• Anreise final

    Aug 20–21 in Germany ⋅ ☁️ 23 °C

    ​Und dann geschieht es tatsächlich: Der Schweizer Express rollt ein. Er fährt nicht durch, er bremst, er bleibt stehen! Ein kollektives Aufatmen geht durch die Wartenden. Wir hechten hinein, ergattern zwei der letzten freien Sitzplätze und – man mag es kaum glauben – exakt 35 Minuten später spuckt uns der Zug am Frankfurter Flughafen aus.

    ​In diesem Moment fällt eine Zentnerlast von meinen Schultern. Mein Gott, bin ich heilfroh, dass wir erst morgen fliegen! Ein Abflug im Morgengrauen mit dieser Bahnanbindung? Das wäre kein Start in den Urlaub gewesen, das wäre ein Herzinfarkt mit Ansage geworden.

    ​Um das Schicksal und die öffentlichen Verkehrsmittel für heute nicht weiter herauszufordern, sprinten wir direkt zum Taxistand. Rein ins erste Taxi, einmal kurz ums Rollfeld herumgekurvt, und schon stehen wir vor dem Hotel.

    ​Der Check-in verläuft erstaunlich schmerzfrei. Die Rezeptionistin, eine strahlende Frohnatur, schaut mich begeistert an und flötet ganz stolz: „Wussten Sie schon? Wir haben einen wunderbaren, kostenlosen Shuttle-Service direkt zum Terminal! Ab fünf Uhr morgens!“

    ​Ich lächele milde zurück. Ab fünf Uhr morgens. Großartig. Unser Flieger hebt genau dann ab, aber der gute Wille zählt.

    ​Das Zimmer ist zum Glück riesig, blitzsauber und das Bett so unfassbar bequem, dass man am liebsten für die nächsten drei Wochen darin versinken würde. Aber vor dem Schlafen müssen die strapazierten Nerven beruhigt werden.

    ​Wir machen es uns also draußen im Biergarten der Hotelbar „Ju 52“ gemütlich. Bedient werden wir von einem echten Original – ein Typ Kategorie „Flugzeug-Rocker“, der perfekt in dieses Ambiente passt. Bei kühlen Getränken, Burgern, Pizza und Fingerfood lassen wir den DB-Wahnsinn des Tages langsam absacken.

    ​Jetzt versuchen wir, in den verbleibenden Stunden bis zum Wecker-Terror um halb drei wenigstens so zu tun, als würden wir schlafen.

    ​Gute Nacht. Morgen fliegen wir. Hoffentlich
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