• Nara- Angriff der halb-höflichen Rehe

    July 13 in Japan ⋅ ☁️ 32 °C

    Unser Tagesausflug nach Nara begann mit dem absoluten Highlight: den berühmten Rehen. Man hört ja immer, dass sie sich artig verbeugen, bevor sie einen Keks bekommen. Die Realität? Manche haben sich tatsächlich kurz verbeugt – die anderen dachten sich wohl: "Zeit ist Geld, gib einfach den Keks!"

    Sobald wir die Rehkekse in der Hand hatten, verwandelte sich die friedliche Parkidylle in einen kleinen Ansturm. Die Rehe kamen aus allen Richtungen angerannt, zwickten uns in Jacken, Taschen und Arme und machten ziemlich deutlich, wer hier das Sagen hatte. Von wegen ruhige Gesellen! Hatte man allerdings keine Kekse mehr dabei, waren sie plötzlich die liebenswertesten Tiere überhaupt und ließen sich ganz entspannt streicheln.

    Nach der tierischen Begegnung spazierten wir weiter durch den wunderschönen Park bis zum Todai-ji-Tempel. Dort bestaunten wir den gigantischen Buddha und schrieben noch eine Glückskarte.

    Anschließend wollten wir in ein gemütliches Teehaus einkehren. Der Plan war gut... nur leider hatte das Teehaus geschlossen. Also Plan B: ein völlig unscheinbares kleines Restaurant, versteckt in einem Hinterhaus. Ein echter Glücksgriff! Wir wurden in einen traditionellen japanischen Raum geführt und hatten ihn sogar ganz für uns allein. Das Essen war einfach fantastisch: dicke Udon-Nudeln, Mochi, würziges japanisches Curry und knuspriges Chicken Katsu – besser hätte es kaum sein können.
    Dann ging es zurück nach Osaka. Einen letzten Stopp machten wir noch am Umeda Sky Building. Mit der spektakulären Rolltreppe fuhren wir hinauf bis in die 35. Etage und wurden mit einer beeindruckenden Aussicht belohnt.
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