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Norwegen/Schweden 2025

Norwegen pur: Wälder, Wasserfälle, Lofoten – und ein eisiges Fjordbad mit Zähneklappern. Rückweg über Schweden: rote Häuschen, stille Seen, maximale Entspannung. Read more
  • Trip start
    August 16, 2025

    Endlich geht's los, nur 6 Std. zu spät!

    August 17, 2025 in Germany ⋅ ⛅ 23 °C

    Endlich auf der Straße! Nach 10 Stunden packen, Blumen gießen, Wäsche waschen, Haus putzen, sind wir nur 6 Std zu spät auf unserer ersten Etappe. (Sind wir jemals pünktlich? 😂)
    Eine romantische Sommernachtsfahrt liegt vor uns, knapp 7 Stunden auf dem Weg nach Hirtshals, Dänemark.
    Unser Fiat Carado ist bis jetzt das neueste Wohnmobil, gerade mal 19.000km ist er gelaufen. Wir lieben sie natürlich alle, auch die Alten❣️ aber in das große integrierte Navi haben wir uns jetzt schon verliebt. Quincy schläft, während wir den Sonnenuntergang genießen. Ein kurzer Zwischenstopp in Lachendorf verhalf uns über EbayKleinanzeigen zu zwei neuen Walkie Talkies, denn unsere gingen Just in Time kaputt, als wir neue Batterien einlegten. Wir müssen öfter nach Norwegen 😂😁. Dank der Uhrzeit ist wenig Verkehr und unsere Snackschublade ist bis obenhin gefüllt. Jetzt heißt es erstmal runter kommen von der stressigen Vorarbeit und abschalten. 🕹️ Die 40 Std Norwegen Playlist hilft dabei. 🎶 It's a Vibe. 🚐
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  • Kjul Strand - Abfahrt Hirtshals

    August 18, 2025 in Denmark ⋅ 🌬 16 °C

    Nach einem ersten Frühstück unter Apfelbäumen an unserem Wanderparkplatz und einem Bad im angrenzenden Fluss für Quincy (mit Stöckchenjagd 😂), fuhren wir an den Kjul Strand in Hirtshals, um den Tag bis zur Abfahrt unserer Fähre am Meer zu verbringen. Auf dem Strand kann man direkt mit dem Auto parken. 😍

    Nach einem 2 -stündigen Spaziergang am menschenleeren langen Sandstrand, einem spontanen Bad im Meer in Unterwäsche (das Meer war herrlich warm und klar) und ganz viel Action für den Hund, kehrten wir im Møller Café ein und aßen eine große Ofenkartoffel mit Gemüse zu Abend. Quincy schlief brav auf seiner Decke, trotz vieler anderer Hunde, er wurde oft von Passanten verliebt angesehen 😁
    Danach schlenderten wir durch den Hafen und bestaunten die kleinen Fischkutter und ihre Namen. Das Wetter war großartig, die Luft salzig und der Wind mild, wir erhofften uns einen traumhaften Sonnenuntergang von der Fähre aus. Mit ganz viel Zeitpuffer reihten wir uns in Abschnitt 10 ein und wurden als zweites geladen. 😍

    Mit für die Nacht gepackten Rucksäcken bezogen wir unsere Kabine und ließen Quincy ein paar Stunden schlafen, während wir an Deck das Verladen beobachteten, über Wohnmobile fachsimpelten und schlussendlich die Abfahrt kam.

    Wir sagen Tschüss, Dänemark! Und freuen uns auf das morgige Frühstück in Stavanger, welches wir gebucht haben.
    Dort verweilen wir kurz mit der Fähre und lassen einige Passagiere aussteigen, bevor sie wieder ablegt und es weiter geht zu unserem nächsten Etappenziel: Bergen in Norwegen.

    "Den som venter på noe godt, venter aldri forgjeves."
    - Wer auf etwas Gutes wartet, wartet nicht vergebens.
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  • Sognefjellsvegen, die höchste Passstraße

    August 19, 2025 in Norway ⋅ 🌙 3 °C

    Um 7 Uhr früh klingelte bereits unser Wecker. Die Nacht war trotz gelegentlichem Geschaukel angenehm und bescherte uns ruhige, traumlose Erholung. Die Betten waren entgegen unserer Vorstellung doch sehr bequem! Nur für Quincy waren sie etwas klein 😂 Nach einem üppigen Frühstücksbuffet im Wintergarten der Fähre mit Blick auf Norwegens Küsten, zogen wir uns einige Stunden in die Air Seats im Extra Raum zurück und nickerten bis zur Ankunft um 13 uhr in Bergen in bequemen großen Ledersesseln. Schnell musste es gehen, die Durchsage kam. Zwei Treppen runter, einmal rum, durch drei Gänge, rechts, links, zum Fahrstuhl zum Autodeck runter, und dann: Rückwärts aus dem Bauch der Fähre fahren. Aber seit Italien schockt uns nichts mehr! 😎 Der alte Mann an der Ausfahrt sammelte Fotos von Kennzeichen und war fleißig am fotografieren, Celle hatte er leider schon, denn wir wurden nicht geknipst.

