• Patrick Schoeberl
  • Patrick Schoeberl

Ostasien 2026

Am 13. April Abflug von Wien Schwechat über Peking nach Taiwan. Danach Hongkong, China, Japan und wieder retour nach Taiwan. Rückflug nach Wien am 20. Mai. Read more
  • Trip start
    April 14, 2026
  • Ankunft in Taiwan

    April 14 in Taiwan ⋅ ⛅ 28 °C

    Viel ist nicht passiert, aber damit der Blog mal startet, poste ich das einzige Foto bisher - das heutige Abendessen (Taiwan ist sechs Stunden voraus gegenüber Österreich, hier ist es also grade halbacht am Abend). Nach den sehr guten Ramen um ca. acht Euro bin ich noch auf einen der Night Markets gegangen und hab mir eine halbe Ananas und ein Stück Wassermelone einpacken lassen.
    Der Flug mit Air China über Peking war unspektakulär und der Sitz beim Notausgang den Aufpreis auf jeden Fall wert.
    Morgen gibt's dann mehr Fotos (vom über 600 Meter hohen Taipei 101).
    Read more

  • Taipei 101 aus 101 Perspektiven

    April 15 in Taiwan ⋅ ⛅ 30 °C

    Mein Hotel ist ja ca. einen Kilometer westlich vom Wahrzeichen Taipeh's, nämlich dem Taipei 101. Also ging es heute an selbigem vorbei, weiter bis zu einem Park und dann im Dschungel gefühlt tausende Stufen hoch, von einem Aussichtspunkt zum nächsten. Die Strecke war zum Glück zu 95% im Schatten, aber bei über 30 Grad und einer sehr hohen Luftfeuchtigkeit war es dann doch anstrengender als gedacht. Laut meiner Uhr hab ich geschätzt 3 Liter Flüssigkeit verdunstet. Kann mir gar nicht vorstellen, wie es hier im Hochsommer ist, wenn es Mitte April schon so unangenehm schwül ist.
    Also in Summe war's anstrengend aber auf jeden Fall die Mühen wert.

    Eigentlich wollte ich dann heut so gegen 17:30 Uhr auf die Aussichtsplattform im 89. (von 101) Stock aber es war den ganzen Nachmittag stark bewölkt mit dunklen Wolken und die Sicht wäre wohl sehr eingeschränkt gewesen. Bin ja noch bis Sonntag in Taiwan, wird sich schon noch ergeben. Leider ist die Sicht generell sehr diesig, wie man eh auf den Fotos sieht.
    Bissl schwierig ist, dass hier sehr vieles nur in (Mandarin-)Chinesisch angeschrieben ist. Sehr hilfreich ist dann Google Translator bzw. die Kellner in den Lokalen erklären einem dann die Speisekarte. Bissl Englisch kann hier fast jeder.
    Read more

  • Palastmuseum und diverse Parks/Gärten

    April 16 in Taiwan ⋅ ⛅ 27 °C

    Heute Früh eine gute Stunde mit U-Bahn und Bus vom Hotel zum National Palace Museum gefahren. U-Bahn fahren ist super einfach hier, Easycard aufgeladen und die Strecken sind wirklich gut beschriftet und man weiß gleich immer wo man hin muss. Bus fahren war nicht ganz so einfach, an der Bushaltestelle die Pläne nur auf Chinesisch und Google Maps meinte, sich soll jetzt in den Bus #815 steigen, vor mir stand aber der S18. Mit Herumfragen ging's dann. Museum war interessant, auf dem Rückweg noch einen wirklich schönen Garten/Park mitgenommen, dann auf dem Weg zum Botanischen Garten in ein Kaffeehaus rein, weil der Kaffee im Hotel ist irgeneine Nespressomaschine, die zuerst heißes Wasser und dann flüssiges Kaffeekonzentrat in den Pappbecher schüttet. Also schon gefreut auf den ersten richtigen Kaffee im Urlaub, super Bewertungen auf Google Maps. Ich warte zehn Minuten auf meinen Americano, was kommt daher, kalter Kaffee mit Eiswürfeln in einem Glas. Im Nachhinein betrachtet eh klar, wer würde hier bei knapp 30 Grad ein heißes Getränk zu sich nehmen, wenn einem der Schweißfilm ohnehin ständig auf der Haut steht.
    Der Botanische Garten danach war sehr schön, aber recht dschungelmäßig, stark verwachsen, sehr gut gepflegt, aber sehr viele Grüntöne aber nichts Buntes, außer dem Seerosenteich in der Mitte. Insofern fand ich den Shilinguandipark mit dem Rosengarten etc. fast schöner.
    Morgen muss ich das Hotel wechseln, da mein jetziges komplett ausgebucht ist, und ein Ortswechsel schadet ja grundsätzlich nicht, lernt man eine neue Gegend kennen. Also morgen Gepäck im Hotel hinterlegen, dann Zoo, bei der Rückfahrt den Taipeh 101 rauffahren, Gepäck holen und dann gegen 17 Uhr das neue Hotel beziehen (heiße 10 qm, ohne Fenster, um 80 Euro die Nacht, dafür zentral und neu/modern).

