Ein Jahr Vorbereitungen
March 27 in Germany ⋅ ⛅ 5 °C
Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub:
Nach diesem Motto haben wir schon auf der Rückreise aus Finnland vor einem Jahr das erste mal konkret über unsere Reisepläne nach Nepal gesprochen - das es für uns ein gemeinsames Trekking-Sehnsuchtsziel ist hatten wir schon früher rausgefunden.
In Nepal gibt es zwei Haupt-Wanderregionen. Für eine ist ein Inlandsflug nach Lukla nötig, einem Flughafen mit Legendenstatus. Für manche ein Grund dagegen, für uns einer dafür. Schon praktisch, dass der Everest von da gar nicht so weit weg ist und wir den hoffentlich mehrfach zu Gesicht bekommen. Ob wir übermorgen immer noch so überzeugt vom Inlandsflug sind werden wir dann sehen 😄
So kamen wir auf den Drei-Pässe-Trek, der uns über drei Pässe über 5.000 Meter leiten wird. Rechts und links des Weges nehmen wir ein paar Aussichtsberge und das Everest Base Camp mit bevor es mit dem Island Peak ein Bergsteiger-Highlight auf über 6.000 Metern Höhe gibt.
Als wir wussten, was wir wollen haben wir die passende Agentur gesucht und haben mit Raj von Green Valley Treks Nepal die Details unserer klassischen Pauschalreise geklärt.
Die letzten Monate hat die Feinplanung immer wieder unsere Vorfreude angefeuert und so sitzen wir jetzt mit bis zu fünf Impfdosen gegen verschiedene Highlight-Erkrankungen und gepackten Koffern und Rucksäcken am Gate und freuen uns auf das was vor uns liegt.
Wir sind gespannt, wie wir auf die Höhe, die lokalen Bakterien und vieles mehr reagieren und haben uns so gut wie möglich vorbereitet. Unsere "Snack-Bag" für schlechte Zeiten (Reiseapotheke) ist so üppig gefüllt wie nie zuvor.
Als Sparfüchse ist unsere erste Übernachtung der Flug - also gute Nacht 😉Read more
Namaste Kathmandu!
March 29 in Nepal ⋅ ☁️ 14 °C
Um 18.15 Uhr ging es am Flughafen Köln-Bonn los. Turkish Airlines brachte uns zunächst gut nach Istanbul und nach zwei Stunden Umstiegszeit nach Kathmandu. Zwei bis vier Stunden mäßig erholsamer Schlaf im Flugzeug ließen uns müde aber erleichtert, dass alles reibungslos funktioniert hat, in Kathmandu ankommen. Nach 1,5 Stunden Visa und Einreiseprozedur wartete vor der Tür des Flughafens jemand mit einem Schild unserer Agentur „Green-Valley-Nepal-Treks“ auf uns.
Wir wurden sofort mit landestypischen Blumenketten aus echten Blumen begrüßt und zum Hotel im Touristenviertel Thamel in der Stadt gebracht.
Es dauerte ungefähr 200 Meter, bis die erste Kuh quer auf der Straße stand und der Verkehr schlängelte sich selbstverständlich drum herum.
Gesetze werden hier übrigens ernst genommen: auf Motorrädern muss der Fahrer einen Helm tragen. Haben auch alle. Aber kein einziger Mitfahrer 😅
Die Leute sind uns Touristen gegenüber hier sehr zuvorkommend und haben unser Gepäck ein- und ausgeladen und ins Hotel gebracht. Für uns noch etwas ungewohnt aber an den Service aus 5 Mitarbeitern für uns drei Gäste werden wir uns sicher mit der Zeit gewöhnen.
Noch bevor wir auf unser Zimmer gegangen sind haben wir im Büro von Green-Valley-Nepal-Treks, welches zwei Häuser nebenan war, unser Pre-Trip-Meeting absolviert. Wir haben nochmal den Ablauf der gesamten Tour durchgesprochen und über die notwendige Ausrüstung gesprochen. Raj hat den vollen Überblick und wir gehen mit gutem Gefühl in das was vor uns liegt.
Anschließend sind wir zurück in unser Hotel, wo wir unsere Zimmer bezogen haben. Das Gepäck durften wir selbstverständlich nicht selber dorthin tragen sondern mussten uns helfen lassen. Nach etwas ausruhen und einrichten haben wir uns auf gemacht um das Touristenvirtel Thamel zu erkunden.
Mit als erstes haben wir am Automaten-Spiel so viel Geld abgehoben, dass wir es später in mehreren Rollen unter uns aufgeteilt haben (vielleicht liegt das aber auch daran, dass der größte Schein mit 1000 Rupien rund 6 Euro wert ist 😄)
Thamel ist das touristische Zentrum und es gibt unzählige Läden, aber eigentlich nur rund sechs verschiedene: Outdoor-Ausrüstung, Woll-Produkte, allgemeine Kleidung, Klangschalen, Obst und Kioske.
Wir haben uns direkt im ersten Woll-Fachgeschäft in den Laden verliebt und ein paar geplante und ein paar ungeplante Sachen gekauft.
Dass in den wuseligen kleinen Straßen dank Linksverkehr tendenziell immer auf der anderen Seite gegangen und ausgewichen wird lernen wir dann vielleicht, wenn wir in zweieinhalb Wochen wieder in Kathmandu sind…
Zum Abendessen haben wir uns für nepalesisch indische Küche entschieden und irgendwie war alles ein Spur schärfer als beim Inder in Deutschland. Super lecker war es, und viel.
Abschließend haben wir dann noch die Rucksäcke final gepackt und um neun Uhr Ortszeit waren wir im Bett, denn der Wecker ging um 3:30 🥳 wie gut, dass wir die Nacht davor fast nicht geschlafen haben, dann kann man besser um 16 Uhr deutscher Zeit schlafen gehen 😄
Nach reibungslosem Transfer zum Flughafen sitzen wir jetzt wieder am Gate für unseren kurzen Inlandsflug nach Lukla. Aktuell ist durch den Iran Krieg deutlich weniger los, sodass die Inlandsflüge auch über den internationalen Flughafen abgewickelt werden können. Das spart uns ein paar Stunden Jeep-Fahrt, ist für die Tourismus-Branche echt ein Problem. Uns könnte es einen weniger stark frequentierten Weg bescheren 🙃Read more

TravelerIch hatte die Hoffnung, aber diese Mango war’s leider nicht. Trotzdem lecker 😅

Julius Wohlrath
Zumindest kann man sich im Alter setzten 🤨 dann gibt’s auch nen zusätzlichen Abfluss
Abenteuerlicher Flug & relaxte Wanderung
March 29 in Nepal ⋅ ☁️ 9 °C
Kathmandu (1400) - Lukla (2860) - Phakding (2610)
Um 3:30 Uhr ging unser Wecker, denn die Flüge nach Lukla können vom Wetter am besten morgens starten. Dass full-service-Paket ist ungewohnt aber hat auch was für sich: wir bekommenen ein Breakfast-Paket, ein Mitarbeiter fährt uns zum Flughafen, unser Guide empfängt uns direkt bei der Landung. Aber der Reihe nach:
Da aktuell viele Gäste wegen gecancelter Flüge überrascht den Nahen Osten ausbleiben, fliegen die Inlandsflüge von Hauptstadt-Flughafen. Normalerweise fliegen die kleinen Maschinen vom außerhalb gelegenen Flughafen in Ramechhap (4 h Jeepfart von Kathmandu). Nachdem wir mehrfach schon dachten, unser Flug sei an der Reihe war es dann gegen halb acht so weit (auf dem Ticket stand ne Stunde eher). Damit hatten wir aber Glück im Vergleich zu den Vortagen, wo einige Flüge wegen schlechter Sicht nicht starten konnten.
In einer Maschine für 14 Passagiere geht's auf jeden Fall recht gemütlich zu. Typisch nepalisisch wurde die Maschine von fast genauso vielen Mitarbeitern vorbereitet...
Richtig gut war die Sicht aber auch so nicht - also etwas weniger Bergpanorama auf dem Flug als erhofft. 10 Minuten von der Landung in Lukla lichteten sich die Wollen etwas und die Landung per Sicht konnte sicher geflogen werden. In Summe kann man schon sagen, dass wir auch happy waren, als wir sicher gelandet sind auf der nur rund 500m kurzen Landebahn mit 12 Prozent Steigung.
By the way: bei 14 Fluggästen geht auch die Gepäckausgabe flott 😄
In einer Lodge gab's dann ein anderthalbtes Frühstück (wir haben uns für Omelett und Sandwich entscheiden) und wir haben unseren Guide Ambar kennengelernt. Er hat all unsere Permits besorgt und wir konnten in die erste Etappe starten. Diese war heute mit rund zweieinhalb Stunden ziemlich kurz, ab morgen kommen dann die vollen Wandertage. So konnten wir unser Mittagessen schon am Etappenziel im "Royal Sherpa Hotel" in Phakding genießen. Wir haben frisch zubereitete Frühlingsrollen mit verschiedenen Füllungen und Pommes ausprobiert. Anschließend haben wir am Nachmittag einen großzügigen Nap einlegen, um etwas Schlaf nach der kurzen Nacht nachzuholen.
Da es noch recht früh am Nachmittag war und wir uns körperlich gut fühlten, entschieden wir uns, noch ein paar (Höhen-)Meter zu sammeln, um die Akklimatisierung zu fördern. Dabei wurden wir von nepalesischen Kindern zum Fußballspielen herausgefordert. Das haben wir uns nicht zweimal sagen lassen. Im Laufe der Zeit mussten wir jedoch feststellen, dass die Einheimischen etwas besser mit der dünnen Luft klar kommen und die Jungs durchaus geschickter am Ball waren als wir. Nach einer kurzen Rast in einem höher gelegenen Dorf haben wir uns auf den Rückweg in unsere Lodge gemacht.
Vor dem Abendessen gab es ein Briefing von Ambar zu unserem morgigen Tag, der uns nach Namche, einen etwas größeren Ort, führen wird. Das Essen war wieder sehr lecker und wir nutzen aktuell noch die große Auswahl an Gerichten, die mit steigender Höhe sicherlich nachlassen wird.
Nach diesem langen Tag geht es heute früh ins Bett.Read more
Aufstieg nach Namche & 1. Everest-Blick
March 30 in Nepal ⋅ ⛅ 8 °C
Phakding (2610m) - Namche Bazaar (3440m)
Zum ersten Mal auf dieser Tour haben wir lang geschlafen: 9 Stunden waren morgens um sechs voll und das tat gut. Um 7:40 ging es mit warmen Frühstück gestärkt los und der Frage, ob die Dauenjacke zum Start besser wäre. Wir haben uns dagegen entschieden und waren eine halbe Stunde später mit den ersten Sonnenstrahlen im T-Shirt unterwegs.