    Wir begaben uns nun auf unsere nächste Etappe: Ziel war der Nationalpark Grimsdalen. Grimsdalen ist ein Almtal und auch heute noch Zuggebiet der wildlebenden Rentiere, die zwischen Kalbungplätzen im Dovre Nationalpark und den Sommerweiden im Bereich von Sletthøe und Hornsjøhøe ziehen. Wir nahmen somit die E16 Richtung Vossevangen, eine der beiden großen Straßen, die durch Norwegen führen. An einem Tunnel pausierten wir 20 min, da dieser im Wechsel für Autos und Baustelle freigegeben wurde. In Norwegen hat man kaum Ausweichmöglichkeiten. Ist eine Straße gesperrt, wartet man. Alle Autofahrer verließen ihre Fahrzeuge und auch wir setzen uns hoch oben am Fjord aufs Geländer und beobachten das einholen diverser Boote im unten gelegenen kleinen Hafen.

    Die nächste Tankstelle war unsere und wir tankten Frischwasser und Diesel nach, bevor es immer weiter hoch hinaus ging. Über Nadelöhr Serpentinen und schwindelerregende Passagen, bis wir auf dem Sognefjellsveien (der höchstgelegenen Passstraße Nordeuropas zwischen Ost- und Westnorwegen) hoch oben auf den Gipfeln den ersten Schnee erspähten.

    Norwegen, wie wir uns verliebt haben: rauh, ursprünglich, still. Bei 5°C und kaltem Wind erkundeten wir immer wieder bei kleinen Pausen die Landschaft, bis uns aus dem nichts das dauerhaft orange Aufleuchten der Motorlampe unterbrach. Morgen heißt es dann erstmal: Werkstatt! :o) und hoffen, es handelt sich nur um eine Kleinigkeit die schnell behoben ist. Hier in Norwegen sind alle zum Glück sehr nett, sodass wir an der tollen Krossbu Almhütte noch ganz herzlich zu so später Stunde empfangen wurden.
    Wir schmissen die Heizung an und nach einer großen Tasse Tee, Nudelsuppe und der Wärmflasche auf dem Bauch fallen uns jetzt nach diesem ereignisreichen Tag die Augen zu.

    Nicht ganz Grimsdalen, aber Gletscher-Zungen, Schafherden, Berge, Wolken, Schnee und eine Wahnsinnsaussicht. Einfach mal stranden und genießen, es könnte schlimmer sein. 😁 Gute Nacht!

    Der nächste Morgen, erstmal Kaffee ☺️⛰️
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  • 850 NOK und ein See

    August 20, 2025 in Norway ⋅ ☁️ 8 °C

    Nach einem gemütlichen Frühstück im warmen Camper machten wir einen Spaziergang mit Quincy und erkundeten die Gegend um die Krossbu Hütte. Viele Gespräche mit Reisenden später (Sandra – unser Klotalk war legendär, falls du das liest: liebe Grüße! 😂) rollten wir weiter nach Lom, ab in die Werkstatt. Nach einer Stunde Warten: Fehler ausgelesen, Ölstand mehrfach brav gecheckt (alles fein) und zur Sicherheit einen Liter Öl eingepackt.

    Langsam setzte der Wahnsinn ein: „Wo ist mein Handy?!“ – „Wo ist der Schlüssel?!“ – „Wo ist XYZ?!“ Im Gegenzug aber auch die euphorischen Funde: „Oh, ich hab deinen Socken gefunden!“ Team Chaos auf vier Rädern eben.

    Nach einer Gassipause in Lom ging es weiter Richtung Snåsavatnet, einem See oberhalb von Trondheim. Gegen 22 Uhr – mit reichlich Verspätung dank Werkstatt und Straßensperrung – landeten wir endlich am Stellplatz. Unterwegs wurden wir mehrfach eingebremst, denn halb Norwegen beschloss, die Straße zu blockieren: Schafe, Kühe, zwei Hirsche… und dann das Highlight: Ein Elchhintern! 😂 Herrlich – das ist quasi die skandinavische Variante vom „Promi-Sighting“. Alle reden immer von den majestätischen Geweihen, aber wir hatten den geheimen Backstage-Zugang direkt zum Popo erwischt. 🍑🦌