    Am Sonntag Vormittag geht es übrigens schon weiter nach Hongkong.
    Read more

  • Zoo, Gondel, Observatorium, Jiufen

    April 17 in Taiwan ⋅ ⛅ 29 °C

    Gestern ging's zum Zoo, der etwas südöstlich der Hauptstadt liegt. Interessant an dem Zoo ist, dass er quasi mitten in den Dschungel gebaut wurde, man geht viel unter sehr hohen Bäumen. Ich bin im Anschluss mit einer Gondelbahn über den Zoo drübergefahren, bis auf wenige markante Gebäude wie dem riesigen Vogeldom sieht man von oben nichts vom Zoo.
    Nach Zoo und Gondel ging es wieder retour in die Stadt, letzte Gelegenheit, die Aussichtsplattform im 89. Stock des Taipei 101 zu besuchen. Warteschlange war minimal, ich war dann etwa 20 Minuten oben. Sicht leider wie die ganze Woche schon sehr trüb, auf der anderen Seite hat mich das wohl vor einem ordentlichen Sonnenbrand bewahrt.
    Dann vom 101 direkt ins Hotel, meinen großen Rucksack abgeholt und ab ins neue Hotel. Das ist eher meh, es sind tatsächlich 10 qm ohne Fenster, Einrichtung minimalistisch. Voriges Hotel war gleich teuer bei deutlich besserer Ausstattung bei über 20 qm inklusive Frühstück. Aber Wochenende ist hier generell teurer.
    Heute dann zum ersten Mal raus aus Taipeh, nämlich mit Zug und Bus nach Jiufen. Das ist eine alte Goldgräberstadt, die jetzt vom Tourismus lebt. In engen steilen Gassen gibt es zahlreiche Shops, Teehäuser, Essensstände. Für Samstag war es gar nicht mal so überlaufen. Im Anschluss bin ich noch die etwa 1500 Stufen auf den Berg gleich neben Jiufen rauf. Sicht oben gleich null wegen Nebels aber war ein netter Aufstieg. In Summe waren es etwa 80.000 Schritte in den letzten vier Tagen. Morgen ist dann großteils Ruhepause durch den Flug nach Hongkong.
    Read more

  • Hongkong und Shenzhen

    April 20 in Hong Kong ⋅ ⛅ 27 °C

    Am Sonntag ging es also von Taipeh nach Hongkong. Angenehmer kurzer Flug, halb leerer Flieger. Panda Hotel war außerhalb Hongkongs, damit leistbar und große Zimmer. Lustig war, dass die Lobby im dritten Stock war, die fünf Stockwerke drunter waren kleine Shops wie Starbucks, Seven-Eleven, ein riesiger japanischer Supermarkt usw.
    Mein Zimmer war im 22.Stock und voll OK. Montag bin ich mit der Metro in die Stadt rein und hab mir die wichtigsten Sachen angeschaut. Zwei Museen, den Victoria Peer, bin dann mit dem Schiff auf die andere Seite rüber nach Hongkong Central. Dort herumspaziert, mit der Tram auf den Victoria Peak raufgefahren. Das war etwas enttäuschend, man erwartet sich Natur rundherum mit tollem Ausblick. Tatsächlich haben sie da oben etliche Einkaufszentren hingestellt und man hat Mühe, den Ausgang zu finden.
    Nachdem ich das Gefühl hatte, alles Wichtige gesehen zu haben, bin ich als gestern nach Shenzhen, China weitergefahren, ca 20 km mit Metro und Zug. Der Grenzübertritt war deutlich einfacher als erwartet, der ganze Rucksack wurde durch das Röntgengerät geschickt, dann müsste ich noch beantworten, ob ich ein Hotel gebucht hätte, musste die Buchung aber nicht mal nachweisen.
    In Shenzhen hatte ich das Crowne Plaza gebucht, Fünfsternhotel und ca. gleich teuer wie die 10 Quadratmeterbude in Taipeh letztes Wochenende. Am Lustigsten fand ich bei dem Hotel damals, dass sie "aus Umweltschutzgründen" das Zimmer nicht putzen, aber für 30 Euro extra kann man die Reinigung beauftragen.
    Zurück zu Shenzhen: 1979 ein Fischerdorf mit 30.000 Einwohnern, heute ca. 18 Millionen Einwohner auf 2000 Quadratkilometern. Das Highlight gestern war die Aussichtsplattform am fünfthöchsten Gebäude der Welt. Meine Hochachtung an die Stadtplaner, von oben sieht das wirklich durchdacht aus.
    Interessant war auch einer der größten Elektronikmärkte der Welt, hunderte kleine Shops über sechs Stockwerke.
    Zu China bisher: sehr mühsam und zeitaufwändig hier zu Informationen zu kommen, etwa welche Metro muss ich nehmen etc weil hier Dinge wie Google Maps nur mit VPN funktionieren, aber auch dann kaum Info enthalten ist. Man sieht ein Metro Zeichen auf der Karte, aber welche Station das ist und wo diese U-Bahn Linie hingeht, vollkommene Fehlanzeige. In Taiwan hab ich die Station angeklickt, auf Directions gedrückt und Google hat mir genau angezeigt, wie ich dort hinkomme. Hier versuche ich mit Apps wie Metroman und amaps weiterzukommen, das funktioniert mehr schlecht als recht. Noch übler ist Alipay, eine Bezahlapp, die total mit Werbung überladen ist.

