• Simon Rossier
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Panamerica Süd

Un’avventura di 714 giorni di Simon & Fabienne Leggi altro
  • Der spektakulärste Pool Brasiliens

    16 maggio 2025, Brasile ⋅ ☀️ 27 °C

    Wir fahren über Schotterpisten an einen anderen Fluss ganz hier in der Nähe. Mit dabei ist Juinho. Er freut sich auf unsere heutige Wanderung. Uns erwartet ein ca. 10km langer Rundweg am Wasser entlang. Dieser Fluss ist noch viel schöner als der gestrige. Er trägt alle möglichen Blau- und Grüntöne. Wir kriegen kaum genug vom Baden. Gegen Ende erwartet uns der spektakulärste Abschnitt der Wanderung. Der Fluss dem wir über die letzten Kilometer gefolgt sind sammelt sich noch einmal in einem letzten Pool bevor es steil über die Klippe vor uns dutzende Meter in die Tiefe fällt.Leggi altro

  • Westwärts

    17 maggio 2025, Brasile ⋅ ☀️ 28 °C

    Wir fahren, fahren und fahren. Unterwegs treffen wir auf ganz viele Dinge auf die man hier auf den Strassen halt so trifft. Z.B. eine Tankstellenhündin mit acht Welpen, von denen wir am liebsten einen mitgenommen hätten. Oder ein Strassenfest, wo es offenbar um zwei Dinge geht: kostümierte Frauen auf Pferden und Männer mit sehr lauten getunten Lautsprecherautos. Zwischen diesen seltsamen Hinguckern fahren wir häufig stundenlang entlang von Maisfeldern. Einmal sehen wir Flieger, die wahrscheinlich Insektizide über den Feldern verteilen. Die köstlichen Mittagessenbuffets, die wir uns beinahe täglich ungebremst zu Gemüt führen, bilden einen farbigen Kontrast zu der sonst so unfassbar eintönigen Szenerie. Als krönenden Abschluss gibts Nachmittags ab und zu eine Geschmacksexplosion in Form von Açaí-Glace.Leggi altro

  • ein schöner Wasserfall

    20 maggio 2025, Brasile ⋅ ☀️ 28 °C

    Wir verbringen fast vier Tage und unseren 14ten Jahrestag auf einem Camping direkt neben einem wunderschönen Wasserfall. Morgens streifen Affen durch die Bäume und Abends fliegen hier hunderte Schwalben in Schwarmformation ihre Runden über unsere Köpfe. Wir befinden uns im Paradies.Leggi altro

  • Transpantaneira, wir fahren ins Pantanal

    24 maggio 2025, Brasile ⋅ ☀️ 32 °C

    Weil Brasilien so unglaublich gross ist, waren wir in den letzten Tagen viel unterwegs. Heute nähern wir uns aber endlich wieder einmal einem Ziel: dem Pantanal. Auf dem Weg dorthin durchqueren wir über die Transpantaneira ein endloses Feuchtgebiet, das sich zu beiden Seiten der Strasse bis zum Horizont erstreckt. Nach 150 Kilometern voller Wasserläufe, unzähliger Kaimane und Capivaras, mehr als 100 Holzbrücken und einer beeindruckenden Vogelvielfalt erreichen wir Porto Jofre.

    Menschen kommen eigentlich nur aus zwei Gründen hierher: um zu Angeln oder um entlang der Flüsse Jaguartouren zu unternehmen. Wir zählen uns zu zweiteren und machen uns sogleich zu Fuss auf den Weg ins Dorf, um das beste Tourangebot zu finden. Nach einiger Zeit treffen wir auf vier brasilianische Touristen, die uns spontan einladen, am nächsten Morgen gemeinsam mit ihnen auf eine Tour zu gehen. Der Organisator lädt uns noch ein im Fluss neben seinem Haus zu baden. Die Sonne hat uns jegliche Erinnerung an alle Tropenärzte, die uns genau vor solchen Schwimmeinlagen in Wurmbrutbecken dringenst abgeraten hatten, aus dem Verstand gebrannt. Der braune Fluss kühlt uns etwas ab. Aus dem Stelzenhaus plätschert etwas neben uns ins Wasser. Eine Frau öffnet darüber die Tür und verlässt die Toilette. Wir verlassen das Wasser.

