Westport - Milford Sound
1. marts 2023, New Zealand ⋅ ☁️ 17 °C
*01.03.23*
Heute schlenderte ich eine Weile durch Westport. Dabei kam man an einige Pferdegehege vorbei, an dem die Ponys, Fohlen und größeren Pferde direkt auf mich zukamen und sich streicheln ließen. Auf dem Rückweg zum Campingplatz fand ich eine Paua-Muschel. Es ist zwar eine von jemand anderem abgelegte und keine selbst am Strand gefundene, aber besser als keine. Danach lief ich einmal den Strand ab und wartete, bis Maja und Stefan vom Surfen zurück kamen. Abends kochten wir gemeinsam bei Sonnenuntergang am Strand und ließen den Abend bei Kerzenschein ausklingen.
*02.03.23*
Während Maja nochmal zum Surfen ging, fuhr ich in den Baumarkt und besorgte mir Sandpapier. Dann fing ich an, meine Paua-Muschel zu schleifen. Nach einer Stunde und einigen wunden Fingern, ließ ich das Zwischenergebnis erst einmal so stehen. Mal sehen, wie lange es dauert, bis ich an die gewünschte Oberfläche komme.
Nach dem Frühstück fuhren wir dann weiter zu den Pancake-Rocks. Die Fahrt an der Westküste entlang war absolut bewundernswert und wir hatten Glück, dass die Sonne so schien. Ein sehr idyllischer Rundweg führte zu verschiedenen Aussichtspunkten, an den man die wie Pancakes aufeinander gestapelten Felsen betrachten konnte. Gleich daneben lag die Punakaiki-Höhle, durch die wir ebenso einmal liefen/krochen. Da es noch nicht zu spät war, entschieden wir uns, noch nach Greymouth weiterzufahren.
*03.03.23*
Nun ging es weiter nach Hokitika. Hier wollten wir an dem schönen Fluss spazieren gehen, doch leider ging dies nur mit einer geführten Tour, die uns zu teuer war, für das, was geboten wird. Da man nichts anderes in dem Ort machen konnte, fuhren wir weiter nach Franz Josef. Klingt irgendwie deutsch, dachten wir uns. Naja fast.. der Ort und der dazugehörige Gletscher wurden 1865 (von einem Deutschen) nach dem österreichischen Kaiser benannt.
Tada! Es regnete mal wieder ohne Ende. Wir gingen erst mal einen Kaffee trinken und planten die weiteren Tage. Da das Wetter zunehmend schlechter wird und auch die Fähre nach Stewart Island komplett ausgebucht war, entschieden wir uns, den untersten Teil der Insel auszulassen.
Wir fuhren auf den Campingplatz und nutzen es mal wieder aus, dass es warme Duschen und einen Waschsalon gab.
Abends hörte es zum Glück wieder auf zu regnen, sodass wir noch etwas durch den Ort laufen und in Ruhe kochen konnten.
Nachdem unsere Wäsche auch nach einer Stunde immer noch komplett nass aus dem Trockner kam (der offensichtlich nur zum Münzenschlucken diente) mussten wir die Kleidung irgendwie im Bus zum Trocknen verteilen. Zwischen einer Sockenparade und nassen Schlüpfern legten wir uns dann schlafen.
*04.03.23*
Da es für eine Gletscherwanderung zu kalt ist und es auch so nebelig war, dass man weder von oben, noch von unten hätte irgendwas sehen können, fuhren wir weiter nach Fox und machten hier die Wanderung zum See Gault. Nachdem wir vor lauter Tratschen eine Abbiegung verpassten und erstmal eine halbe Stunde in die falsche Richtung liefen (die wir natürlich wieder zurück mussten), ging es noch weitere 1,5 Stunden bis zum See. Auf dem Weg entdeckten wir immer wieder leuchtend blaue Pilze. Aufgrund der Farbe, gehe ich mal davon aus, dass sie giftig sind und weder nahrhaft, noch bewusstseinserweiternd sind. Hier bekommt der Begriff „Magic Mushroom“ jedoch eine ganz neue Betrachtungsweise. Die Pilze sind auch auf dem 50$-Schein abgebildet, haben wir festgestellt.
Nachdem der Himmel nicht aufriss und man absolut nichts von irgendeinem Gletscher entdecken konnte, fuhren wir weiter nach Wanaka. Auf dem Weg legten wir einen Zwischenstopp zum Kochen ein. Dafür fuhren wir einen kleinen Weg bis zum Strand hinein. Zum Glück schien die Sonne, sodass wir währenddessen nochmal die feuchte Wäsche raushängen konnten. Dann folgte eine wunderschöne Weiterfahrt am See entlang. Von dort aus hatte man kurzzeitig auch einen Blick zu einem der Gletscher werfen können.