    Im Moment sitze ich im Zug nach Guangzhou, ebenfalls ca. 18 Mio Einwohner aber auf der vierfachen Fläche Shenzhens. Leider findet hier grade eine riesige Import Export Messe statt, weshalb mein Hotel etwas außerhalb des Zentrums ist. Ticket für den Zug kaufen ging mit der trip.com App einfach, die Schwierigkeit war eher, rauszufinden, welcher von den drei Bahnhöfen jeweils in Shenzhen bzw. Guangzhou der richtige ist und wie ich dann von dort wegkomme.
    Read more

  • Guangzhou

    April 22 in China ⋅ ☁️ 29 °C

    Der Kontrast zwischen Shenzhen und Guangzhou war recht groß. Beides Städte mit ca. 18 Mio Einwohnern, aber in Shenzhen alles neu und shiny und supersauber (zumindest in den Vierteln, wo ich war), in Guangzhou fahre ich vom Bahnhof mit der Metro in die Nähe meines Hotels, erwische aber die falsche Linie und muss 2 km zu Fuß zum Hotel gehen, teilweise durch schmale schmutzige Gassen und auch eine Ratte rennt mir untertags über den Weg. Theoretisch könnte ich in der Alipay app eine Miniapp für Didi Taxi (Uber-Äquivalent) nutzen, aber für die Registrierung benötige ich eine Telefonnummer, und das habe ich inzwischen aufgegeben. Meine Hofer HoT Nummer hat hier keinen Empfang und bei China Mobile meinten sie, ich müsse mal 25 Euro aufbuchen auf die SIM, das ist es mir nicht wert, dafür dass ich ein paar SMS empfangen will. Internet hingegen funktioniert super mit einer eSIM, die ich mir noch in Österreich gekauft hatte. Asia/Oceaniapaket, funktioniert also sofort auf jedem Flughafen, auf dem ich lande, egal welches Land hier in der Gegend. Wesentlich einfacher als in jedem Land eine Registrierung durchzuführen und eine eigene SIM zu installieren.
    Guangzhou habe ich mir am ersten vollen Tag die Innenstadt angesehen, inklusive dem Canton Tower (nur von unten) und die Lichtershow am Abend. Für den nächsten Tag wären dann eine Wanderung auf einen kleinen Berg mitten in der Stadt geplant gewesen, nur 1 km von meinem Hotel weg, plus ein paar Parks und der botanische Garten. Leider hat es an diesem Tag wie aus Kübeln geschüttet und so ist nichts draus geworden. Das Hotel war dafür toll, bei den Zimmern durfte sich offensichtlich ein Innendesigner austoben. Die Entfernungen in der Stadt sind enorm, von meinem Hotel in die Innenstadt sind es mit der Metro 15 km, und ich bin jetzt nicht gerade am Stadtrand sondern eh "relativ" zentral. Dass es 19 Metrolinien mit jeweils 15-25 Stationen gibt, macht die Sache auch nicht einfacher. Von meinem Hotel fahre ich eine Station, muss dann die Linie wechseln und gehe unterirdisch innerhalb der selben U-Bahnstation über 1000 Schritte, um zur anderen Linie zu kommen. Noch dazu sind die Waggons immer sehr gut gefüllt. In Shenzhen hatte man immer mehr als genug Platz und die Wagen waren selten mehr als halb voll.
    Mit Englisch ist es hier generell schwierig, selbst der Rezeptionist im Fünfsternhotel konnte nur gebrochenes Englisch und im Hotel in Guangzhou hat die Rezeptionistin überhaupt mit einer Übersetzungsapp kommuniziert. Man kann den Leuten hier auch keinen Vorwurf machen. Grade hier in dieser Gegend ist eher Kantonesisch vorrangig, die offizielle Amtssprache ist aber auch hier Mandarin. Das bedeutet, dass die Menschen hier ohnehin schon zwei Sprachen lernen müssen, also warum sollte jemand hoch motiviert sein, auch noch Englisch zu lernen.
    Read more

