwann schaffte ich es doch, klopfte ihr auf die Schulter, sie erschrak, drehte sich um, und ich sagte:

    „Du bist gerade schon lange an mir vorbei.“

    Sie rief:
    „Oh nein! Ich wusste nicht mehr genau, wo wir gesessen haben. Aber ich freue mich, wenn ich dich sehe.“

    Und genau das ist Britti.

    Sie kann dich im Menschengewühl verlieren, an dir vorbeilaufen, kurz vergessen, wo du sitzt, aber wenn sie dich dann sieht, freut sie sich so herzlich ❤️😄

    Langsam ging dieser Tag dann zu Ende.
    Kopenhagen hatte uns ordentlich durchgeschüttelt. Märkte, Wachablösung, Meerjungfrau, Nyhavn, Kaffee, Roller, Menschenmassen, Wiederfinden, Verlorengehen, Lachen.

    Zurück am Wohnmobil fielen wir nur noch in die Betten. Nicht schlafen, sondern eher ohnmächtig abschalten. Kopenhagen hatte geliefert. Und wir auch.

    Jetzt geht es weiter Richtung Stockholm. Immer weiter in den Norden. Immer tiefer rein in diese neue Reise.

    Und was wir demnächst auf einem Schotterparkplatz an einer Tankstelle erleben, das glaubt ihr sowieso nicht.

    Liebe Leserinnen und Leser, wenn ihr bis hierhin gelesen habt, dann danke ich euch wirklich.

    Bleibt dran.
    Der Norden hat gerade erst angefangen. 🇸🇪🚐✨
    Okumaya devam et