Joined May 2019 Message
  • Day23

    Zeit für ein Fazit

    March 19 in Colombia ⋅ ☁️ 20 °C

    Nachdem wir wieder in Bogotá angekommen sind schließt sich der Kreis und es Zeit für ein kurzes Resümee:
    Kolumbien ist ein super Reiseziel mit noch sehr viel Entwicklungspotenial, insbesondere was die ausbaufähige Infrastruktur, die Sprachbarrieren und die zum Teil massive Umweltverschmutzung anbelangt. Als Frau wird man offensichtlich auch nicht 100%ig ernst genommen, da stets ich der Ansprechpartner bei sämtlichen Kommunikationsvorgängen war, auch wenn ich selbst offensichtlich nichts verstanden oder gesagt habe (offenbar wussten die Leute gleich, wer bei uns der Chef ist 😉).
    Wie aber in den Beiträgen erwähnt und gezeigt, gibt es sehr reizvolle Orte zu erkunden. Aktuell lockt das Land auch noch mit sehr niedrigen Preisen: Zum Vergleich: Ein Liter Diesel ca. 0,50-060€, Restaurantbesuch für zwei Personen inkl. Getränke unter 10€, auch die Inlandsflüge sind mit ca. 50€ p.P. erschwinglich. Somit nutzten wir den letzten Abend noch für einen Friseurbesuch (2,50€) und eine Maniküre (3€).
    Außerdem besticht das Land mit der riesigen Vielfalt und Überschuss von leckeren und geschmacksintensiven, tropischen Früchten.
    Auch wenn wir bei weitem nicht alles gesehen haben, definitiv eine Reise wert. Noch ein kleiner Tipp für die Damenwelt: der Trend bei der Sommermode geht in Richtung bauchfrei und dann, ganz wichtig, das Handy vorn in den Hosebund klemmen!
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    Traveler

    😂😂😂

    3/19/22Reply
    Traveler

    Mein Fazit: Werde diese unterhaltsame und interessante Tageslektüre vermissen.

    3/20/22Reply
    Traveler

    Schließen uns dem Fazit von Tom gern an

    3/20/22Reply
     
  • Day21

    Grüne Hölle

    March 17 in Peru ⋅ ⛅ 31 °C

    Die letzten 48 Stunden waren intensiv: zwei Tage und zwei Nächte mit einer 8-köpfigen Gruppe, einem gelassenen Bootsfahrer und einem lustigen Anführer im wilden Dschungel. Doch schon bevor es überhaupt losging wollte uns der Regenwald zeigen, wie er seinen Namen erhalten hat, nämlich mit einem derart kräftigen Regenguss, das wir keine zehn Schritte von unserer Unterkunft entfernt bereits bis auf die Knochen nass geworden sind. Nungut; unser Ausflug brachte uns über den riesigen Amazonas, der bereits hier teils 4km Breite misst, herüber auf die peruanische Seite in einen von unzähligen Nebenarmen des mit Abstand wasserreichsten Flusses der Erde. Zunächst versuchten wir uns darin, uns unser Mittagessen zu besorgen: Piranha fischen mit zerrupftem Hühnchenköder stand auf dem Programm, mit Erfolg. Anschließend ging es unter permanenten Macheteneinsatz durch teilweise äußerst schmale und dicht bewachsene Gewässer weiter zu unserer, nur in der Regenzeit erreichbaren Unterkunft. Nach Einbruch der Dunkelheit brachen wir auf ins Unterholz zu einer gruseligen Nachtwanderung, tausende Augen auf uns gerichtet, unter dem tosenden Geräuschpegel der Tierwelt. Wahnsinn. Am nächsten Tag das Ganze nochmal bei Tageslicht und prallem Sonnenschein, unendlich drückender Hitze und verfolgt von Millionen Moskitos, die nur ein Ziel hatten: durch die lange verschwitze Kleidung einen Stich zu landen. Bei 50 Stichen auf meiner linken Körperseite habe ich aufgehört zu zählen...
    Der geneigte Leser wird sich sicher fragen, was wir von der vielfältigen Tierwelt sehen konnten. Die Antwort lautet: Sehr viel. Darunter waren unter anderem gefräßige Piranhas, flinke Äffchen, anmutige rosa und graue Delphine, bunte Papageien, gefräßige Ameisenbären, furchteinflößende Taranteln und viele andere Spinnen, fleißige Ameisen, ein faules Faultier, Schmetterlinge in allen Farben, leuchtende Glühwürmchen, süße Baby-Krokodile und vieles mehr.
    Insgesamt war es absolut beeindruckend, aber irgendwie kommt auch Freude auf, wenn man die Zivilisation wieder erreicht.
    So schnell muss ich dort nicht wieder hin.
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  • Day19