  • Yangshuo

    April 24 in China ⋅ ☀️ 25 °C

    Letzten Freitag ging es also mit dem Zug von Guangzhou nach Yangshuo, südlich von Guilin. Die ganze Gegend ist bekannt für ihre Karstberge/-hügel und diese zieren den 20 Yuan Geldschein. Gerne wäre ich von Guilin mit dem Schiff nach Yangshuo runtergefahren, aber dabei hätte ich einen ganzen Tag verloren und wäre dann in eine Regenphase reingekommen. Die Fahrt mit dem Zug war diesmal etwas stressig, es gab nur einen Zug von dem Bahnhof in der Nähe meines Hotels (20 min mit der Metro), zum anderen Bahnhof hätte ich über eine Stunde gebraucht. 7 Uhr Frühstück, um halbacht ausgecheckt, um halbneun ging der Zug. Und das ist nicht wie bei uns, dass man einfach zum Bahnhof fährt und einsteigt. Da wird zuerst mal der Reisepass/Ausweis gecheck. Damit verbunden ist das gebuchte Ticket, dann geht es durch den Security Check, wo das Gepäck gescannt wird. Diesmal hatte ich gleich drei Checks, ausgerechnet. Erster Check am Eingang der Metro, er meint ich hätte ein Feuerzeug im Gepäck. Natürlich nicht, aber es interessiert ihn dann der Wundspray in meinem Erste-Hilfe-Set. Könnte ja ein Pfefferspray sein, mit dem ich einen Anschlag geplant habe. Dann zwei Checks im Bahnhof, es wird jedesmal die Flüssigkeit überprüft, wenn man eine mithat, könnte ja Säure sein. Bei durchsichtigen Plastikflaschen wird das auf ein Messgerät gestellt, wo die Dichte der Flüssigkeit gemessen wird, um zu sehen, ob es nur Wasser ist. Und zum Glück hatte ich im Internet schon gelesen, dass sie einen manchmal dazu auffordern, einen Schluck zu trinken, um zu beweisen, dass die Flüssigkeit harmlos ist. Weil als die eine Chinesin bei der Kontrolle auf mein Kokosnusswasser deutet und etwas auf Chinesisch zu mir sagt, verstehe ich kein Wort, als die Kollegin dann meint "Drink" gebe ich nicht zur Antwort: "Ja, das ist ein Drink" sondern weiß, dass ich vor ihnen einen Schluck davon trinken soll. Dann wird auch noch das kleine Taschenmesser kontrolliert, das am Scan zu sehen ist (war vorher noch nie beanstandet worden), die Klingenlänge wird gemessen und dann darf ich endlich weiter zum Zug. Der fährt etwas über zwei Stunden mit meist 250-295 km/h Richtung Norden, dann wechsle ich auf einen lokalen Bus und bin endlich in Yangshuo. Die Gegend ist wirklich nett und ich leihe mir einen Elektroroller aus. Es ist recht entspannt, mit dem Ding herumzufahren, weil es gibt fast überall eigene Fahrspuren, auch wenn des Öfteren Autos dort parken oder ein Roller gegen die Einbahn fährt und einem entgegenkommt.
    Grundsätzlich muss ich sagen, dass es hier in China nicht so streng zugeht wie ich mir erwartet hatte. Es gehen hier Leute oft bei Rot über die Ampel oder halten sich nicht an Regeln. Auch die Einreise war ja überraschend lasch gewesen, auf jedem Flughafen wird strenger kontrolliert.
    Höhepunkt der Gegend war für mich Ruyi Peak, wo man mit einer Gondel rauffährt und dann oben über Hängebrücken und viele Stiegen herumwandert und die umliegenden Karstberge von oben betrachtet. Grundsätzlich könnte man sicher viel Zeit in dieser recht weitläufigen Gegend verbringen, aber nachdem 2-3 Tage durchgängig Regen angesagt waren, habe ich mich nach langem Hin- und Herüberlegen entschieden, von Guilin aus nach SanYa zu fliegen, von manchen auch als das "Hawaii Asiens" bezeichnet. Wenn man die vielen Hochhäuser hier und den Massentourismus damit meint, dann mag das zutreffen. Hier sind auch erstmals etwas mehr Westler/Kaukasier unter den Touristen, die meisten davon Russen. Trotzdem sind auch hier geschätzt über 90% der Touristen Asiaten, in Yangshuo waren es über 99% gewesen.
    Werde von hier aus wohl noch max. einen Zwischenstopp einlegen, bevor es nach Japan weitergeht.
    Read more

  • SanYa und Shanghai

    May 1 in China ⋅ ☁️ 25 °C

    Tja, von SanYa gibt es zwei Fotos, weil wirklich viel gab es dort nicht zu sehen. Strand und Meer waren eher 3/10 und ins Wasser durfte man auch nicht reingehen. Dafür hatte ich ein sehr gutes Viersternhotel (Ramada) mit Balkon und Meerblick im elften Stock mit 60 qm und einem sehr guten Frühstücksbuffet. Meine Lunge hat sich dort auch wieder gut erholt, weil von den ständigen Klimaanlagen in U-Bahn, Bus, Hotel und Einkaufszentren hatte ich schon einen ziemlichen Reizhusten, der in SanYa bei meist 28 Grad und 80-90% Luftfeuchtigkeit nach ein paar Tagen wieder verschwunden ist.
    Von SanYa ging es dann in etwa zwei Stunden mit dem Flieger nach Shanghai, wo ich vor etwa 23 Jahren schon mal war (damals hatte ich Karin und Peter in Shanghai besucht und hatte mir dann noch die Yellow Mountains, XiAn und Peking angesehen).
    Von den "alten" Vierteln scheint inzwischen so gut wie gar nichts mehr übrig zu sein, und wenn wo ein alter Tempel steht, dann gibt es rundherum 150 Shops und Restaurants. Im Großen und Ganzen gefällt es mir sehr gut in Shanghai, die Temperatur ist erstmals wirklich angenehm bei niedriger Luftfeuchtigkeit und Temperaturen um die 20-23 Grad. An meinem ersten Abend hatte ich gleich mal zwei positive Erlebnisse - am Flughafen ging es direkt zur Metrostation, um die eine Station zum Mercure Hotel zurückzulegen. Servicepoint gab es aber keinen, um gleich ein Ticket für mehrere Tage zu kaufen, also ab zum Automaten, der aber meinen 100-Yuan-Schein nicht akzeptierte und kleinere Scheine hatte ich nicht. Ein junges chinesisches Pärchen hat mir ungefragt geholfen, mir sogar angeboten, das Ticket für mich zu kaufen, es hat sich dann aber rausgestellt, dass man eh auch mit Alipay bezahlen kann. Nach dem Checkin im Hotel wollte ich dann eine Beef Noodle Soup in einem kleinen Lokal an der Straße essen, das auf AMaps sehr gute Bewertungen hat (die Rezensionen sind auf AMaps fast alle auf chinesisch, aber man sieht z.b. 4,7/5 und oft sind auch Fotos dabei). Ich konnte zwar mit Google Translate die "Speisekarte" auf Englisch übersetzen und hindeuten, was ich haben möchte, aber ein anwesender Gast hat dann noch Übersetzer gespielt und abgeklärt, welche Portionsgröße und Schärfe der Speise ich haben möchte. Die Schüssel war letztlich riesig, gut gefüllt mit Nudeln, Schwammerln, ein wenig Rindfleisch, winzigen hartgekochten Eiern, diversem Gemüse und das alles um unter 3 Euro.
    Was mir nicht bewußt gewesen war und wo mich Karin drauf hingewiesen hat: es sind auch in China grad Maifeiertage bis inklusive Mittwoch, gleich wie in Japan, und es sind ziemliche Menschenmassen unterwegs.
    Am Mittwoch geht es dann weiter nach Fukuoka im Süden Japans und der Flug zurück nach Taipeh am 18.Mai ist auch schon gebucht. Am 19. geht es dann zurück nach Wien, Landung am 20.
    Read more