    Jetzt stehen wir also am Snåsavatnet. Nächstes Ziel: Rognan. Das bedeutet, wir überqueren bald endlich den Arctic Circle – den Polarkreis. ❄️🩷
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  • Und um 0 Uhr immer noch hell

    Aug 22–23, 2025 in Norway ⋅ ☁️ 5 °C

    Von Snåsavatnet über den kurzen Boxenstopp am Polarkreis-Center bis nach Rognan – klingt nach Kilometerfressen, war aber in Wahrheit eine Panoramatour Deluxe. 🚐✨

    Highlight: unsere neuen Reisebekanntschaften „Anna & Elsa“ 🫎🫎 – keine Disney-Prinzessinnen, sondern zwei majestätische Elche, die uns auf einer Wiese in voller Pracht die Show stahlen. Elch-Counter: 2 ✔️ + 1 Elchpo 🍑🫎 …und ja, wir sind jetzt offiziell süchtig nach Elch-Sichtungen.

    Unsere Lieblingsbar haben wir übrigens am Polarkreis-Center verewigt – wer weiß, vielleicht stoßen zukünftige Reisende dort auf einen kleinen Gruß von uns. 🍹😉

    Dazu diese nordnorwegische Landschaft, die uns mit so vielen Wow-Momenten überrascht hat, dass wir uns zeitweise fühlten wie in Alaska oder Kanada. Weite, Wildnis und ein Hauch Abenteuer in jeder Kurve. 🌲❄️🏔️

    P.S.: Morgen stellen wir uns der Königsdisziplin „Fähr-Lotterie“ und versuchen eine der zwei Fähren von Skutvik auf die Lofoten zu erwischen. 🚢🤞
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  • Lofoten und Sutsche

    August 22, 2025 in Norway ⋅ 🌧 9 °C

    Die Nacht war kaum vorbei, da klingelte schon wieder um 6 Uhr der Wecker – Zeit fürs große Fährenroulette! Mit müden Augen, aber voller Hoffnung rollten wir los. Drei Stunden Fahrt bis zum Pier – aber dank unserem Lieblingspodcast Weird Crimes verging die Zeit wie im Flug.

    Und dann das Glücksrad des Nordens: Nur 5 Autos warteten, und zack – wir rollten tatsächlich auf die Fähre nach Svolvær. 🥳 Jackpot!

    Wir dachten ja naiv: „Das wird so eine halbe Stunde Überfahrt.“ Tja… nach 30 Minuten standen wir mitten auf dem Wasser, umringt von Inseln, Fjorden und Bergen – und hatten immer noch 1,5 Stunden vor uns.

    Nach der Ankunft gab’s erstmal eine kurze Einkaufspause für Schnubbelzeug und den täglichen Check, wo wir die Nacht verbringen. Wir haben zwar schnell einen schönen Spot gefunden – aber wieder mal Glücksspiel: nur ein einziger Stellplatz, und wir haben alles auf eine Karte gesetzt.

    Jackpot – ein zweites Mal heute! 🎉 Keiner am Platz, und wir ganz allein auf unserer kleinen Insel, umgeben von Sandstrand und azurblauem Wasser. Zehn Minuten später wollte noch jemand hierher, aber da war das Glück schon auf unserer Seite. Jetzt wird gegessen und der Tag sutsche ausgeklungen – mit einem Gläschen alkoholfreiem Sekt. 🥂

    Und trotz des schlechten Wetters lassen wir uns die Laune nicht vermiesen – die Lofoten haben uns, und wir haben ein breites Grinsen im Gesicht.
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  • Rolf's Bar

    August 23, 2025 in Norway ⋅ 🌧 11 °C

    Heute machten wir uns, nach einigem Feuerholz sammeln, auf zu Rolf's Bar. 🛖

    Rolf, ein hiesiger Anwohner, baute diese Hütte vor einigen Jahren als Shelter für Reisende. Mit der Zeit blieben immer mehr Erinnerungen von Besuchern an diesem Ort, Gegenstände, Zeichnungen und Gedichte, ein "Take what you need" auf dem Tisch, Bücher, Decken und vieles mehr.

