• Tag 8 - Osaka

    9. Mai in Japan ⋅ ☀️ 17 °C

    Heute hieß es, Kyoto verlassen und weiter nach Osaka (Nur zur Orrientierung, Osaka ist von Tokio ca. 500 km entfernt)

    Mit der Bimmelfahrt fährt man ca. 1 Stunde. Es würde auch schneller, aber teurer gehen 😃 Also entschied ich mich für die günstige Variante.

    Die Sitzplätze der Straßen/U-Bahnen sind übrigens so angeordnet, dass man seitlich sitzt. So passen in der Rushhour wesentlich mehr Menschen in die Bahn.

    Für mich als jemanden, der hin und wieder mal mit Reiseübelkeit zu kämpfen hat, war das manchmal schon eine kleine Herausforderung. Es sei denn, die Bahn war so voll,

    dass man nicht mehr raus gucken konnte. Dann ging es… Die bessere Alternative war dann stehen.

     Aufgrund der geringen Enfernung der beiden Orte, die man in der Regel beide besucht, entscheidet sich der Großteil der Touristen dafür, eine Unterkunft an einem Ort zu haben,

    und dann zu pendeln. Da ich allerdings nur mit ganz kleinem Gepäck unterwegs bin, habe ich mich dafür entschieden, die Unterkünfte zu wechseln, und ebenso ein paar Tage in Osaka zu bleiben

    und mit lieber die tägliche Pendelei zu sparen. In Osaka angekommen, habe ich zunächst meinen kleinen Trolley im Hostel abgegeben und bin direkt los.

    Der Weg führte mich direkt durch eine riesige Shoppingmall mit Streetfood und diversen anderen Geschäften.

     Fanfact: In Tokio geht man als Fußgänger auf der linken Seite. In Osaka hingegen ist es wie in Deutschland. Hier geht man rechts.

    War erst irritiert, hatte mich die letzten Tage bereits so sehr an den „Linksverkehr“ gewöhnt und war immer wieder verwundert, warum so viele „verkehrtherum“ gehen.

    Irgendwann passt man sich aber einfach wieder dem „Strom“ an 😊

     Wie scheinbar in jedem Ort, gibt es auch in Osaka Traditionen und „Spezialitäten, für diese sie bekannt sind. Ich ging an einem Stand vorbei, der verkaufte gegrillte, also es sah aus wie kleine

    Mini mini Oktokusse am Stil, in einem ganz künstlichem rot. Ich machte schnell ein Foto, und wollte später nachschauen, was das ist, weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass es das ist, wonach es aussah.

    Aufklärung: Dieser Snack fällt sofort durch seine intensiv rote Färbung auf. Hierbei wird der Kopf eines kleinen Mini-Oktopus mit einem gekochten Wachtelei gefüllt und auf einen Spieß gesteckt. Der Spieß wird in einer süß-salzigen Sojasaucen-Glasur kandiert.

    Also doch, wonach es aussah ☹

     Ich ging an diversen Fischläden vorbei, die wirklich faszinierend aussahen, weil sie erstens riesig waren, die Auswahl war extrem vielseitig und es sah alles total frisch aus. Der Fisch war verpackt in einer Styroporschale, die dann eingeschweißt war.

    Ich nahm eine Schale mit Riesengarnelen in die Hand, weil ich mir die mal genauer anschauen wollte und erschreckte mich zu Tode, da sie auf einmal anfingen, sich zu bewegen. Die waren noch gar nicht tot, aber schon in Folie eingeschweißt? Die armen Viecher…

    Das war dann doch zu viel des Guten und habe die Mall dann erst mal verlassen und bin weiter gegangen.

    Für Osaka hatte ich ehrlicher Weise gar nicht so viel auf dem Plan, worüber ich nach den letzten Tagen auch gar nicht so unglücklich war. Also bin ich einfach getreu des Mottos, planlos geht der Plan los, in Richtung Stadt gegangen.