  • Japan - Fukuoka und Kagoshima

    May 6 in Japan ⋅ ☁️ 22 °C

    Am Mittwoch ging es also von Shanghai nach Fukuoka, Japan. Nachdem der Flug schon um 8 Uhr Früh ging, war ich knapp zwei Stunden später schon in Japan, wo es eine Stunde später als in Shanghai ist, also sieben Stunden Zeitunterschied zu Österreich. Zuvor hatte ich auch schon den Weiterflug von Fukuoma nach Taipeh am 18.Mai gebucht, von daher gab es nur eine Übernachtung in Fukuoka, weil ich am Ende der Reise eh nochmal dort sein werde. Dass Fukuoka 1,6 Millionen Einwohner hat, fällt überhaupt nicht auf, einig der Bereich um den Bahnhof ist sehr belebt. Großraum Fukuoka hat 5 Mio Einwohner, die Stadt wirkt aber eher wie eine Kleinstadt wie Graz.
    Hab mir dann am Mittwoch noch ein paar Sehenswürdigkeiten wie Schrein, japanischer Garten, Kunstmuseum und einen kleinen See mit Park angesehen, nachdem am Mittwoch war noch der letzte Feiertag in Japan, waren dort auch einige Leute unterwegs.
    Witzig fand ich die Metro, wo die Sitzgelegenheiten nicht die üblichen Plastiksitze sind, sondern samtene Polstermöbel. In jedem anderen Land hätte ich große Bedenken wegen der Pflege und Hygiene dieser Sitze, aber in Japan werden die sicher regelmäßig gereinigt.
    Zu Mittag hatte ich in einem kleinen Lokal gleich neben meinem Hotel gegessen. Hier funktioniert endlich wieder Google Maps und Co problemlos, das war in China echt ein Problem. Das Lokal hatte echt Klasse, alles schön eingerichet, man musste sich draußen die Schuhe ausziehen und es gab nur fünf, sechs Lunch Sets, aus denen man auswählen konnte. Speisekarte (eine A4 Seite) natürlich nur auf Japanisch und ohne Bilder, aber danke Google Translator hält man die Kamera drauf und sieht den Text auf Englisch/der gewählten Sprache. Ganz klar war mir nicht, was ich da alles am Tablett hatte, Hauptspeise waren frittierte Hühnerstücke, dann glaub ich eine Misosuppe und noch zwei kleine Beilagen und ein Tee. Gekostet hat das ganze um die 7 Euro (am Abend ist es teurer), vor allem wegen des schwachen Yen, der allein letztes Jahr um 25% gegenüber dem Euro verloren hat.
    Am Donnerstag ging es dann mit dem Schnellzug ganz in den Süden nach Kagoshima. Ursprünglich hatte ich geplant, nur bis in die Mitte der Insel zu fahren, dort eine Wanderung zu machen und erst dann Richtung Süden weiterzufahren. Allerdings ist der Vulkan in der Mitte der Insel für Wanderungen derzeit gesperrt.
    Gestern, Freitag, ging es dann mit dem Bummelzug ans Ende der Welt, zwei Stunden Fahrtzeit für etwas über 30 km (Luftlinie). Dort gibt es einen erloschenen Vulkankegel, wo man bis auf den Gipfel raufgehen kann. Muss sagen, ich hatte die Strecke leicht unterschätzt. Unten stand noch ein Schild, man solle sich fürs "rock climbing" online registrieren und ich dachte, na ich will eh nicht klettern, nur die normale Strecke. Das WAR die normale Strecke. Die erste Stunde war eine normale, wenn auch steil ansteigende Wanderung bei hoher Luftfeuchtigkeit mitten durch start verwachsene Vegetation ohne Aussichtspunkte. Nach einer Stunde kam man dann auf eine kleine Aussichtsplattform, wo man doch schon recht hoch oben war und auf die Ebene drunter blicken konnte. Dann ging's aber los mit großen Steinen, Brücken, Seilen zum Hochklettern und sogar einer Aluleiter zum Raufklettern. Der Abstieg war dann noch mühsamer (selbe Strecke retour) aber der wohl verdiente Ausblick am Gipfel war die Mühen wert.
    Heute sehe ich mir noch den Rest in Kagoshima an und morgen Früh geht es dann ein kleines Stück Richtung Norden, wo die nächste Wanderung wartet, diesmal etwas gemütlicher.
    Read more

