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  • Abschluss des ersten Teilstückes

    February 12 in Turkey ⋅ 🌙 10 °C

    So - die halbe Nacht habe ich hin- und herüberlegt, wie ich die Strecke über die Bergdörfer entschärfen kann und mich nicht ständig gegen Hundeangriffe zur Wehr setzen muss. Aber jede Variante hätte bedeutet, auf einen schönen Teil des Weges zu verzichten. Einen weniger attraktiven Abschnitt (Kumluova - Akbel) hatte ich ja schon ausgelassen und auf der Straße nach Kas laufen wollte ich jetzt auch nicht unbedingt. Daher habe ich mich entschlossen, den gemütlichen Teil des Urlaubs zu starten und bin mit dem Dolmus von Kalkan nach Kas gefahren. Hier stammt mein Schwager Jimmy her und ich kenne den Ort seit fast 20 Jahren. Wenn ich alle aktuellen Essenstips befolge, brauche ich im Flieger nach Hause zwei Sitzplätze.. 😋
    Ich werde in den nächsten Tagen herausfinden, wo es die beste Tavuk Corba (Hühnersuppe) gibt und wieder einen Efes-Preisvergleich durchführen. Am Montag habe ich dann eine Verabredung mit einem Schneider - eventuell ist bei meiner Hose ja noch etwas zu retten. Und beim nächsten Mal rücke ich mit Verstärkung nach Kalkan an, dann können die Köter was erleben! 🐕
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  • Day5

    Tag 4: Patara - Kalkan

    February 11 in Turkey ⋅ ☀️ 14 °C

    Der Tag ging eigentlich unspektakulär los. Gemütlich zog sich der Anstieg von Gelemis bis zu einem Aussichtspunkt, von dem aus man den gesamten Bereich des Patarastrands im Westen bis zur 'Krokodilinsel' vor Kalkan überblicken konnte.
    Auf den nächsten Kilometern wechselten grüne Wiesen, Olivenhaine und Waldwege angenehm ab. Als es dann schon auf Kalkan zu ging und ich glaubte, die Etappe wäre im Sack, wurde es mit einem mal immer gerölliger und ich kam nur noch langsam voran. Die Stäucher standen immer dichter und öfter musste ich zurück, um die letzte Markierung zu suchen und mich neu einzufädeln. Als es nur noch 2,5 km zum Ortseingang meines Ziels waren, fielen vor mir die Klippen steil ab und ich erinnerte mich dunkel an einen 'schweren Abstieg' auf der Etappe. Den hatte ich jetzt scheinbar gefunden. Das ist ja alles schön und gut bei normalen Felsen. Aber die hier sind so gemein scharf und spitz, man kann sich nur beim Abstützen ordentlich die Haut aufreißen. Ich war beim Abstieg und der darauffolgenden Kraxelei super vorsichtig, hier durfte absolut nichts passieren. Dementsprechend langsam kam ich voran. Jedesmal, wenn ich auf die Karte schaute, war ich wieder nur 200 m vorangekommen. Aber irgendwann war ich dann tatsächlich durch und stand am Ortsrand von Kalkan. 'Ab jetzt alles easy' dachte ich und dann waren sie wieder da, meine Hunde.. 🐕
    Das Problem sind dabei gar nicht die vielen wilden Hunde, die betteln nur und sind meistens in bedauernswertem Zustand. Die Pest sind diese mittelgroßen Haus- und Hofhunde, die meinen, sie müssten ein Revier verteidigen - selbst wenn das mitten in der Stadt ist. Aber da gibt es ja auch Hundehalter dazu. So etwas habe ich noch nie erlebt. Hier läuft alledings auch kein normaler Mensch, hier wird jeder Meter mit Auto oder Roller zurückgelegt. Als exotischer Fußgänger hat man es hier schwer. Gerade überlege ich, aus dem Grund die große Streusiedlung Bezirgan morgen zu umgehen (21 km/+688/-679).
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  • Day4