    Osaka ist die 3. Größte Stadt Japans und bekannt für seine Spezialitäten und das pulsierende Nachtleben. Also freute ich mich nach 3 Tage Kyoto definitiv auf ein bisschen mehr Trouble 😊 Kaum in den typischen, belebten Straßen in Osaka angekommen,

    war es wieder da… dieses Kribbeln… ❤ Menschen.. bunt, laut, schrill… Ich liebe es einfach! In mitten der Stadt, ringsrum ist ein künstlicher Kanal (Dotonbori-Fluss) angelegt, der zu kleinen Bootsfahrten einläd. Vor allem abends bei den ganzen leuchtenden

    und schrillen Lichtern sicherlich ein Highlight.

     Ein bisschen fernab des Treibens gibt es aber auch wieder richtig schöne angelegte Ruheoasen, an denen man die Ruhe genießen und mal durchatmen kann. Mitten in der Stadt gibt es zum Beispiel einen künstlich angelegten Rosengarten.

    Diese Kombination aus Großstadttreiben, unfassbar hohen und pompösen Gebäuden aber auch genügend Grünfläche und diverse Parks gibt Osaka ein unglaublich lebenswertes Gefühl.

     Unter anderem gibt es auch dort einige kostenlose Aussichtsplattformen, die man ohne Voranmeldung betreten kann. Meist sind diese auf der letzten Etage eines „Wolkenkratzers“ in Verbindung eines Restaurants oder Ähnliches. Dennoch sind diese frei zugänglich

    und der Ausblick teilweise gigantisch! Wenn man mal überlegt, dass solche Plattformen in  New York teilweise 50 Dollar kosten! Irre! Die nicht so hoch gelegenen Plattformen sind meist mit einem „Dachgarten“ integriert. Ich denke, dass da die Mitarbeiter der Firmen

    ihre Mittagspause verbringen. Ich würde es zumindest definitiv tun!

     Ein Tag ohne Tempel wäre inzwischen ein verlorener Tag, oder?!... 😃 Also so ganz ohne ging es dann doch nicht. Zumindest schaute ich mir einer der beliebtesten in Osaka an.

    Der Shitennoji-Tempel ist einer der ältesten buddhistischen Tempel Japans. Er wurde 593 erbaut und den Seelen der Menschen und dem Frieden der Nation gewidmet.

    Ein Gebäude/Turm des Tempels ist sogar begehbar. Nur schade, dass mich beim Bezahlen des Eintrittes niemand darauf hingewiesen hat, dass der Tempel gerade schließt, und nicht mehr begehbar ist. Wir hatten mal wieder 16 Uhr..

    Das ist echt ein bisschen nervig und fand es ein bisschen unverschämt. Also quasi gerade drin, wurde ich nett herausgebeten. Hätte nicht sollen sein 😊

     Also entschied ich mich, erst mal zur Unterkunft zu fahren, da man dort ab 17 Uhr einchecken durfte. Das Hostel war ziemlich groß, sehr sauber und echt modern.

    Auf meinem Bett lag sogar ein Schlafanzug und ein paar Schläppchen bereit. Nachdem ich meine Füße 2 Stunden „ausbluten“ lies, bin ich natürlich noch mal los. Abends durch pulsierende Städte Japans laufen ist ein absolutes Highlight.

    Außerdem wollte ich mir auch noch unbedingt die 3D Werbewand mit dem „Hund“ anschauen, die in Osaka auch eine echte Sehenswürdigkeit ist. Also bin ich abends noch mal im Kanal spazieren gegangen, schaute den Booten zu, den Menschen beim fröhlichen

    Zusammensein und hörte den Straßensängern beim Singen zu. Als Abschluss bin ich noch mal ein Stückchen nach Außerhalb gefahren um noch mal auf eine Plattform zu gehen. Osaka wollte ich mir nämlich unbedingt auch noch mal im Dunkeln von oben anschauen.

     Irgendwann war ich einfach nur noch froh, als ich im Bett lag… meine Tage endeten alle mit dem einen Satz „boah bin ich ko.“. Ich denke, ihr könnt verstehen, warum das digitale Tagebuch hier auf jeden Fall zu kurz kam.

    Ich war froh, dass ich es gerade immer so geschafft habe, abends meine InstaStory mit meinen täglichen Highlights zu füllen.
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