• Kaiserliches wandern

    Aug 25–26, 2025 in Norway ⋅ ⛅ 8 °C

    Nachdem wir Andenes verlassen haben, stand als erstes ein kleiner Pflichtstopp auf dem Plan: unsere Gasflaschen mussten gefüllt werden. Schließlich wollten wir es im Camper wieder schön muckelig warm haben – Norwegen lässt sich einfach besser genießen, wenn die Nasenspitze nicht friert. 🤭

    Frisch versorgt an der LPG Station ging es dann weiter Richtung Diggermulkollen, ein Berg am Raftsundet, der Wasserstraße zwischen den Lofoten und den Vesterålen. Unser Ziel: der Gipfel namens Keiservarden. Eine Wanderung, die sich mit ihren rund 384 Höhenmetern und wahnsinns Panorama perfekt in den Tag fügte.

    Der Aufstieg führte uns vorbei an Kiefernwäldchen, Mooren, wilden Preiselbeeren und Heidelbeeren – ein natürlicher Wander-Snack, der direkt am Wegesrand wächst. Weiter oben ging der Weg über in einen Birkenhain, wo viele der kräftigen Stämme in etwa zwei Metern Höhe wie Streichhölzer abgeknickt waren. (Vielleicht eine Lawine aus letztem Winter?!) Dazu kam noch ein schmaler Weg, der stellenweise von Wasser unterspült war und sich dadurch in einem kleinen Balanceakt verwandelte.

    Nach der Baumgrenze änderte sich das Bild komplett: plötzlich schroffes Gelände, felsig und steil. An einigen Passagen war es so steil, dass man sich an einem gespannten Seil hochziehen musste – und beim Abstieg dankbar wieder daran festhalten konnte. Ein Hauch von Klettersteig-Feeling inklusive. 🧗‍♀️

    Oben angekommen gab es den wohlverdienten Energy-Boost: warmes Risotto mit Pilzen und dazu ein Bananenriegel – die perfekte Kombi für neue Kräfte und gute Laune.

    Belohnung? Ein Panorama, das den Namen „kaiserlich“ mehr als verdient. Wir sogen den Ausblick, die Stille und die frische Luft in uns auf. Einfach mal nur sein. ✨

    Der Abstieg forderte ein erstes Opfer – der geliehene Wanderstock von meinem (Nina) Papa hat nun einen ordentlichen Knick. Stock leicht krumm, Bein leicht bunt, aber mir geht es soweit gut. 😉

    Am Auto angekommen genossen wir noch kurz den Sonnenuntergang über den Ausläufern der Nordsee, bevor es zu unserem Übernachtungsspot ging: ein Plateau am Strand von Valbukta. 🌅
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