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  • Day18

    Gleis 9 3/4 & der einsame Planet

    October 27, 2017 in Peru ⋅ ⛅ 20 °C

    Machu Picchu wirft seinen Schatten voraus. Klar, noch stehen wir nicht im Dunkeln, aber so langsam wird es mal Zeit. In der Hauptsaison ist eine Buchung Monate voraus unumgänglich, um nicht enttäuscht dazustehen, aber nach eigenen Recherchen und Gesprächen mit diversen Touristen sowie Peruanern und einem Check der Onlineticketbörse, sind wir dann doch ziemlich entspannt.
    Bauchschmerzen bereiten uns dann aber die neuen Regelungen, die seit Juli 2017 am Weltkulturerbe gelten:
    • Betreten nur noch mit Guide (gute Sache, damit die Touris nicht überall drauf krabbeln). 👍
    • Zwei Tagesschichten mit jeweils 3000 Personen; vorher waren es 5000 insgesamt (unserer Meinung nach scheinheilige Geldmacherei im Mantel eines Schutzes der Inkastätten, denn die UNESCO fordert eine Begrenzung auf 3000 Personen und zwar pro Tag!!!). 🖕
    • Unklare Zeitangaben in Bezug auf einen vorherigen Besuch des Montaña Machu Picchu. 🤙

    Die Buchung der Fahrt nach Machu gestaltet sich ähnlich schwierig, wie die Suche nach Gleis 9 3/4. Das hat zur Folge, dass wir erst einmal diverse Male wie aufgescheuchte Hühner 🐔🐓 zwischen der offiziellen Ticketverkaufsstelle und zwei Perurail Offices 🚞 hin und her laufen, um alle Termine in Einklang zu bringen.
    Nicht final klären können wir am Ende die Zeit-Geschichte. Wir gehen einfach davon aus, dass wir morgens starten und bis 15 Uhr bleiben dürfen.
    Alles in allem eine teure Angelegenheit. 110€ p.P. für den Zug von Ollantaytambo nach Aguas Calientes, 55€ p.P. für Montaña Machu Picchu sowie die Inkastätte selber, ca. 20€ p.P. für den Bus von Aguas Calientes zum Eingangsportal und zurück. Aber wie textete schon ein berühmter deutscher Poet? "Aber scheiß drauf, Machu Picchu ist nur einmal im Jahr 🎶".
    However: Tagesziel 1 erledigt ✔

    Anschließend begeben wir uns auf einem Stadtrundgang, der in unserem Lonely Planet vorgeschlagen wird. Dieser führt uns über wunderschöne Plätze, einen Handwerksmarkt, an historischen Gebäuden vorbei zu einem einheimischen Markt, gelegen in der Straße Tupac Amaru. Sind die Einwohner von Cusco etwa HipHopper? 🤔 Nee, offensichtlich hat sich der amerikanische Rapper nach dem letzten Sapa Inka benannt. Na gut, wieder mal etwas gelernt.
    Weiter geht es in Richtung San Blas, ein hippes Künstlerviertel, auf einer Anhöhe gelegen, und anschließend in Richtung der Ruine der Inka-Festung Sacsayhuamán, wo der Pfad anschließend endet. Zwischendurch, in San Blas, machen wir einen Zwischenstopp, um uns mit einer Suppe wieder zu stärken.
    Tagesziel 2 erledigt ✔

    Bei Tagesziel 3 scheitern wir dann leider krachend an unseren Bargeld-Reserven. Ausgehend davon, dass man die 35€ p.P. für das Boleto Touristico, welches einem Zutritt zu verschiedenen historischen Stätten in Cusco und dem heiligen Tal gewährt, mit Karte zahlen kann, werden wir am Eingang leider enttäuscht. Nun gut, nicht so wild, da die Stätten sowieso in einer Stunde schließen werden. Aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben.

    Pünktlich zum Abendessen in einem Café am Plaza de Armas setzt dann ein kräftiger Regen ein 🌧. Der erste ernsthafte auf unserer Reise, wenn wir uns recht entsinnen können. Dies hält eine Parade in den Straßen allerdings nicht davon ab, mit lauter Musik, tanzend um den Platz zu ziehen. 💃🕺 Ein netter Abschluss des Tages.
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