Dolomiten 2026 Tag 2: Pecol - Fiera di Primiero
15. juli, Italien ⋅ ☁️ 28 °C
Da aktuell nachmittags immer Gewitter gemeldet sind, versuche ich so früh wie möglich zu starten. Der Wecker klingelte um 7 Uhr und ich packte soweit schon mal alles zusammen. Frühstück gab's dann um 7:30 Uhr, wo ich pünktlich auf der Matte stand. Abfahrt dann wieder kurz nach 8:30 Uhr. Der Plan für heute: 3 Pässe und 93km mit 2600 Höhenmetern.
Los gings erstmal mit einer 7km langen Abfahrt nach Dont, wo dann der Aufstieg zum Passo Duran beginnen sollte. Jedoch fand ich hier Schilder vor, dass der Pass zwischen 8 und 17 Uhr gesperrt ist und auch Radfahrer nicht durchkommen (siehe Bild) 🫣 Ein Mitarbeiter in einem Café meinte, es kann sein dass sie einen durchlassen, aber man kann auch Pech haben 😬 Also nach einer Alternative geschaut: Wieder den gleichen Weg zurück (7km und 400 Höhenmeter), erneut über den Passo Staulanza, den ich gestern von der anderen Seite befahren bin und dann weiter zur ursprünglich geplanten Route. War dann zum Glück nur ein paar Kilometer länger, von den Höhenmetern war es ziemlich ähnlich.
Also umgedreht und den gleichen Weg wieder zurück, weiter zur Passhöhe und ohne große Pause in die Abfahrt. Lief auch soweit alles bestens, teils durch einige Tunnels und entlang einer Schlucht. Dann weiter entlang dem Lago di Alleghe bis zum Abzweig zum nächsten Pass. Hier rollte ich dann auf einmal auf einen sehr stark befahrenen, leicht ansteigenden 1,3km langen Tunnel zu und es kam überhaupt keine Freude auf 🙈 Also davor angehalten und die Karte und quaeldich studiert, ob eine Umfahrung möglich ist. Tatsächlich existiert noch die alte Strecke (incl eines kurzen unbeleuchteten Tunnels), jedoch mit Verbotsschild bei der Einfahrt... Die Kommentare von quaeldich und ein Autofahrer, der in die Umfahrung deutete, überzeugten mich dann, die Umfahrung zu nehmen. Der Belag war natürlich ziemlich schlecht und der Tunnel tatsächlich etwas angsteinflößend und stockfinster (siehe Bild), aber mit der Handytaschenlampe kam ich gut gut durch. War definitiv die richtige Entscheidung 😊 Weiter ging es leicht ansteigend durch einige Städtchen und ich legte in einer Bäckerei eine kurze Pause mit einem Pizzastück ein. Hier erhielt ich dann eine Warnung vor schweren Gewittern aufs Handy geschickt. Also nichts wie weiter zum Passo Valles 😀
Frisch gestärkt kam ich gut voran bis zur einer Gabelung, an der ich mich links hielt. Der Verkehr nahm nun schlagartig ab, was jedoch der einzige Pluspunkt bleiben sollte 😬 Längere Abschnitte mit zweistelligen Steigungswerten und die meiste Zeit in der prallen Mittagssonne machten die Auffahrt nicht gerade zu einem Zuckerschlecken (hier ging mir ein Zitat von Rainer von unsrer Tour de France 2022 durch den Kopf: "In den Pyrenäen (Dolomiten) wirst fit" 😂) Pedalumdrehung um Pedalumdrehung kämpfte ich mich jedoch auf der letzten Rille nach oben, wo ich mir im Gasthof auf der Passhöhe erstmal eine wohlverdiente, eiskalte große Cola einverleibte.
Nach einer kurzen, rasanten Abfahrt auf gutem Belag ging es sofort weiter zum letzten Pass des heutigen Tages, dem Passo Rolle. Dieser stellte jedoch keine große Herausforderung mehr da, 400 Höhenmeter bei im Schnitt konstanten 7% und einem atemberaubenden Bergpanorama machten den Anstieg zu einem wahren Genuss 😍 Das muss wohl bekannt sein, denn auf der Passhöhe herrschte wieder ein großer Trubel...
Nun folgte noch eine 22km lange Abfahrt, in der es 1300 Höhenmeter zu meinem heutigen Etappenziel bergab ging.
Keine halbe Stunde im Hotel gewesen und schon kam das große Gewitter und es regnete aus allen Löchern. Super timing mal wieder 😋 So wartete ich mit knurrendem Magen und als es endlich vorüber war, konnte ich endlich mein Kaloriendefizit bekämpfen. Heute gab es mal zur Abwechslung Pinsa und da der Hunger riesig war gleich zwei davon 😄
Morgen steht nur ein Pass auf dem Programm, dieser hat es jedoch mit einer Länge von knapp 30 Kilometern in sich 😀
Pizza counter: 3,5Læs mere