In toller Wanderung gesäumt von unzähligen Restaurants ging es richtig schön den Fluss entlang. Manchmal durch Kiefernwälder wie in den Alpen, ein paar Unterschiede gibt's aber doch: über dem Tal gucken immer wieder die richtig hohen Berge durch - Berge über 6000 Meter sind schon echt ein anderes Kaliber.
Und es kommen einem immer wieder Esel- oder Yak-Karawanen entgegen. Meist mit einem Treiber am Ende, manche Tiere haben aber auch die volle Lizenz des Autopiloten und sind auf der Strecke das Tal entlang (scheinbar?) autonom unterwegs.
Der Weg durch das Tal ist die Hauptanbindung der ganzen Region und alle Waren werden von Tieren oder Menschen getragen. Das ist schon schwer vorstellbar...
An der Hillary-Bridge Hängebrücke ging es dann weg vom Fluss auf in den Anstieg nach Namche Bazar. Vor den 600 hm bis auf 3.440 hatten wir durchaus Respekt. Unser Guide Ambar war dabei ein super Taktgeber, um das ganze nicht zu schnell anzugehen (und wenn es mal bergab geht braucht man auf die Anstrengung wegen der Höhe aber auch nicht zu achten und kann guten Gewissens Tempo machen).
Nach rund einem Viertel des Anstiegs wurden wir dann mit etwas besonderem belohnt: durch das Tal hindurch war für uns das erste Mal der Mount Everest zu sehen, dessen Gipfel nochmal 5.500 Meter höher liegt als wir beim Foto 🤯
Nach und nach werden wir uns ihm immer weiter nähern 😉
Kurz darauf waren wir auch schon in Namche Bazar angekommen, wo wir zur Akklimatisierung zwei Nächte verbringen werden.
Nachmittags sind wir etwas durch den Ort geschländert, haben kleinere Besorgungen gemacht und davei kurz vergessen, wie hoch wir sind... Und bekamen nach 7 steilen Stufen auch direkt Feedback von unseren Körpern: Schwer am Schnaufen, halbe Minute Pause machen und es dann doch ruhig angehen lassen. Gleichzeitig rannten einheimische Kinder die gleiche Treppe rauf und runter. In Summe geht's uns, bis auf leichte Kopfschmerzen, für die Höhe aber super. Wir freuen uns auf die morgige Tageswanderung mit hoffentlich vielversprechendem Panorama auf die höchsten Berge der Welt und davor viele Stunden Schlaf - gute Nacht! 😴Read more
Himalayapanorama und Sherpakultur
March 31 in Nepal ⋅ ☁️ 8 °C
Der heutige Tag diente vor allem der Akklimatisierung. Wir schlafen die nächste Nacht am selben Ort wie letzte Nacht und konnten deshalb heute Morgen mit nur einem gemeinsamen Rucksack für das Nötigste aufbrechen. Unser Weg führte uns hoch zum Everest-View-Hotel auf 3889m, dem höchstgelegenen Luxushotel der Welt (sagt zumindest das Guinnessbuch der Rekorde von 2004). Die rund 450 Höhenmeter legten wir in ca. 2 Stunden zurück. Wir brachen bei klarem, sonnigen Wetter auf, doch heute zogen schnell viele Wolken ins Gebirge, sodass wir uns innerlich schon fast von unserer Hoffnung auf den ersten richtig guten Blick auf den Mount Everest und die umliegenden Riesen verabschiedeten. Umso größer war unsere Freude über jedes kleine Loch in den Wolken, das ein wenig Sicht freigab. Wir sollten Glück haben, denn als wir es uns auf der Terasse des Hotels mit einem landestypischen Milk Tea gemütlich gemacht hatten, zogen die Wolken immer weiter und wir konnten tatsächlich die Gipfel des Everest, seines 8000er Nachbarn Lhotse und weiteren markanten Bergen sehen. Das war wirklich beeindruckend, vor allem als wir uns bewusst gemacht haben, wie weit die Berge eigentlich noch entfernt sind.
Auf dem Abstieg zurück nach Namche machten wir Halt an einer Art Museum. Uns sind von Anfang an im Gebirge große Müllsammelstellen überall am Weg aufgefallen und die Gegend ist überraschend sauber. Seit den 90ern ist der Tourismus im Everest-Gebiet stark gewachsen. Der dadurch entstehenden Müllproblematik begegnen die Menschen vor Ort sehr verantwortungsbewusst. Es wurden besagte Sammelstellen eingerichtet, Müllsammler sind mit großen Körben auf den Wegen unterwegs und die gesammelten Plastikflaschen werden gereinigt, geschreddert und zu kleinen Souvenirs weiterverarbeitet. Der Müll wird zu 1kg Beuteln gepackt und jeder Tourist wird darum gebeten, einen dieser Beutel auf dem Rückweg mit nach Lukla zu nehmen, von wo aus dieser gut abtransportiert werden kann.
Das Konzept scheint zu funktionieren und viele Guides gehen mit ihren Gruppen an dem Museum vorbei, sodass jeder darauf hingewiesen wird.
Im Museum gab es außerdem VR-Brillen, mit denen wir durch echte Videos und Fotos die verschiedenen Stadien einer Everest Besteigung erleben konnten. Sehr faszinierend!
Zurück in Namche besuchten wir das Sherpa Museum. Dort haben wir viel über die Geschichte, den Ursprung und die Entwicklung der Sherpa und ihrer Kultur mit dem Tourismus gelernt. Das war sehr interessant und wir freuen uns, hier auch viel lernen zu dürfen.
Wir waren unserem Guide heute sehr dankbar für den frühen Aufbruch, denn diese Runde scheint die typische Akklimatisierungs-Tour zu sein. Nach uns kamen erst am Hotel und dann in den Museen Massen an Touristen an, denen wir zum Glück ausreichend voraus waren.
Zum Mittagessen waren wir zurück in unserer Unterkunft und verbrachten den Nachmittag und Abend mit Ausruhen, vielen guten Gesprächen und dem erfolgreichen Versuch, uns an die Skat-Regeln zu erinnern.
Der Akklimatisierungstag hat uns sehr gut getan, wir fühlen uns fit und rundherum wohl. Morgen geht’s also weiter in die Höhe, die 4000er Marke erreichen wir jedoch noch nicht ganz.Read more
Überraschende Chance: jetzt geht's hoch!
April 1 in Nepal ⋅ ⛅ -8 °C
Wenn man gerne Pläne macht, ist es gar nicht so einfach, sich von den Plänen zu verabschieden und Chancen zu ergreifen, die sich bieten.
Aber der Reihe nach:
Unsere Höhenakklimatisierung klappt richtig gut und alles bis 4.000 hm ist schon entspannt freigeschaltet. Damit kann es höher gehen. Und es müssen Können und Glück gut zusammen passen. Da wir zuverlässig alle Zeitangaben solide unterbieten und schon mehrfach vor 11 Uhr bei der Mittagessen-Lodge angekommen sind traut Ambar uns eine Menge zu.
Und dann ergab sich eine Chance, von der wir uns nicht mal zu träumen erlaubt hätten: bei unserem Tour-Anbieter Green Valley Treks Nepal gibt es auch Touren, die ganz nach oben gehen und den Everest in Angriff nehmen. Krankheitsbedingt musste eine Kleingruppe abbrechen und vom Everest Base Camp, wo sie Akklimatisierung machten direkt runter nach Namche.
Alle Permits waren besorgt. Alle Guides und das Equipment sind vor Ort. Und das bleibt ungenutzt.
Oder es kommt zum Tausch:
Als Ambar uns die Möglichkeit vorstellte mussten wir einmal tief in uns gehen und uns intensiv beraten. Aber dann stand die einstimmige Entscheidung fest: wir nehmen das Angebot an, setzen direkt per Heli ins Everest Basecamp über und dürfen uns nach und nach daran versuchen, höhere Camps zu erreichen. Der Gipfel ist für unsere verbleibende Zeit natürlich nicht realistisch und der reizt uns wegen der objektiven Gefahren auch gar nicht so sehr.
Camp 3 auf 7.200 hm peilen wir als höchste Übernachtung an. Wenn alles stimmt könnte eine Tageswanderung bis Camp 4 (8.000 hm) drin sein.
Mit ordentlich Aufregung im Bauch ging es daran, uns in Namche die passende Leih-Ausrüstung zusammen zu stellen. Das ging besser als gedacht und war schon etwas wild 😄
Auch Helikopter sind wir heute damit alle das erste Mal geflogen (lauter als Ohropax gut wegdämmt). Im Basecamp gab es dann erstmal einen medizinischen Check-Up und wir werden immer wieder medizinisch überwacht. Auch das Höhenmittel Diamox gibt's ab jetzt präventiv, bei unserer Dosis nur unter ärztlicher Aufsicht.
Bisher war alles nett und schön - ab jetzt beginnt das echte Abenteuer. Für morgen steht schonmal der Umgang mit Steigeisen und Leitern an, auch den Umgang mit Flaschensauerstoff werden wir lernen.
Platt vom Tag geht's jetzt ins Zelt, wir freuen uns euch auf dem Laufenden zu halten ☺️Read more

TravelerWas für eine tolle Chance - mögen die guten Berggeister mit euch sein🍀🍀🍀….

Julius WohlrathUnd hat irgendwie ne unwahrscheinliche schlechte Auflösung für die Handys die die drei haben 📷
April April! Es geht weiter ins Gebirge
April 1 in Nepal ⋅ ☁️ 7 °C
Namche Bazaar (3440m) - Thametang (3889m)
Erinnerung für alle, die es heute Morgen vergessen haben: heute ist der 1. April! 🥳 für manche zur Erleichterung, für andere zur Enttäuschung: wir sind nicht im Base Camp, sondern setzten unsere Tour wie geplant fort.
Wir sind nach dem gestrigen Akklimatisierungstag heute wie geplant zu Fuß weiter Richtung dem ersten von drei Pässen aufgestiegen. Um den Körper sinnvoll zu akklimatisieren wird empfohlen, den Schlafort je Nacht 300-400hm nach oben zu verlegen. Da wir uns die letzten Tage als zügiger Geher gezeigt haben, hat unser Guide für uns heute Morgen eine halbe Stunde später geplant. Wir haben also heute um halb acht gefrühstückt. Passend zum Tag gab es heute für uns drei das Everest-Menü, bestehend aus dünnen Pfannkuchen mit Butter und Marmelade sowie einem Rührei und ein paar Bratkartoffeln, serviert mit einem warmen Saft und wie immer einem Glas Tee.
