• Karneval in Malaga

    15. februar, Spanien ⋅ 🌬 17 °C

    Bevor unser Zimmer freigegeben ist, treffen wir schon auf einen kleinen Karnevalsumzug, der große Abschlussumzug soll erst 17:00 Uhr beginnen. Den erleben wir sogar hautnah in den Vorbereitungen, sei es bei Schminkkorrekturen, Gruppenposen oder beim Üben der einstudierten Choreografie. Dann beginnt das bunte und laute Treiben und der Zug setzt sich in Richtung Strand in Bewegung.
    Dieser Umzug bildet den krönenden Abschluss einer ganzen Karnevalswoche und soll sein Ende mit der "Entierro del Boquerón", der Beerdigung des Sardellenfisches finden. Die Sardelle, der überdimensionale und oft lustig dekorierte Fisch, ist das Symbol der Stadt Malaga und ihre Verbrennung symbolisiert:
    - ds Ende der ausgelassenen Karnevalszeit
    - die "Reinigung" und den Übergang zur Fastenzeit
    - den humorvollen Abschied vom Feiern.
    In diesem Jahr hat man der Sardelle (wohl aus aktuellem Anlass) ein nicht so lustiges Aussehen verliehen. Sein look mit Helm, Waffen, aber auch dem peace-Zeichen und der Friedenstaube ist verbunden mit dem Statement gegen Krieg und Gewalt.
    Wir treffen zum Glück rechtzeitig am Strand ein, stehen in zweiter Reihe an der Barriere und können die Zahl der nachrückenden Schaulustigen nicht mehr einschätzen. Die Wartezeit verkürzen wir uns mit der Betrachtung des herrlichen Sonnenuntergangs, bis dann die Abschlusszeremonie beginnt. Der Frage, warum Friedensengagement mit so viel Umweltverschmutzung verbunden sein muss, wollen wir hier mal nicht weiter nachgehen. Jedenfalls bin ich begeistert, dass man bei der Gestaltung des Fischs an die Gräten gedacht hat, ohne die das imposante Schlussfoto nicht hätte entstehen können.
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