Priego de Cordoba
5 marzo, Spagna ⋅ ☁️ 10 °C
Mit dem Relaxen hatte es dann aber ein jähes Ende. Am Abend hielt uns stundenlang ein Sturm mit orkanartigen Böen in Schach. Sand und Kiesel prasselten gegen den Mops, riesige Staubwolken verhinderten jeglichen Durchblick, das erstickte den Gedanken, wegzufahren im Keim. Mit Kartenspiel lenkten wir uns von dem Getöse ab und 22:00 Uhr hörte der Spuk auf. Welchem Gott wollten wir zuerst danken, dass das nicht die ganze Nacht so weiterging? Den nächsten Angstgegner hatten wir noch vor uns, aber die gefürchtete steile Auffahrt passierte ich beinahe mühelos. War aber froh, dass Rosi zur Sicherheit vorangelaufen war, um oben eventuell ankommende Fahrzeuge vor der einspurigen Piste abzufangen. Dann fuhren wir durch die Provinz Jaen. Überall Olivenbäume bis zum Horizont. Ich lese, dass 20% des auf der Welt produzierten Olivenöls allein aus dieser Region stammen. Muss eine uralte Tradition sein.
Wir fahren bis zu dem kleinen Städtchen Priego de Cordoba, dem selbst ernannten Juwel Andalusiens, wo wir den verregneten Abend lieber auf dem Parkplatz des Sportforums verbringen.
Heute scheint die Sonne (bei 7°C) und wir laufen in Richtung Zentrum. Wie auf Bestellung stehen wir gleich vor der Touristeninformation, erhalten einen Stadtplan und viele Hinweise für die perfekte Route. Am Schluss sind wir einfach nur überwältigt von dem freundlichen Mitarbeiter, der uns gleich noch Stadtpläne für Cordoba, Toledo und auch Madrid anbietet und aushändigt!
Genauso erfreulich ist der Rundgang durch die Stadt mit ihren extrem schmalen Gassen zwischen weiß getünchten Häusern mit vielen Pflanzkübeln. Mitten im Ort entspringen 2 Quellen, die in barocken Brunnen, Kaskaden und Wasserspielen an die Oberfläche geleitet werden. Vom Balcón de Adarve, der die Stadt lange Zeit gut beschützt hatte, erleben wir einen fantastischen Blick über die weiten, weiten Olivenhaine. An den vielen Kichen können wir uns satt sehen, in eine davon, die Igesia de la Aurora gelangen wir hinein und sind überwältigt von der barocken Pracht.
Aber selbst alte Herren- oder normale heutige Wohnhäuser ziehen uns mit ihren ideenreich und hochwertig gestalteten Fassaden in ihren Bann.
Diese Stadt liegt etwas abseits der üblichen touristischen Routen und deshalb sind wir dem ADAC-Tipp sehr dankbar.Leggi altro
















