• Sonja Bigler
  • René Bigler
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Der hohe Norden ruft…

Unsere Zeit ist endlich…
aber unendlich wertvoll!🥰
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  • Tag endet auf dem Inselchen Stegeborg

    January 16 in Sweden ⋅ ☁️ 3 °C

    Freitag, 9 Uhr, 3 Grad, bewölkt und es nieselt…

    Wir haben hier in „Lida“ herrlich geschlafen und so ein Aufwachen mitten im Wald hat definitiv etwas Märchenhaftes.
    Bevor wir unser nächstes Ziel ins Visier nehmen, stapfe ich erst mal durch Schneematsch und das angrenzende Naherholungsgebiet.
    Die Anlage scheint kein Ende zu nehmen: zwei Restaurants, diverse Hütten, Grillstellen, ein halb zugefrorener See, jede Menge sportliche Angebote und als wäre das noch nicht genug, gibt’s sogar eine Ski-und Snowboardpiste.

    Ein leichter Nieselregen begleitet uns den ganzen Tag weiter Richtung Süden, während braune, matschige und sich langsam ausdünnende Schneewälle den Strassenrand dekorieren…eher Herbstblues als Winterwunderland.🥺

    Über Södertälje, Nyköping, Norrköping und Söderköping erreichen wir schliesslich Stegeborg, idyllisch gelegen im Inneren des
    St.-Anna-Archipels.
    Der Schärengarten zählt zu den schönsten Abschnitten der schwedischen Ostseeküste: Tausende Inseln, Inselchen und Schären, viel unberührte Natur und Landschaften zum Verlieben. Im Moment wirkt alles noch etwas trostlos…aber im Hochsommer hat man hier praktisch keine Chance, spontan einen Platz zu ergattern.

    Unser Stellplatz liegt auf dem kleinen Inselchen Stegeborg, direkt im Yachthafen, mit Blick auf die Burgruine Stegeborg, aufs Wasser und auf die Fähre die Stegeborg mit Norrkrog verbindet.
    Ganz nebenbei ist hier auch der Zugang zum Göta-Kanal, der nur ein paar Kilometer weiter landeinwärts in Mem ganz offiziell seinen Anfang nimmt. Ein Ort, an dem selbst grauer Himmel irgendwie gut aussieht.😊
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  • Schlossruine oder Burg Stegeborg🏰

    January 17 in Sweden ⋅ ☁️ 1 °C

    Samstag, 9 Uhr, 1 Grad und einfach nur grau und nebelig…

    Heute Morgen werden wir wieder mal vom Geschnatter unzähliger Enten geweckt.🦆🦆🦆🦆🦆🦆

    Nach dem Frühstück folgt der obligatorische Spaziergang.
    Viel gibt’s ausserhalb der Burgmauern eh nicht zu entdecken.
    Der Jachthafen liegt still und ordentlich eingemottet da,
    keine Boote die wild entschlossen von der Ostsee in den Göta-Kanal durchstarten wollen.
    Absolute Flaute. Maritim, aber meditativ.
    Das Restaurant: geschlossen.
    Offenbar kulinarische Winterruhe.
    Nur die Fähre zeigt Lebenszeichen und pendelt nach Bedarf hin und her. Nach Bedarf heisst hier vermutlich:
    „Wenn jemand wirklich, wirklich rübermöchte.“🤭

    Aber…meine Motivation gerade ist ganz klar meteorologischer Ausnahmezustand.
    Es zeigt sich kurzfristig die Sonne. Mit blauem Himmel.
    Das ist kein Wetter…das ist ein Ereignis!
    Und dieses muss man dokumentieren. Am besten sofort. Fotografisch. Aus jedem Winkel. Für alle Fälle. 🥰

    Etwas später wandeln mein Schatz und ich durch die…na ja…wie soll man sagen…?
    In manchen Berichten heisst das alte Gemäuer Schlossruine Stegeborg, in anderen Burganlage Stegeborg, also machen wir es pragmatisch und nordisch-effizient: Burg!