Durch das spätere Frühstück konnten wir um viertel nach acht direkt im T-Shirt loswandern. So konnten wir uns die obligatorische Fleece-auszieh- und eincrempause heute sparen. Wir sind bis zum Mittagessen in der Ebene gelaufen, immer am Hang entlang oberhalb vom Fluss Bhote Koshi. Anhand der Geräuschkulisse, die uns den ganzen Tag begleitet hat, können wir nun verstehen, dass es möglich ist, mit der Wasserkraft von diesem Fluss die gesamte Region mit Strom zu versorgen.
Gut, dass wir heute eine halbe Stunde später gestartet sind. So sind wir erst um halb elf bei unserer Mittagsrast in Samde angekommen. Hier waren wir die einzigen Gäste und der Gastwirt hat frisch für uns gekocht. Desswegen hat die Mittagspause eineinhalb Stunden gedauert, was aber nicht weiter schlimm war. So konnte wir frisch gestärkt und gut erholt den letzten Anstieg nach Thametamg angehen. Über eine Hängebrücke haben wir den Fluss überquert und sind gegen zwei Uhr an unser Lodge angekommen. Diese wird von einer Sherpa-Familie geführt und wir wurden sehr herzlich aufgenommen.
Aufgrund von drohendem Regen haben wir uns nach Beziehen der Zimmer und Wählen der Speisen für heute Abend und morgen Früh mit leichtem Gepäck auf den Weg zum Kloster von Thame gemacht.
Die 150 weiteren Höhenmeter tun unserer Akklimatisierung sicher gut und wir haben oben ein schönes Plätzchen in der Sonne gefunden, wo wir saßen und dem Wolkenspiel zugeschaut haben. Die Wolken ziehen immer weiter das Tal hoch, sie werden verwirbelt, in filigrane Figuren gezogen, ziehen teilweise in unterschiedliche Richtungen und es ergeben sich durchgehend neue Bilder. Zwischendurch blitzen die Berge durch und ganz ungewohnt: aus den Wolkenbergen schauen die Berggipfel heraus. Die Berge sind hier einfach höher.
Zurück in unserer Unterkunft haben wir den Nachmittag zum Ausruhen genutzt. Vor dem Abendessen haben wir uns mit der kleinen Tochter der Familie angefreundet und uns ein einfaches Kartenspiel ausgedacht, das wir gemeinsam gespielt haben.
Mit Ambar haben wir den morgigen Tag besprochen. Die nächsten beiden Tage wären sehr kurze Tage, bevor es auf den ersten Pass geht. Wir sind bisher an jedem Tag deutlich schneller als erwartet am Ziel angekommen und fühlen uns wirklich fit und gut akklimatisiert. Ambar hat vorgeschlagen die beiden nächsten Etappen morgen zusammenzufassen (wir werden trotzdem am frühen Nachmittag ankommen), sodass wir einen Tag früher auf den ersten Pass aufsteigen und einen Puffertag gewinnen. Der Vorschlag kommt uns sehr entgegen und unsere eigene und Ambars Wahrnehmung von uns scheinen gut übereinzustimmen.
Wir wissen, dass wir unsere Glaubwürdigkeit heute Morgen etwas aufs Spiel gesetzt haben, versprechen aber, dass der Vorschlag nur von unserem Guide kam und aus verschiedenen Gründen gut, vernünftig und sinnvoll ist :)
Wir freuen uns auf die nächsten Tage und sind gespannt, was in den größeren Höhen noch auf uns zukommt.Read more
Wir bekommen die Höhe zu spüren...
April 2 in Nepal ⋅ ⛅ 3 °C
Thametang (3889m) - Maralung (4120m)
In der Höhe von 3.900 hm ruhig und erholsam zu schlafen und ohne Kopfschmerzen aufzuwachen ist eine Gabe, die bei uns dreien heute morgen leider ungleich verteilt war.
Für Fabian ging es in Rücksprache mit unserem Guide dann mit einer Ibu an den Start. Im Gegensatz zu gestern, wo wir Ambar eher einen Schritt voraus waren, war es heute dann andersherum und wir fühlten uns mindestens in etwa so, als wäre der imaginäre Helm zwei Rasten zu eng eingestellt und etwas Kopfschmerzen da.
Unser Ziel für Lunch auf 4.200 Metern haben wir dennoch in gewohnter Manier deutlich früher als vorhergesagt erreicht.
Da Fabian das Bingo der Symptome von leichter Höhenkrankheit mit Retournierung des Frühstück als erstes voll hatte, haben wir dann mit Ambar die Optionen durchgesprochen und entschieden, für heute nicht weitere 250hm aufzusteigen sondern in der "Riverside Lodge" zu bleiben.
Schlafräume sind in der Region grundsätzlich ungeheizt, heute sind wir erstmals auf der Höhe angekommen, wo auf Grund regelmäßigen Frosts die Wasserleitungen so früh im Jahr noch außer Betrieb sind und stattdessen neben jedem Klo und Waschbecken ein großer Eimer zum abspülen steht.
Also war für den Rest des Tages Ruhe und viel Trinken angesagt: Tapfer sind wir pro Person auf rund 5 Liter gekommen, die hier in der Höhe auch plötzlicher zu Harndrang führen, als man es von daheim gewohnt ist. Nach unseren noch recht holprigen Skat-Versuchen vorgestern kam heute tatsächlich Spielfluss auf...
Als einzige Gäste auf der Lodge war auch Zeit für das ein oder andere Gespräch mit unserem Gastgeber, der früher als Guide gearbeitet hat und schon 10 Mal auf dem Mount Everest stand.
Eingebettet in wundervolles Bergpanorama haben wir so nochmal vieles über die Region und die Landwirtschaft hier erfahren. Einiges mit Parallelen zu Deutschland vor der Erfindung des Treckers: so werden die Felder hier selbstverständlich mit dem Yak-Gespann gepflügt und der Mist körbeweise aufs Feld gekippt, bevor er dann verteilt wird.
Wir haben ein kleines Thermometer dabei, aus Interesse, welche Temperaturen uns hier tatsächlich begegnen. Als wir dieses im Gastraum stehen hatten, hat es für völlige Faszination bei unserem Guide und dem Gastwirt gesorgt. Es wurde gerätselt, ob es ein Oxymeter ist, das man an den Finger steckt, oder ob man die Körpertemperatur damit misst. Dass die Umgebungstemperatur damit gemessen wird und dann auch noch im positiven Bereich, war eine komplett beeindruckende Erkenntnis.
Heute Abend gab es für uns alle das nepalisische Nationalgericht Dal Bhat (wörtlich Linsen mit Reis, praktisch eine Art Linsensuppe als Soße für den Reis und meist noch gemischtes gekochtes Gemüse (=Curry) dazu).
Wir konnten Ambar überzeugen mit uns zusammen zu essen und hatten viel Freude mit Chilischoten, von den ein winziges bisschen sofort Brillengläser beschlagen lässt.
Spannenderweise ist Dal Bhat hier in der Everest-Region erst seit rund 15 Jahren verbreitet, da sowohl Reis als auch Linsen aus flacheren Regionen importiert werden müssen. Wachsen tun in der Höhe hier eigentlich nur Kartoffeln und Yaks.
Danach saßen wir noch um den obligatorischen, mit Yak-Scheiße betriebenen Ofen zusammen und hatten gute Gespräche bis es ins Bett geht in der Hoffnung auf erholsamen Schlaf und einen morgigen Tag ohne Höhenkrankheit.Read more
Vorbereitungen vor dem ersten großen Tag
April 3 in Nepal ⋅ ☀️ 3 °C
Maralung (4120m) - Lumde (4368m)
Nachdem wir gestern doch nur einen Ort weitergezogen sind, stand heute mit 250 Höhenmetern eine sehr kurze Etappe an, die wir bereits um 10.30 Uhr geschafft hatten. Zum Glück konnten wir Ambar überzeugen, dass Mittagessen um 12.00 Uhr völlig ausreichend ist. So konnte Bacon sich noch einmal hinlegen und eine Runde schlafen, da er nach wie vor mit höhenbedingten Kopfschmerzen und schlechtem Schlaf zu kämpfen hat. Zum Essen ging es ihm wieder gut und wir fühlten uns fit genug für einen kleinen Ausflug am Nachmittag. Es ging etwa 300 Höhenmeter höher auf einen Hügel (anders kann man das nicht nennen, in diesem beeindruckenden Bergpanorama), was uns nochmal bei der Akklimatisierung helfen soll - wir haben somit 4700 hm erreicht. Wir schafften den Aufstieg ohne Probleme und belohnten uns mit einer Pause und einem Nap in der schön warmen Sonne, bevor es wieder nach unten ging.
Den restlichen Nachmittag verbrachten wir wie gestern mit einer großen Kanne frischem Minztee und Skat spielen. Abends ging es früh ins Bett, da der Wecker für morgen auf 4.45 Uhr gestellt ist. Morgen überqueren wir den ersten der drei Pässe, den Renjo Pass auf 5360m. Das bedeutet 1000 Höhenmeter Aufstieg und anschließend wieder 500 Höhenmeter Abstieg zur nächsten Unterkunft. Der Tag wird lang, aber auf dem Pass soll man eine der schönsten Aussichten der ganzen Tour auf das Gebirge inklusive Mount Everest haben. Bisher ging es um die Akklimatisierung, ab morgen geht es mit den „richtigen“ Wandertagen los und wir freuen uns sehr auf all die geplanten Highlights im Höchsten Gebirge der Welt.Read more
Kurze Nacht, Not-Abstieg, Tour-Abbruch!
April 4 in Nepal ⋅ ☁️ 8 °C
Lumde (4368m) - Namche Bazaar (3440m)
Der Wecker für die Pass-Überquerung steht auf 4:45 Uhr, da wir aber bereits vor neun Uhr im Bett unserer Zimmer lagen, war genug Zeit für ausreichend Schlaf. Wenn man denn schlafen kann.
Nachdem Fabian die letzten Tage seit Namche schon immer schlechter geschlafen hat war es diese Nacht noch schlimmer: beim waagerechten Liegen rasselt es ordentlich in der Lunge als wäre Wasser drin. Wenn es mal kurz in den Schlaf gehen sollte, wird kurz darauf mit starker Kurzatmigkeit aufgewacht. Und wenn man eh nicht schlafen kann, kann man sich immerhin Gedanken machen, wie gesund oder bedenklich das wohl ist.
