Die Mehedinti-Berge im Nebel
13 settembre 2025, Romania ⋅ ☁️ 21 °C
Heute habe ich eine kurze Etappe. So sitze ich den Regenschauer nach dem Frühstück gemütlich im Trockenen aus. Es geht durch den Ort und am Gemischtwarenladen stoppe ich das erste Mal, um Schokolade und einen Bleistift mit Radiergummi zu kaufen. Eine weitere Taste meines Navigationsgerätes ist kaputt gegangen. Mit dem Radiergummi und Panzertape kann ich sie reparieren. Gut das die Schule gerade wieder angefangen hat. So kann ich mir sogar die Farbe des Radiergummis aussuchen. 😜
Nächster Stopp in der Bar um nach dem Via T. Stempel zu fragen. Mit dem Besitzer entwickelt sich eine Unterhaltung mit den üblichen Fragen. Ich glaube, die habe ich schon hunderte Male beantwortet und finde trotzdem jede dieser Unterhaltungen schön, 😊
Jetzt verlasse ich Obârșia‑Cloșani aber wirklich. Auf dem ersten Anstieg kommt mir ein alter Mann mit zwei Eimern voller Tomaten entgegen. Ihr könnt euch denken was passiert? Genau: wohin? woher? alleine? und so weiter. Er erklärt mir den Weg, auch wenn ich nur einen Bruchteil verstehe. Zum Abschied schenkt er mir Tomaten. Ich nehme nur eine, obwohl er mir mehr anbietet. Meine Erklärung: "Rucsacul este greu - der Rucksack ist schwer". Er versteht mich.
Je höher ich hinaufsteige um so dichter wird der Nebel. Schade, für die Etappe wird im Wanderguide von den tollen Ausblicken geschwärmt.
Auf den Wegen sind jede Menge Spuren von Schafen. Tatsächlich sehe ich kurz vor mir einen Hirten seine Herde über den Weg treiben, aber er biegt ab und ist mit den Tieren hinter Bäumen verschwunden. Der letzte Hund ist entspannt und interessiert sich nicht für mich. Der zweiten Herde begegne ich wenig später und auch hier keine Hunde. Da hat der Wunsch ans Universum heute sehr gut funktioniert. 😊
Ich habe leider zu unpräzise gewünscht und den Schäferhund in Seliștea, dem ersten Ort nach dem Abstieg, nicht bedacht. Er kommt durch das offene Tor auf die Straße und bellt mich mit gefletschten Zähnen an, während seine Besitzer seelenruhig im Garten sind. 😤
Der weitere Weg führt über die Straße nach Isverna. Im Laden kaufe ich leckere Kekse und eine ziemlich süße Limonade. Ich mache es mir auf einem Stuhl vor der Tür gemütlich und verputze meinen Einkauf. Ich habe einen tollen Blick auf den Dorfplatz und mir fällt ein Transporter mit vielen Blumenkränzen auf, der vor der Kirche steht. Außerdem ist in der Kirche ein kommen und gehen. Was es damit wohl auf sich hat? Das erfahre ich leider nicht.
Gegen 14Uhr bin ich schon an meiner Pension. So kann ich den ganzen Nachmittag ausruhen und mein Navi reparieren. 😊
Der Countdown läuft: 3 Etappen bis zur Donau!Leggi altro








Viaggiatore
Auch im Nebel faszinierend.
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Romantiker gibt es überall ☺️