    Tag 3: Gavuragili - Patara

    February 10 in Turkey ⋅ ☀️ 13 °C

    Heute bin ich erst spät losgekommen. Lange habe ich mit Hamish, dem Inhaber des Lykia Inn, geplaudert und schon in Erwartung eines eher entspannten Tagespensums dann auch entsprechend getrödelt. Bei schönstem Wetter und toller Aussicht auf das Meer ging es eine Weile an der Straße entlang, bis zu den Ruinen der ehemaligen Hafenstadt Pydnai. Dort verläuft der LT durch die Ruine der alten Festung, in die man durch ein Loch in der Festungsmauer gelangt. Kurz darauf kam ich am westlichen Ende des Patara Beach an. Hier ist seit vielen Jahren Naturschutzgebiet (der Strand ist eines der seltenen Brutgebiete von Meeresschildkröten) und es dürfen hier keine Hotels gebaut werden. Das hat leider dazu geführt, das in dem Niemandsland hinter den Dünen massenhaft Müll abgeladen wird. So schade. Gerne wäre ich den etwa 12 km langen Strand entlang gegangen. In der Mitte des Strandes mündet aber der Fluss Xanthos ins Meer und es gibt keine Brücke und die einzige Strasse, die von dort ins Hinterland führt, ist aktuell überflutet. Etwas missmutig bin ich dann durch die sumpfige Schwemmlandschaft zwischen unzähligen Gewächshäusern in Richtung Kumluova gelaufen. Von dort bin ich dann mit dem Dolmus nach Kinik gefahren. Dabei hat mich der Fahrer glatt vergessen und auf meine vorsichtige Frage, ob wir wirklich nach Kinik fahren hat er ziemlich entgeistert geschaut, dann gewendet und mich am Zielort abgesetzt, wo er vorher nicht angehalten hatte.
    Der nächste Dolmus hat mich dann etwa drei Kilometer vor meiner Unterkunft in Patara rausgelassen. Die bin ich dann wieder gelaufen und konnte dann noch bei herrlichem Sonnenschein auf meinem Balkon sitzen und ein Feierabend-Efes genießen. Jetzt bin ich am östlichen Ende des Strandes von Patara und morgen geht's nach Kalkan (18,8/+112/-135).
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  • Day3

    Tag 2: Kabak - Karadere

    February 9 in Turkey ⋅ ☀️ 11 °C

    Den ganzen Vormittag des gestrigen Ruhetages habe ich auf den angekündigten Starkregen gewartet. Der kam dann erst gegen 14 Uhr, aber da war ich dann auch sehr froh, nicht draußen zu sein. Heute früh kam dann die Sonne raus, es hatte durch den Regen aber abgekühlt. Zunächst bin ich zum Kabak Beach abgestiegen, wo gerade die Renovierungsarbeiten für die kommende Saison im Gange sind. Ich hatte mich entschieden, eine Alternativroute zum Hauptweg zu gehen und dieser Pfad war dann auch schmaler, steiler und schlechter markiert. Für mich war heute die Frage, ob ich die ca. 25 km bis nach Karadere schaffe, oder mir schon früher ein Quartier suchen muss. Das hatte ich mir auch schon ausgeguckt, bin dann aber nur kurz zum Essen dort gewesen, weil absehbar war, dass ich die Strecke schaffe. Unterwegs war mir in dem kleinen Dorf Yediburunlar ein kleiner Hund zugelaufen, der mich unbedingt begleiten wollte. Auch nach mehreren Kilometern hatte er nicht vor, umzukehren.
    Eigentlich wollte ich ihn bei meiner Plan-B Übernachtung lassen und dort bitten, jemand in dem anderen Ort anzurufen und zu klären, wem der Hund gehört. Leider wurde der Kleine am Ortseingang von einem weit größeren Hund attackiert, gebissen und in die Flucht geschlagen. Ich habe beide nicht mehr gesehen. Als ich das in der Fatma Pansiyon geschildert habe, meinte die Tochter, sie würde den Hund und den Besitzer kennen, er käme öfter mal mit Wanderern in ihr Dorf. Sie hat mir dann versprochen, dass ihre Mutter dort anrufen und Bescheid geben würde, damit jemand nach dem armen Kerl schaut.
    Ich hoffe sehr, dass ihm nichts passiert ist und er wieder zuhause ist.
    Am Ende der heutigen Strecke gab es dann noch knapp 600 hm Abstieg durch Felsen und Macchia, wobei ich mir gleich mal das Knie an einem dieser messerscharfen Felsen angeschlagen habe. Jetzt ist meine Lieblingshose hinüber. Vielleicht bekomme ich das in Kas ja irgendwie geflickt.
    Im Likya Inn bin ich der einzige Gast und wurde von dem Ehepaar, das hier das Housekeeping macht, noch reichlich bekocht und hatte dabei auch noch eine nette Unterhaltung mit deren Tochter, die etwas Englisch spricht - via Facetime (25,5/+1.330/-1.460).
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  • Day1