    Diese Burg ist selbstverständlich von einem hohen Zaun umgeben und
    der Zugang erfolgt nur mit Eintrittskarte und durch eine Drehtür, die einem sehr deutlich signalisiert:
    „Bis hierher und nicht weiter…es sei denn, du hast bezahlt.“
    Drinnen: Jahrhunderte alte Mauern.
    Draussen: moderne Zugangskontrolle.
    Vögte hätten das geliebt.🫣
    Ritter hätten’s wahrscheinlich sehr verwirrend gefunden.🤭

    Schon die Wikinger hatten scheinbar keine Lust auf Durchgangsverkehr und so blockierten sie die Meerenge von der Ostsee herkommend Richtung Landesinnere kurzerhand mit Baumstämmen. Frühmittelalterliche Version von: „Durchfahrt verboten“.

    Um 1200 begann alles mit einem bescheidenen 10 Meter hohen quadratischen Turm, der im Laufe der Jahrhunderte kräftig erweitert und angebaut wurde samt Ringmauer, Innenhof, Schlosskapelle und einem imposanten Rundturm von 25,5 Metern Höhe der noch heute weit herum zu sehen ist.

    Im 13. Jahrhundert war die Stegeborg eine der wichtigsten Festungen Schwedens, strategisch platziert an der engsten Stelle des etwa 18 Kilometer langen Slätbaken.

    Weil das mittelalterliche Schweden politisch ungefähr so stabil war wie ein Kartenhaus im Sturm, wechselte die Stegeborg in den ersten 300 Jahren ständig den Besitzer.
    Belagerungen, Intrigen, blutige Auseinandersetzungen…die Burg blieb standhaft.
    Es gaben sich unzählige Könige, Königinnen und andere Hochadelige die Klinke in die Hand.

    Im 15. Jahrhundert soll besonders Ivar Axelsson Tott ein fleissiger Bauherr gewesen sein. Er rüstete die Burg zur Hightech-Wehranlage seiner Zeit auf.

    Im 16. Jahrhundert übernahm Gustav Wasa die Anlage und brachte endlich etwas Ruhe in die bewegte Geschichte.
    Er liess renovieren; die Burg wurde weiss getüncht und mit grossen Fenstern versehen…mehr Licht, weniger Mittelalter.
    Sein Sohn Johann wurde hier geboren und baute später als König ein schickes Renaissanceschloss: Schloss Kalmar.
    Tochter Anna hatte offenbar einen grünen Daumen und legte ausserhalb der Burgmauern am Ufer der Ostsee einen Kräutergarten an, vermutlich als wirksames Mittel gegen höfischen Stress. 🌿

    Doch grosse Burgen haben einen grossen Nachteil: Sie sind teuer…sehr teuer.
    Im 17. Jahrhundert ging dann das Geld aus, die Reparaturen blieben liegen, und ab 1689 residierte hier die Verwaltung für die Schärenregion von Östergötland.

    Ab dem 18. Jahrhundert wurde Stegeborg dann zur Steinquelle:
    1732 riss man grosse Teile der Anlage ab und verbaute sie in der schnell wachsenden Stadt Norrköping.
    Was zu stabil war, blieb einfach stehen…was sich im Nachhinein als durchaus positiv herausstellte.

    Wir schlendern an Resten der Ringmauer entlang, spazieren durch die Parkanlage mit ehrwürdigen alten Obstbäumen und vorbei am Kräutergarten. Durch einen mächtigen Mauereinbruch erreichen wir den grossen Innenhof.

    Mit viel…sehr viel Beton wurde die Ruine so stabilisiert, dass man sie heute gefahrlos begehen kann.

    Mit ein wenig Fantasie erkennt man Wohnhaus, Getreideraum, Stallungen und die Kirche.
    Mit noch mehr Fantasie sieht man geschäftiges mittelalterliches Treiben.
    Mit keiner Fantasie sieht man nur Steine. Viele Steine.😅

    Im beeindruckenden Rundturm steigen wir über neu errichtete Holztreppen bis etwa zur Mitte hinauf und finden uns unvermittelt in einem inoffiziellen Taubenschlag wieder, von wo wir einen schönen Ausblick haben.
    Die Tauben wirken sehr heimisch. Wir eher wie Besucher auf Zeit.🕊️🕊️🕊️