    Von einer Seite zur Anderen

    March 15 in Colombia ⋅ ☀️ 30 °C

    Wenn der Wecker 4Uhr am Morgen klingelt, ist das meist nicht so schön. Aber heute wollten wir einmal komplett Kolumbien durchqueren. Von Santa Marta ging es über Bogotá nach Leticia, die südlichste Stadt Kolumbiens und das entfernteste Ziel von der Heimat auf unserer Reise; jenseits des Äquators. Doch ist die kleine Stadt am Rande des sagenumwobenen Amazonas nicht nur weit entfernt von der Heimat, sondern auch fern abgeschnitten von der restlichen Zivilisation: nur per Flugzeug oder Schiff erreichbar, trennen uns nun mehr als 500 Kilometer Regenwald von dem nächstgelegen Landweg. Von oben sieht dieser riesige grüne Teppich aus wie ein sanftes, weiches Moospolster oder wie die Oberfläche eines Brokkoli, und das knapp eine Flugstunde lang und soweit das Auge blicken kann. Hier angekommen haben wir es uns nicht nehmen lassen, die Vorzüge des abgeschiedenen Dreiländerecks zu nutzen und auf ein unverbindliches Bierchen in Brasilien vorbeizustoppen. Insgesamt sind die beiden kleinen Grenzdörfer aber nicht sonderlich sehenswert, deswegen begeben wir uns für die nächsten Tage in die Tiefen des Regenwaldes und schauen, was uns dort erwartet...Read more

  • Day18

    Schwere Entscheidung

    March 14 in Colombia ⋅ ☀️ 32 °C

    Gestern stand ganz im Zeichen der Entspannung: Die dicken Bücher raus und abmatten...einschließlich kurzer Abkühlpausen im recht warmen Pool und im direkt an der Unterkunft angrenzenden Flusslauf mit ebenso warmem Wasser, bis uns dann am späten Nachmittag das Aufräumkommando (die Mücken) vertrieb. Die Planung und Entscheidung über den heutigen Tage fiel uns weiß Gott nicht leicht, da wir durchaus gemischte Berichte über den hießigen Tayrona-Nationalpark hatten. Am Ende sollte aber jeder für sich entscheiden und so wollten wir uns auch selbst ein Bild machen. Nunja, es war der Horror. Aber nur der Anfang. Überteuerte Eintrittspreise und Menschenmassen, die sich durch die engen Dschungelwege schoben wie auf dem Dresdner Striezelmarkt 2019, nur in warm. Doch als sich nach ca. 1h Wanderung der erste goldgelbe Strand auftat, lichtete sich nicht nur der dichte Dschungel, die menschliche Ameisenstraße tat es ebenso. So wurden die Blicke frei für die richtigen Ameisenstraßen, oder viel mehr Autobahnen, die sich in vielbeschäftigter Weise ihre ganz eigenen Wege durch das Dickicht bahnten. Schreitet man noch weiter voran, so tun sich einem die wohl schönsten, karibischen Strände Kolumbiens vor einem auf und dank der begrenzten Tagesbesucherzahlen verteilen sich die Leute recht gut. Ausnahme ist der wohl bekannteste Strand des Landes, Cabo San Juan, DER Postkartenstrand schlechthin, an dem sich die "Reichen und Schönen" mit ihren Luxuskörpern dicht an dicht drängen. Doch schon ein paar hundert Meter weiter lauert schon die nächste reizvolle Bucht, in der man die Ruhe, das kristallklare Wasser und die mächtigen Felsformationen an den Ufern genießen kann. Alles in allem, doch ein gute Entscheidung, bevor wir uns morgen ins nächste Abenteuer stürzen...Read more

  • Day16

    Evolution?

