Kleine Runde mit dem Hunde
October 10 in Italy
🌧 22 °C
Zwischen Aufbruch und Verfall
Ein kleiner Spaziergang führt mich am Meer entlang zum Hafen und durch den Ort zurück. Vor zwei Jahren um die gleiche Zeit lag hier noch sehr viel mehr Müll am Meer und in den Dünen. In diesem Jahr ist das schon sehr viel besser. Man sieht deutlich die Bemühungen der Italiener um mehr Ordnung in der Natur. Leider gibt es auch immer noch reichlich Stellen, an denen die Italiener ihren Müll entsorgen – zwischen Bäumen am Strand oder in ungenutzten kleinen Nischen auf Grundstücken. Es stehen schon sehr viele Mülltonnen für die Entsorgung bereit, aber anscheinend noch nicht genügend.
Der Hafen ist ein bisschen verwahrlost, aber ich glaube, das ist durchaus normal in der Gegend. Die Kähne wirken gepflegt – hier handelt es sich um Muschelfischer. Zwei neue Brücken über den Kanal, der den Lago di Lèsina mit dem Meer verbindet, wurden gebaut. Am Kanal entlang zieht sich ein schicker Radweg, fast so breit wie eine Straße. Da fragt man sich echt, ob das wirklich gebraucht wird.
Vor zwei Jahren fiel mir schon auf, dass sehr viele Fassaden dringend sanierungsbedürftig sind. Da handelte es sich aber hauptsächlich um abblätternde Farbe. Beim Besuch in diesem Jahr wird deutlich, dass es nicht nur Farbe ist, sondern substanziell. An vielen Stellen bröckelt der Beton. Ich sehe Stellen, wo ich durchaus Bedenken habe, was die Statik betrifft. Insgesamt wirkt der Ort äußerst heruntergekommen. Da die Saison erst ca. drei Wochen vorbei ist, halte ich es für undankbar zu glauben, dass diese Mängel und der Dreck in den Straßen sich in den paar Tagen angesammelt haben. Ich glaube, dass der Ort so langsam verwahrlost. Ich bin mir auch nicht sicher, ob der Fischmarkt überhaupt noch genutzt wird. Eigentlich ist das eine tolle Location, aber sie scheint mir auch völlig verwahrlost und heruntergekommen.
Kleine Anekdote am Rande: Leos Flugstunde
Leo erkundet die Umgebung mit mir sehr genau. Sehr selten springt er auf Mauern. Ich gehe in einen Durchgang in ein Haus, um am Ende zu schauen, ob man dort weiterkommt. Aber der Weg endet an einer hüfthohen Mauer. Leo sieht diese, nimmt Anlauf, springt drauf und fliegt auf der anderen Seite runter, denn die Mauer ist nur einen halben Stein breit.
Entsetzt schaue ich nach, wo Leo geblieben ist. Ich würde mal sagen, er ist zwei Meter geflogen. Er steht unten etwas verdattert, aber völlig unbeschädigt. Hinterher kann ich nicht und er nicht wieder rauf. Es sind sicher 200 Meter um die Häuser herum, die wir zurücklegen müssen, bis wir uns wiedergefunden haben. Das Grundstück, auf das er gefallen ist, ist komplett eingezäunt, ich weiß nicht, wo er rausgekommen ist. Wir sind jedenfalls beide in die gleiche Richtung um die Häuser herumgegangen. Man hätte ja auch genau den anderen Weg nehmen können. Die ganze Sache hat Leo nicht wirklich beeindruckt. Leo ist einfach klasse, den wirft auch nichts aus der Bahn.Read more










































Traveler
Diesen kleinen durchgang erkunde ich und lande am Ende an einer Mauer. Und Leo möchte gerne wissen was dahinter ist und ehe ich mich versehe springt er drauf und fällt auf der anderen Seite runter.
Traveler
Da steht er, etwas verdattert zwei Meter tiefer, aber völlig unbeschädigt... Nur wie findet man sich jetzt wieder... Hinterher kann ich nicht und der Weg um den Block dürfte sicher 200 m lang sein.
Traveler
Da ist er runter.... Wir haben uns dann schnell wiedergefunden, beide in die gleiche Richtung gegangen und er hat das Grundstück, das komplett eingezäunt war, irgendwo verlassen. Ich habe den Durchgang nicht gefunden.