    Die Nacht verbringen wir in der Nähe des kleinen Landeplatzes, wo gelegentlich gut gekleidete Menschen aus kleinen Propellermaschinen steigen, um sich dann schnell in Richtung Luxusresort zu verziehen. Zuvor fahren wir aber noch zu einem verlassenen Strassenabschnitt, an dem klares Wasser fliesst. Die Hitze ist drückend, und wir müssen uns abkühlen. Kein Mensch weit und breit. Mit der Wachsamkeit einer am Wasserloch trinkenden Gazelle stellen wir uns ins knöcheltiefe Wasser und kippen uns einen Messbecher nach dem anderen über den Kopf. Bei jedem Rascheln im Gebüsch zucken unsere Ohren und Muskeln. Offensichtlich haben wir vor den Jaguaren weit mehr Schiss als noch vor ein paar Wochen vor den Pumas.
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  • Pantanal - Erster Ausflug

    25 maggio 2025, Brasile ⋅ ☀️ 28 °C

    Am nächsten Tag brechen wir mit dem Boot auf und sehen bereits nach kurzer Zeit eine Vielzahl von Tieren: Affen, Kaimane, Capivaras und Tukane. Dann sogar einen Riesenotter, dessen Kopf alle paar Sekunden wieder energisch aus dem braunen Wasser schiesst.

    Nur die Jaguare lassen sich zunächst nicht blicken. Doch auf dem Rückweg erhält unser Captain plötzlich einen vielversprechenden Funkspruch. Ohne zu zögern gibt er Gas, und nur drei Flussbiegungen später stossen wir auf eine Bootskolonne, deren Passagiere alle gebannt auf das linke Ufer starren. Wir schauen abwechselnd ins dichte Grün und dann wieder zurück zu den anderen, in der Hoffnung, ihre Blickrichtungen zu erahnen. Schliesslich hebt jemand die Hand und deutet mit ausgestrecktem Zeigefinger auf eine Stelle im Schilf. Wir folgen der imaginären Linie. Und tatsächlich bewegt sich dort etwas. Kurz darauf erscheint der massige Kopf eines Jaguars zwischen den Pflanzen.

    Alle anwesenden Boote bemühen sich, einen möglichst guten Blick auf das beeindruckende Tier zu erhaschen. Doch dem Jaguar scheint das egal und er bleibt grösstenteils im Schutz des Schilfs verborgen. Auch unser Captain scheint wenig Geduld zu haben und bringt uns bald darauf zügig zurück ins Dorf. Wir wären gerne noch etwas länger geblieben und melden uns deshalb für eine weitere Tour am nächsten Tag an.
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  • Pantanal - Zweiter Ausflug

    26 maggio 2025, Brasile ⋅ ☀️ 32 °C

    Wir versuchen unser Glück noch einmal. Der heutige Ausflug soll aber im Gegensatz zum gestrigen, den ganzen Tag dauern. Das Boot teilen wir uns heute mit zwei lokalen Fotografen. Dann fahren wir los und sehen lange nichts. Dann sehen wir einen Brüllaffen. Dann wieder nichts. Dann biegen wir um eine Kurve und treffen wieder auf einen Haufen Boote. Alle Leute schauen ins Schilf. Wir auch. Nach 15 Minuten sind die meisten wieder weg und wir haben den Jaguar offenbar verpasst. Also ziehen wir auch weiter. Flussaufwärts. Keine drei Minuten später schwört Fabienne energisch einen Jaguar gesehen zu haben. Obwohl ihr niemand so wirklich glaubt, verlangsamt der Captain das Boot und alle starren in den Wald.

    Und dann fliegen plötzlich ein paar Geier hektisch aus dem Dickicht. Einer bleibt aber liegen und wird im Schattenspiel verrissen. Kurz darauf durchbricht der Täter das Geäst und blickt uns mit seinen leuchtend gelben Augen kaltblütig entgegen. Uns trennen keine fünf Meter und das Tier hält uns in seinem Bann. Dann zieht er weiter und wir schauen zu wie sein Fell langsam mit dem Muster der Vegetation verschmilzt.

    Der Jaguar hiess Donaldo und der Ausflug hat sich für uns bereits gelohnt. Wir ziehen jedoch weiter und machen am Ufer halt für eine Mittagspause. Nach ein paar Minuten entdeckt (wieder) Fabienne ein Stachelschwein im Baum über uns. Ein ziemlicher rarer Zufall, meinen die Fotografen.

