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  • Day85

    Fallschirmsprung

    November 28, 2018 in South Africa ⋅ ☀️ 16 °C

    Mit viel Freude haben wir Lisas Geburtstagsgeschenk für Christina eingelöst! Fast wäre es jedoch nicht zum Fallschirmsprung gekommen, da die ersten beiden vereinbarten Termine wetterbedingt gecancelt werden mussten. Als die Sonne endlich zum Vorschein kam und der Wind abflaute, setzten wir uns am dritten Tag des Wartens aufgeregt in Sams BMW, um uns auf den Weg zum Abenteuer Tandemsprung zu machen. Doch dann der Schreck: der Motor sprang nicht an! Nach einer Stunde erfolgloser Bemühungen von Sam und Zander, das Gefährt wieder in Gang zu bringen, riefen wir die Dropzone an, um dieser mitzuteilen, dass wir es nicht pünktlich schaffen würden. Zu unserer Erleichterung ließ man uns wissen, dass dies kein Problem sei, die Sprünge könnten nach hinten verlegt werden.

    Als wir die Hoffnung in das Auto schon fast verloren hatten, ertönte nach etwa zwei Stunden das lang ersehnte Geräusch: der Motor lief! Endlich konnte es losgehen! Doch zu früh gefreut: Erst wenige Kilometer hatten wir hinter uns gelegt, als die einzige Straße, die uns zum Ziel führen konnte, von einem umgestürzten Baum versperrt war. Zum Glück waren die Räumungsarbeiten bereits in vollem Gange, so dass wir unseren Weg mit nur kurzer Verzögerung fortsetzen konnten.

    Am Fallschirmplatz angekommen, wurde nicht lange gefackelt. Nach einer fünf-minütigen Einweisung, während derer uns das Gurtzeug angelegt wurde, und einer kurzen Vorstellung unserer Tandemmaster, saßen wir auch schon im Flugzeug.

    Eine knappe halbe Stunde verbrachten wir in dem kleinen, gemütlichen Flieger, bis wir die erforderliche Höhe von 4000 m erreicht hatten. Der Ausblick von dort oben auf die sandige Küste und das türkisblaue Meer in Miniaturform war wunderschön. Die Tür öffnete sich und neben einem ohrenbetäubenden Lärm, schlug uns kalte Luft entgegen. Bevor wir realisierten, wie uns geschah, ging es für Christina zuerst aus dem Flugzeug, dicht gefolgt von Lisa. Den Freifall bei ca. 200 km/h genossen wir in vollen Zügen. Nach knapp 40 Sekunden öffneten sich die Fallschirme und Christina überkam nach der ersten Drehung eine enorme Übelkeit, von der sie sich erst nach Stunden wieder erholte. Da Lisa unter keiner Reisekrankheit leidet, konnte diese sogar einige Male selber den Schirm lenken, bevor es Richtung Landezone ging.

    Zwar hätten wir mit noch viel mehr Adrenalin gerechnet und waren von unserer entspannten Stimmung hoch oben in den Wolken überrascht, doch Spaß hatten wir allemal!
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