Festungsstadt Peitz
14. kesäkuuta, Saksa ⋅ 🌧 17 °C
Aufgrund des sehr wechselhaft vorhergesagten Wetters entscheiden wir uns für einen Museumstag. Ganz viele kennen wir schon, aber in Peitz waren wir noch nicht. Peitz (sorbisch: Picnjo) ist eine kleine historische Fischer- und Festungsstadt am östlichen Rand des Spreewalds. Bekannt ist sie vor allem für ihre riesige Teichlandschaft mit traditioneller Karpfenzucht, die alte Festungsanlage mit dem erhaltenen Festungsturm sowie das Hütten- und Fischereimuseum. Und genau hier starten wir.
Es verbindet zwei Dinge, die die Stadt über Jahrhunderte geprägt haben: Eisenverarbeitung und Fischzucht. Der spannendste Teil ist die historische Hochofen- und Gießereihalle von 1810. Dort kann man noch originale technische Anlagen sehen und erfahren, wie aus Raseneisenstein Eisen für Haushaltsgeräte, Glocken oder militärische Zwecke hergestellt wurde. Das Hüttenwerk geht sogar auf die Mitte des 16. Jahrhunderts zurück.
Im Fischereimuseum dreht sich alles um die berühmten Peitzer Teiche und die traditionelle Karpfenzucht. Besonders sehenswert sind ein großes Teich-Diorama, historische Fischereigeräte und ein Aquarium mit Peitzer Karpfen. Die Ausstellung zeigt, wie die Binnenfischerei in Brandenburg früher funktionierte.
Nach einem leckeren Mittagessen auf der anderen Seite der Teiche in Haust fahren wir wieder zurück nach Peitz. Die Altstadt ist überschaubar, ruhig und geprägt von Backsteinbauten und einem schmucken Markt.
Sehenswert ist insbesondere der Peitzer Festungsturm, das älteste erhaltene Bauwerk der Stadt und der letzte große Rest der ehemaligen Festung Peitz. Sein Kern stammt vermutlich aus der Zeit um 1300, als er als Wohn- und Wehrturm einer mittelalterlichen Burg diente.
Brandenburg errichtete drei große Festungen: Spandau sollte die Hauptstadt und die Kernlande schützen. Küstrin war das Bollwerk gegen potenzielle Feinde aus dem Norden und Osten. Peitz sollte den südlichen Zugang zur Mark sichern. Außerdem lagen die brandenburgischen Herrschaften Cottbus und Peitz isoliert als Exklaven in der ansonsten böhmisch-sächsischen Niederlausitz und bedurften deshalb eines besonderen Schutzes.
Besonders beeindruckend sind seine außergewöhnlich dicken Mauern von bis zu sechs Metern Stärke. Deshalb wurde er auch als „Dicker Turm“ bezeichnet. Der Turm erreicht eine Höhe von etwa 35 bis 36 Metern und war das zentrale Bauwerk der Festungsanlage. Wir klettern die steilen Stufen hinauf und haben eine tolle Aussicht – aber auch auf die heranziehenden dunkelgrauen Wolken ...
Wir schaffen es tatsächlich, trocken zu bleiben, aber auf der Heimfahrt beginnt es dann wieder zu schütten. Und so schnell ist ein ganzer Tag vergangen; jetzt, wo ich diese Zeilen schreibe, scheint aber schon wieder die Sonne. Morgen soll es noch einmal wechselhaft werden, bevor dann Mitte der Woche der Sommer zurückkehren soll (mit 33 Grad ...). Wir werden sehen.Lue lisää























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