    Wir dösen gerade alle auf dem Boot rum, als unser Captain einen Funkspruch kriegt und uns meldet, dass ein Jaguar in der Nähe gesichtet wurde. Wir düsen los. Wenig später sehen wir 'Bororo', der gerade durchs hohe Schilf pirscht und seinen Weg entlang des Ufers abwechselnd zu Wasser und zu Land hinter sich bringt. Die Guides der vier anwesenden Boote meinen, dass der Jaguar wohl die Uferseite wechseln wolle und einigen sich rasch darauf, ihm den dafür nötigen Platz frei zu machen. Die Boote distanzieren sich beidseitig und wenig später überquert Bororo das braune Wasser, um auf der anderen Seite langsam im Gebüsch zu verschwinden.

    Kurz vor Rückreise, haben wir noch einmal Glück und treffen auf 'Marcela', die mit ihren heterochromen Augen gebannt ins Wasser blickt. Auch dieser Jaguar entscheidet sich vor uns die Uferseite zu wechseln. Dann ist auch sie verschwunden und wir machen uns voller Freude auf den Rückweg.
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  • Riesenotter in der Dämmerung

    27 maggio 2025, Brasile ⋅ ☁️ 25 °C

    Wir fahren in der Dämmerung ein Stück die Strasse entlang, überqueren mehrere Brücken und halten dabei Ausschau nach Tieren. In der Nähe einer Brücke entdecken wir zwei Riesenotter, die gemeinsam durchs Wasser wirbeln. Die beiden ziehen ein paar Runden und schwimmen dann laut pfeifend direkt auf uns zu und unter der Brücke hindurch, auf der wir stehen. Glücklich schauen wir ihnen nach, wie sie in den Sonnenuntergang davongleiten.

    Hiermit endet unsere Zeit im Pantanal. Wir brechen auf und ziehen weiter.
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  • Tapire auf der Ameisenbärstrasse

    29 maggio 2025, Brasile ⋅ ☀️ 17 °C

    Auf unserer Tiersichtungswunschliste fehlen uns nur noch zwei: der Tapir und der Grosse Ameisenbär. Vor uns liegt nun ein Strassenabschnitt, der durch den Lebensraum beider dieser Tiere verläuft. In Rio Verde, der letzten Stadt vor dieser Strecke, füllen wir noch unseren Kühlschrank (und natürlich unsere Bäuche bei einem Mittagessenbuffett) während es vom Himmel Rotz und Wasser regnet.

    Später fahren wir über die (vorerst) asphaltierte Strasse südwärts. Und wir haben noch kaum die Stadt verlassen, als wir 20m vor uns ein Tapirweibchen erblicken, das mit seinem gefleckten Jungtier die Strasse überquert. Entgeistert, überfordert und total unvorbereitet können wir den beiden nur noch dabei zusehen, wie ihre Hinterteile im dichten Wald links von uns verschwinden. Unsere Versuche sie noch aufzuspüren bleiben erfolglos und so ziehen wir ohne fotografischen Beweis weiter.

    Zwei Kilometer später beginnt die unbefestigte Strasse und unsere Kamera sitzt fortan fest in den Händen des Beifahrers. Aufgrund des gestrigen Regens ist die eigentlich sonst sandige Strasse hier nun schlammig. Daraus resultiert aber ein grosser Vorteil: Tierspuren. Entlang eines Waldes entdecken wir mehrere Tapirfährten auf der Strasse. Die Tiere müssen also in den letzten 24h hier entlang gegangen sein. Wir konzentrieren uns für die nächsten zwei Tage auf diesen Bereich. Nachdem wir das Auto am Waldrand parkiert haben, gehen wir vorerst zu Fuss weiter. Und nach etwa zehn Minuten knackt und raschelt es laut im lichten Eukalyptuswald neben uns. Ein Tapir donnert aufgeschreckt vor uns davon, während der Boden unter unseren Füssen unter seiner Masse zittert. Wir folgen dem Tier langsam und kriegen es für einen Moment vor die Augen bevor es wieder im Gebüsch verschwindet.

    Am Nachmittag laufe ich alleine etwas am Waldrand entlang und entdecke nach einer Kurve ca. 100m vor mir ein Tier. Es ist braun, etwa so gross wie ein Puma, bewegt sich wie eine Raubkatze und sieht ungefähr so aus wie ein Puma. Und als ich ein Foto davon schiesse ist es weg. Wenn es nicht so ungewöhnlich wäre, würde ich behaupten es sei ein Puma gewesen und weil mir niemand das Gegenteil beweisen kann tue ich das auch.