Um zwei Uhr nachts dann die Entscheidung, mal bei Maxi und Steffi die Nachtruhe zu stören. Wir haben festgestellt, dass das Rasseln bei tiefem Atmen nicht psychosomatisch, sondern gut auch von außen hörbar ist.
Weil das ganze jetzt nicht so relaxt wirkte, haben wir uns entschieden, Ambar ebenfalls wachzuklopfen. Nach der Beschreibung der Symptome hat er sein Puls-Oximeter rausgeholt und wir haben zur Messung angesetzt. Die fiel mit einem Low-Score von unter 60% Sauerstoff-Sättigung im Blut bei Fabian eindeutig aus, während Steffi und Maxi sich an über 90% erfreuten.
Da es Internet an der Lodge nur käufliches Internet bei Sonnenschein gibt war die nächtliche Zeit dafür eher ungünstig. Die Versuche mit dem ebenfalls um kurz vor drei wachgeklopften Wirt waren nicht erfolgreich um das Sattelitenbasierte WLAN ans laufen zu bekommen.
Also haben wir uns auf unsere vereinbarte Frühstückszeit von 5:30 vertagt, Maxi ist zum "Aufpassen" in Fabians Zimmer gewechselt, der sich schon vorher das Schlafgemach auf Sitzposition umgebaut hatte um gut Luft zu bekommen. Schlafen konnte allerdings niemand mehr so richtig, viele Gedanken um Gesundheit und den weiteren Verlauf der Tour hielten uns wach.
Der Plan stand: um 6 Uhr geht's in den Abstieg um 1000 hm nach Namche (also die letzten drei Tageswanderungen zurück) - denn bei jeder Form ausgeprägter Höhenkrankheit hilft vor allem Abstieg.
Bei eisigen Temperaturen ging es dann in den Abstieg statt Aufstieg und nach rund zwei Stunden haben wir Thametang erreicht und konnten das Internet zu den Symptomen befragen.
Chat-GPT war sich dann sehr schnell sehr sicher, dass sehr viel für eine frühere bis mittlere Form von einem Höhenlungen-Ödem spricht, bei dem sich auf Grund der Höhe Flüssigkeit in den Lungenbläschen sammelt und die Lungenfunktion innerhalb weniger Stunden deutlich zurück gehen kann. Das ist das, was bei den Info-Tafeln zu Varianten der Höhenkrankheit ganz unten bei den schweren Varianten steht...
Das wichtigste und hilfreichste ist der schnelle Abstieg um rund 1000 hm, denn wir also zügig fortsetzten.
Mit wenig bis keinem Schlaf ist es durchaus kräftezährend, drei wenn auch für sich kurze Etappen auf einmal zurückzulegen. Eine der nötigen Pausen nutzen wir dann schon mal für den Kontakt zur Reise-Krankenversicherung, die uns ein Aktenzeichen und die freie Wahl der medizinischen Anlaufstelle gab.
Außer Kopfschmerzen bei Fabian und allgemeiner Müdigkeit ging es uns aber körperlich soweit gut bei der deutlich früher als geplanten Rückkehr nach Namche. Für Maxi und Steffi kam nach der Sorge um Fabian aber auch einige Enttäuschung und Traurigkeit über die Richtungsänderung unserer Tour und den damit verbundenen wegfallenden Highlights, die unmittelbar bevorstanden, auf.
In Namche ging es dann nach dem Check-In recht direkt ins von Südkorea co-finanzierte Krankenhaus.
Mit nepalesisch-typischer Manpower waren bis zu vier Angestellte mit Datenaufnahme und Anamnese beschäftigt und wir waren froh um Ambar als zusätzlichen Vermittler. Nach dem Abhören mit nach wie vor hörbaren Rasseln stand dann fest, dass es für 1-2 Stunden an zusätzlichen Sauerstoff geht und danach geschaut wird, ob die Sauerstoff-Sättigung hoch und stabil ist. Zusammen mit Infusionen war die Zeit im Krankenbett auf jeden Fall super, denn die Verbesserung war deutlich spürbar.
Beim Abschlussgespräch war auf jeden Fall klar: es gibt die klare Anordnung, morgen weiter abzusteigen und eine ganze Reihe an Medikamenten mit (bei der wir nachher mit Chat-GPT aussortiert haben und jetzt nur 2 von 5 und nur für die Zeit bis Lukla statt für länger zu nehmen).
Und es gab die mit Spannung erwartete Rechnung, die mit umgerechnet 65 Euro insgesamt sehr moderat ausfiel.
Für Fabian war damit die Hochgebirgszeit definitiv beendet und was den Tag über schon grob überlegt wurde musste am Abend konkretisiert werden: wie setzen wir diesen Urlaub bestmöglich fort und machen wir das gemeinsam im Flachland oder gibt's für Steffi und Maxi noch ein Happy End in den Bergen. Um das für und wider etwas abzukürzen stand am Ende das Fazit, dass durch erneute notwendige Akklimatisierung keine attraktive Tour in den Hochlagen mehr möglich ist. Auch sollte Fabian nicht alleine gelassen werden, wollten wir doch einen Urlaub zu dritt erleben. Der Traum von der drei Pässe-Tour mit Island Peak und EBC war damit sehr jäh geplatzt.
Aber die kurze Recherche, was im "Flachland" Nepals möglich ist macht uns zuversichtlich, dass wir die Zeit wahrscheinlich gut gefüllt bekommen.
Nach einem Tag voller Action, Trauer um geplatzte Träume, Fragen nach der weiteren Tour stand zugleich auch die medizinische Erleichterung, dass die doch akuten Symptome vollständig abgeklungen sind und als Spoiler die Nacht sehr sehr erholsam war.
Was bei unbehandelter HAPE passiert darf erst gegoogelt werden, wenn wir morgen zurück in Kathmandu im Flachland sind 🫣Read more
Trauriges Ende - Abstieg nach Lukla
April 5 in Nepal ⋅ ☁️ 8 °C
Namche Bazaar (3440m) - Lukla (2840m)
Nach der gemeinsamen Entscheidung von gestern Abend, dass Maxi und Steffi nicht alleine mit Ambar wieder aufsteigen und eine neue Akklimatisierung beginnen, sind wir nach dem Frühstück um sieben Uhr aus Namche Bazaar Richtung Lukla abgestiegen. Fabian hatte die beste Nacht seit fünf Nächten. Die Sauerstoff-Therapie und die Medikamente habe gewirkt, somit war er topfit für den Abstieg. Der Abschied von Namche Bazaar ist vor allem Maxi und Steffi sehr schwer gefallen. Fabian war vorrangig froh, wieder fit zu sein und hatte beim Frühstück zum Glück auch wieder richtig Appetit.
Im Laufe des Abstieges sind wir an vielen Orten vorbei gekommen, an die wir uns vom Aufstieg noch erinnern konnten. Zum einen löste dies bei uns Freude über das Wiedererkennen aus, ließ aber auch etwas Wehmut aufkommen, wenn man sich daran erinnert, welche Freude wir im Aufstieg verspürt haben. Somit war auch der Schmerz über den unplanmäßigen Abstieg da.
Alles in allem sind wir gut voran gekommen und haben um halb zwölf Mittag an der Lodge der ersten Übernachtung vor einer Woche gemacht. Nachdem wir einige heftige Regen- und Hagelschauer abgewartet haben sind wir mit den letzten Tropfen in das letzte Teilstück nach Lukla gestartet. So kamen unsere Regenjacken auch das erste Mal zum Einsatz. Nach einer halben Stunde konnten wir sie aber zum Glück wieder ausziehen. Gegen 15:30 sind wir dann in Lukla angekommen. Hier haben wir noch jeweils 1kg Müll abgegeben, den man in einem Beutel aus Namche mitnehmen konnte, um die gesamte Region müllfrei zu bekommen.
Weiterhin begleitet uns das Spannungsfeld aus Trauer um all das, was jetzt nicht möglich ist, Erleichterung um den glimpflichen Ausgang und den Versuch, auch das Schöne zu sehen und nach vorne hin zu finden.
Im Hotel angekommen haben wir nach einer heißen Dusche etwas entspannt und uns nach dem Abendessen schon von unserem Guide verabschiedet. Morgen sollen wir ab 8:30 am Flughafen sein, um zurück nach Kathmandu zu fliegen. Da wir unplanmäßig morgen zurück fliegen wollen, werden wir hinten angestellt, die Chance steht aber wohl gut, dass wir einen Platz in einem der späteren Flüge bekommen. Mal sehen ob das Wetter Flüge zulässt.Read more
Warten auf den zu frühen Rückflug
April 6 in Nepal ⋅ ☁️ 21 °C
Lukla (2840m) - Kathmandu
Nach einer erholsamen Nacht in niedriger Höhe direkt neben dem Flughafen wurden wir pünktlich um sechs Uhr von dem ersten abhebenden Flugzeug geweckt. Mit Ohrstöpseln und ein paar mal umdrehen konnten wir bis 7 Uhr im Bett bleiben. Dann mussten wir aufstehen, damit wir nach dem Frühstück pünktlich am Flughafen sein konnten. Pünktlich ist jedoch relativ. Einen Flugplan gibt es nicht. Zumindest nicht offiziell bzw. zumindest nicht so, dass wir ihr verstanden haben.
Unser Guide hat uns aber erstmal ganz routiniert durch die Sicherheitskontrolle geschleust und mit nepalesischen Schals endgültig verabschiedet. Am Flughafen Lukla ist alles sehr einfach. Das Gepäck bekommt für die Zuordnung Papierschilder mit einem Band und die Tickets sind nicht personalisiert. Es gibt 3 nepalesische Airlines, die den Flughafen anfliegen und zumindest bekommt man eine Flugnummer bei einer der Airlines auf seinem Ticket zugeordnet. Bei der Taschenkontrolle wird einem geglaubt, was nicht im Rucksack ist, und dass der Metalldetektor zum durchgehen piept und rot blinkt interessiert den Polizeibeamten nicht.