Auf dem Campingplatz war es ziemlich kalt, weshalb wir uns schnell in den Camper kuschelten.
*05.03.23*
Zuerst fuhren wir in den Innenort von Wanaka hinein, um einkaufen zu gehen. Auf dem Parkplatz fanden wir ein weiteres kleines Stofftier auf dem Boden, dass sich als optimaler Reisebuddy unseres Schweinchens, das wir in Sydney fanden, eignete. Wir hoben das etwas verwahrloste Ding auf und platzieren es erstmal sicher, bis wir ihm die nötige Wäsche verpassen können.
Wir konnten anfangs nicht mal identifizieren, um was für ein Tier es sind handelte. Teilweise sind diese Viecher aber auch seltsam konstruiert. Im Internet fand ich dann heraus, dass es ein Husky sein soll. Joaaa.. mit ein bisschen Fantasie könnte das hinkommen.
Dann liefen wir ein wenig am See entlang, bis zu einem Baum, der mitten im Wasser stand und als sehenswert gilt. Ja gut, ein Baum halt. Anscheinend spektakulär genug, sodass die asiatischen Touribusse hier einen Halt einlegen und alle mit ihren Kameras davor standen.
Stellenweise kämpfte sich die Sonne durch, also traten wir die Wanderung auf den Roys Peak an. Kaum losgelaufen, fing es auch schon an zu nieseln. Nach ca. einer halben Stunde wurde der Regen stärker, weshalb wir kurz überlegten umzukehren. Nein, ich will da rauf! Also ging es weiter und keine zehn Minuten später, hörte es auf und die Sonne kam heraus. Der Weg war ziemlich steil, aber gleichmäßig. Nach zwei Stunden und 1000 Höhenmetern später, war man dann am Aussichtspunkt. Hier zog es sich nach und nach wieder zu und die Sicht nach unten wurde leicht behindert. Der Weg hinunter ging dann recht zügig. Wir hüpften noch schnell in den See hinein und brachen schon mal Richtung Milford Sound auf.
Am See Gunn stellten wir uns dann auf den Campingplatz und schliefen erst einmal.
*06.03.23*
Die Nacht war unglaublich kalt. Das Surfboard, das Maja nachts immer unters Auto legt, hatte sogar eine Frostschicht auf der Oberfläche. Schnell zogen wir uns alles an, das wir hatten, machten die Scheiben trocken und fuhren weiter. Eine halbe Stunde später hielten wir kurz an einem anderen See an. Dieser dampfte vor sich hin und der Himmel wurde langsam heller. Das Wasser war sogar wärmer als die Luft. Wir machten uns frisch und fuhren weiter zum Milford Sound. Eine traumhafte Kulisse erwartete uns hier. Der Wasserstand war recht niedrig. Das hängt wahrscheinlich mit dem aktuellen Vollmond zusammen.
Wir liefen hier etwas herum und machten aber keine Bootstour.
Da es wirklich extrem kalt war, fuhren wir wieder ein Stück weiter in den Norden. Zum Frühstücken machten wir am Wakatipu See einen Stopp und dann kam auch endlich die Sonne hervor.
Zwei Damen vom Zensus kamen vorbei und drückten uns einen Fragebogen in die Hand, den wir ausfüllen sollen. Das hatten wir letztes Jahr ja auch in Deutschland. Da wir uns gerade in Neuseeland befinden, müssen auch wir an der Umfrage teilnehmen.
Unser letzter Halt war in Queenstown. Wir schlenderten einmal durch die Straßen und fuhren dann zum Campingplatz. Dieser lag ebenso direkt am See, auf dem die Sonne noch ziemlich lange schien. Generell gibt es hier in der Gegend wahnsinnig viele Seen und drum herum eine malerische Bergkulisse.
So, wir sind jetzt innerhalb von acht Tagen die halbe Südinsel durchgeballert. Die vielen Eindrücke, gerade von der wunderschönen Westküste, müssen jetzt erst einmal sacken.
Weiter im Norden schlägt das kalte und regnerische Wetter hoffentlich noch nicht gleich zu. Ich bin gespannt, wie wir die letzten drei Wochen noch verbringen werden. Hoffentlich etwas entspannter..Læs mere























Rejsende… Südinsel .. und es gibt noch tausend wunderschöne spektakuläre Plätze dort 😍