    Zwischen knarzenden Holzdielen, leuchtenden Lampions und dem Klang des Windes draußen entsteht in Rolfs Bar ein Zauber, den man nicht erklären muss – man fühlt ihn. Es ist kein Ort für Hektik, sondern einer für Begegnungen. Hier verschwimmen Grenzen zwischen Fremden und Freunden, zwischen Flüstern und Lachen. ✨

    Auch wir überlegten, eine Nacht hier zu verweilen, jedoch waren wir nur auf der Durchreise. 🚐
    Dennoch verbrachten wir 1 Std. bei Rolf's Bar und sinnierten im Fahrradshelter noch weitere Zeit über das Erlebte, während wir durch die Verglasung auf die unendlichen Weiten des Ozeans blickten und unseren Gedanken nachhingen. 🌊

    Als es Zeit wurde zu gehen, opferten wir unser vorerst letztes Gas, um zwei durchnässten und durchgefroren Radreisenden mit sehr leichtem Gepäck heißen Tee und ein paar Kekse in den Shelter zu bringen. Die Freude der Beiden war riesig. ☺️

    Unser nächstes Ziel an diesem Nachmittag: Andenes! Ohne Gas und mit 3 Decken im Bett, aber der hoffnungsvollen Aussicht auf 🐳🐋🐳🐋🐳
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  • Pottwale und leere Akkus

    August 24, 2025 in Norway ⋅ 🌬 12 °C

    Heute stand für mich (Nina) Whalewatching auf dem Plan. 🐳🐋

    Melina entschied sich klugerweise, zusammen mit Quincy an Land zu bleiben. Der Wellengang war einfach zu heftig. Damit lag sie gar nicht so falsch – fast allen Mitfahrern im Boot wurde im Laufe der Fahrt sehr übel, und einer konnte sein Essen nicht mehr bei sich halten und hat dann "die Fische gefüttert". 🤢

    Ich hingegen stieg ins Speedboot, das die Nordsee alles andere als sanft behandelte. Drei Meter hohe Wellen ließen uns mehr hüpfen als fahren. 🌊 Vor dem Start hatte ich Trockenanzug und Schwimmweste bekommen – Sicherheit geht schließlich vor. Doch „trocken“ blieb nur ein Versprechen: nach kurzer Zeit war ich bis auf die Knochen nass. Für mich fühlte sich die Ausfahrt eher an wie ein Actionfilm in Echtzeit. Whalewatching ist eben kein Zuckerschlecken – man sollte sich vorher genau überlegen, was einen erwartet. Dazu gehört auch, sich beim Anbieter zu informieren, wie nah man den Tieren wirklich kommt und ob der Veranstalter seriös arbeitet. Nur so bleibt das Erlebnis für Mensch und Tier unvergesslich und respektvoll zugleich.

    Unsere Guide – eine Meeresbiologin aus Spanien – ließ unterwegs ein Hydrofon ins Wasser und lauschte konzentriert. 👂🏽Sie konnte das Klicken der Pottwale verfolgen, dieses Echolot, mit dem sie die Tiefsee abtasten. Ihr Lächeln verriet: irgendwo in der Nähe warteten die Giganten.

    Und tatsächlich, kurz darauf tauchten sie auf. Zwei Pottwale, langsam, majestätisch, wie aus einer anderen Welt. Ich war überwältigt – ein Moment, in dem man ganz genau spürt, wie klein man selbst im Vergleich zur Weite des Ozeans ist.

    Auf dem Rückweg bekam ich dann noch eine Zugabe: Papageientaucher, die quirlig über die Wellen schossen, und gleich zwei Weißschwanz-Seeadler, die mit stoischer Ruhe ihre Kreise über uns zogen. Es fühlte sich an, als würde Nordnorwegen immer noch eine Schippe Magie obendrauflegen.

    Doch der Tag war noch nicht zu Ende. Auf dem Weg nach Sortland ging es auf die Jagd nach der sagenumwobenen Moltebeere. Moor, Mücken, matschige Schuhe – und dann tatsächlich der Fund einer goldgelben Beere zwischen Heidekraut und Flechten. Natürlich machten wir einen Tastetest, und das Ergebnis war ernüchternd: sie sieht edel aus, schmeckt aber unverarbeitet eher… na ja, sagen wir mal „speziell“. 😂

    Und Bilder vom Whalewatching? Fehlanzeige. Genau in dem Moment verabschiedete sich der Akku meiner Actioncam. Diese Erinnerung habe ich mit dem Herzen fotografiert. ♥️
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  • Kaiserliches wandern

    Aug 25–26, 2025 in Norway ⋅ ⛅ 8 °C

    Nachdem wir Andenes verlassen haben, stand als erstes ein kleiner Pflichtstopp auf dem Plan: unsere Gasflaschen mussten gefüllt werden. Schließlich wollten wir es im Camper wieder schön muckelig warm haben – Norwegen lässt sich einfach besser genießen, wenn die Nasenspitze nicht friert. 🤭

    Frisch versorgt an der LPG Station ging es dann weiter Richtung Diggermulkollen, ein Berg am Raftsundet, der Wasserstraße zwischen den Lofoten und den Vesterålen. Unser Ziel: der Gipfel namens Keiservarden. Eine Wanderung, die sich mit ihren rund 384 Höhenmetern und wahnsinns Panorama perfekt in den Tag fügte.