    Stegeborg war früher eine bedeutende Festung, die durch mächtige Mauern und Türme beeindruckte und auch heute noch die Geschichte der Anlage prägt.
    Und genau das macht es so reizvoll; in beinahe tausendjähriger Geschichte herumzuwandeln,
    zwischen Rittern, Königen, Hofdamen, Beton und Tauben.🥰
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  • Wenig Insel, viel Geschichte…

    January 18 in Sweden ⋅ ☁️ 1 °C

    Sonntag, 9 Uhr, 1 Grad, Neben liegt über dem Schärengarten…

    Die Burg Stegeborg liegt heute im Nebel wie ein Ort, den die Zeit vergessen hat.
    Feuchte Schwaden umschlingen das alte Gemäuer, während die knorrigen, von Flechten überwachsenen Obstbäume davor wie stumme, gespenstische Wächter stehen.

    Nur Krähen durchbrechen die Stille, wenn sie sich krächzend auf dem Dach niederlassen. Tauben gleiten durch ein offenes Fenster in den dunklen Turm, als würden sie etwas aufsuchen, das dort seit Jahrhunderten wartet.
    Und im Nebel hat man das leise Gefühl, dass die Burg noch immer alles im Blick hat..uns auf dem Stellplatz ebenso wie die Fähre, die sporadisch und beinahe höflich leise hin und her gleitet.

    Ja…die Geschichte der Burg Stegeborg hat mich völlig gepackt.
    Von Aufbau bis Zerfall:
    Über Jahrhunderte wurde hier gefeiert, intrigiert, regiert und verraten. Die Liste der Könige und Regenten ist endlos.
    Viele blieben nur Wochen an der Macht, flohen zu spät und endeten in Stockholm: Kopf ab.
    Selbst beim „guten“ Gustav Wasa lag nicht alles im Sonnenschein. Nach seinem Tod vergiftete sein Sohn Johann den Bruder Erik mit Arsen…Thronpolitik im Mittelalter.

    Mich fasziniert, wie akribisch Namen, Herkunft und Schicksale dokumentiert sind. Allein über diese Burg und ihre Menschen liesse sich mühelos ein ganzes Buch schreiben.
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  • Reifenwechsel in Kalmar 🛞🛞😎

    January 19 in Sweden ⋅ ☀️ 1 °C

    Montag, 9 Uhr, -1 Grad, nebelverhangen…

    Wir sagen Tschüss zu „unserer“ kleinen Insel, die uns ordentlich den Kopf verdreht hat. Ja genau…sie war drei Tage lang ganz exklusiv nur für uns. 🤭

    Hier legen wir ganz sicher wieder einen Zwischenstopp ein.
    Und wer weiss…vielleicht hat die Sonne dann auch Zeit für uns…🥰☀️

    Heute geht’s direkt und zielsicher auf der E22 nach Kalmar zum Reifenwechsel.
    Die Aussentemperaturen zeigen ständig zwischen 0-3 Grad, was der winterlich weissen Landschaft zusetzt.
    Und gefühlt schmilzt der Schnee gerade genauso so schnell wie wir momentan unterwegs sind.
    Viele kleine und grosse Gewässer sind noch mehr oder weniger gefroren…aber mit Sicherheit nicht mehr begehbar 🫣
    Wobei…ich habe da so ein Gefühl: Das war’s noch nicht mit dem Winter. Der plant bestimmt schon sein Comeback. ❄️😏

    Punkt 12:30 Uhr rollen wir bei schönstem Wetter beim Reifenhändler in Kalmar auf den Hof. Keine zehn Minuten später wird schon an unserer Perle gearbeitet.
    Spikesräder runter, die gut eingelagerten Winterreifen wieder drauf. 🛞
    Nun…aus Erfahrung der letzten Jahre weiss ich, das ist keine schnelle Nummer, sondern eher eine mindestens zweistündige Geduldsprüfung.🤔
    Perfekt also für mich, um im benachbarten Shoppingcenter „nur mal kurz zu schauen“…tja…es bleibt natürlich nicht beim Schauen.
    Ein bisschen Stöbern, ein bisschen Einkaufen, ein Kaffee hier, ein upsdaswarnichtgeplant-Kauf dort und schwupps ist das Geld wieder unter den Leuten.
    🫣🤭
    Man muss ja schliesslich die lokale Wirtschaft unterstützen. 😇