    Am Abend haben wir noch einmal Glück und finden ein Tapir, das ruhig auf einem Feld vor sich hin frisst und sich kaum von unseren Annäherungsversuchen stören lässt. Am nächsten Tag frühmorgens liegt das Glück erneut auf unserer Seite und wir entdecken ein letztes Tapir grasend auf einem Feld.
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  • Aliens

    30 maggio 2025, Brasile ⋅ ☀️ 14 °C

    Die nächsten Tage widmen wir einem der wohl seltsamsten Tiere dem wir je das Vergnügen hatten gegenüber zu stehen. Tagsüber sei der Ameisenbär weniger aktiv. Daher verlegen wir unsere Exkursionen auf die Randstunden. Am Morgen haben wir jedoch kein Glück und ruhen uns über den Mittag ein bisschen am Strassenrand aus. Am Nachmittag ziehen wir wieder los und entdecken etwa 300m neben uns im Feld einen bräunlich grauen Flecken, der selbst auf diese Distanz sonderbar wirkt. Das Fernglas, das wir von Marc und Vale geliehen gekriegt haben, bringt Gewissheit. Wir überqueren schleunigst einen Viehzaun und nähern uns vorsichtig übers Feld. Der Flecken wird immer deutlicher und nimmt mit abnehmender Distanz an Skurrilität zu. Dann steht unmittelbar vor uns dieser bizarre, zersaute Pinsel und steckt seine Nase immer wieder in den Boden. Offensichtlich hat uns der ziemlich sehschwache Ameisenbär noch nicht entdeckt. Ganz geheuer ist ihm die Lage aber nicht: immer wieder hebt er seine Nase in den Himmel und schnuppert ganz intensiv in die gegenwärtige Windrichtung. Wir riechen aber schon seit Monaten wieder nach Natur und sind daher gut getarnt. Als wäre das Tier nicht schon witzig genug, hält sich auf seinem Rücken ein dickes Baby fest. In unseren Augen wirkt es etwas gar gross, um noch rumgetragen zu werden. Unsere Augen sind aber fairerweise auch etwas besser als die unseres Gegenübers.

    Während wir unsere gesamte Aufmerksamkeit den lustigen Kerlen vor uns widmen, versammelt sich um uns langsam ebenfalls ein Publikum. Mit jeder Sekunde mischen sich weitere Zebu Rinder unter die Schaulustigen und starrt uns gebannt entgegen. Ab und zu rennt eines in irgend eine Richtung los und reisst dabei seine Nachbaren mit. Uns wird die Situation langsam etwas suspekt. Die Ameisenbären flüchten unter dem donnernden Getrampel in die Büsche. Auch wir setzen zum Rückzug an. Für die Zebu Rinder das Signal noch einmal, aber jetzt alle gemeinsam, loszurennen. In unsere Richtung. Wir laufen etwas überzeugter. Und schneller. Der Zaun ist nur noch etwa 200m entfernt. Die Rinder uns dicht auf den Fersen 🙈 Schliesslich verlangsamt sich die Herde und guckt uns gespannt hinterher. Erleichtert überqueren wir den Zaun. Die Tiere hatten es offenbar nicht auf unser Leben abgesehen und waren wohl einfach äusserst neugierig. Dann hält ein rostiges Auto neben uns. Bestimmt ein Bauer, der uns zusammenscheissen will. Es ist tatsächlich ein Bauer. Er freut sich, dass wir uns über die Ameisenbären freuen. Wir dürften problemlos auf seinem Grundstück rumlaufen und die Kühe seien alle ganz freundlich. Zum Schluss will er uns noch aufs Frühstück einladen. Brasilien halt :)
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  • Noch mehr Aliens

    31 maggio 2025, Brasile ⋅ ☀️ 26 °C

    Die nächsten Tage wiederholen wir unseren Besuch bei der Ameisenbärenwiese. Immer wider können wir uns den Tieren auf wenige Schritte nähern. Immer wieder merken sie, dass irgendetwas komisch ist und riechen angespannt in die Luft. Und immer wieder erkennen sie uns erst, kurz bevor sie in uns rein laufen. Dann rennen sie aufgeschreckt ein paar Meter davon heben eine ihrer Klauen und vergraben kurz darauf wieder ruhig ihre Nase im Boden. Wir könnten den surrealen Kreaturen tagelang zuschauen und werden jeweils durch den Einbruch der Dunkelheit dazu gezwungen uns von ihnen zu lösen und aufzubrechen.

