Vom See zur See
June 3 in Sweden ⋅ ⛅ 16 °C
Nach der Nacht war mein Rücken verspannt wie eine alte Girtarre und mein Gejaule klang wie solch eine. Auf einem harten Boden zu liegen ist doch ungewohnter ald gedacht. Das formidable Wetter machte aber jedes Wehwechen wett. Ich wusch mich bei den Gänsen am See, wir frühstückten Obst, Kwark und Nüsse und fingen an zu packen.
Die Rückfahrt nach Göteborg hatte F. etwas anders geplant, sodass die eine oder andere Überraschung wartete. Die erste war keine, Wandern und Fahrrad tragen. Die gerade am Morgen trocken gewordenen Socken wurden direkt vom feuchten Waldboden durchtränkt.
Nach dem Wald kam der Asphalt, wir Bogen aber ab auf die Touristikstrecke. Kurz vor einem altbekannten Tunnel fing ich schon an zu fluchen, da wir am vorherigen Tag bereits über den Tunnel und nicht direkt hindurch mussten.
Hier kam die erste richtige Überraschung: Wir ballerten hindurch! Den Fahrzeugen gleich tuend grölten wir wie kleine Jungs und feierten den Moment. Abschüssig wie der Tunnel war beschleunigten wir mühelos auf 50 km/h und kamen geschwindt auf der anderen Seite des Berges heraus, wo die zweite Überraschung auf mich lauerte.
Nachdem sich meine Augen wieder an die Helligkeit gewöhnt hatten, regestrierte ich, dass wir uns nun auf einer mindestens 80m hohen Brücke befanden. Diese von Ost nach West ziehende Route führte über Schienen, einen Fluss und viele Straßen. Der Ausblick erinnerte mich an den Ausblick der Bastei im Elbsandsteingebirge oder an das Miniaturwunderlanf daheim.
Genauso steil wie zuvor pesten wir parallel zu den Autos herunter und konnten in der Ferne die höchsten Gebäude Göteborgs ausmachen. Das Geschenkt der Erdgravitation erlaubte auch einen kurzen Fotostopp durch die Maschen des gleichnamigen Drahtzaunes.
Auf der touristischen Strecke ging es weiter durch Wohnviertel und kleineren Vororten der Stadt, über Hügel mit bis zu 12% Anstieg und je näher man dem Zentrum kam durch Baustellen, Baustellen und Baustellen. Erneut in Haga deckten wir uns mit kleinen Geschenken für die Liebsten daheim ein. Bei einem Bäcker etwas weiter westlich gab es ebenso leckeres Süßgebäck für Zuhause.
Dann war es Zeit uns zu belohnen. Kurz vor 12 Uhr kamen wir bei der Fiskbar 17 an, welches sich auf einem Platz an der Magasinsgatan neben vielen weiteren Restaurants und Cafés befand. Es trubelte das Leben, die Sonne strahlte mit ihrer vollen Kraft und wir aßen vermutlich das Beste Räkmacka der Welt. Ein 28€ preiswertes Brot mit zweierlei Kavoer, Unmengen an Garnelen, Ei in Mayonnaise, Salat und eingelegten roten Zwieblen.
Nach dieser Belohnung schnappten wir im Supermarkt letzte Kleinigkeiten und fuhren während der ersten Regentropfen des vorhergesagten Schauers zum Deutschland Kai der Stena Line. Im Tickethaus durften wir uns mit Sondergenehmigung der Dame hinter dem Schalter Nummer 2 mit unseren Fahrrädern im Wartebereich aufhalten bis der Check In Prozess begann. Der lief reibungslos ab, wir durften wenig später mit vier anderen motorisierten Rockern die Fähre fast als erstes befahren.
Nach wir unsere Böcke seedrdt verzurrt hatten stapften wir durch das Labyrinth aus Treppen und Aufzügen auf das Deck 8, wo sich unsere Kajüte mit Außenfenster befand. Nach einer Dusche machten wir den Supermarkt unsicher, sprühten uns mit Pafurmtestern für das Kapitänsdinner ein und besuchten das Deck für einen letzten Blick auf die Stadt.
Gegen 18 Uhr schapten die ersten hungrigen Besucher mit den Hufen in der Schlange zum Buffet und wir stellten uns aus einer Art Futterneid, Revierkampf und Herdenverhalten gleich dazu. Netterweise wurde uns ein Tisch in zweiter Reihe an der Frontscheibe zugewiesen, wodurch wir einen too Blick auf die nässen Scheiben hatten.
Mit den ersten vollen Tellern mit allerlei an Seafood genossen wir das Geschaukel der Abfahrt und stopften und Etappenweise für Bäuche erneut voll. Mir viel es nach dem Räkmacka dchwerenherzens etwas schwer das Geld mit möglichst vielen Portionen wieder reinzuholen, was meine Wurzeln und Erziehung einforderten. Nach 90 Minuten Fresskampf ziehen wir uns dann zurück, genossen noch ein wenig mediale Unterhaltung und Rückblicke auf die absolvierte Reise. Mit diesen Gedanken schlummerten wir ein.Read more






