    Leider…ganz typisch…es trifft natürlich wieder uns. 🙄
    Beim Radwechsel entdeckt ein Mitarbeiter plötzlich etwas, das man nicht entdecken möchte…ein Winterrad hat an der Karkasse…also genau da, wo der Reifen in der Felge sitzen sollte…einen ca. 20 cm langen Schlitz.
    Ja…Zwanzig cm.
    Aha…!💡
    Damit ist nun auch endlich das Rätsel gelöst, warum wir letztes Jahr öfter mal Luft verloren haben.
    Es lag nicht nur an den Ventilverlängerungen.
    Und jetzt wird’s richtig spannend…offenbar hat beim letzten Wechsel im Frühling 2025 ein Mitarbeiter, vermutlich voller Motivation, Tatendrang und vielleicht minimalem Zeitdruck beim Aufziehen des Pneus beschlossen, ihm ein neues, sehr individuelles Design zu verpassen. Nun…Man könnte auch sagen; Er hat ihn schlichtweg zerstört. 😬
    Tja…manche bekommen einen Kaffee…wir bekommen einen Schlitz in den Reifen. 🫣🤭
    Aber…Ende gut alles gut!
    Der Reifen wird gratis ersetzt!
    Service mit persönlicher Note. 😊

    Danach legen wir keine grosse Strecke mehr zurück.
    Es geht nur noch bis zum Ölandskajen Ställplats Kalmar im Gästehafen von Kalmar der am noch zugefroren Kalmarsund liegt.
    Unser Stellplatz liegt praktischerweise direkt neben dem Rescue Training Center, wo Mitarbeiter von Kreuzfahrtschiffen für den Ernstfall trainiert werden.
    Beruhigend, oder? 😅
    Falls wir also irgendetwas Dramatisches anstellen sollten…Hilfe wäre zumindest nicht weit. 🚢🛟
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  • Trelleborg ahoi…🚢

    January 20 in Sweden ⋅ 🌙 -1 °C

    Dienstag, 9 Uhr, -2 Grad und sehr dichter Nebel 😶‍🌫️

    Heute werden wir wieder mal vom Hafenkonzert geweckt…Möwen…sie ziehen schreiend und kreischend unsichtbar im dichten Nebel ihre Runden über dem Hafenbecken.
    Ja…unten…Raureif, Stille, Wintermärchen.
    Oben…akustisches Chaos.
    Schön ist’s trotzdem. ❄️🤭

    Bevor wir abfahren, schlendern wir noch ein wenig durch diese Ecke von Kalmar.

    Das Kalmar County Museum ist „stängt“…also geschlossen. Kultur bleibt aus…wir ziehen weiter um den massiven Backstein-Häuserblock.

    Kaum um die Ecke, ein paar winzige ehemalige Badehäuser (Båthuset), charmant eingeklemmt zwischen moderneren Wohnhäusern…architektonisches Sandwich.🏡🏠

    Gegenüber, direkt am Ufer…also eigentlich steht es im Kalmarsund, steht das Klapphuset: ein historisch, einzigartiges Teppichwaschhaus von 1857, das auch heute zuweilen noch genutzt wird und…natürlich auch verschlossen!🧺💦

    Weiter geht’s an einer alten Bastionsmauer von 1613 vorbei, dekoriert mit zwei Kanonen.
    Für den Fall, dass jemand Ärger macht.😉

    Zum Schluss noch das ehemalige Thermal-Badehaus (Badhus): 1909 gebaut, Statue über dem Portal…Susanna beim Baden! Welche Susanna? Keine Ahnung!
    Seit 1970 sind es Eigentumswohnungen.
    Baden eingestellt, Geschichte umgezogen!