    Randnotiz: wir finden auch unser Nummernschild wieder, das wir vor fünf Tagen irgendwo auf der Schotterpiste verloren hatten. Es lag auf dem Grund der tiefsten Pfütze der gesamten Strecke.
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  • Bonito

    2 giugno 2025, Brasile ⋅ ☀️ 23 °C

    In Bonito gibt es soooo viele wunderbare Dinge zu sehen! Alle kommen hier her und machen ganz viele tolle Sachen. Wir kommen hier hin, essen meinen Geburtstagskuchen und machen uns dann praktisch wieder auf den Weg weg von hier. Nur die blauen Papageie haben wir gesehen. Einige würden sagen, dass wir dumm sind, weil wir hier nicht im atemberaubenden Fluss schnorcheln waren oder uns das wahnsinnig schöne, ultrablaue Wasser in der einen Höhle angeschaut haben. Wir finden Leute die das sagen, zuerst ganz schön frech und fragen uns dann doch, ob sie wohl Recht haben. Aber das haben sie nicht, wir dürfen selber entscheiden was wir machen wollen und was nicht. Und vielleicht, nur ganz vielleicht sind solche Leute nämlich sogar selber auch ein kleines bisschen dumm.Leggi altro

  • Delfinfreunde

    16 giugno 2025, Brasile ⋅ ☁️ 20 °C

    Während anderorts Delfine in Buchten getrieben und im rot gefärbten Wasser hingerichtet werden (looking at you Japan), nutzt man die Tiere hier zum Fischfang. In einer utopisch wirkenden Symbiose haben brasilianische Fischer und grosse Tümmler gelernt zusammen Meeräschen zu jagen. Während die Delfine den Fisch vom tieferen Wasser in Ufernähe treiben, stellen sich die Menschen in Reihe ins hüfthohen Wasser und schneiden den Äschen so den Weg ins seichtere Wasser ab. Sobald die Menschen wenige Meter vor sich einen Delfin erkennen, werfen sie ihre runden Netze in dessen Richtung in der Hoffnung einen der aufgescheuchten Fische einzukesseln. Das Schauspiel findet offenbar seit über 120 Jahren statt und wir können uns kaum daran satt sehen. Wir brechen erst wieder auf, als die Fischer selbst kurz vor Sonnenuntergang zusammenpacken.Leggi altro

  • Back in Montevideo

    23 giugno 2025, Uruguay ⋅ 🌧 8 °C

    Die letzten Stunden haben geschlagen. Als wir in Montevideo ankommen ist es kalt hier. Ich werde direkt krank und wir buchen für die letzten Tage ein Hotelzimmer mit Saunazugang. Es ist traumhaft. An der Reception wird uns berichtet, dass es hier seit knapp 20 Jahren nie mehr so kalt war. Tiefsttemperaturen knapp über dem Gefrierpunkt und ein bissiger Wind, treiben durch die Gassen der gespengsterhaften Hauptstadt. Wir spazieren nach Einbruch der Dunkelheit etwas durchs Quartier und sehen alle paar Meter Kartondecken, unter denen sich Obdachlose vor der Witterung zu schützen versuchen. An einem Nachmittag besuchen wir das Museum Andes 1972, das die Geschichte des uruguayanischen Flugzeugabsturzes in den chilenischen Anden erzählt. 16 der 45 Insassen konnten nach 72 Tagen Überlebenskampf auf über 4000m Höhe gerettet werden. Im Museum gibt es eine Kältesimulator, der -20°C simulieren soll. Hier kommen viele brasilianische Touristen hin. Wir denken wieder an die Obdachlosen und verlassen das Museum mit einem mulmigen Gefühl.

    Dann geht alles ziemlich schnell: wir lassen das Auto waschen, packen unsere Koffer, fahren zum Hafen und hinein in einen Container, der verschlossen und weggetragen wird, verdrücken ein zwei Tränen und feiern ein bisschen. Und das wars dann auch mit der Reise. Für uns beginnt nun das nächste Abenteuer: Kapitel 1 - Repatriierung und Rehabilitation in die Schweiz. Wir freuen uns drauf :)
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    Fine del viaggio
    15 luglio 2025