• Muxia

    June 8 in Spain ⋅ ☁️ 18 °C

    Als ich mich am Morgen um 7 Uhr aus dem Bett erhob waren alle anderen in meinem Zimmer schon auf und davon. So konnte ich I. Ruhe meine Sachen packen und meinen Tag weiter planen. Um Punkt 8 saß ich dann vor der Herberge und Band meine Schuhe. Als erstes musste ich herausfinden wo sich die Haltestelle befindet. Ich lief also aufs geradewohl von der Herberge, die etwas außerhalb lag, in die Stadtmitte und begann dann zu recherchieren. Nach kurzer Zeit fand ich die Adresse und die Tatsache, dass sie sich direkt vor einer Bar befand, machte die Sache perfekt. Ich hatte ja noch eine Stunde Zeit bis zur Abfahrt. Also erst einmal einen Café con leche und einen Donut. Ein richtiges Frühstück gab es hier leider nicht. So konnte ich bei einem Kaffee ganz entspannt beobachten wie das mit Bus in Spanien so vor sich geht.
    Alles ganz entspannt wie immer. Teilweise stieg der Busfahrer aus und trank noch schnell einen Kaffee in der Bar bevor es weiterging. In einem anderen Bus entschied sich eine Mitfahrende kurzfristig auszusteigen um ein paar Süßigkeiten in der Bar zu kaufen. Der Barmann brauchte allerdings so lange für die Verpackung, dass ich schon dachte der Buss fährt ohne sie weiter. Der Busfahrer wusste aber offenbar Bescheid und hupte kurz. Als es Richtung Abfahrtszeit ging und ich mein Frühstück bezahlte, stellte ich fest, dass ich nicht die Einzige mit der Idee Bar und Bus war. So standen dann ca. 10 Menschen vor der Bar als ein Bus kam. Die Barfrau war dann so nett und zu informieren, dass der erste Bus nicht nach Muxia sondern nach Santiago fährt. Der 2. Bus kurz danach war denn der Richtige und der Versuch mit „Ich stelle mich einfach an die Haltestelle“ hatte geklappt.

    Im Bus musste ich mich dann endgültig entscheiden wo ich die Nächten 2 Nächte schlafen möchte. Ich war hin und hergerissen zwischen einem Hotel mit Meerblick und einer Ferienwohnung direkt am Meer. Meine Entscheidung fiel dann auf die Ferienwohnung. Keine schlechte Entscheidung wie ich später Schals ich am Hotel vorbeilief.

    So kam ich kurz nach 12 in Muxia an und lief als erstes zur Kirche am Ende der Landzunge. Diese hatte ich schon 100 mal auf Bildern gesehen und es war auch hier wieder ein komisches Gefühl plötzlich davor zu stehen. Die Luft roch ganz leicht nach Meer und der Atlantik der sich beim letzten Besuch vor 5 Jahren eher wie ein ruhiges Mittelmeer verhalten hatte, war hier deutlich unruhiger. Vor der Kirche konnte man über das Meer schauen und sah bis zum Horizont nichts als Wasser.

    Nachdem ich dort ein paar Fotos gemacht hatte ging es zur Ferienwohnung. Die war wie beschrieben. Wohnküche Schlafzimmer Bad und direkt über der Straße das Wasser. Es roch ein bisschen muffig. Also erstmal lüften.

    Dann habe ich ein wenig das Dorf erkundet und war einkaufen. Das Dorf ist nicht allzu groß und außer Meer gibt es hier viele Bars und Restaurants sowie eine Hand voll Läden. Das war’s.

    Abends ging es dann wieder zur Kirche zurück. Hier kann man wunderbar den Sonnenuntergang zusammen am tosenden Meer genießen.

    Auch der zweite Tag war recht ruhig. Ausschlafen, Kaffee trinken, Kuchen essen, Knoblauchbrot backen und am Meer entlang schlendern. An dem kleinen Sandstrand direkt bei der Ferienwohnung ging ich dann auf die Suche nach Muscheln. Leider ohne Erfolg. Dafür fand ich vom Meer geschliffene Glasscherben.
    Auch am zweiten Abend hatte ich Glück und das Wetter war gut. So ging es noch mal zum Sonnenuntergang gucken. Um kurz nach 10 Uhr waren in der Stadt dann auch die Bürgersteige hochgeklappt. In der Ferienwohnung packte ich dann noch meine Sachen zusammen, so, dass ich am nächsten Morgen nur gehen musste.
    Read more