    Der Aufstieg führte uns vorbei an Kiefernwäldchen, Mooren, wilden Preiselbeeren und Heidelbeeren – ein natürlicher Wander-Snack, der direkt am Wegesrand wächst. Weiter oben ging der Weg über in einen Birkenhain, wo viele der kräftigen Stämme in etwa zwei Metern Höhe wie Streichhölzer abgeknickt waren. (Vielleicht eine Lawine aus letztem Winter?!) Dazu kam noch ein schmaler Weg, der stellenweise von Wasser unterspült war und sich dadurch in einem kleinen Balanceakt verwandelte.

    Nach der Baumgrenze änderte sich das Bild komplett: plötzlich schroffes Gelände, felsig und steil. An einigen Passagen war es so steil, dass man sich an einem gespannten Seil hochziehen musste – und beim Abstieg dankbar wieder daran festhalten konnte. Ein Hauch von Klettersteig-Feeling inklusive. 🧗‍♀️

    Oben angekommen gab es den wohlverdienten Energy-Boost: warmes Risotto mit Pilzen und dazu ein Bananenriegel – die perfekte Kombi für neue Kräfte und gute Laune.

    Belohnung? Ein Panorama, das den Namen „kaiserlich“ mehr als verdient. Wir sogen den Ausblick, die Stille und die frische Luft in uns auf. Einfach mal nur sein. ✨

    Der Abstieg forderte ein erstes Opfer – der geliehene Wanderstock von meinem (Nina) Papa hat nun einen ordentlichen Knick. Stock leicht krumm, Bein leicht bunt, aber mir geht es soweit gut. 😉

    Am Auto angekommen genossen wir noch kurz den Sonnenuntergang über den Ausläufern der Nordsee, bevor es zu unserem Übernachtungsspot ging: ein Plateau am Strand von Valbukta. 🌅
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  • Weißes Rauschen

    August 26, 2025 in Norway ⋅ ☁️ 12 °C

    Über die E10 ging es heute gen Süden, wir wollten dem kleinen Fischerdorf " Å " einen Besuch abstatten. Ausgesprochen wird das 100 Einwohner starke Fischerdorf wie das deutsche o. Ganz einfach also 😉

    Ein kleiner Zwischenstopp in Leknes nahmen wir als Anlass für eine gemütliche Bummeltour. Wir bestaunten kleine Cafés, viele Garngeschäfte (gestrickt wird hier sehr viel) und deckten uns mit einigem nötigen ein. Einigem nötigen beinhaltete auch einen Norwegerpullover, wir freuen uns bereits jetzt auf den Winter. 😁

    Camperparkplatz-Roulette haben wir heute nicht gespielt – unser Spot kurz vor Vikten war einfach ein Volltreffer: freier Blick aufs Meer und ein Platz wie gemacht für den Sonnenuntergang.

    Am Stellplatz haben wir unsere Nachbarn, zwei junge Studenten mit Kombi und Dachzelt, gleich ein bisschen aufgewärmt – heißes Wasser für Tee oder Wärmflasche, denn sie sahen ziemlich durchgefroren aus. Sharing ist Caring ✨ Im Gespräch stellte sich heraus: die beiden kommen aus Buxtehude! Da darf man natürlich ein paar Insidertipps nicht vorenthalten – Rolf’s Bar zum Beispiel. 😉

    Der Abend endete traumhaft am Strand. Wir haben den Sonnenuntergang genossen, direkt neben einem riesigen Findling, den hier alle nur „Orcafelsen“ nennen. Perfekte Kulisse, perfekter Abschluss.

    Noch lange verfolgten wir das Spiel der sinkenden Sonne über dem Horizont, die rosa Wolken und hörten den Wellen zu.

    Am Morgen gab es das nächste Highlight: immer wieder tauchten Seehunde aus den Wellen auf, während wir mit offenen Hecktüren im Bett frühstückten. Nach einem halben Tag am Strand, nassen Hosenbeinen und Salz auf der Haut, geht es weiter auf unserem Weg nach Å, dem südlichsten Ende der Lofoten.
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  • Å i Lofoten

    August 27, 2025 in Norway ⋅ ⛅ 12 °C

    Å war ein krasser Kontrast zu der bisherigen Umgebung, die wir auf unserer Reise über die Lofoten entdeckt haben. Ganz enge, kurvige Straßen, viele viele Menschen, und Wanderer auf der Straße, die permanent eine Mitfahrgelegenheit suchten und auf der Straße standen. 🙄

    Man merkte: Å ist ein Touristen Hotspot, und überhaupt nicht das, wofür unser Herz schlägt.