  • Maruo und Ebino Gegend

    May 10 in Japan ⋅ ☀️ 22 °C

    Bin fünf Tage und drei Wanderungen hinten mit dem Blog erstellen, daher gibt es jetzt drei Beiträge auf einmal.
    Am Sonntag war ich mit zwei Bussen bis nach Maruo gefahren, einem kleinen Bergdorf auf ca. 1200 Meter Seehöhe. Um 10:15 Uhr Rucksack im Hotel abgegeben, um 10:30 Uhr mit dem nächsten Bus zum Ebino Eco-Museum. Dort war zwar der Vulkan gesperrt wegen giftiger Dämpfe, aber man konnte die Gegend rundherum abgehen. Das war ein sehr netter und relaxter Wandertag mit zwei schönen Seen und ein paar Bergerln mit nur ein paar hundert Höhenmeter. Beim Warten auf den Bus für die Rückfahrt nach Maruo konnte ich die Füße in einen künstlich gemauerten Bach mit fließendem heißen Vulkanwasser stecken, was nach der Wanderung wirklich gut getan hat.
    Zurück im Hotel musste ich feststellen, dass es nur WC und Waschbecken, aber keine Dusche gab. Dafür gab es fünf private Bäder mit heißem Vulkanwasser, zwei Bäder im Hotel selbst und drei außerhalb im Umfeld des Hotels. Hab eins von den Indoorbädern probiert, war quasi ein gefliestes/gemauertes Becken mit sehr heißem Wasser, wo es auch Haarshampoo usw. gab. War sehr entspannend. Um 20 Uhr am Abend hätte ich dann noch den Wings4Life Lauf machen sollen, und wenn es dort eine flache beleuchtete Strecke gegeben hätte, hätt ich mir das angetan nach der Wanderung. Aber es gab im Grunde nur die Hauptstraße/Bundesstraße und die war echt steil.
    Am nächsten Tag gab es dann noch ein sehr ausgiebiges japanisches Frückstück und um 8:30 Uhr ging es mit Bus und Zug nach Kumamoto an der Westküste der Insel.
    Read more

  • Kumamoto und Mount Aso

    May 11 in Japan ⋅ ☀️ 27 °C

    Montag kurz nach Mittag war ich dann in Kumamoto, die Stadt, die mir in Japan bisher am besten gefallen hat. Rucksack wieder mal im Hotel abgegeben, weil Check-In ist hier fast immer erst um 15 Uhr, und selbst wenn das Zimmer frei ist, wird man meist nicht reingelassen. Nach einem schnellen indischen Mittagessen ging es dann zum Schloss, das leider nach einem Erdbeben in 2015 immer noch stark beschädigt ist. Die Reparaturen werden noch mehrere Jahre dauern und so kann man leider nur einen Teil des Kumamoto Castle begehen. Danach ging's mit der Straßenbahn zum Suizenji Garden, also einer von diesen typischen japanischen Gärten/Parks mit viel Liebe zum Detail. Hier in dieser Gegend gibt es auch sehr viele Statuen mit Bezug zu "OnePiece" einer bekannten japanischen Serie. Musste natürlich ein paar Fotos davon machen. Gleich neben meinem Hotel gab es auch sehr schöne Shoppingarkaden, da sind ganze Straßenzüge überdacht und drunter gibt es viele Geschäfte und es herrscht meist ein sehr angenehmes Klima in diesen Arkaden.
    Dienstag ging es dann in der Früh mit dem Bus nach Aso Station und von dort mit einem weiteren Bus zum Aso Vulkanmuseum. Direkt dort gab es dann zwei kleine Wanderungen, in Summe nur 2-3 Stunden aber mit toller Aussicht. Zuerst war ich fast geschockt von dem Parkplatz beim Museum, hunderte Autos und etliche Busse, aber tatsächlich sind geschätzt 97% der Leute nur unten herumspaziert, aber nicht auf die beiden Berge rauf. Mount Kishima hatte eine wirklich schöne Rundumsicht und auch der zweite Berg, Mount Eboshi, war nett. Der Vulkankrater in der Nähe, etwa 2 km weiter, war gesperrt, weil ein Touristenhelikopter im Jänner direkt über dem Krater abgestürzt war, die drei Insassen sind immer noch vermisst. Am sehr späten Nachmittag ging es dann mit Zug und Bus wieder retour, in Summe war in an dem Tag wohl sechs Stunden in Bus und Zug gesessen. Die sehr schnellen Shinkanzen fahren ja nur zwischen den größeren Städten, abseits davon bummelt man dann halt durch die Gegend. Und die Öffis hier empfinde ich nicht unbedingt als günstig, in China haben die einen Bruchteil gekostet. Gerade bei den Wanderungen wäre ein Mietauto wohl die bessere Wahl gewesen, so habe ich ein paar interessante Sachen weggelassen, weil es einfach viel zu zeitintensiv gewesen wäre, dort mit Öffis hinzukommen. Ist natürlich in Österreich auch nicht viel anders, abgesehen von Schöckl und Bärenschützklamm sind viele Wanderungen ohne Auto auch nur schwer zu erreichen.
    Am Mittwoch, also gestern, ging es dann mit dem Bus weiter nach Beppu, das für seine Onsen (heißen Bäder) bekannt ist. Busreise war etwas stressig, weil ich wie so oft Bus wechseln musste, dann kommt man wo mit Verspätung an und muss erst mal rausfinden, wo fährt der zweite Bus weg, ist ja alles auf japanisch, wo muss ich hin, wie komm ich zu einem ticket (geht meistens eh direkt im Bus). Es ist sich dann doch noch ausgegangen und um 15 Uhr war ich in Beppu.
    Read more

  • Beppu und Mount Yufu

    May 13 in Japan ⋅ ☀️ 23 °C

    Achtung es gibt drei neue Blogeinträge :-)
    Und falls das jemand nicht kennt, auf der Karte ganz oben kann man im Detail sehen, wo ich grade unterwegs bin.