    March 12 in Colombia ⋅ ☀️ 32 °C

    Den letzten halben Tag in Minca verbrachten wir mit einer kleinen Wanderung zu den "Pozo Azul" Wasserbecken, die offenbar auch bei der einheimischen Bevölkerung großen Anklang finden, denn gerade heute zum Wochenende pilgerten unzählige Leute zu diesen, naja, nicht unbedingt sehenswerten kleinen Wasserfällen, deren erfrischend, kühles Nass aber immerhin den Schweiß der Wanderung vergessen lässt. Anschließend begaben wir uns in abenteuerlichen Kleinbussen, deren Größe definitiv nicht für den Durchschnittseuropäer ausgelegt ist, bei denen jeder ein- und aussteigen kann, wo es gerade passt, und etliche Kleinhändler zusteigen, um die unterschiedlichsten Snacks zu verkaufen, bis an die Tore des Tayrona-Nationalparks, nordwestlich von Santa Marta. Hier angekommen plagen uns beide unzählige, lästige Mückenstiche, die wir uns, trotz Schutzmaßnahmen zugezogen haben. Dabei sind die kleinen Biester weder zu sehen, noch zu hören...eine Folge der Evolution? Jedenfalls scheint keine großartige Besserung in Sicht, wenn ich mir so die Spaltmaße unserer Unterkunft betrachte (und nein, es ist bei weitem nicht die günstigste Bleibe...)Read more

  • Day15

    Warum man Spanisch lernen sollte

    March 11 in Colombia ⋅ ⛅ 30 °C

    Die Kolumbianer sprechen so gut Englisch, wie man es von den Franzosen immer gern behauptet: nämlich so gut wie kein Wort. Solange es um rudimentäre Dinge wie eine normale Restaurantbestellung oder ein kurzes ¡Hola! geht, reichen meine Anfängerkenntnisse gerade noch aus. Oftmals ist aber auch ein breiteres Vokabular von Nöten, um gewisse Preisverhandlungen mit Taxifahrern oder den Unmut über ein mieserables Hotelzimmer zu äußern. Zum Glück ist Lissy sprachlich deutlich versierter als ich und so schafften wir gestern auch die längere Überfahrt mit vier verschiedenen Transportmitteln von den Islas del Rosario bis ins grüne Minca, eine kleine Bergstadt, die oberhalb von Santa Marta gelegen ist. Hier "oben" auf rund 600m Höhe herrscht ein etwas kühleres, aber deutlich angenehmeres Klima, wenngleich die Luftfeuchtigkeit auch deutlich höher ist. Und so nutzten wir die perfekten klimatischen Bedingungen zu einem ausgedehnten Spaziergang zu den, auch bei den Einheimischen beliebten, Marinka Wasserfällen. Die unvorhergesehen gut ausgebauten Bedingungen an den Wasserfällen luden in riesigen Hängematten zum Verweilen und Beobachten der vielfältigen Flora und Fauna ein, während das kühle Nass der Wasserfälle für die nötige Abkühlung nach den "Strapazen" sorgte.Read more

  • Day13

    Sonne, Strand und mehr...

    March 9 in Colombia ⋅ ☀️ 28 °C

    Das entspannte, tropische Inselleben, wo alles seinen ganz eigenen, ruhigen Gang geht, das hat schon was für sich. Ohne Strom- und Wasserversorgung vom Festland spürt man aber auch schnell gewisse, zivilisierte Luxusbedürfnisse, die nunmal zurückgestellt werden müssen.
    Dafür hieß uns eine freundliche Familie auf ihrem privaten Steg zum Schwimmen, Verweilen, Plaudern (soweit es ging) und Kokossaft trinken willkommen. Als wir dann weiterzogen, wurden wir auch noch von einem netten Unterkunftsbesitzer auf zwei eiskalte Bier eingeladen. So viele nette Menschen trifft man selten auf einem Haufen. Den Ausklang des Tages gab es dann bei erneut leckerem Fisch und romantischem Sonnenuntergang, bevor wir den langen Weg durch den dunklen Dschungel in unsere "belebte" Unterkunft antraten...
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  • Day12

