• Regen von oben und endlich Coesfeld

    Oct 1–4 in Germany ☁️ 28 °C

    🌧️
    Mitten in der Nacht rüttelt Gitti plötzlich an mir herum.
    „Ich werde ganz nass im Gesicht!“ Träume ich oder ist das real.
    Na, das ist doch mal eine nette Art, geweckt zu werden. 😅
    Es regnet! Und weil es gestern Abend noch so fürchterlich warm war, steht natürlich auch die Dachluke über Gittis Bett noch offen. Der Regen tropft ihr inzwischen munter auf die Nase. Also schnell raus aus dem Bett, Luke zu – und weiterschlafen.

    Was ich in meinem nächtlichen Tran allerdings völlig vergessen habe: Das große Heki über dem Tisch steht auch noch sperrangelweit offen! 🙈
    Die Bescherung sehe ich am Morgen. Eine stattliche Pfütze auf dem Tisch und natürlich hat sich das Wasser auch schon auf den Fußboden vorgearbeitet.
    Na wunderbar. So fängt der Tag doch gut an! 😂

    Also erst einmal: Heki zu, Tisch trockenlegen, Fußboden wischen. Gestern Abend Hochsommer – heute Morgen Wasserspiele im Wohnmobil.
    🚐 Ein paar mal vor und zurück und dann passt das schon.

    Besonders gut geschlafen habe ich sowieso nicht. Ich hatte unser Wohnmobil bei der Ankunft irgendwie ziemlich dicht an einer Begrenzung geparkt und heute darf ich nur in eine bestimmte Richtung wieder hinaus.

    Natürlich beschäftigt mich so etwas nachts. Im Kopf fahre ich dann schon mal sämtliche Varianten durch: vorwärts, rückwärts, einschlagen, wieder zurück …
    Aber am Ende ist alles halb so schlimm.

    Na ja – ein paar mal vor und zurück, dann steht der Dicke so, dass wir rauskommen. 😄

    Wir warten noch eine Regenpause ab, damit ich Strom und den restlichen Kram trocken einpacken kann. Zum Glück haben wir gestern Abend schon im Dunkeln die Räder aufgeladen und abgedeckt und Stühle und Tisch verstaut. Manchmal hat man eben doch den richtigen Riecher.
    Und dann geht es los – die gigantische Entfernung von ganzen 35 Kilometern nach Coesfeld liegt vor uns. 😂
    🚐🌧️ Ein Schild sorgt für erhöhten Blutdruck

    Bis auf den Regen und das ständige Lkw-Überholverbot läuft die Fahrt völlig problemlos.
    Bis kurz vor dem Ziel.
    Da steht plötzlich: Durchfahrt verboten!
    Natürlich genau auf der Strecke, auf der unser Navi uns zum Campingplatz schicken will.
    Mein Blutdruck schnellt gefühlt um mindestens 30 Punkte nach oben. Nicht schon wieder irgendeine Umleitung über Straßen, die eigentlich eher für Fahrräder und Trecker gedacht sind!
    Erst beim zweiten Hinsehen entdecke ich unter dem Schild ein kleines Zusatzschild:

    „Bis Campingplatz frei.“

    Puuuh! 😅 Tief durchatmen.

    Inzwischen stehen hinter mir an der Ampel schon zwei weitere Wohnmobile. Und die folgen mir nun brav bis zum Campingplatz. Dort stellt sich heraus: Das sind Conny und Udo sowie Angela und Ralf – ebenfalls auf dem Weg zu unserem Treffen.

    Na bitte. Ich führe schon einen kleinen Wohnmobil-Konvoi an. 🚐🚐🚐

    Auf dem Campingplatz suchen wir uns zunächst einen schönen Platz.
    Leider den falschen. 😂
    Also noch einmal umparken, diesmal dorthin, wo die Plätze für uns reserviert sind. Danach haben wir uns einen Kaffee verdient.

    ☕ So langsam füllt sich der Platz

    Kurze Zeit später sitzen wir schon gemütlich unter der Markise. Karl Heinz ist bereits seit gestern da und kommt natürlich dazu.

    Im Laufe des Nachmittags trudeln nach und nach die anderen ein. Ruschmeiers und Raschendorf kommen, später Carola und Christian und gegen Abend schließlich Uwe und Anja, die dieses Mal das Treffen organisieren.