    Ich hatte mir Beppu wie so einen Kurort in Österreich vorgestellt, tatsächlich hat es 125.000 Einwohner und wirkt für mich ein wenig wie eine Industrie-/Hafenstadt. Mein erster Eindruck war also nicht der beste. Die Entscheidung für Beppu war genauso überstürzt gefallen wie die Wahl des Hotels, nämlich am Tag der Anreise. Daher hab ich erst nach dem Buchen das Schild "Karaoke" am Hotel gesehen und bei der Ankunft hat sich herausgestellt, dass an meinem idyllischen Balkon mit Meerblick in der Stunde 1000-2000 Autos vorbeifahren. Das Zimmer wirkt sehr alt, die Innentüren haben fast alle 170-180 cm Höhe, aber was will man sich erwarten bei 30 Euro die Nacht inklusive Frühstück. Letzteres war auf booking.com mit 10.0 bewertet gewesen bei über 90 Bewertungen. Ist OK aber eher eine 7 als eine 10.
    Heute ging es dann mit dem Bus nach Yufuin, eine knappe Stunde landeinwärts von hier. Die Stunde hauptsächlich deshalb, weil der Bus wie meist ständig stehenbleibt, etwa 28x.
    Yufuin ist dann sehr schmuck, aber schon um 10 Uhr an einem Wochentag mit Touristen gefüllt. Hier möchte ich nicht am Wochenende sein.
    Es geht dann schnurstracks zum westlichen Wanderweg auf den Mount Yufuin. Leider habe ich ja nur Laufschuhe mit, aber ich möchte mal so weit gehen, wie es möglich ist. Nachdem das hier alles Vulkangipfel sind, sind die An- und Abstiege entsprechend steil, nicht mit dem Grazer Bergland vergleichbar. Und als ich einen Blick auf den West- und Ostgipfel aus der Nähe werfe, ist mir klar, dass das heute kein Gipfelsturm wird. Tatsächlich habe ich schon an manchen Stellen in der ersten Stunde Probleme mit den glatten Sohlen meiner Schuhe, der feine Vulkansand und der steile Anstieg machen es nicht einfach, Halt zu finden. Der Weg ist auch außergewöhnlich schlecht beschildert, drei Mal passiert es mir, dass ich mich vergehe und wieder umdrehen muss. Nach etwa zwei Stunden komme ich an eine Abzweigung, wo es link auf den Mount Yufu raufgeht und rechts auf einen grün bewachsenen Vulkankegel. Es ist bereits 12 Uhr und ich muss mir die Aussichtslosigkeit der Besteigung des Mount Yufu eingestehen. Von dem Vulkankegel aus hat man eine grandiose Aussicht und von hier geht es zurück zum südlichen Startpunkt, wo es eine Bushaltestelle gibt und die Strecke ist deutlich kürzer als die westliche, die ich gegangen war. Unten angekommen warte ich auf den Bus, kurz vor Abfahrt plötzlich Sirene, ein Feuerwehrauto fährt auf dem Parkplatz ein, mehrere Männer mit Ausrüstung, Helm, Kletterzeug springen aus dem Auto und machen sich schnurstracks auf den Weg den Berg rauf. Es folgt ein zweites Feuerwehrauto, im Bus sitzend kommt uns noch drittes plus ein Rettungswagen entgegen. Da dürfte wohl was passiert sein am Berg, mal schaun, ob ich was rausfinde.
    Morgen geht es dann weiter, weiß noch nicht ob direkt zurück nach Fukuoka, wo es am Montag dann zurück nach Taipeh geht oder ob ich auf dem Weg nach Norden noch eine Station finde, die interessant sein könnte.
    Read more

