Vila do Bispo - Huelva
May 22 in Spain ⋅ ☀️ 30 °C
Huelva — wie bitte spricht man das aus?
Die Etappe beginnt in Vila do Bispo. Mit dem Bus fahre ich nach Lagos, von dort geht es per Zug (mit Umstieg in Faro) weiter nach Vila Real de Santo António an der spanisch‑portugiesischen Grenze am Rio Guadiana. Von dort setzt eine Fähre nach Ayamonte über und von Ayamonte fährt ein Bus nach Huelva.
Die Verbindungen sind jedoch alles andere als perfekt aufeinander abgestimmt: Der Bus nach Lagos fährt dreimal am Morgen und einmal vormittags, der Zug nach Faro einmal morgens und einmal vormittags. Mit dem ersten Bus erreicht man den ersten Zug nicht, mit dem Bus am Vormittag besteht ebenfalls kein Anschluss an den Zug am Vormittag — also bleibt nur, einen der Morgenbusse zu nehmen und anschließend mindestens 2:20 Stunden auf den Zug zu warten.
In Faro ist die Umstiegszeit zum Anschlusszug nach Vila Real de Santo António offiziell nur drei Minuten; praktisch braucht man sich hier wenig Sorgen zu machen, der Zug wartet bei Verspätungen.
Laut Recherche sollte die Fähre stündlich zur vollen Stunde fahren; der planmäßige Zug trifft etwa Viertel nach ein. Auch der Bus ab Ayamonte war online zur vollen Stunde (17:00) verzeichnet und wäre in rund 15 Minuten zu Fuß vom Fähranleger gut erreichbar gewesen.
Vor Ort die Überraschung: Die Fähre fährt nicht stündlich, sondern nur alle 1,5 Stunden. Die nächste Fähre legte um 15:30 ab und braucht etwa zwölf Minuten bis Ayamonte. Durch die Zeitumstellung (+1 Stunde) ist es dann schon 16:42 in Spanien — viel weniger Zeit als gedacht bis zum Bus um 17:00. Der Fährmann hat sich beim Anlegen noch gemütlich Zeit genommen, so dass es dann schon 16:45 war. Also war nun spurten angesagt - auch bekannt als "Beschleunigt Umsteigen".
Am Busterminal angekommen, suchte ich den Bus nach Huelva — es gab nur einen Bus, aber die Fahrerin meinte, sie fahre nicht dorthin und erklärte etwas auf Spanisch. Ein Mitfahrender führte mich dann zum Aushang: der Bus fuhr erst um 17:30. Auch dieses erfuhr man nur vor Ort!
Trotz der vielen Unwägbarkeiten kam ich am Ende relativ pünktlich im Ziel in Huelva an.
Zur Aussprache: Die spanische Hafenstadt Huelva wird ungefähr wie „U-él-wa“ ausgesprochen (Betonung auf dem „e“); das Anfangs‑H ist stumm. Ich habe es zwar nicht ganz so artikuliert, aber es hat trotzdem geklappt.Read more















