• Beppu und Mount Yufu

    May 13 in Japan ⋅ ☀️ 23 °C

    Achtung es gibt drei neue Blogeinträge :-)
    Und falls das jemand nicht kennt, auf der Karte ganz oben kann man im Detail sehen, wo ich grade unterwegs bin.

    Ich hatte mir Beppu wie so einen Kurort in Österreich vorgestellt, tatsächlich hat es 125.000 Einwohner und wirkt für mich ein wenig wie eine Industrie-/Hafenstadt. Mein erster Eindruck war also nicht der beste. Die Entscheidung für Beppu war genauso überstürzt gefallen wie die Wahl des Hotels, nämlich am Tag der Anreise. Daher hab ich erst nach dem Buchen das Schild "Karaoke" am Hotel gesehen und bei der Ankunft hat sich herausgestellt, dass an meinem idyllischen Balkon mit Meerblick in der Stunde 1000-2000 Autos vorbeifahren. Das Zimmer wirkt sehr alt, die Innentüren haben fast alle 170-180 cm Höhe, aber was will man sich erwarten bei 30 Euro die Nacht inklusive Frühstück. Letzteres war auf booking.com mit 10.0 bewertet gewesen bei über 90 Bewertungen. Ist OK aber eher eine 7 als eine 10.
    Heute ging es dann mit dem Bus nach Yufuin, eine knappe Stunde landeinwärts von hier. Die Stunde hauptsächlich deshalb, weil der Bus wie meist ständig stehenbleibt, etwa 28x.
    Yufuin ist dann sehr schmuck, aber schon um 10 Uhr an einem Wochentag mit Touristen gefüllt. Hier möchte ich nicht am Wochenende sein.
    Es geht dann schnurstracks zum westlichen Wanderweg auf den Mount Yufuin. Leider habe ich ja nur Laufschuhe mit, aber ich möchte mal so weit gehen, wie es möglich ist. Nachdem das hier alles Vulkangipfel sind, sind die An- und Abstiege entsprechend steil, nicht mit dem Grazer Bergland vergleichbar. Und als ich einen Blick auf den West- und Ostgipfel aus der Nähe werfe, ist mir klar, dass das heute kein Gipfelsturm wird. Tatsächlich habe ich schon an manchen Stellen in der ersten Stunde Probleme mit den glatten Sohlen meiner Schuhe, der feine Vulkansand und der steile Anstieg machen es nicht einfach, Halt zu finden. Der Weg ist auch außergewöhnlich schlecht beschildert, drei Mal passiert es mir, dass ich mich vergehe und wieder umdrehen muss. Nach etwa zwei Stunden komme ich an eine Abzweigung, wo es link auf den Mount Yufu raufgeht und rechts auf einen grün bewachsenen Vulkankegel. Es ist bereits 12 Uhr und ich muss mir die Aussichtslosigkeit der Besteigung des Mount Yufu eingestehen. Von dem Vulkankegel aus hat man eine grandiose Aussicht und von hier geht es zurück zum südlichen Startpunkt, wo es eine Bushaltestelle gibt und die Strecke ist deutlich kürzer als die westliche, die ich gegangen war. Unten angekommen warte ich auf den Bus, kurz vor Abfahrt plötzlich Sirene, ein Feuerwehrauto fährt auf dem Parkplatz ein, mehrere Männer mit Ausrüstung, Helm, Kletterzeug springen aus dem Auto und machen sich schnurstracks auf den Weg den Berg rauf. Es folgt ein zweites Feuerwehrauto, im Bus sitzend kommt uns noch drittes plus ein Rettungswagen entgegen. Da dürfte wohl was passiert sein am Berg, mal schaun, ob ich was rausfinde.
    Morgen geht es dann weiter, weiß noch nicht ob direkt zurück nach Fukuoka, wo es am Montag dann zurück nach Taipeh geht oder ob ich auf dem Weg nach Norden noch eine Station finde, die interessant sein könnte.
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