• Dolomiten 2026 Tag 4: Telve - Trient

    17. juli, Italien ⋅ ☀️ 31 °C

    Gestern auf dem Rückweg vom Abendessen noch das obligatorische Kulturprogramm erledigt: Der örtliche Musikverein spielte ein Platzkonzert und packte auf einmal sogar einen richtigen deutschen Klassiker aus. Viva Colonia im italienischen Hinterland hätte ich eher nicht erwartet 😅

    Nach einer erholsamen Nacht wachte ich wieder um 7 Uhr voller Tatendrang auf, schaute aus dem Fenster, aber was sah ich da? Kein blauer Himmel, dafür dunkle Wolken und es regnete 🫣 Laut dem Wetterradar sollte es aber gegen 9:30 Uhr aufhören und danach war auch erstmal kein Regen mehr in Sicht. Also erstmal ohne Hektik gefrühstückt, die Unterkunft für heute gebucht und dann alles gerichtet. Die Wettervorhersage hielt, was sie versprach und ich konnte um 9:30 Uhr starten. Die Temperaturen waren durch den Regen auch noch sehr angenehm.
    Der Einstieg zum heutigen Pass war quasi direkt vor der Haustür, mit Einrollen war es mal wieder nichts 😄 Mich erwarteten 21km und 1500 Höhenmeter. Es herrschte sehr wenig Verkehr und so war der erste Teil des Anstiegs ein wahrer Genuss und es lief prima. Mal entlang einer Schlucht, dann entlang Kuhweiden, die gerne auch mal die Straße kreuzen 😀 Das dicke Ende kommt ja bekanntlich immer zum Schluss... Die letzten 6km waren mit 9-10% richtig steil und es gab sogut wie keine Verschnaufpausen. War schon ein harter Brocken, aber ich kämpfte mich hoch. Kurz vor der Passhöhe gab es noch einen kleinen Schreckmoment, als auf einmal ein fettes Murmeltier auf der Straße direkt vor mir auftauchte und ich vor Schreck fast vom Rad fiel 😄
    Im Berggasthof gab es dann eine kalte Cola und etwa Verpflegung, bevor es dann die Abfahrt runter ins Val di Fiemme ging (habe mich dann doch für die Windjacke und nicht für die Zeitung entschieden - siehe Bild 😂) Kurz bevor ich losfuhr, sah ich 3 flotte Rennradlerinnen kurz vor der Passhöhe. Wie sich herausstellte, waren es wohl Profis vom Frauenteam von UAE, da ich den Materialwagen fast die ganze Abfahrt hinter mir hatte 😀 Ein Hoch auf die Scheibenbremsen, die Nordseite ist nämlich ähnlich steil, vor allem der obere Teil. Hier verläuft das schmale Sträßchen mit top Belag mit einigen Serpentinen hinunter ins Tal - war richtig stark! 😍
    Danach ging es ca. 35km leicht bergab, aber auch mit leichtem Gegenwind das Cembratal Richtung dem heutigen Etappenziel in Trient hinab. Zum Schluss musste ich mich noch 10km zu meiner Unterkunft mitten in Trient durch den Stadtverkehr kämpfen und ich konnte gegen 15 Uhr einchecken.
    Gegen Abend dann noch etwas das Städtchen angeschaut und eine prima Pizza verputzt 🍕😋

    Morgen steht dann der Trienter Hausberg auf dem Programm 🏔️😊

    Pizza counter: 4,5
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