    Uwe hat allerdings kurz vorher noch etwas geliefert, worauf man wirklich gut hätte verzichten können: einen Sturz mit gebrochenem Ellenbogen und gebrochenem Knöchel. 😳 Trotzdem ist er dabei.
    Dabei sein ist eben alles! ❤️

    🚲 Nur mal eben nach Coesfeld – oder auch etwas weiter

    Am späten Nachmittag entdecken wir eine größere Regenlücke und beschließen, noch eine Runde mit dem Rad zu drehen. Marion kommt mit.

    Ralf hat geroutet, dass es nur 5,5 km sind.

    „Nur fünfeinhalb Kilometer bis Coesfeld!“

    Klingt prima.

    Komischerweise stehen bei unserer Rückkehr fast 20 Kilometer auf dem Tacho. 🤔😂

    Aber egal – die Strecke ist wunderschön. Wir fahren durch Felder und Wälder, überwiegend auf ruhigen Wegen, und genau dafür liebe ich das Münsterland. Flach, grün und einfach wunderbar zum Radeln. 🚲🌳

    🏘️ Ein kleiner Bummel durch Coesfeld

    In Coesfeld stellen wir die Räder ab und machen uns zu Fuß auf den Weg durch die Innenstadt.
    Coesfeld liegt mitten im Münsterland und hat schon seit 1197 Stadtrechte. Die Stadt war sogar Hansestadt und entwickelte sich früh zu einem wichtigen Handelsort. Bis heute bildet der Marktplatz mit der angrenzenden Fußgängerzone das Herz der Stadt.

    Besonders markant ist die St.-Lamberti-Kirche am Marktplatz, die sich aus einer romanischen Kirche zu einer gotischen Hallenkirche entwickelt hat. Im Inneren befindet sich das berühmte Coesfelder Kreuz aus dem 14. Jahrhundert. Auch das historische Marktkreuz vor dem Rathaus gehört fest zur Stadtgeschichte – früher war es unter anderem ein Ort der Rechtsprechung.

    Heute können wir davon allerdings nicht alles in voller Schönheit bewundern – rund um die Kirchen stehen Gerüste.

    🧶 Aus einem Stadtbummel werden plötzlich Socken

    Beim Bummeln entdecken wir einen Wollladen.
    Und dann macht Marion einen tollen Vorschlag.
    Sie sagt nämlich:
    "Wenn ihr euch Wolle kauft, stricke ich euch Socken daraus.“
    Tja.
    So etwas darf man uns doch nicht zweimal sagen! 😂🧦
    Also Wolle ausgesucht – und damit ist Marions Beschäftigungsprogramm für die nächste Zeit auch geregelt.

    ☕🍰 Danach braucht der Mensch natürlich Stärkung. Beim Bäcker gibt es Kaffee und – selbstverständlich – Kuchen.

    Man muss schließlich aufpassen, dass bei so viel Radfahren nichtplötzlich die Kalorienbilan⅔eeü
    Y454z ins Minus rutscht. 😇

    🚲❓ Wo sind eigentlich unsere c schauen wir zum Himmel.

    Die nächste Regenwolke kündigt sich an. Also besser zurück zu den Rädern.

    Nur …
    Wo stehen die eigentlich?

    Drei Frauen laufen etwas ratlos durch Coesfeld und suchen ihre Fahrräder. 🤣
    Hier vielleicht?
    Nein.
    Da hinten?
    Auch nicht.
    Wir suchen und suchen – bis wir feststellen, dass wir beim ersten Mal schlicht daran vorbeigelaufen sind.
    Na prima. 😂
    🌦️ Ein typischer Treffen-Abend
    Auf dem Rückweg erwischt uns zwischendurch immer mal wieder etwas Regen, aber es hält sich in Grenzen.
    Als wir zurück auf dem Campingplatz sind, sind inzwischen auch Uwe und Anja angekommen. Wir stehen noch eine ganze Weile zusammen – draußen, wenn es gerade trocken ist, und unter der Markise, wenn Petrus wieder meint, die Schleusen öffnen zu müssen.

    Es wird erzählt, gelacht und nebenbei machen wir uns Abendbrot .
    So ist das eben bei einem Wohnmobiltreffen.

    Morgen soll das Wetter besser werden. Dann können wir hoffentlich endlich alle gemeinsam draußen sitzen.

    Für heute ziehe ich mich in mein Wohnmobil zurück, schreibe meinen Reisebericht und lasse den Tag langsam ausklingen.

    Und ich hoffe, heute Nacht ruft niemand
    „Ich werde nass!“
    😂🌧️

    #
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