Jetzt wurde es doch noch mal spannend: Mein Ziel heute war der Møysalen-Nationalpark, in dessen Nähe mich dann nach einigen Irrungen und Wirrungen das Navi auch brachte, nämlich an einen kleinen Fähranleger namens Hanøj. Von dort sollte es dann auch zwei Stunden später - so zwei belgische Caravanfreunde - weitergehen. Als diese dann plötzlich verschwanden und ich selbst recherchierte, dass die nächste Fähre wohl morgen früh um 6 Uhr gehen werde, erschien eine Norwegerin mit Fahrrad, die kompetent wirkte. Sie erklärte mich erst einmal zu einem verantwortunsglosen Vollidioten, weil ich Anfang Juni mit Sommerreifen in Nordnorwegen unterwegs sei. Dann rief sie aber bei der Fähre an, bestellte sie nach Hanøj und kündigte auch mich und den Caddy an.
Die Überfahrt auf dem Katamaran war sehr schnell. Und damit auch das Auto schnell entladen werden konnte, musste ich rückwärts auf die Fähre fahren. Sie funktioniert wie ein Rufbus und fährt auf ihrer Tour nur die Anlegestellen an, wo auch ein Passagier angekündigt hatte, dass er mitgenommen werden will. Man kennt sich. Ich war der einzige Tourist.
Jetzt verbringe ich erst mal eine gute Nacht hier, weit entfernt von allen Lebenden bei Kaljord.Read more