Purtschellerhaus von der Enzianhütte Eckerleiten
September 22 in Austria
☁️ 8 °C
Das Purtschellerhaus selbst wurde im Jahr 1899 von der Sektion Sonneberg des DuOeAV erbaut, benannt nach dem berühmten österreichischen Alpinisten Ludwig Purtscheller.
Mit dem Bau der Schutzhütte stiegen auch die Besucherzahlen sprunghaft an. Der steile Berghang unterhalb des Eckerfirsts war dem enormen Ansturm der Wanderer jedoch nicht gewachsen. Da der Pfad damals noch ein einfacher, unbefestigter Steig war, kam es durch die Beanspruchung schnell zu massiven Erosionsschäden, was die Alpinisten dazu zwang, den Weg durch erste Holzverbauungen und Stufen dauerhaft zu befestigen.
Ein Drittel der Hütte liegt auf bayerischem (deutschem) Boden, während sich zwei Drittel auf Salzburger (österreichischem) Gebiet befinden. Im Alltag sichtbar: Bis heute zieht sich ein Farbstrich quer über den Fußboden des Hauses. Wenn man von der alten Gaststube zur Toilette geht, überquert man völkerrechtlich die Staatsgrenze.
Vom Parkplatz an der Enzianhütte (1.222 m) führt zunächst eine breite, asphaltierte Forststraße in etwa 30 Minuten hinauf zum Eckersattel (1.412 m).
Direkt am Eckersattel biegen wir auf den steilen „Deutschen Weg“ ab. Hier beginnt sofort das markante Treppensystem: Die genau 582 Holzstufen machen etwa das erste Drittel des Aufstiegs aus und erfordern auf den recht steilen Passagen etwas Oberschenkel-Ausdauer.
Errichtet wurde diese weitläufige Treppenanlage vor allem, um den extrem steilen und stark frequentierten Weg dauerhaft begehbar zu machen und gleichzeitig den empfindlichen Almboden vor massiver Erosion zu schützen. Ohne diese solide Konstruktion würde sich der Pfad insbesondere bei Regen in eine unpassierbare, rutschige Schlammbahn verwandeln.
Nach rund 40 Minuten reiner Gehzeit ab dem Sattel erreicht man die Hütte. Die lag heute natürlich in den Wolken, und so war es auch recht kalt oben. Die Wolkendecke riss zwar ab und zu mal kurz auf, ging dann aber auch gleich wieder zu.
Um die Knie zu schonen und ein abwechslungsreiches Panorama zu genießen, nahmen wir im Abstieg den Salzburger Weg. Er führt vom Purtschellerhaus in weiten, flacheren Kehren auf der österreichischen Seite zurück zum Eckersattel. Aber auch hier ist schon Trittsicherheit notwendig, da der Weg oft über Felsen führt.
Am Eckersattel schien dann schon wieder die Sonne und wir konnten die dicken Jacken im Rucksack verstauen. Fazit: Eine bodenständige, abwechslungsreiche Wanderung, die zwar in die Beine geht, sich aber gut für einen halben Tag eignet.Read more




















WildWortWechsel
Uiuiui. Das sieht steil aus!
WildWortWechsel
😍