    Tag 1: Ovacik - Kabak

    February 7 in Turkey ⋅ ☀️ 13 °C

    Der erste Blick am Morgen: Schneebedeckte Berge. 🏔 Das ist aber schätzungsweise über 1.500 m, da werde ich nicht hinkommen. Das Frühstück im Hotel Unique war super (auf dem Bild hat sogar noch einiges gefehlt). Mit dem Taxi habe ich mich dann zum Startpunkt bringen lassen. Eigentlich wäre ich lieber dorthin gelaufen und hätte mir auf dem Weg gerne das Geisterdorf Kayaköy angesehen, aber das war zeitlich leider zu unsicher. Ich wollte heute unbedingt bis Kabak kommen, um dort den kommenden Regentag in möglichst komfortabler Umgebung auszusitzen. Auf dem Weg enlang der Flanke des Babadag bleibt man alle 100 Meter stehen und schiesst ein Bild (Abends stellt man dann fest, dass sie alle ziemlich ähnlich sind), so spektakulär ist der Ausblick auf die Lagune von Ölüdeniz. Nach einigem Auf und Ab und einer Menge geschlossener Cafes gab es mittags dann doch noch Gözleme und Cay für mich. 😋 Nach einer etwas stressigen Begegnung mit einem aggressiven Kläffer habe ich dann noch einen entspannten Kangal getroffen, die Biester sind echt riesig! 🐕😳
    Ich werde jetzt bis Mittwoch hierbleiben, es sind für morgen 25 Liter Regen gemeldet. Kann man so aber aushalten. Heute waren es 17 km und 750 hm.
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  • Tag 0: Anreise nach Fethiye

    February 6 in Turkey ⋅ ☀️ 12 °C

    Nach einer kurzen Nacht ging der Zug zum Flughafen um 06:54 Uhr. Der Flug nach Istanbul und der Anschluss nach Dalaman haben gut funktioniert. Aber wenn man im Istanbul weniger als 1,5 Stunden Aufenthalt hat, weiss ich nicht, wie man das schaffen soll. Zum Glück hatte ich über 2 Stunden Zeit - da kann man schonmal zwei Kilometer zur Passkontrolle laufen, dort eine halbe Stunde anstehen, dann die interne Zone verlassen, den Bereich Domestic Deparures suchen, dort wieder durch die Security und schliesslich sein richtiges Gate finden. Aber was solls, hab ja Urlaub. 😊
    Auch das bestellte Shuttle hat prima funktioniert und 45 Minuten später war ich in meinem Hotel. Dort habe ich auch noch etwas zu Essen bekommen. Und natürlich auch Efes - şerefe! 🍺
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  • Day5

