• Tag 9 - Kobè

    10 mei, Japan ⋅ ☀️ 19 °C

    Da ich die Tage in Osaka ausnahmsweise nicht durchgetaktet hatte, habe ich mich ein bisschen belesen, welche Orte es in der Nähe gibt,

    die sehenswert sind. Chatcpt schlug mir Kobé vor und bewarb es wie folgt: Nicht nur eine wunderschöne Hafenstadt mit historischer Architektur sondern auch mit toller Natur.

    Ein Besuch also absolut empfehlenswert – klang erst mal nach einem guten Plan.

     Die Fahrt bis nach Kobé dauerte ca. 45 Min. Als erstes habe ich den Hafen angesteuert. Wie soll es auch anders sein. Erst mal ans Wasser! 😊

    Auf dem Weg dort hin, machten mich die Menschenmassen (alles Japaner) die sich alle in diese Richtung bewegten, schon ein bisschen stutzig, dachte mir aber nichts dabei,

    bis dann der Geräuschpegel von undefinierbarerer Musik, die immer lauter wurde, umso näher man dem Hafen kam, begann…

     Kaum dort angekommen, war klar, dass diese „wunderschöne Hafenstadt“, auf die mich einstellte, ausgerechnet an diesem Wochenende von einem Festival (Rock/Metal o.Ä.) heimgesucht wurde.

    Alles war abgesperrt, es gab zich Bühnen, natürlich nur mit entsprechender Eintrittskarte. Ich schaute mir das wilde Treiben aus sicherer Entfernung an, und mir wurde schnell klar, dass die Vorstellung aus dem

    Entspannten Hafenspaziergang erst mal passé war. Ich also wieder zurück in die Stadt gelaufen und dort ein bisschen rumgeschlendert. Einen wirklichen Plan hatte ich nicht. Ich dachte, man geht halt einfach mal ein bisschen rum.

    Aber irgendwie war die Stadt kleiner als gedacht und packte mich zudem auch überhaupt nicht.

     Kobé ist neben des Kobé Steaks auch sehr bekannt für seine Seilbahn inkl. des „Herb Gardens“. So richtig konnte ich mir nichts darunter vorstellen, aber ich war jetzt schon mal hier und wollte nicht einfach unverrichteter Dinge zurück fahren.

    Also kaufe ich mir ein Kombi-Ticket für die Seilbahn und diesen besagten Garten für 2000 Yen. Das sind umgerechnet 12 €. Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal Seilbahn gefahren bin. So ganz Geheuer war mir der Gedanke nicht, aber bevor

    Ich mir viele Gedanken machen konnte, saß ich schon mit 2 süßen japanischen Mädels in der Seilbahn und es ging steil nach oben. Der Ausblick entschädigte auf jeden Fall für die bisherige Enttäuschung.

    Die Seilbahn legte einige Zwischenstopps ein, an denen man aussteigen konnte. Ich bin allerdings direkt bis nach ganz oben gefahren, weil ich ggf. die Strecke dann zu Fuß runter gehen wollte.

     Oben angekommen, war ich total überrascht. Ich stieg aus und wo man nun vermuten würde, man wäre im „nichts“ war ein richtig schön kleines angelegtes Dorf. Es sah aus wie ein kleiner Markplatz mit Sitzgelegenheiten, Musik die über Lautsprecher

    lief und einem richtig schönen Ausblick und das bei allerschönstem Wetter. Also damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet!

     Ich kaufe mir also erst mal ein Eis und genoss den schönen Ausblick nach unten in Richtung Hafen und machte mich dann auf dem Weg nach unten. Der Garten war nämlich so angelegt, dass er quasi die parallele zu der Seilbahn war. Auf dem Weg

    nach lief man durch ganz viele Themengärten, ok zugegeben – manches fand ich ziemlich langweilig – aber es gab auch richtig viele und schöne „Loungeareas“ wo man sich einfach „hinfletzen“ und in der Sonne entspannen konnte. Das habe ich unter

    Anderem auch getan und habe den Nachmittag dort oben echt genossen. Teilweise gab es auf den verschiedenen Höhenmetern richtig schön angelegte Restaurants und Bars. Unter anderem auch eins auf einer Plattform mit dem allerschönsten Ausblick.

    Sowas habe ich zuvor noch NIE gesehen! Ich war absolut angetan. Was für ein toller Ort?! Ein Mal im Leben heiraten?! Wenn ja, dann NUR hier! Es war gigantisch!!!!

    Zum Schluss bin ich allerdings doch noch mal ein gutes Stück wieder zurück nach oben gegangen, weil ich nach Möglichkeit noch mal mit der Seilbahn fahren wollte und dabei ein paar Aufnahmen mit der Insta360 machen wollte.

    Nach lieb fragen, war es sogar möglich, dass ich eine Gondel für mich alleine haben konnte und machte auf dem Weg nach unten ein paar coole Videos! 😊

     Tut mir leid Kobé. Bis auf die Seilbahn warst du bisher meine größte Enttäuschung.

    Verhältnismäßig früh, am Nachmittag war ich dann auch schon wieder zurück. Holte mir auf dem Weg zum Hotel noch eine BentoBox und chillte erst mal ein bisschen. Abends wollte ich dann noch mal nach Osaka rein, da ich für 20:10 Uhr ein Ticket für eine Kanalfahrt

    hatte. Die ging ungefähr eine halbe Stunde und kostet um die 15 €. Schlenderte dann gemütlich wieder zurück zur Unterkunft und sortierte ein bisschen mein Handgepäck, da es am nächsten Morgen natürlich wieder weiter nach Hiroshima ging… 😊

     Osaka mochte ich wirklich sehr sehr!
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