Am Gate angekommen haben wir uns gefragt wann unser Flug dran ist, aber Informationen dazu gibt es nicht. Wenn ein Flugzeug landet, wird von einem Mitarbeiter eine Flugnummer gerufen und dann machen sich um die 14 Passagiere auf den Weg zu Gate 1 und gehen auf das Rollfeld mit 4 Parkplätzen für Flugzeuge. Nach zwischenzeitlicher Aufregung weil endlich ein Flugzeug von Sita Air (unsere Fluggesellschaft) gelandet ist, mussten wir zusehen, wie das Flugzeug ohne Passagiere leer wieder abgehoben ist. Verstanden haben wir das nicht. Nach und nach kamen die Flugzeuge der anderen Airlines und nach einiger Zeit fehlte nur noch ein Flug für die restlichen 11 Passagiere und uns. Mittlerweile war es Mittag und wir hatten Hunger. Also haben wir den Flughafenkiosk entdeckt und uns an scharfen nepalesischen Chips probiert und nach einem Kaffee (der Kiosk hat tatsächlich eine Siebträgermaschine) und einem Tee noch frische Pommes aus der Fritteuse genossen. Dabei konnten wir zusehen, wie bei einem Flugzeug von Sita Air, was seit gestern auf einem der 4 Parkplätze steht, etwas an dem vorderen Reifen repariert wurde. Wir haben überlegt ob wir wohl warten müssen bis die Reparatur abgeschlossen ist und wir dann mit dem Flugzeug fliegen werden. Aber als die Arbeiten abgeschlossen und das Werkzeug zusammengepackt wurde, bekamen wir die Nachricht: unser Flieger ist in der Luft und aus Kathmandu auf dem Weg zu uns (Flugzeit circa 30 Minuten). Nach einer halben Stunde kam dann die Nachricht, dass wegen schlechtem Wetter der Flug unterbrochen werden musste und in Ramechap auf besseres Wetter gewartet wird. Inzwischen hat es in Lukla angefangen zu regnen. Wir hatten uns bereits damit abgefunden, dass wir an diesem Tag nicht mehr zurück kommen werden, da kam unser Guide in den Flughafen und erklärte uns wir könnten für 400 NPR (ca 2,30€) mit einem Helikopter zurück fliegen. Da uns Preise von 400 USD für das Upgrade auf einen Heli bekannt waren, waren wir skeptisch und etwas verwirrt. Nach fünf Minuten Unsicherheit bei allem Beteiligten hörte man auf einmal Motorengeräusche durch den Regen lauter werden. Unser Flieger war gelandet und wir konnten wie geplant nach 15 Minuten Wartezeit im Flugzeug auf geeignetes Wetter, mit dem kleinen Flieger nach Kathmandu starten.
Der Flug war unruhig aber im Vergleich zum Hinflug hatten wir eine gute Sicht. Nach der Landung in Kathmandu wurden wir vom Shuttle zum Hotel gebracht. Dort haben wir mit unser Reisegesellschaft den Plan für die restlichen zwei Wochen besprochen. Unsere stinkenden Wanderklamotten (6,4kg) haben wir für 150NPR je Kg (0,90€) beim Wäscheservice abgegeben und vom Besitzer noch jeder einen Tee dazu bekommen.
Den Abend haben wir dann auf der Dachterasse unseres Hotels mit einem Abendessen ausklingen lassen. Anschließend haben wir das erste richtige Bett mit frisch bezogener Bettdecke mit einem lachenden und einem weinenden Auge entgegen genommen - gesundheitlich geht es uns auf jeden Fall bestens. Morgen werden wir den Tag nutzen um Kathmandu zu erkunden.Read more
Eintauchen in Kathmandu
April 7 in Nepal ⋅ ⛅ 21 °C
Nachdem der neue Plan für die weitere Reise steht hatten wir heute einen ganzen Tag Zeit, in Kathmandu unterwegs zu sein und dabei auch über das "Touristen-Viertel" Thamel hinauszukommen.
Für uns alle war es Premiere, uns in eine wuselige asiatische Großstadt hineinzustürzen.
Erste Station des Tages nach leckerem Frühstück im Rooftop-Restaurant unseres Hotels war der buddhistische Affentempel, der auf einem ganz schön steilen Hügel über der Stadt liegt. Wir haben uns gegen Taxi oder Riksha entschieden und sind zu Fuß gestartet. Unten am Fuß des Hügels erwarteten uns die ersten Affen, die uns Menschen erstaunlich ähnlich sahen. Oben auf dem Hügel, den wir über 350 Stufen erklommen haben, hatten wir eine gute Aussicht über die Stadt und konnten einige religiöse Handlungen beobachten. Die meiste Zeit dort haben wir dann in einer Galerie verbracht, die Leinwand-Gemälde mit und ohne Bibelverse verkauft. Bis wir jeweils das perfekte Bild gefunden hatten, verging einiges an Zeit, es wurde der obligatorische Milchtee serviert. Außerdem bekamen wir einige Einblicke in das Leben der christlichen Minderheit in Nepal - auch das war spannend.
Zum Durban Square als nächsten Stop haben wir uns dann für den Weg zu Fuß entschieden, was uns spannende Shopping-Möglichkeiten gebracht hat: zunächst haben wir am Straßenrand frisch frittiertes Gebäck getestet, dann beim Gewürzhändler hoffentlich eine gute Grundlage für indische Gerichte daheim gelegt, bevor wir den Laden unserer Träume fanden: eine Art unverpackt-Laden für Chips, bei dem wir uns durchprobiert haben bis klar war, welche Köstlichkeiten wir mitnehmen.
Weiter ging es mit Momos (gefüllte Teigtaschen), bevor wir den Durban Square mit zahlreichen Tempeln und Palastgebäuden erreichten und besonders die faszinierenden Holzarbeiten bestaunt haben.
Ab dort ging es richtig ins Getümmel: ab durchs (untouristische, richtige) Marktviertel, wo es in unzähligen kleinen Läden so in etwa alles zu kaufen gibt. Tee und Safran landeten hier, für einen Bruchteil der deutschen Preise, unter anderem in unseren Tüten. Nach dem nächsten Streetfood-Snack (Katti-Rolls, bislang unser Favorit) war es dann Zeit für die Rückkehr zum Hotel, wo wir unsere Gutscheine des Hotels für 15 minütigen Fuß-Massagen einlösten. Glück für die Mitarbeiterinnen, dass unsere Füße die Vortage weniger strapaziert wurden als erhofft...
Zum Abschluss des Abends haben wir uns dann mit unseren Chips-Errungenschaften und frischem Obst auf der Dachterrasse niedergelassen, bis unsere Schnuten vermeldeten, dass die Tagesobergrenze für Gewürze und Scharfes endgültig erreicht ist.
Die Koffer sind gepackt, morgen früh geht es nach Pokhara inklusive dem Abenteuer, Fernbus in Nepal zu fahren. Gute Nacht!Read more
Ein Tag Überland-Bus nach Pokhara
April 8 in Nepal ⋅ 🌧 16 °C
Kathmandu - Pokhara
Dass in Nepal Bus fahren ein besonderes Erlebnis sein kann wird schon deutlich, wenn die erwartete Fahrzeit für 200km Distanz bei sechs Stunden liegt.
Der nächste Abschnitt unserer Reise wird uns auf eine Trekking-Tour führen, die niedrige Schlafhöhen (für Fabian) mit möglichst guten Bergsichten (für uns alle, aber doch besonders für Steffi und Maxi) vereinen soll: Den Mardi-Himal-Trek. Heute stand aber "nur" das dafür nötige Übersetzen nach Pokhara, dem touristischen Zentrum der Annapurna-Region an.
Raj als Chef unserer Agentur hatte uns für den Bus direkt das rundum sorglos Paket organisiert: wir wurden die fünf Minuten vom Hotel zum Bus begleitet, beim Einsteigen reichte "Green Valley" sagen als Ticketnachweis. Schnell noch beim Straßen-Stand vor dem Bus einen leckeren Milchtee besorgt (allgemein unschlagbares Getränk für jeden Anlass), dann ging die Fahrt pünktlich um 7 Uhr los.
Wenn man zu Ungeduld bei Reisen neigt, wäre der Tag eine sehr harte Konfrontationstherapie gewesen: überwiegend mit Tempo bis maximal 50 km/h geht es erst 1-2 Stunden durch Kathmandu, dann geht's außerorts weiter. Die Straßenbeschaffenheit der Fernstraße schwankt von mehrspurig mit baulich getrennter Mitte bis Schotter mit Löchern, wo unsere privaten Fahrzeuge alle aufsetzen würden.
Aber man nimmt auch wahr, dass viel gebaut wird und sich der Standard nach und nach Richtung dem ausgebauten entwickeln wird.
Manches geschieht halt wie woanders auch nacheinander: da sind Schnell-Ladestationen für E-Fahrzeuge an noch nicht asphaltierten Abschnitten keine Seltenheit.
Und dann geht es gemütlich durchs Land. Alle zwei Stunden gibt's ne Pause an Orten mit unterschiedlich fragwürdigen Sanitäranlagen, aber eigentlich stets guter Verpflegung:
Mittags halten wir an einer Raststätte, die das busweise abfertigen mit leckerem Dhal-Bhat perfektioniert hat: es gab eine große Auswahl an Köstlichkeiten von "schon etwas scharf" bis "hui da brennt die Schnute" - wir waren also voll in unserem Element.
Nach rund 8-9 Stunden waren wir jedenfalls gut angekommen, haben uns im Taxi verhandeln geübt und konnten unser Hotelzimmer beziehen.
Abends gings zum Essen an die See-Promenade, wo wir in einem an sich einfachen aber leckeren Grill-Restaurant unser persönliches 5-Gänge Menü kreierten.
Könnte schließlich ca. gerade Bergfest sein oder so.
Deswegen:
1. Gang: Hot and Sour Soup
2. Gang: Burger mit Pommes
3. Gang: Popcorn
4. Gang: Zwiebel-Pakora (Zwiebeln in Kichererbsen-Teig frittiert)
5. Gang: Bananen-Crepes
...diese Völlerei erleichterte unsere Urlaubskasse dann insgesamt um rund 8 Euro pro Person. Ab morgen wird also wieder gespart...
Ansonsten ist echt nicht viel passiert und die Vorfreude steigt, dass es ab morgen wieder ans Wandern geht 😊Read more

TravelerIch habe die Busfahrt mit euch gelitten. Aber das ist typisch Nepal. Habt ihr auch Küken an Bord gehabt, die die ganze Zeit gefiept haben? Ziegen im Kofferraum? Enjoy Lakeside. Habt ihr die Friedensstatue gesehen?
Endlich wieder wandern: Mardi-Himal-Trek
April 9 in Nepal ⋅ ☁️ 11 °C
Pokhara (820m) - Hotel Green View (2300m)
Endlich geht es wieder los: die Rucksäcke sind gepackt und das Gepäck ist im Gegensatz zur Everest-Region um Grödel und die ganz warme Kleidung erleichtert.
