• Sonnige Küste, laute Schüsse

    June 1 in Sweden ⋅ ☁️ 15 °C

    Die Nacht war sehr erholsam, das Frühstück äußerst üppig. Mit gewaschenem Körper und sauberer Kleidung ging es langsam wieder los. Der Kattegattleden zeigte sich fast am ganzen Tag von seiner schönsten Seite und zeigte und Klippen, die Varburg, viele kleine Buchten, wunderschöne Schwedenhäiser, ein Sägewerk, drei Kernkraftwerke (keine Fotos erlaubt). Im laufe des Tages wurde es immer felsiger und man konnte die Scheren und Fjorde schon erahnen.

    Nach circa 75km belohnten wir uns in einem kleinem Hafen mit jeweils drei Kugeln Eis in der Waffel jnd planten die restlichen Tage. Auf Grund der Wetterprogonose für Göteborg und der fortgeschrittenen Tour entschieden wir von unserem Flexi Ticket für die Fähre gebrauch zu machen und einem Tat früher abzureisen.

    Dann ging es erst einmal weiter und später nach 110km begonn die täglich Suche nach einer geeigneten Unterkunft. Eine Campingplatz hatte zwar keine Bäume, dafür umso mehr Tipps und Warnungen für uns. Auch in dieser Region gibt es viele Wildschweine, cool.

    Eine Empfehlung war die Küste, also kauften wir ein und machten uns auf den Weg. Vor Ort gab es zur Abwechslung Pizza und alkoholfreies Bier.
    Die anschließende Suche stellte sich dann doch etwas interessanter heraus, selbst an der Küste schreckten uns die Elektrozäune und Wühlspuren am Boden etwas ab.

    Ein wenig zurück Richtung des letzten Campingplatz fanden wir eine Steinmeier naher der Landstraße, hinter der ein paar vielversprechende Bäume platziert wurden.
    Der Hain war zwar erneut wieder mit Mücken und Raupen verseucht, erfüllte aber seinen Zweck.

    Nach kurzem Aufbau und Duschen in Anti-Mückenspray gabe es noch einen kleinem Snack und ab in die Horizontale. In der Merino-Unterwäsche wurde es flott warm und der Sonnenbrand auf Waden und Oberschenkel fing an zu kirbbeln.

    Dann, gegen 22 Uhr hielt ein weißer Pickup auf der Einfahrt nahe unserer Position. Der ominöse Fahrer stieg aus. F. schrieb mir per Signal, dass er eine Waffe gesehen hatte.
    Der Mann verschwand kurz darauf hinter dem Hügel auf der gegenüberliegenden Seite der Landstraße. Stille. Und dann PENG!!!!! Nach dem Knall ging der scheinbare Jäger mit seelenruhiger Mine zurück, stieg ein und fuhr davon. Gute Nacht!

    Spoiler, das wurde sie nicht. Meine Matte verliert seit Tagen Luft und lässt mich flott frieren am Rücken. Naja, morgens noch einmal. :)
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