    Entsprechen kurz fiel auch der Besuch aus. Eine kleine Runde durch die romantisch angelegten Siedlungen, ein Brownie der alt eingesessenen und bekannten Bäckerei und ein kurzer Stopp für das ein oder andere Foto.
    Wir bestaunten die wahnsinnigen Brücken, das Panorama der Berge und die vielen Gestelle für den berühmten und einzigartigen Stockfisch der Lofoten, welcher in einigen kleinen Läden zum Kauf angeboten wird. Wir fanden ihn persönlich eher etwas gruselig. 😂🙈

    Nachdem wir im Hafen Frischwasser aufgefüllt haben, begaben wir uns für die Nacht an ein lauschiges Plätzchen am Selfjorden. 🏞️

    An einem nahegelegenen Süßwasserbach freuten sich unsere Socken über ein kleines Wasch-spa. 😂 Stilecht geht es jetzt Camper-like mit wackelnden Socken Richtung Eggum.
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  • "En kaffe, takk!"

    August 28, 2025 in Norway ⋅ ☁️ 12 °C

    Heute ist nicht wirklich viel passiert und das ist auch gut so. 😌

    Bei bestem Sonnenschein verbrachten wir einen ganzen Tag am Rambergstranda, liefen Barfuß durch die Wellen, den weißen Sand und spielten mit Quincy. Am Nachmittag hieß es Kanelboller und Kaffee in Leknes, die traditionelle Lofoten Bakeri backt noch selbst und fertigt die leckersten norwegischen Zimt Schnecken. 😍 Sahne auf dem Latte? Ich wurde ungläubig 3x gefragt 😂

    Bei einem Abstecher in lokale Garngeschäfte wurde noch der ein oder andere norwegische Wollpullover eingepackt und sich wie immer nett und lange unterhalten, bevor wir unseren Weg zum Fähranleger Svolvær fortsetzten.

    Zurück auf's norwegische Festland 🛳️
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  • Hallo Schweden

    August 29, 2025 in Sweden ⋅ ☁️ 13 °C

    Bereits am Abend erreichten wir den Fähranleger Svolvær. An Platz 2 in der Reihe stellten wir unseren Camper ab und genossen den Sonnenuntergang am Hafen. ✨

    Direkt am Morgen ein ganz anderes Bild: alle Fährspuren gerammelt voll. Wieder mal mit Glück rollten wir direkt mit auf die vormittags Fähre. Während der Camper brav im Bauch der Fähre " Hornstind" parkte, haben wir uns auf Deck die Haare vom Wind zerzausen lassen.
    🌬️🏞️
    Die Überfahrt war Postkarten-Kino pur: tiefblaues Wasser, kleine Inseln, die wie hingestreute Felsen aussahen, und dahinter schroffe Bergketten. Die Sonne hat das Ganze noch mit einem Spotlicht veredelt – Wasser glitzerte wie Konfetti auf einer Bühne.

    Highlight am Rande: Manche Mitreisende haben es sich ganz gemütlich gemacht – Schlafsack auf Deck, Snooze-Modus unter freiem Himmel. Respekt, das ist Hardcore-Fährenromantik.

    Zwischenstopp gab’s auf der Insel Skrova, um ein paar Fußgänger rauszulassen – danach schipperten wir weiter nach Skutvik, wo schon das Festland lockte.

    Von dort ging es weiter auf Achse: knapp 5,5 Stunden östlich später überquerten wir die Grenze nach Schweden und landeten in Arjeplog, idyllisch gelegen an einem riesigen See. Perfekte Kulisse für ein Lagerfeuer – nur blöd, dass wir feststellen mussten: In der Kommune Norrbotten län sind seit dem 17. Juli offene Feuer verboten. Also gab’s statt Lagerfeuer-Romantik eben Camper-Gemütlichkeit.

    Am Abend wagten wir uns beide ins Wasser – ein Bad im spiegelglatten See, umgeben von Stille und Weite. Ein bisschen frisch, ein bisschen verrückt, und genau der Moment, der diesen Tag perfekt abgerundet hat.
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  • Rudolph und seine Freunde

    August 31, 2025 in Sweden ⋅ ☁️ 11 °C

    Schon kurz nach der Abfahrt in Arjeplog war klar: heute wird ein Safari-Tag. Die ersten beiden Rentiere standen seelenruhig grasend am Straßenrand. Wir waren völlig allein auf der Straße, hielten an und beobachteten sie ganz in Ruhe durch die Fenster. Natürlich klickten ein paar Fotos – Luxus einer Privatvorstellung direkt von der Fahrerkabine aus.