Nach dem Frühstück geht's um neun mit dem Fahrer des Hotels eine dreiviertel Stunde mit dem Auto zum Ausgangspunkt unserer Wanderung in Kunde. Damit bringt er uns ganz nebenbei von 800m in Pokhara auf 1700m Passstraßen-Höhe wo wir dann starten.
Nach dem gestrigen Regen starten wir bei feuchter Luft, die beim ersten Anstieg direkt gut schwitzen lässt. Also versuchen wir es entgegen unser aller Naturell mal wieder mit "slowly slowly".
Der Weg wird uns voraussichtlich nicht besonders stark herausfordern, sodass wir unser Permit online gebucht haben und ohne Guide gehen. Klappt ja im Schwarzwald und den Alpen auch. Dennoch ist auch ein kleines bisschen Erleichterung dabei, als an der Permit-Stelle alles ganz reibungslos klappt.
Der Weg ist immer wieder gesäumt von Gasthäusern die nahelegen, dass die eigentliche Hauptsaison hier im Herbst nach dem Monsun liegt. So kommen wir aber auch rasch auf einen Tee unter, als es dann doch mal zu regnen beginnt.
Leider ist Maxi nicht ganz gesund und so bot es sich an, dass wir die Etappe etwas niedriger als ursprünglich geplant auf 2300 hm bei einer typischen einfachen Unterkunft, aus Wellblech, Sperrholz und Kanthölzern, am "Lovely Hill Viewpoint" beenden und uns nach einem leckeren späten Mittagessen in Ruhe etwas Schlafsack-Zeit gönnen.
Die Landschaft unterscheidet sich auf jeden Fall deutlich vom kargen höheren Everest-Gebiet: auf der heutigen Etappe wuchsen am Start noch Bananen, später ging es durch Rhododendron-Wälder (das sind hier Bäume, keine Büsche) und teilweise auch Bambus, alles gerne von Moosen und Schlingpflanzen überwuchert - schon ein erster Vorgeschmack auf die Dschungel-Flora.Read more
Auf der Jagd nach der Rhododendron-Blüte
April 10 in Nepal ⋅ ⛅ 10 °C
Hotel Green View (2300m) - Low Camp (3000m)
Bei super Aussicht zum Frühstück konnten wir gut in den Tag starten. Heute ging es ansteigend nach und nach durch Rhododendron-Wälder, die angeblich hier im Frühling so schön blühen sollen. Irgendwie war das aber immer etwas enttäuschend geblieben, da das höchste der Gefühle einzelne blühende Bäume waren und kein Wald im Farbenrausch.
Insgesamt ist es hier aktuell ein recht feuchtes Wetter, was für die Aussicht auf die Berge eine nachteilhafte Angelegenheit ist. Die ersten Blicke am Morgen mussten daher schon fast für den Tag ausreichen.
Bis zum Mittagessen, für das wir im Forest-Camp einkehrten, haben wir nur ein wenig Höhe auf 2500 hm gewonnen, nach dem Mittag ging es dann in den Anstieg, der uns zur Hotel Siedlung "Low Camp" auf 3000 hm führte. Auf den letzten Metern wandelte sich die Rhododendron-Landschaft: ab dieser Höhe war es dann eine Blütenpracht, die sich nur schwer auf Fotos einfangen lässt.
Ähnlich und doch anders als im Everest-Gebiet sinken mit der Höhe bekannterweise die Annehmlichkeiten: Strom gibt's mangels Sonne kaum, WiFi klappt in der Folge auch nicht, die Sanitäranlagen sind...
...vorhanden...
Da wir jetzt auf einem Bergrücken aufsteigen und nicht im Tal, fehlen auch die Weideflächen zum Anbau von Yak-Scheiße und somit gibt's bei rund 5 Grad leider keine Heizung im Essensraum.
Alles nicht die besten Rahmenbedingungen, um einen erkälteten Maxi gesund zu bekommen...
Ohne eigenen Guide unterwegs zu sein ist jedenfalls kein Problem, zur Not vermitteln bei Sprachbarrieren die anderen Guides vor Ort.Read more

Traveler
Dank der Klimaerwärmung hat der Vogel den Kontinent gewechselt und ist jetzt laut AI scheinbar in Nepal angekommen 😂🧐😜
Unerwartet kommt doch noch der Schnee
Apr 11–12 in Nepal ⋅ ⛅ 8 °C
Low Camp (3000m) - High Camp (3520m)
Am nächsten Tag ging es entspannt gegen 9 Uhr los, weiter bergaufwärts. Wir waren damit fast die letzten aus der gut gefüllten Unterkunft. Normalerweise holen wir viele andere Wanderer relativ schnell wieder ein. Heute haben wir uns das hier allgemeingültige Motto „slowly slowly“ entgegen unserer sonstigen Gewohnheit zu Herzen genommen und waren recht langsam unterwegs. Maxis Erkältung hat sich leider noch nicht verbessert und ohne Atmen durch die Nase und mit allgemeiner Schlappheit ist Wandern, vor allem bergauf, doch sehr anstrengend. Zum Glück war der Tag nicht so lang und wir kamen zum Mittagessen im High Camp an.
Kurz vor unserem Ziel wurde es plötzlich immer weißer um uns. Auf unserer Höhe hatte es vor Kurzem geregnet, hier reichte es für Schnee, der auch liegen bleibt. Im High Camp angekommen, erwartete uns eine fast geschlossene Schneedecke und wir befürchten, dass wir unsere Grödel doch besser mitgenommen hätten. Im Everest-Gebiet war auf 4700 m weit und breit keine Schneeflocke zu sehen, deshalb sind wir hier, über 1000 m tiefer, doch etwas überrascht.
Den Nachmittag nutzten wir zum Ausruhen, denn morgen steht das Highlight unserer Tour an: Zum Sonnenaufgang geht es bis auf 4000 m zu einem Aussichtspunkt. Wir hoffen, so früh morgens endlich einmal gute Sicht zu haben und einen längeren Blick auf die umliegenden hohen Gipfel zu erhaschen.Read more
Gipfeltag - oder so ähnlich
April 12 in Nepal ⋅ 🌙 -4 °C
Heute sollte es für uns zum eigentlichen Ziel des Mardi-Himal-Treks gehen. Wir wollten zum Sonnenaufgang um 5:50 Uhr am Aussichtspunkt auf 4000 m Höhe sein. Also haben wir die Wecker auf 3:15 gestellt und sind um 3:45 losgelaufen. Klingt nach einer kurzen Nacht. Aber wenn man schon um 21:00 ins Bett geht, kommt man doch auf eine vernünftige Schlafdauer. Es sei denn, man kann wie Maxi seit Mitternacht wegen der Erkältung nicht mehr schlafen und muss sich mit drei Stunden Schlaf auf den Weg machen.
Nach dem Zähneputzen machen wir uns also ohne Frühstück mit Stirnlampen auf den Weg. Die Grödel haben wir, nachdem wir im Khumbu auf 4750 m keinen Schnee gefunden haben, ausgepackt und im Tal gelassen. Doof ist nur, dass es hier in den letzten Tagen bis 3000 m heruntergeschneit hat und im Moment bis zu unserer Unterkunft auf 3500 m friert. Also gehen wir ohne Grödel über den gefrorenen Schnee los. Am Anfang etwas rutschig, aber wir gewöhnen uns schnell an die Bedingungen und finden im Schnee den besten Griff. Die Guides haben für ihre Kunden natürlich Grödel dabei. Trotzdem überholen wir einige Wanderer mit mehr oder weniger fragwürdiger Ausrüstung/Schuhwerk und Fähigkeiten. Wir treffen auch auf den ein oder anderen ohne Grödel, und als uns die Nepalesen in Crocs überholen, um am Viewpoint Tee zu kochen, sind wir uns sicher, dass wir auch ohne Grödel gut zurechtkommen werden.
So gehen wir Meter für Meter den Berg hinauf. Es ist kalt. Aber unsere Kleidung (lange Unterwäsche und Daunenjacke mit Regenjacke) hält uns ausreichend warm, ohne bei der Anstrengung zu stark zu schwitzen. Mit der ersten Dämmerung sehen wir auch, dass die Berge nur von wenigen Wolkenschleiern behangen sind und sich die Sicht lohnen dürfte. Maxi merkt im Aufstieg seine Erkrankung, den wenigen Schlaf und die dünne Luft. Aber mit letzten Kräften und den ersten Sonnenstrahlen auf den höchsten Gipfeln erreichen wir den Bergrücken. Hier gibt es ein paar Sitzbänke aus Steinplatten. Und kleine einfachen Hütten, in denen Tee verkauft wird. Nach etwas Ausruhen geht es Maxi dann auch wieder besser und wir können die Aussicht genießen und Bilder machen.
Zudem wärmen wir uns in einer, mit Holzofen beheizten, Hütte mit einem Tee. Jeder Holzscheit muss vom Betreiber zwei Stunden lang hier hoch getragen werden. Dafür ist der Tee auch mit 1,80 € auch 50 % teurer als weiter unten. Wir bezahlen den Aufpreis gerne.
Einige gehen noch weiter zum Basecamp auf 4500 m, von dem aus man den Annapurna Hauptgipfel sehen kann. Da es Maxi aber mit letzter Kraft bis hierher geschafft hat, kehren wir um und steigen in einer Stunde zurück zum High Camp ab. Hier legt sich Maxi sofort ins Bett, während das Frühstück zubereitet wird. Gegen neun Uhr, nach einer Stunde Ausruhen, können wir uns mit dem reichhaltigen Frühstück stärken und sind bereit für den bevorstehenden weiteren Abstieg ins Low Camp.
Im Low Camp haben wir Fabian wiedergetroffen. In der ersten Unterkunft haben wir kein Zimmer mehr bekommen. Der nette Besitzer hat aber bei seinen Nachbarn rumgefragt und in der zweiten Unterkunft das letzte freie Zimmer für uns vermittelt. Als Dank dafür durfte er direkt auch noch unser Nachbarzimmer gegen eindringendes Wasser abdichten. Den Nachmittag haben wir dann entspannt im Zimmer verbracht.Read more
Fertig gewandert - das wird gefeiert!
April 13 in Nepal ⋅ ☀️ 26 °C
Low Camp (3000m) - Sidhing (2200m) gewandert, dann Jeep nach Pokhara
Ein letztes Mal erwachen wir morgens im Gebirge, ein letztes Mal einstellige Temperaturen im Schlafgemach. Im Gegensatz zu vor zwei Tagen im Low Camp haben wir morgens auch Bergsicht auf den "Fishtail", den wir schon zuvor bestaunen durften.
