Negreira
Jun 7–8 in Spain ⋅ ⛅ 23 °C
Die Nacht war zwar zu kurz aber hilft ja Nix. Es ging weiter Richtung Meer.
Die ersten Meter ging es durch die Stadt. Danach wechselten sich Waldstücke mit kleinen Dörfern ab. Hier und da gab es schöne Aus- und Ansichten. Trotzdem war das Laufen anstrengend. Bergauf meldete sich das rechte Knie bei jedem Schritt. Der lange Aufstieg mit 2 km und 10% stand erst noch bevor. Also ließ ich an einem schattigen Rastplatz ohne Beobachter die Hosen runter und zog meine Kniebandage an. Das machte die Sache leider nur ein wenig besser. Mein linker Fuß tat auch zunehmend weh.
Getreu dem Motto: Pläne sind da um geändert zu werden, beschloss ich irgendwann, dass ich den Pilger in mir jetzt ad Acta lege und am nächsten Tag den Bus Richtung Muxia nehme.
Zuerst musste ich aber noch bis zur Herberge in Negreira wackeln. Die Temperatur war inzwischen wieder auf 25 Grad gestiegen und die Sonne brannte vom Himmel. So kam ich irgendwann durchgeschwitzt dort an, bekam mein Zimmer und ging duschen.
Dann machte ich mich an die Planung der nächsten Tage. Negreira war der letzte Ort von mit öffentlichem Nahverkehr. Somit erübrigte sich die Überlegung ob ich nicht doch noch 1 Etappe laufen möchte.
Der erste Bus fuhr um 9:50 Uhr und war leider ausverkauft. Der nächste Bus fuhr 2 Stunden später, war aber doppelt so schnell da er direkt und nicht über Fisterra fuhr. Ich fand die erste Möglichkeit sehr attraktiv, da ich so schon einen Blick auf mein Ziel in 3 Tagen werfen könnte. Ich beschloss also einmal mehr, mein Glück herauszufordern und einfach zur Bushaltestelle zu laufen. Falls es nicht klappen würde, könnte ich immernoch den späteren Bus nehmen.
Bei der Unterkunft in Muxia war ich wiedereinmal hin und her gerissen. Ich wollte einen garantieren Meerblick. Diesen aber nicht auf der Hafenseite und Bucht, sondern in Richtung offenes Meer. Wenn schon denn schon. Da es noch genügend freie Zimmer gab, schon ich diese Entscheidung einfach auf Montag.Read more























