• Cordoba

    7 Mart, Ispanya ⋅ ☁️ 12 °C

    Wie hatten wir uns die Rückreise vorgenommen?: wir fahren wir durchs Landesinnere und schauen uns dort je nach Wetterlage noch so Einiges an.
    Nun, das Wetter meint es nicht so gut mit uns (o.k., der Tag in Priego war wirklich toll - zwischen den Schauern), bei der Ankunft in Cordoba schwimmen wir mit dem Mops über den Parkplatz und bleiben erstmal dort. Die trockene Phase am Samstag können wir für einen zügigen Stadtrundgang nutzen, um nach wenigen Stunden noch rechtzeitig wieder in unser rollendes U-Boot zu flüchten.
    Aber scheeen war's doch! Über die auf römischen Fundamenten ruhende Puente Romano überqueren wir den Rio Guadalquivir und nähern uns andächtig der Mezquita-Catedrál. Nichts weniger als ein architektonisches Wunder ist diese ehemalige Moschee (8.-10. Jhd.), in die von den Christen eine ganze Kathedrale hineingebaut wurde. Das war eine Zerstörung, die am Ende zu einer einzigartigen architektonisch-religiösen Kombination führte. Selbst der Glockenturm (16.-17. Jhd.) beherbergt immer noch im Inneren den Kern des Minaretts. Unglaublich sind die Dimensionen der ehemaligen Moschee: 179 x 134 m Grundfläche entsprechen 3-4 Fußballfeldern und im Inneren tragen ähnlich einem Wald 856 Pfeiler in den Säulengängen die riesige Dachfläche. Hier drin findet man, wohin man schaut, harmonisch nebeneinander angeordnet die religiösen Schätze beider Kulturen.
    Wieder draußen holen wir tief die Luft, die uns da drinnen weg blieb und auf dem großen Plaza de la Corredera haben wir sehr viel davon.
    Vorbei an schmucken, Wohlstand verheißenden Häusern gelangen wir in das verwinkelte Gassenlabyrinth der Juderia. Es wimmelt von Menschen (und Autos mit eingeklappten Spiegeln), aber wir finden auch ruhige, wunderschöne Gassen und vor allem malerische Innenhöfe, die allesamt zum Verweilen einladen.
    Die mächtige Burg Alcazar (14. Jhd.) mit ihren weitläufigen Gartenanlagen hat leider geschlossenen (am Ende gut so, denn nur so haben wir noch trocken den Moos erreicht), aber direkt davor rätseln wir über den Sinn dieses riesigen Wasserrades. Ist zwar nur eine Rekonstruktion, aber es handelt sich um eine "Noria", einen Wasserheber. Von der Strömung angetrieben, wurde damit in Schöpfeimern das Wasser nach oben transportiert und über Aquädukte oder Kanäle die Stadt mit Frischwasser versorgt. Es wird geschrieben, dass es sich wahrscheinlich um ein Werk der Römer handelt, welches später von den Mauren verbessert wurde.
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