Der Abstieg von rund 800 hm war in rund zwei Stunden zügig gewandert und da wir wieder sonnigeres Wetter hatten und in niedriger Höhe unterwegs waren, wurden wir auch mit "kurze-Hose-Wetter" aus dem Annapurna-Gebirge verabschiedet. Wir haben uns für die Rückfahrt mit dem Jeep entschieden, statt noch ein gutes Stück Schotterpiste zu laufen. Die Jeep-Fahrt war auf jeden Fall ein Erlebnis und das Fahrzeug war spürbar genau richtig. Gut durchgeschüttelt waren wir durchaus froh, nach rund einer Stunde wieder festen Boden unter den Füßen zu haben und erstmal in Pokhara zu Mittag zu essen.
Auch wenn wir im Gebirge mit Vollpension für rund 25 € pro Person und Tag schon günstig unterwegs waren, ist es gerade bei Lebensmitteln krass, wie groß der Preisunterschied zwischen den Bergen und dem flachen Land ist. Allen Sparfüchsen in der Reisegruppe schmeckt leckerer Milchtee noch besser, wenn's ihn für 30 Cent je Tasse gibt...
Nach etwas relaxen im Hotel ging es dann zum Abend hin auf die Straßen: heute wird ins neue nepalisische Jahr 2083 reingefeiert mit einem Straßenfest, wie wir es alle noch nicht erlebt haben.
Pokhara als zweitgrößte Stadt Nepals wird zur Partymeile mit mehreren Bühnen, ganz viel Streetfood (das allermeiste wird erstaunlich einheitlich für 100 Rupien = 60 ct verkauft) und spannenden Musikdarbietungen.
Wir testen uns im vollen Vertrauen auf unser präventives Durchfallmittel durch die Kulinarik und lassen uns treiben, bis um Mitternacht mit einem Feuerwerk das neue Jahr begrüßt wird und wir kurz darauf müde in unsere Betten fallen.
Wir sind dankbar für den großen Zufall, genau zu den großen Festtagen hier in Pokhara zu sein und zu sehen und erleben wie gefeiert wird, wenn die Touris nebensächlich sind und wir uns einfach untermischen dürfen.
Der Mardi-Himal-Trek hat unsere Zeit hier gut gefüllt, auch wenn wir uns etwas mehr davon erhofft haben. Jetzt freuen wir uns aber über die deutlich längere Zeit, die wir in der Stadt Pokhara verbringen können, um noch mehr von den Menschen und der Kultur zu erleben.Read more
Beauty und Disneyland - 2. Tag Pokhara
April 14 in Nepal ⋅ ⛅ 26 °C
In Pokhara verbringen wir jetzt drei Übernachtungen am Stück, also können wir erstmal so lange schlafen, bis das Hotel auf dem Zimmer anruft ob wir das Frühstück noch wahrnehmen wollen.
Während Steffi danach mit einer einstündigen Maniküre verwöhnt wurde, chillten Maxi und Fabian auf dem Rooftop des Hotels - fast wäre es zum fest vorgenommenen Buch lesen gekommen.
Für unsere gewonnene Zeit in Pokhara haben wir uns ein wenig Touristen-Programm vorgenommen. Mitten in der Stadt gibt es Devi’s-Fall, einen Fluss, der plötzlich in einem Loch im Boden verschwindet (benannt nach Frau Devi, die eines Tages beim Baden im Fluss abstürzte, wodurch das Loch erst entdeckt wurde). Diesen Ort kann man besuchen, und wenn nicht grade Großbaustelle dort ist kann man bestimmt auch etwas davon sehen.
Nebenan gibt es die Gupteshwor Mahadev Cave, eine unterirdische Höhle. Der Zugang wurde als Tempel für den hinduistischen Gott Shiva gebaut und sieht sehr beeindruckend aus. Tief in der Höhle hört man ein lautes Rauschen, denn dort kommt besagter Devi‘s Fall an. Wir waren sehr froh, als wir die Höhle wieder verlassen konnten, war es dort doch unglaublich eng und sehr überfüllt.
Zum Mittagessen ging es bewusst ein paar hundert Meter vom touristischen Zentrum weg und wir wurden dafür mehr als belohnt. Mal schauen, ob wir uns nach den drei Wochen hier wieder dran gewöhnen werden, selbst zu kochen...
Nach einem relaxten Nachmittag und Kajak fahren auf dem stadtprägenden See ging es zum Abend dann in den zweiten Tag vom Neujahrsfest. Wir probierten die Köstlichkeiten, die wir am Vortag noch ausgelassen hatten und sind durch das Freizeitpark-Gelände "Disneyland Pokhara" gegangen. Mal schauen, wann Disney sie verklagt...
Hier gibt's jedenfalls viel retro Jahrmarkt-Abenteuer für wenig Geld, vor allem wenn man vertraut, dass schon alle Fahrgeschäfte irgendwie ausreichend gecheckt und sicher sein werden. Vor den Fahrgeschäften ging es für uns zur Akklimatisierung erstmal auf die Inlineskater-Bahn und in glücklicherweise sturzfreie Runden.
Dann begannen die wilden Fahrten für 60-90 ct. Für alle technisch Interessierten gab es spannende Antriebstechnik über Transmissions-Riemen (schön offen laufend wie in der Industrie vor 1900) und einem steuernden Mitarbeiter, der einen langen Hebel zum Auskuppeln und einen zum Bremsen hat.
Mit etwas zeitlichen Abstand bestiegen wir ein schräg laufendes Karussell, einen Break-Dance und ein auf Turbo laufendes Riesenrad. Durch die großzügig bemessenen Fahrzeiten reichte uns das und wir verspürten mehr Verlangen nach einfach festem Boden unter den Füßen als nach Essen oder dem nächsten Fahrgeschäft.
Werden wir etwa alt? Ja werden wir. Also zumindest einer von uns. Nach kurzer Gratulation um Mitternacht endet dieser Tag, bevor morgen Geburtstag gefeiert wird und wir uns dazu ein Upgrade gönnen...Read more
Happy Birthday und das große Chillen
April 15 in Nepal ⋅ ☀️ 28 °C
Nachdem wir in den letzten Tagen die "Must-See"-Orte von Pokhara erfolgreich abgehakt hatten konnten wir es heute entspannt angehen lassen.
Für Fabians 30. Geburtstag haben wir uns ein Hotel-Upgrade gegönnt, sodass es unsere hochpreisigste Nacht wird, die fast an das Preisniveau deutscher Jugendherbergen heran kam.
Erst einmal stand etwas Shopping an und für Fabian war es an der Zeit, den zwei Tage zuvor in Auftrag gegebenen Maßanzug zu anzuprobieren. Wegen eines mehrstündigen Stromausfalls war der noch nicht so weit wie erhofft, aber es konnten die Optimierungen angewiesen werden und der fertige Anzug wurde dann am Abend direkt ins Hotel geliefert. Fazit dazu: man muss etwas Zeit für Aufmaß und Anprobe mitbringen, aber ein Anzug, der einfach perfekt passt, ist wirklich eine tolle Sache. So langsam neigt sich der freie Platz in den Koffern allerdings dem Ende zu, denn auch Maxi und Steffi waren mit ihren Besorgungen erfolgreich.
Am späteren Nachmittag ging es dann daran, die Vorzüge unseres Hotel Upgrades auszukosten. Da Steffi und Maxi die Beherbergung eines Geburtstagskinds "heimlich" ans Hotel durchgestochen hatten erwartete Fabian auf dem Zimmer eine Geburtatgstorte mit Namen und ganz viele Herz-Luftballons ❤️
Mit Torte gestärkt ging es zur Erfrischung in den Pool, was bei Temperaturen von rund 28 Grad durchaus sehr gut tat. Danach ging es ab in die Sauna, wo wir unsere Erfahrungen aus Finnland gekonnt in viel Wasser auf dem Ofen umsetzten.
Aus unerklärlichen Gründen war es gar nicht so einfach in einer so kalten Stadt wie Pokhara eine Unterkunft mit Sauna zu finden, aber wir hatten es geschafft und die Entspannung trat auch bei diesen Rahmenbedingungen wie gewünscht ein.
Zum Abendessen ging es dann in der individuell verfügbaren Abendgarderobe (eben von Pulli bis Maßanzug). Da ein Horde Inder das Hotelrestaurant überfallen hat durften wir im Hotelgarten für unsere Verhältnisse nobel und wieder sehr lecker Speisen, bevor zum Abschluss des Abends wieder Koffer packen angesagt war, denn morgen früh geht's auf in den Dschungel....Read more
Welcome to the Jungle!
April 16 in Nepal ⋅ ☀️ 33 °C
Heute war wieder früh aufstehen angesagt, denn die Überland-Busse fahren in der Regel um halb acht bis acht los. Also wurde flott das Maximum aus dem Frühstücksbuffet rausgeholt, bevor wir vollelektrisch zum Busbahnhof geshuttelt wurden.
Die heutige Fahrt war allerdings kürzer und wir erreichten unseren Zielort Sauraha am Chitwan Nationalpark bereits vor zwölf Uhr.
Am "Busbahnhof" wurden wir mit Namensschild in Empfang genommen. Busbahnhof ist ein großes Wort für eine Schotterfläche mit Klo. Wobei dieses Klo von uns feierlich den Award “ekligste Toilette des Urlaubs" verliehen bekommt. Randvoll ist das eine, aber die Menge an Maden etc., die sich um die Zersetzung kümmerten, haben neben Verdreckung der Endstufe den Ausschlag gegeben. Vielleicht hat hier einfach der "Standortvorteil" bei rund 35 Grad in der prallen Sonne den Ausschlag gegeben...
Unser Hotel hob sich dankenswerterweise davon deutlich ab und unsere Zimmer waren mit leistungsstarken Klimaanlagen ausgestattet, die auf Wunsch bei besagter Außentemperatur Zieltemperaturen von 18 Grad nicht nur versprachen, sondern auch erreichten. Nachdem der Nachweis erbracht war, konnten dann aber guten Gewissens auch moderatere Innentemperaturen gewählt werden, die weniger als 20 Grad unter der Außentemperatur lagen.