    Gegen Mittag rafft sich die Sonne endlich auf und schiebt den Nebel beiseite.
    Die Reise führt uns nun durch eine wirklich zauberhafte Landschaft, leicht winterlich angehaucht, so nach dem Motto: „Ich bin noch Winter, aber nur bis auf Widerruf.“🥰

    Je weiter wir nach Süden kommen, desto länger bleibt die Sonne auf der Bühne und desto mehr verabschiedet sich der Raureif still und heimlich. Nur dort wo Bäume oder Senken Schatten spenden klammert er sich hartnäckig fest.
    ❄️😎
    Heute ziehen wir das Ganze konsequent durch!
    Ziel: Trelleborg.
    Wenn schon unterwegs sein, dann richtig. Irgendwann zwischen Strassenkilometern und „Sind wir bald da?“ buche ich kurzerhand auf der Fähre „Peter Pan“ eine Überfahrt nach Travemünde. Natürlich inklusive „Gemach“, denn man will ja stilvoll müde sein.🤭

    Abfahrt um 22.00 Uhr, eigentlich genau die Uhrzeit, zu der der Körper schon im Schlafanzug denkt.
    Ankunft um 7.00 Uhr morgens…frisch, ausgeruht und garantiert mit der festen Überzeugung, geschlafen zu haben. Irgendwie. Vielleicht.
    In Abschnitten.🫣
    Morgen wissen wir mehr…😉

    Trelleborg heisst uns standesgemäss mit einem grandiosen Sonnenuntergang willkommen 🤗 fast so, als wollte die Stadt sagen: „Schön, dass ihr da seid“.
    Wir haben viel Zeit, also füllen wir noch LPG-Gas auf, gehen schnell was einkaufen (nur Kleinigkeiten …wie immer 🙃) und dann ab in den Fährhafen.
    Terminal E – Lane 20.
    Klingt simpel. Ist es auch!
    Einfach immer dem ABCDEFGH folgen!

    Vom alten Hafengebiet ins neue geht’s nämlich im Zickzack, in Schleifen, über Brücken und gefühlt einmal…hm…quer über den Planeten.
    Meine Güte…da wird man mittlerweile ganz ordentlich durch den Kakao gejagt 🫣🤣
    Fehlt eigentlich nur noch ein Kreisverkehr auf einer Brücke zur mentalen Vorbereitung auf die Fähre.😅
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  • Travemünde bis an den Südharz

    January 21 in Germany ⋅ ☀️ 2 °C

    Mittwoch, 7 Uhr, -3 Grad, schön…

    Übrigens:
    Heute ist Weltknuddeltag🫂🥰
    Also knuddelt eure Liebsten einfach mal so durch😊

    Pünktlich…nein, überpünktlich gondeln wir in den deutschen Hafen Travemünde ein.
    Ankunft nach Fährplan: 7 Uhr.
    Abrollen von der Fähre: Punkt 7 Uhr.

    Bevor wir uns gestern Abend in unsere Koje zurück gezogen haben; kurz vor Mitternacht dann noch ein echtes Highlight:
    Über der Ostsee durften wir tatsächlich Polarlichter bewundern.🤩

    Danach ging’s ab in unsere „Suite“ 🤭 zum wohlverdienten Schlaf.
    Tja…Schlafen ist ein grosses Wort.
    Wie war’s?
    Nun ja… mässig!
    Zu warm.
    Zu laut.
    Zu weich.
    Die Heizung lief offenbar im Modus schwedische Sauna, fehlten nur Birkenzweige und ein Aufguss.
    Und das grosse Panoramafenster liess sich partout nicht öffnen?
    …hm…🫣🤣

    Ja der Lärm…nun…nein…eigentlich hielt sich der in Grenzen. Wahrscheinlich sind wir diesbezüglich einfach zwei „Sensibelchen“🥹

    Und dann das Kissen.
    Man nennt es so.
    Aber ehrlich, es war eher ein luftig weichwattiertes Etwas.
    Ein Hauch von nichts.
    Nichts zum Reinkuscheln, dafür steifer Nacken am Morgen garantiert 🤔

    Wir fahren erstmal der Sonne entgegen.
    Also Richtung Süden.
    Heisst konkret: Wir reihen uns in endlose Fahrzeugkolonnen ein und lassen uns vom kollektiven „Irgendwannkommenwirschonan“-Gefühl treiben.