    Tag 5: Lauscha - Blankenstein

    August 19, 2021 in Germany ⋅ ☁️ 17 °C

    Der fünfte und letzte Tag der Rennsteig-Wanderung begann wie der davor mit Sprühregen. Immer wieder führte der Weg durch große Kahlschlagflächen, wo mit schwerem Gerät gearbeitet wird und an den Wegen stapeln sich Unmengen von Stammholz. Nach einem frühen Snack an einer Wanderstation lief es rund und ich erreichte schon gegen 16.30 Uhr die Gastwirtschaft, wo ich übernachten wollte. Da die Informationen widersprüchlich waren und der Wirt, der dann doch noch auftauchte, meinte, er hätte nichts mehr frei, entschied ich mich, nach Blankenstein durchzuziehen.
    Von unterwegs erreichte ich dann irgendwann die einzige Unterkunft dort: Auch voll. Na ja, erstmal dort ankommen.
    Um 20.15 Uhr versenkte ich dann den kleinen Stein aus der Werra in der Selbitz. Über booking fand ich ein Hotel in Bad Lobenstein. Weil aber kein Taxi aufzutreiben war, entschied ich dann doch, am Selbitzufer zu zelten. Irgendwie ist das jetzt auch ok, sonst hätte ich mir nämlich so ungefähr 4 kg sparen können.
    Am Ende waren es heute etwa 49 km und 700 hm. Ob es jetzt noch weiter Richtung tschechische Grenze geht, wird sich zeigen. Das Wetter sieht für Anfang nächster Woche nicht gut aus.
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  • Day4

    Tag 4: Neustadt am Rennweg - Lauscha

    August 18, 2021 in Germany ⋅ ☁️ 11 °C

    Eigentlich war heute kein Regen gemeldet und das Wetterradar behauptete den ganzen Tag über hartnäckig, dass 'kein Regen in Sicht' sei. Aber Sprühregen ist schließlich auch Wasser und nach zwei Stunden war ich gut durchfeuchtet. Der große Vorteil der Trailrunner ist nicht, dass sie nicht nass werden, sondern dass sie schnell trocken. Und so hatte ich zwar nasse Füsse, aber mit den Merinosocken ist da überhaupt nix passiert. Das zweite Thema des Tages war dann wieder die Verfügbarkeit von Gastronomie an der Strecke. Dann gab es eben wieder italienisch - und natürlich einen Espresso hinterher. ☕️ Spontan habe ich die Etappe nochmal etwas verlängert und bin bis Lauscha gekommen. Morgen nochmal eine normale Distanz und Freitag nur noch ein kurzes Stück bis Blankenstein. Heutiges Pensum: ca. 34 km, 670 hm.Read more

  • Day3

    Tag 3: Oberhof - Neustadt am Rennsteig

    August 17, 2021 in Germany ⋅ ☁️ 13 °C

    Tag 3 auf dem Rennsteig verlief weitgehend unspektakulär, obwohl ein paar Wegmarken anstanden: Der höchste Punkt, die höchsten drei Berge (Gr. Beerberg, 983 - Schneekopf, 978 - Gr. Finsterberg, 944) und der Mittelpunkt der Strecke. Die Temperatur war noch weiter gefallen, bei der Mittagspause auf der Neuen Suhler Hütte waren es 12 Grad. Dazu hat den ganzen Tag ein kalter Wind geblasen und ich habe mich nach der Dusche erstmal ins Bett verkrochen, um mich wieder aufzuwärmen. Von dem kleinen Hotel hier in Neustadt habe ich mir nicht viel versprochen, aber das Zimmer ist völlig ok und das Essen war sehr gut und reichlich. 👍🏼 Mit etwas hin und her, um überhaupt Handyempfang für einen Telefontermin zu bekommen, waren es heute ca. 29 km / 580 hm.Read more

  • Day2

    Tag 2: Großer Inselsberg - Oberhof

    August 16, 2021 in Germany ⋅ ☁️ 22 °C

    Über Nacht hatte es abgekühlt und der Wind war stärker geworden - wunderbare Bedingungen für den zweiten Tag. Heute konnte ich es etwas gemütlicher angehen lassen und so habe ich auch den einen oder anderen Aussichtsturm mitgenommen. Da sämtliche Gastronomie am Weg geschlossen hatte, habe ich mir es dann mittags in einem der Unterstände gemütlich gemacht (ok, es hat auch drinnen gezogen wie Hechtsuppe) und mir ein paar Nudeln mit Pilzsoße gekocht. Für irgend etwas muss das ganze Zeug ja gut sein, das ich mitschleppe. Wegen angekündigtem Regen habe ich mich für ein Hotel in Oberhof entschieden. Dort gab es dann auch noch richtig leckere Thüringer Rouladen zum Abendessen. Scheinbar alles richtig gemacht. 🤗 Heute waren es 30 km und 730 hm.Read more

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