    Der Bioflureszenz-Reinfall

    March 8 in Colombia ⋅ ☀️ 28 °C

    Das Ziel für die nächsten zwei Tage lautet: Islas del Rosario, eine ca. 40km von Cartagena entfernte, vorgelagerte Inselgruppe. Nach ewiger Warterei beim einbooten, sehnten wir uns bereits nach deutscher Ordnung und Effizienz, aber schließlich erreichten wir die größte, aber dennoch recht unerschlossene der Inseln (Isla Grande). Die Strände hier sind wunderbar, der Sand ist fein und weiß und das klare Wasser erfrischend, ein Traum!
    Am Abend entschieden wir uns in eine kleine Bucht zu fahren, um dort bioflureszenten Plankton zu bestaunen...sagen wir mal so: es entsprach nicht ganz meinen Erwartungen. In meiner Vorstellung hätte das Wasser in der Bucht schon vom Boot leicht bläuchlich bis grünlich schimmern sollen, stattdessen tat sich selbst nach dem Sprung in das dunkle Nass nicht viel sehenswertes vor der Taucherbrille auf. Nach einiger Zeit war klar: wenn man wie ein verrückter Affe 🐵 das Wasser umrührt, konnte man für ganz kurze Zeit kleine aufblitzende Teilchen erkennen, so ähnlich wie viele abgespeckte Glühwürmchen. Naja.
    Zurück in der Unterkunft mussten wir auch noch feststellen, dass sich ein etwas größerer Mitbewohner den Weg duch einen Rucksack in unser Notfallproviant reingebissen hatte und sich dort gütlich bedient hat...
    P.S.: Dafür gab es den besten, in Kokosmilch beratenen Fisch 🐟
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    Traveler

    Wer hat sich denn durch den Rucksack gebissen?

    3/9/22Reply
    Traveler

    Vermutlich eine oder mehrere Ratten, die auch nachts recht aktiv waren......

    3/9/22Reply
    Traveler

    Nicht gerade erfreulich puh

    3/11/22Reply
     
  • Day11

    Feuer und Eis

    March 7 in Colombia ⋅ ☀️ 31 °C

    Es gibt nicht viel zu berichten aus der unsäglichen Hitze Cartagenas. So gut es ging beschauten wir uns die Befestigungsanlagen, die einst unter der Aufsicht der spanischen Conquisdatoren zur Verteidigung gegen Piraten, Räuber und andere Völker dienten und die zeitweise als uneinnehmbar galten. Auch die Altstadt zeugt noch vom einstigem Ruhm und Reichtum der Region, durch prunkvolle Bauten im spanischen Stil, die mittlerweile allerdings schon recht heruntergekommen sind. Überhaupt ist die Stadt leider recht laut, stinkend und vermüllt...es wird Zeit, neue Ziele anzusteuern.
    Zum Trost habe ich aber eine neue Frucht kennengelernt, die Lulo, aus der hier und in den umliegendenen Ländern u.a. sehr gern Saft (zusammen mit Eis und etwas Zucker) hergestellt wird, eine sehr leckere, süß säuerliche Kombination aus Orange, saurer Apfel und Physalis. Sehr zu empfehlen, auch wenn die Frucht bei uns leider nicht verbreitet ist...
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  • Day10

    Von den Anden an den Atlantik

    March 6 in Colombia ⋅ ☀️ 32 °C

    Am frühen Morgen verabschiedeten wir uns von dem angenehm frühsommerlichen, allerdings stets leicht verregneten, Andenwetter in Medellín und flogen die knapp 500km (mit dem Bus >12h) zur früheren Kolonialhochburg am Atlantik, nach Cartagena. Bei den hier anliegenden, feuchtwarmen Temperaturen jenseits der 30°C kann man ab der Mittagszeit nur versuchen ein schattiges Plätzchen zu erhaschen und den glühenden Körper mit eiskalten, isotonischen Getränken von innen zu kühlen. Nichtsdestotrotz konnten wir schon einen kleinen Teil der etwas kubanisch anmutenden, der eigentlichen Altstadt vorgelagerten Bezirke der Stadt erkunden und auch die städtische Tierwelt mit größeren Echsen und kleinen Äffchen bewundern.Read more

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