    Kurz darauf kam uns ein deutscher Camper entgegen. Weil die beiden Tiere gerade hinter unserem Wagen die Straße überquerten, gaben wir vorsichtshalber Lichthupe. Die Camper hielten neben uns, und während wir warteten, dass die Rentier ihren gemütlichen Weg fortsetzten, gab’s ein kurzes Plaudern durchs Fenster. Ihr Kommentar: „Da kommen noch mehr!“ – und sie sollten nicht übertrieben haben.

    Wenig später tauchten tatsächlich wieder 2 Rentier auf, dann 3, die gemächlich die Straße kreuzten. Noch einmal 2, die uns völlig ignorierten, und eine Gruppe von 4, die wie selbstverständlich am Rand entlangzog. Danach wieder 2, dann 3 zwischen den Birken – jedes Mal ein kleines Naturgeschenk am Wegesrand.

    Zum Finale dann eine Gruppe von 6: darunter ein komplett weißes Rentier, das im satten Grün fast leuchtete, und eines mit einer markanten weißen Blässe auf der Nase.

    Und als ob das nicht schon genug gewesen wäre: am Waldrand präsentierte sich später noch eine Elchkuh mit Kalb – groß, wachsam, und doch gelassen.

    Am Abend erreichten wir Kramfors – im Gepäck nicht nur Kilometer, sondern das Geschenk, solch schöne Tiere da erlebt zu haben, wo sie hingehören: in ihrem natürlichen Lebensraum.

    Der Stellplatz für diese sternenklare Nacht befindet sich an einem wunderschönen Fjordausläufer des bottnischen Meerbusens. Direkt am Wasser stehend, auf dessen Oberfläche die Sterne funkeln. Mit diesem Bild am Kopfende sagen wir nun Gute Nacht ✨

    ---

    Fazit – Tier-Counter:
    20 Rentiere
    3 Elche
    1 Elch-Po
    1 Elchkalb
    2 Pottwale
    2 Seehunde
    6 Papageientaucher
    8 Weißschwanzseeadler
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  • Schwedens Stille 🔥🍡

    September 1, 2025 in Sweden ⋅ ☁️ 19 °C

    Von unserem herrlich ruhigen Fleckchen am Bottnischen Meerbusen rollten wir heute grob in Richtung Uppsala, zu einem Campingplatz in der Provinz Gävleborg. Wäsche waschen war ein Traum, den wir seit zwei Tagen realisieren wollten. Langsam setze der körperliche Zerfall ein: Jogginghosen und wilde Farbkombinationen. 😂

    Nach einem Stop beim Ikea für zwei veggie Hotdogs, einem ziemlich wilden Apfel-Karamell-Eis und ein paar hübschen kleinen Läden (18€ für eine handgemachte Seife, aber noch nie so tolle Seifen und Düfte erlebt. Dicke Empfehlung!), ging’s weiter. Drei Stunden später hatten wir endlich einen Platz ausfindig gemacht, wo wir duschen und Wäsche waschen wollten.

    Wir waren spät dran, denn wir haben noch länger an unserem letzten Stellplatz verweilt. Zum Glück waren wir so clever, vorher anzurufen – die nette Dame von der Rezeption hat extra zehn Minuten nach Feierabend auf uns gewartet. ♥️ Duschen ja, Wäsche nein: der nächste freie Slot erst morgen um 14 Uhr. Für uns viel zu spät.

    Immerhin: Quincy konnte ins Wasser tapsen und hat mal wieder unzählige schwedische Stöckchen retten können. 😂Wir fanden auf dem Gelände neben dem See ein Plätzchen mit Lagerfeuer-Erlaubnis. Nach dem Abendessen wurde der nasse Hund im Camper eingekuschelt, das trockene Holz der Lofoten aus dem Kofferraum geholt und unsere Haselnuss Äste aus unserem Garten angespitzt. 😍 Marshmallow-Time!
    2 Stunden Lagerfeuer in der Stille Schwedens, eine halbe Tüte karamelisierte Marshmallows, viele Gespräche und danach: unter die heiße Dusche. Schweden holte uns komplett ab.

    Weiter geht es zu unserem nächsten Ziel: Åseda.

    *** Und gerade während ich dies schreibe, ruft Nina "Elch!" 😂🤩🫎🫎 Sind die auch mal alleine unterwegs?! Wieder eine Mama mit Kalb ♥️
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  • Hackelboö Island

    September 1, 2025 in Sweden ⋅ ☀️ 20 °C

    Der Morgen startete ganz entspannt auf dem Campingplatz. Wenn man seit drei Wochen auf 6m² zusammen lebt, feiert man die kleinen Dinge. 10 min Zähne putzen im geräumigen Bad, endlich wieder tanzen mit Zahnbürste im Mund ohne blaue Flecken. 😂

    Schnell den Camper ausgefegt, das Bett gemacht und Ressourcen aufgefüllt 💦 bevor wir Richtung Åseda rollten. Eine liebe Freundin aus Nina's Marinezeit erwartete sehnsüchtig unseren Besuch.