Nach dem Mittagsbuffet haben wir dann den Pool ausgecheckt, bevor es nachmittags einen Dorfspaziergang mit Besichtigung eines traditionellen Hauses, den ersten Tieren und dem Besuch der Elefanten-Aufzuchtstation gab. Hier bildet das nepalesische Militär Elefanten aus, die dann im Nationalpark eingesetzt werden, um zur Unterbindung von Wilderei "Streife" zu gehen.
Insgesamt erleben wir den nepalisischen Staat durchaus handlungs- und umsetzungsfähig, gerade auch wenn es um Umweltfragen geht:
Durch das Ausrufen und Durchsetzen des Nationalparks konnten sich die Tierbestände deutlich erholen. Im Everest-Gebiet haben wir uns selber daran beteiligt, Müll aus dem Gebirge zu tragen. Beim Mardi-Himal-Trek war das Heizen mit Holz verboten (...auch wenn wir uns danach gesehnt haben). Da die Herstellung von traditionellen Ein-Baum-Kanus den Bestand einer Baumsorte gefährdet hat, dürfen neue Boote nicht mehr aus Holz sein (sondern aus GFK wie daheim). Das ließe sich noch eine Weile fortsetzen...
Vor dem Abendessen waren wir dann noch bei der Aufführung einer lokalen Tanzgruppe, bei der uns besonders die "Stock-Tänze" gefielen, bei der rhythmisch mit Stöcken aufeinander gekloppt wurde. Das durchaus auch so energisch, dass ein Stock zu Bruch ging, für den aber Ersatz schon bereitgehalten war. Die Tänze waren den traditionellen Tänzen der Tharu nachempfunden, die die Ureinwohner der Region sind.
Abschließend erfreuten wir uns am abendlichen Buffet, wo wir aus den letzten Wochen bekannte und neue Speisen testen konnten (und noch nicht akzeptiert haben, dass das der Buffetumfang unser Magenvolumen übersteigen könnte...).
Wir sind gut im Dschungel angekommen, morgen geht's dann auf die verschiedenen Safaris.
Und wir haben schon eine Idee, warum der Zaun, der das ganze Dorf umschließt, der best gepflegtesten ist, den wir so gesehen haben...Read more

Julius Wohlrath
Ob das so sinnvoll ist (große) Tiere anzuketten ⛓️💥 Keine Freunde 👎🏼

TravelerWir haben da länger drüber nachgedacht: auf der einen Seite ist das echt schwierig. Auf der anderen Seite machen wir mit Pferden in Deutschland nichts anderes. Das sind halt deren Reittiere und die kommen zwei Mal am Tag zum Fluss und haben den ganzen Nachmittag Freigang. Wir haben überlegt das es wahrscheinlich nicht so einfach möglich ist ein sicheres Gehege für die Starken Tiere zu bauen und Desswegen Ketten die einzige Möglichkeit sind… hilft auf jeden Fall die Wilderei der Nashörnern massiv zu reduzieren.
Safari zu Wasser und zu Land
April 17 in Nepal ⋅ ☁️ 33 °C
Nachdem wir uns gestern etwas akklimatisiert haben, wird es heute ernst. Es stehen morgens und nachmittags Safaris an, und viele Tiere wollen entdeckt werden - oder auch nicht…
Ab 6:30 Uhr gab es Frühstück im Hotel. So hatten wir genug Zeit, um das köstliche Frühstücksbuffet zu plündern, denn um 7:15 sollte es losgehen zur „Canoe safari“ mit anschließendem „Jungle walk“. Mit dem Bus vom Hotel ging es zum Fluss „Budhi Rapti River“ („der alte Fluss“). Hier stiegen wir in ein traditionelles Einbaumkanu, das aus dem Salbaum hergestellt wird. Unserer Reisegruppe besteht aus zehn Personen. Wir dürfen auf kleinen Stühlen ohne Beine auf dem Boden des Kanus Platz nehmen. Vorne im Boot steht unser Guide und erklärt uns, was es zu sehen gibt. Hinten steht ein Steuermann mit einem langen Stab, um das Boot flussabwärts zu manövrieren. So fuhren wir völlig geräuschlos langsam den Fluss hinunter und sahen viele Vögel und einige Alligatoren, bis unser Steuermann zwei Kurven weiter ein Nashorn mitten im Fluss entdeckt. Unser Guide und unser Steuermann versuchten gemeinsam, vor dem Nashorn im Fluss anzuhalten, was aber wegen der leichten Stromschnellen in diesem Bereich nicht möglich war. So konnten wir zwei Meter neben dem Nashorn vorbeifahren. Das war sehr beeindruckend und so besonders, dass sogar der Guide ein Video gemacht hat.
Nach der Kanufahrt machen wir uns zu Fuß auf den Weg zurück zum Hotel. Dabei führte unser Weg durch den Dschungel, vorbei an einigen interessanten Pflanzen und zwei weiteren Nashörnern. Auch wilde freilaufende Dschungel-Hühner gibt es hier.
Zurück im Hotel angekommen, haben wir uns im Pool abgekühlt und im Schatten die Zeit bis zum Mittagessen überbrückt.
Nach dem Mittagessen startete um 15 Uhr die Jeep-Safari. Nach einer 20-minütigen Fahrt durch den Ort sind wir in den Dschungel abgebogen. Auf vorgeschriebenen und ausgeschilderten Wegen kann man hier mit dem Jeep durch den Dschungel fahren und dabei Tiere beobachten. Wir haben einige Nashörner, viele Rehe und verschiedenste Vögel vor die Linse bekommen. Leider hat sich kein bengalischer Tiger getraut, uns gegenüber zu treten, und so müssen wir ohne Tigerbild wieder zurückfahren. Trotzdem war der Einblick in den Dschungel sehr interessant. Auf dem Rückweg ins Hotel hat es dann angefangen zu regnen und blitzen. Der erhoffte Dschungel-Guss ist aber ausgeblieben.
Nach dem Abendessen hieß es dann schon wieder, Sachen packen für die morgendliche Rückreise nach Kathmandu.Read more
3. Abenteuer Bus und Abschied Kathmandu
April 18 in Nepal ⋅ ⛅ 26 °C
Unser letzter Tag in Nepal ist angebrochen und bevor es um 7.30 Uhr wieder zurück Richtung Kathmandu ging, genossen wir noch einmal das reichhaltige Frühstücksbuffet. Das Kartoffelcurry zum Frühstück wird der ein oder andere von uns in Deutschland bestimmt vermissen.
Ein Hotelmitarbeiter brachte uns zum „Busbahnhof“, wo wir in den bisher luxuriösesten Bus mit wirklich bequemen Sitzen stiegen, der uns wieder nach Kathmandu brachte. Die Strecke kannten wir ja bereits und waren wieder erstaunt, wie schlecht ausgebaut die Verbindungsstraße zwischen den beiden größten Städten Nepals ist. Daran wird aber gearbeitet, immer wieder kommt man an Baustellen vorbei und kürzere asphaltierte Stücke gibt es auch schon. Vor Kathmandu wird aktuell ein sehr großes Bauprojekt fertig gestellt, ein neuer Tunnel wird bald eine Passstraße abkürzen und den Verkehrsfluss vermutlich spürbar erleichtern.
Als wir gegen 15 Uhr ankamen, waren wir sehr froh, dass die holprige Fahrt geschafft war. Wir checkten ins Hotel ein und schauten noch ein letztes Mal bei unserem Reiseveranstalter im Büro vorbei um uns zu verabschieden, T-Shirts geschenkt zu bekommen und das erwünschte Feedback zu geben.
Nachmittags machten wir ein paar letzte Besorgungen und freuten uns, noch einmal unser liebstes Streetfood, die Kathi-Roll, zu essen. Das ist eine Art dickerer Wrap gefüllt mit gebratenem Gemüse und Ei.
Abends haben wir bei einer Pfingstgemeinde an einem Konzert-Gottesdienst teilgenommen, bei der der englischsprachige Anteil doch geringer war als gedacht und wir eher weniger verstanden haben, aber wir sind danach gut mit Gemeindemitgliedern ins Gespräch gekommen.
Fürs Abendessen wollten wir nochmal einen neuen Akzent setzen und sind chinesisch Hot Pot essen gegangen. Google Lens war unser Freund um rauszufinden, was an Essen so auf dem Förderband vor uns her fährt, denn Kutteln sind nicht so leicht zu erkennen wie Hühnerfüße. Wir haben beides gemieden und uns eher am Grünzeug orientiert.
So sind die letzten Rupien ausgegeben, die Koffer gepackt und es ist soweit: nach etwas mehr als drei Wochen geht es morgen nach Hause.Read more





































































































































































































































































































































































































































































































TravelerWir freuen uns schon sehr auf Eurer weiteren Berichte, Nepal liegt auch schon eine Weile auf unsere Bucket List🤪😍Liebe Grüße und wir wünschen Euch ein tolles Abenteuer⛰️☀️🎒 Jannis und Laura
TravelerSehnsuchtreise ist der richtige Begriff für diese herausfordernde, abenteuersuchende und fotolastige Tour mit euch als erfahrenern Treckingexperten. Ich wünsche euch tolle Momente, spannende Gesprächsthemen und unendliche Gastfreundschaft in diesem überwältigenden Land. Begegnet den Einheimischen mit Liebe, Respekt und Ehrerbietung. Liebe Grüße Roger
TravelerBoah, da wäre ich gerne mitgekommen. Euch eine gute Hinreise, viel Spaß, tolle Ausblicke, wenig Blasen und noch weniger Kopfschmerzen!