Melfjordbotn, Mo i Rana, Langvassrenda
June 16 in Norway ⋅ ☁️ 8 °C
Im Grunde träumte ich schon immer davon, in Melfjordbotn zu sein. Melfjordbotn hatte für mich immer etwas Geheimnisvolles, weil es wohl immer da war, aber nie erreichbar.
Der Hintergrund: Melfjordbotn liegt von Langvassgrenda, wo ich 1981 mit Norbert landete, um den Svartisen zu queren, vielleicht drei Kilometer Luftlinie entfernt. Dazwischen liegt aber ein massiver Bergriegel, den erst 1982 eine Passstraße querte und somit Melfjordbotn an das norwegische Straßennetz anschloss. Diese Straße ist aber immer dann gesperrt, wenn es dort oben winterlich wird. Also die meiste Zeit des Jahres. Angeschlossen an die restliche Welt ist es seit Ende der 70er Jahre durch ein Schnellboot, das ähnlich wie bei Hanøj und Kaldjord einzelne Anleger abfährt. Und jetzt bin ich hier in Melfjordbotn nach einer wunderbaren Fahrt über einen Traumpass.
In Mo i Rana hat sich nach fast 40 Jahren fast alles geändert, was man sich vorstellen kann: Gab es damals nur den Meyer, der fast alles hatte, was man brauchte, gibt es jetzt eine differenzierte Einkaufslandschaft, wo ich sogar meine deutsche Gasflaschen hätte aufladen können. Aus dem funktionalen und grauen Stadtzentrum ist ein Bereich geworden, in dem auch Kreuzfahrttouristen gern etwas flanieren. Selbst am Stadtrand, der von mächtigen Industrieanlagen geprägt ist, gibt es einen schmucken Park, auf dessen Parkplatz ich mit Sylvie und Denis verabredet war. Wir feierten unseren wohl letzten gemeinsamen Abend mit geräuchertem Lachs und Heilbutt, Garnele, Kaviarcreme, Chips - und Champagner, aufgehoben für einen besonderen Anlass.
In Langvassgrenda war fast alles anders, als ich es in Erinnerung hatte: Das Langvatn war natürlich nicht zugefroren und viel breiter und länger. Die Straße ist inzwischen asphaltiert. Es gibt eine Verbindung ins benachbarte Røvassdalen und nach Melfjordbotn. Hammernese war keine sandige vegetationslose Halbinsel, sondern ein durch Wege durchzogenes Grünland. Und die Schule liegt nicht unten an der Brücke, sondern auf einer Anhöhe und die Brücke ist ganz schön weit entfernt.
Zum Svartisen kommt man von dieser Seite auch ganz bequem.Read more




