    Tatsächlich verspäteten wir uns um 2 Std., da uns ein Rastplatz inklusive Badesee aufhielt. 😉 Das Wetter war einfach zu gut! Der Rastplatz Hackelboö auf dieser kleinen Insel war wie ein Miniaturabenteuerland. Los ging es durch einen kleinen Märchenwald, der uns mit seiner Ruhe einhüllte und die Straße verstummen ließ, weiter über schroffe Felsen und eine angelegte Treppe hinab zum Strand mit Feuerstelle, Bänken und einem bombastischen Sonnenuntergang. Und das alles neben einem Autobahnrastplatz! Das kann auch nur Schweden.

    Nach 2 Std Badespaß fuhren wir erfrischt weiter und wurden Abends noch im wunderhübschen Schwedenhäuschen von 1905 Willkommen geheißen.

    Völlig ausgepowert fielen wir ins Bett, denn der nächste Tag versprach einen Meilenstein. Wir erreichen Dänemark und so langsam kommt die Heimat in Sicht.
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  • Der letzte Werkstatt stop

    Sep 2–3, 2025 in Denmark ⋅ ⛅ 18 °C

    Heute hieß es Abschied nehmen von Kira in Åseda. Im Dauerregen gestartet, doch je näher wir Malmö kamen, desto freundlicher wurde der Himmel – als hätte Schweden uns noch ein letztes Mal ordentlich gewaschen, bevor die Sonne uns über die Øresundbrücke nach Dänemark geleitete.

    Vorbei an Kopenhagen blitzte plötzlich die Ölwarnlampe auf. Also kurzer Boxenstopp: 10 Minuten warten, Ölstand checken, bisschen Öl nachfüllen – aber die Lampe blieb stur wie ein Elch im Gegenverkehr. Also Plan B: nach Bildern eine sympathische Werkstatt ausgesucht und kurzerhand den Stellplatz für die Nacht dorthin verlegt.

    Quincy bekam noch seine Gassirunde, wir dafür Käse, Weintrauben und einen gemütlichen Filmabend im Camper. Skandinavien verabschiedet uns mit Regen, Dänemark begrüßt uns mit Werkstatt-Romantik.
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  • Home sweet home

    September 3, 2025 in Germany ⋅ ⛅ 20 °C

    Der Werkstatt-Morgen startete überraschend entspannt: keine zwei Minuten gewartet, schon stand der Mechaniker parat. Diagnose nach kurzem Auslesen: kein Elektronik-Spuk, sondern tatsächlich ein mechanischer Defekt. Nach Rücksprache mit Vermieter und Werkstatt bekamen wir das „Go“ zur Weiterfahrt – die Reise durfte weiterrollen.

    In Rødby wollten wir Quincy noch ans Meer lassen. Der erste Strand entpuppte sich als eher so „naja“, also 500 Meter weitergezogen – und voilà: Sandstrand! Sogar unser kleiner Drache durfte in die Lüfte steigen. Zwei Stunden Wind, Wellen und Hundespaziergang später rief die Fähre nach Puttgarden. 25 Minuten Überfahrt, Sandwich und Eis im Gepäck – maritime Kurzreise deluxe.

    Auf Fehmarn wurde das lange verschmähte Verlangen endlich gestillt: Café Sorgenfrei am Rundsteg = APFELSCHORLE! Die haben wir in Norwegen und Schweden nämlich schmerzlich vermisst. Nach zwei Stück Kuchen und einem entspannten Bummel durch Fehmarns Hafen, machten wir uns noch schnell auf zum Hundestrand, Quincy müde machen für die letzten 3,5 Stunden Heimweg. Leider nur große Steine statt Sand 🙈, also direkt Kurs Heimat. 🚙

    Das Finale: Pizza aus dem Automaten um 22:50 Uhr – Jedenfalls: endlich zuhause angekommen.

    Zwei lange Duschen und frische Bettwäsche später schlafen wir mit vielen tollen Erinnerungen ein und dem Wissen, dass unser schönes Zuhause mit allen Annehmlichkeiten ein wahrer Luxus ist. ♥️

    Bis zum nächsten Abenteuer!! 🌍

    Melina, Nina und Quincy 🐾

    P.s. hab ich ja fast vergessen unser Tiercounter
    20 Rentiere
    4 Elche
    1 Elch-Po
    2 Elchkalb
    2 Pottwale
    2 Seehunde
    6 Papageientaucher
    8 Weißschwanzseeadler
    6 -10 Schneehühner
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    Trip end
    September 3, 2025