• Ein Tag Überland-Bus nach Pokhara

    April 8 in Nepal ⋅ 🌧 16 °C

    Kathmandu - Pokhara

    Dass in Nepal Bus fahren ein besonderes Erlebnis sein kann wird schon deutlich, wenn die erwartete Fahrzeit für 200km Distanz bei sechs Stunden liegt.

    Der nächste Abschnitt unserer Reise wird uns auf eine Trekking-Tour führen, die niedrige Schlafhöhen (für Fabian) mit möglichst guten Bergsichten (für uns alle, aber doch besonders für Steffi und Maxi) vereinen soll: Den Mardi-Himal-Trek. Heute stand aber "nur" das dafür nötige Übersetzen nach Pokhara, dem touristischen Zentrum der Annapurna-Region an.

    Raj als Chef unserer Agentur hatte uns für den Bus direkt das rundum sorglos Paket organisiert: wir wurden die fünf Minuten vom Hotel zum Bus begleitet, beim Einsteigen reichte "Green Valley" sagen als Ticketnachweis. Schnell noch beim Straßen-Stand vor dem Bus einen leckeren Milchtee besorgt (allgemein unschlagbares Getränk für jeden Anlass), dann ging die Fahrt pünktlich um 7 Uhr los.

    Wenn man zu Ungeduld bei Reisen neigt, wäre der Tag eine sehr harte Konfrontationstherapie gewesen: überwiegend mit Tempo bis maximal 50 km/h geht es erst 1-2 Stunden durch Kathmandu, dann geht's außerorts weiter. Die Straßenbeschaffenheit der Fernstraße schwankt von mehrspurig mit baulich getrennter Mitte bis Schotter mit Löchern, wo unsere privaten Fahrzeuge alle aufsetzen würden.
    Aber man nimmt auch wahr, dass viel gebaut wird und sich der Standard nach und nach Richtung dem ausgebauten entwickeln wird.
    Manches geschieht halt wie woanders auch nacheinander: da sind Schnell-Ladestationen für E-Fahrzeuge an noch nicht asphaltierten Abschnitten keine Seltenheit.

    Und dann geht es gemütlich durchs Land. Alle zwei Stunden gibt's ne Pause an Orten mit unterschiedlich fragwürdigen Sanitäranlagen, aber eigentlich stets guter Verpflegung:
    Mittags halten wir an einer Raststätte, die das busweise abfertigen mit leckerem Dhal-Bhat perfektioniert hat: es gab eine große Auswahl an Köstlichkeiten von "schon etwas scharf" bis "hui da brennt die Schnute" - wir waren also voll in unserem Element.

    Nach rund 8-9 Stunden waren wir jedenfalls gut angekommen, haben uns im Taxi verhandeln geübt und konnten unser Hotelzimmer beziehen.
    Abends gings zum Essen an die See-Promenade, wo wir in einem an sich einfachen aber leckeren Grill-Restaurant unser persönliches 5-Gänge Menü kreierten.
    Könnte schließlich ca. gerade Bergfest sein oder so.

    Deswegen:
    1. Gang: Hot and Sour Soup
    2. Gang: Burger mit Pommes
    3. Gang: Popcorn
    4. Gang: Zwiebel-Pakora (Zwiebeln in Kichererbsen-Teig frittiert)
    5. Gang: Bananen-Crepes
    ...diese Völlerei erleichterte unsere Urlaubskasse dann insgesamt um rund 8 Euro pro Person. Ab morgen wird also wieder gespart...

    Ansonsten ist echt nicht viel passiert und die Vorfreude steigt, dass es ab morgen wieder ans Wandern geht 😊
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