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  • Day27

    Outbacktour Tag 4 – West MacDonnell NP

    March 12, 2020 in Australia ⋅ ☀️ 32 °C

    Der Tag begann mit einem eher wenig zufriedenstellenden Frühstück. Das Brot war leicht schimmlig, die Butter fehlte ganz und die Müsliflocken hatten ebenfalls schon bessere Tage hinter sich. Nichtsdestotrotz freuten wir uns auf den bevorstehenden Tag. Wir starteten nach kurzer Fahrt mit einem der in der Region immer wieder anzutreffenden Wasserlöcher. Bei der Annäherung sahen wir dann, wie von Christy versprochen, einige Wallabys. Diese drei von uns gesichteten Tiere liessen sich durch uns aber nicht stören. Wir konnten sogar kleinere Streitigkeiten der Tiere untereinander sehen. Im Anschluss gings zu einer kurzen Canyon-Wanderung, wobei Christy auch hier wieder die optimale Zeit auswählte. Zum einen waren wir fast ganz alleine, zum anderen kam aufgrund der Tageszeit die ganze Schönheit des Canyons zur Geltung. Nun stellte sich die wichtigste Frage überhaupt, erst Baden oder erst Essen. Folglich entschieden wir uns fürs Baden, und dieser Entscheid war fabelhaft. Bei einem kleinen, fast klaren See sprangen einige von uns Wasser. Ich kannte die Wellen aus wärmerem und kälterem Wasser ja schon von unseren Seen, aber hier waren die Abstände noch kleiner. Es fühlte sich schon fast wie eine Temparaturtherapie an. In der prallen Sonne ein kühlendes Bad zu nehmen war einfach so schön. Die anschliessende Mittagsverpflegung läutete aber schliesslich schon fast das Ende der Tour und somit der gemeinsamen Zeit mit unseren neuen Gspändli ein. Nach einer weiteren, zirka 2.5 stündigen Busfahrt hatte ich die Möglichkeit nochmals die vergangenen Tage Revue passieren zu lassen. Ich ging eigentlich davon aus, dass wir nun zurück nach Alice fahren würden, hatte mich aber getäuscht. Ein letztes Ass hatte Christy nämlich noch in der Hand. So fuhren wir zu einem, nennen wir es mal Steinbruch. Diesen nutzten die Aborigines früher, um ihre Farben für die Wandmalerei zu gewinnen. Die Farben der verschiedenen Steinschichten wechselten praktisch im Zentimeterabschnitt. Kaum vorzustellen, was für eine Schönheit hier aus Zeit, Stein und Flüssigkeiten herangewachsen ist. Nach der Besichtigung gings zum letzten Mal in den Bus, und ich zurück in meine Gedankenwelt. Es war eine Aneinanderreihung von Highlights und von bild- resp. farbengewaltigen Eindrücken. Sogar auf der Rückreise zeigte sich das Outback von seiner schönsten Seiten. Fast schon künstlich wirkten die an uns vorbeirauschenden Szenarien. Erst mit dem erneuten Anschauen der Bilder, wurde mir später klar, was wir in dieser kurzen Zeit alles gesehen und erlebt hatten. Wir checkten erneut ins Aurora Alice Springs Hotel ein, machten mit Stefan und Nadine noch für das Nachtessen ab und bemerkten, dass wohl eine Wäsche nötig wird. Wir hatten in den letzten Tagen derart geschwitzt und Kleidung benötigt, dass für die restliche Zeit die verbleibende Kleidung nicht reichen würde. Unsere improvisierte Wäscheleine wurde also installiert, die Wäsche gewaschen und wir konnten endlich unter die Dusche. Es folgte ein feucht-fröhlicher Abend mit vielen tollen Geschichten und Erinnerungen.Read more