    Wahnsinn.
    Soooo viele Fahrzeuge!
    Gefühlt fährt ganz Nordeuropa gleichzeitig in dieselbe Richtung.
    🚗🚙🚐🚛
    Und der Strassenbelag…ojeeee🫣
    Ein kunstvoller Flickenteppich aus Löchern, Asphaltresten und diesen legendären Beton-tong-tong-tong-Platten 😬

    Aber…wieder einmal bestätigt sich: Unsere Perle ist einzigartig vielseitig.
    Sie kann alles.
    Ausser fliegen.
    Dafür aber Schüttelbecher, ganz ohne Aufpreis…Rhythmische Ganzkörpermassage.🫨

    Mein Schatz hingegen wähnt sich bereits als Rennfahrer.🤭
    Denn hinter LKWs herfahren ist… nun ja…schei…e…äh… suboptimal.
    Also wird die Überholspur zur persönlichen Rennstrecke, zügig und entschlossen😉

    Im Radio läuft irgendein deutscher Sender: viel Musik,
    wenig Gequatsche. Perfekt!
    Es hätte ja ein so schöner Tag werden können…aber…gerade vernehme ich aus dem Radio, dass die Kaulitz-Brüder „Wetten, dass..?“ übernehmen sollen.
    Wie heisst es?
    Schlimmer geht immer.🫣😱

    „Feierabend“ machen wir heute schon am frühen Nachmittag und zwar in Scharzfeld, am südlichen Rand des Harzes auf einem gemütlichen Stellplatz.
    Ein Ort, der vor allem für eines berühmt ist: die Einhornhöhle.
    Ja. Einhorn. 🦄

    Diese Höhle; so erzählt mir die sympathische SP-Besitzerin, wurde bereits 1541 entdeckt.
    Man fand zahlreiche Tierknochen, ordnete sie kreativ zu, setzte sie neu zusammen…und voilà…das Einhorn war geboren.
    Wissenschaftliche Präzision traf auf blühende Fantasie. 😇
    (Siehe Bild)

    Heute weiss man es besser, in der Höhle haben mit ziemlicher Sicherheit schon Neandertaler gehaust. Und bei späteren Forschungen stellte sich heraus, dass es sich bei den Knochenfunden schlicht um fossile Reste von Grosssäugern handelte.
    Kein Zauberwesen.
    Kein Glitzer.
    Kein Horn.
    Aber ganz ehrlich:
    Eine Höhle mit Neandertalern ist spannend.
    Eine Höhle mit Einhorn?
    Unschlagbar fürs Marketing. 😄
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  • Auf dem Heimweg🙋🏼‍♀️🚐🙋🏼‍♂️

    January 22 in Germany ⋅ ☁️ 0 °C

    Donnerstag, 8.30 Uhr, -7 Grad,
    strahlend blauer und wolkenfreier Himmel 😎

    7.38 Uhr…
    güggerügüüü…güggerügüüü…
    Unser gefiederter Nachbar hat heute den Weckdienst übernommen. Kostenlos. Unerbittlich. Zuverlässig.🐓🐔

    Danach Abfahrt!
    Es geht zügig voran, ausser dort, wo viele Menschen in städtischen Agglomerationen wohnen.
    Ansonsten…erstaunlich ruhig, fast schon verdächtig gemütlich auf der Autobahn Richtung Frankfurter Kreuz.

    Nach exakt 333 Kilometern rollen wir auf den Wohnmobilstellplatz in Ladenburg.
    Die Altstadt? Kennen wir. Lieben wir. Heute…bewusst ignoriert.
    Stattdessen…Pause…Kaffee…Beine hoch.
    Gedanken schweifen lassen, die letzten Monate Revue passieren lassen und die Januarsonne geniessen 😎

    Morgen dann geht’s definitiv…leider etwas früher als „geplant“ via Basel nach Hause.

    🐧🐧🐧🐧🐧🐧
    Zeit euch lieben Penguins Danke zu sagen…
    Danke fürs Mitlesen, Mitfühlen, Kommentieren, Anfeuern, Nachfragen und fürs geduldige lesen, wenn nicht viel passiert ist…ausser Natur. Sehr viel Natur!
    Danke fürs Durchhalten bei Funkloch, Technischen Problemen, Schnee und Eis.
    Ohne euch wären es „nur“ fünf Monate Reise gewesen.
    Mit euch war es ein gemeinsames Abenteuer.😊☺️

    Wir hoffen, ihr hattet genauso viel Freude wie wir…und…hm…nein…wir verspreche nichts, aber…das war vermutlich nicht das letzte Kapitel 😉
    Tusen takk, tack så mycket & kiitos ❤️
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    Trip end
    January 23, 2026