  • Kitakyushu, Japan

    May 15 in Japan ⋅ ☀️ 28 °C

    Nach Beppu mit seinen heißen Quellen galt es noch drei Nächte in Japan zu verbringen, bevor es heute, am Montag, von Fukuoka aus zurück nach Taipeh ging. Zuerst hatte ich überlegt, einfach direkt nach Fukuoka zu fahren, obwohl ich dort das meiste schon gesehen hatte. Nachdem ich die exorbitanten Zimmerpreise fürs Wochenende gesehen hatte, hab ich mich doch nach Alternativen umgesehen. Das Zimmer, das ich vor eineinhalb Wochen bei meiner Ankunft in Japan bezogen hatte, hat damals um die 60 Euro gekostet, das war ein 08/15 Dreisternhotel ohne Frühstück. Jetzt am vergangenen Wochenende hätte es über 150 Euro die Nacht gekostet, und das ist für das Gebotene wirklich lächerlich. Die anderen Hotels, sofern überhaupt was frei war, waren in ähnlichen Preisregionen.
    Ich habe noch kein Land erlebt, wo Angebot und Nachfrage so extrem die Preise bestimmen. Man bekommt zwar grundsätzlich für wenig Geld ein "OK" Zimmer, aber die Zimmer sind wirklich klein hier. Für 40-50 Euro (unter der Woche) kann man je nach Lage ein Dreisternhotel mit 13-16 qm bekommen (die Preise sind wohlgemerkt wie meistens in Asien Zimmerpreise und nicht pro Person, was für mich als Alleinreisender aber keinen Unterschied macht).
    Möchte man ein Zimmer mit über 20 qm haben, muss man entweder im Zentrum deutlich mehr zahlen (das Doppelte bis Vierfache) oder man nimmt ein Zimmer, das keine so gute Lage hat. Von der Ausstattung her sind die Hotels alle recht ähnlich in Japan: kleines Badezimmer mit kleiner Badewanne mit Brause, eine japanische Toilette (die hatte ich übrigens in jedem Hotel, auch in Taiwan, Hongkong und China) und ein Waschbecken, und das normalerweise auf 3-4 qm. Dann drei oder vier Kleiderhaken im Eingangsbereich, aber keinen Kleiderkasten. Es endet dann meistens damit, dass man seine Klamotten auf den 3-5 qm Fußboden verteilt, sodass man im Zimmer kaum noch gehen kann. Bett mit Fernseher, Klimaanlage, meistens ein kleiner Schreibtisch. Ein Fenster, das oft keine schöne Aussicht bietet. Selbst bei den wenigen Viersternhotels war das nicht viel anders, dort war meist ein gutes Frühstück dabei und ein paar Kleinigkeiten waren eine Spur luxuriöser, aber in Wirklichkeit war es den Aufpreis oft nicht wert.

    Zurück zum eigentlichen Thema: anstatt nach Fukushima zu fahren, habe ich einen zweitägigen Zwischenstopp in Kitakyushu eingelegt. Das ist eher kein typisches Touristenziel und von daher waren genug Hotelzimmer frei und preislich im Rahmen. Nachdem ich keine hohen Erwartungen hatte, wurde ich dann sehr positiv überrascht. Neben dem üblichen Schloss mit Garten hatte die Stadt zwei Dinge zu bieten: erstens eine sehr schöne Wanderung quasi am Stadtrand, schön mit dem Bus in kurzer Zeit zu erreichen. Zuerst ging es eine halbe Stunde supersteil und sehr intensiv über hunderte Stufen durch japanischen Mischwald auf einen Aussichtsplatz, wo man wunderschön sowohl auf die Stadt runtersehen konnte als auch auf die Meerenge, die jene Insel, auf der ich die letzten zwölf Tage verbracht habe, vom Hauptteil Japans trennt, wo Tokio, Kyoto, Osaka usw. liegen. Von dort ging es noch eine Stunde weiter bergauf bergab, auf der anderen Seite eine halbe Stunde wieder runter in die Stadt und mit dem Bus retour ins Hotel. Das war jetzt die sechste Wanderung in acht Tagen. Während ich meinerseits einige Wanderer auf dieser scheinbar sehr beliebten Strecke überholt habe, wurde ich selbst von einem ca. 75jährigen überholt, der hier vermutlich jeden Tag raufläuft. Er hatte nicht mal eine Wasserflasche mit dabei :-)
    Und das war das zweite Highlight: am Sonntag bin ich in aller Früh in den Zug gestiegen, die 15 Minuten nach Mojiko gefahren, das liegt nordöstlich von Kitakyushu, und dort mit der Fähre in fünf Minuten auf die andere Seite gefahren, also quasi "aufs Festland". Dort gibt es am Wochenende einen Fischmarkt, wo fangfrischer Fisch als Sushi oder Sashimi verkauft wird. Dachte ich werde dort recht alleine sein, wenn der Fischmarkt um 8 Uhr aufsperrt, aber die Halle war schon recht gut besucht. Das Maskottchen und Logo des Fischmarkts ist der Kugelfisch, also musste ich natürlich ein handgroßes paniertes Stück Kugelfisch probieren, dazu noch drei Stücke Thunfisch, zwei Stücke Lachs mit Reis und zwei Stücke japanisches Omelette. Geschätzt 150-200 Leute sind draußen vor der Halle in der Sonne gesessen und haben ihre erworbenen Köstlichkeiten verspeist, es war ein ständiges Kommen und gehen.
    Als ich um 10 Uhr mit der Fähre wieder zurückgefahren bin, stand drüben schon eine lange Schlange, die alle mit der Fähre zum Fischmarkt wollten. Gut, dass ich so früh losgefahren war. Um 11 war dann Checkout aus dem Hotel und dann ging es mit dem Schnellzug weiter nach Fukuoka. Nach 15 Minuten war die Reise schon zu Ende, so lange hatte der Shinkansen für die ca. 70 km gebraucht, ohne Zwischenstopp direkt nach Fukuoka. Kein Vergleich mit den Bussen, die gefühlt alle 500 Meter stehenbleiben.
    Am Nachmittag war ich dann noch im Zentrum von Fukuoka, etwas abseits von der auch sehr gut besuchten Gegend um den Bahnhof. Scheinbar waren am Sonntagnachmittag alle unterwegs, um zu shoppen, die Straßen waren gut gefüllt.

    Heute ging es dann um 8 zum Flughafen. Im Flugzeug hatte ich dankenswerterweise einen Sitz beim Notausgang bekommen.
    In Taipeh ist es heiß und schwül wie schon vor fünf Wochen bei meiner Ankunft. Kaum vorstellbar, wie es hier im Sommer ist. Wer lebt hier freiwillig?
    Read more

    Trip end
    May 21, 2026