• Reisetage von Trondheim nach Uppsala

    June 22 in Sweden ⋅ 🌬 9 °C

    Diese Reisetage waren nicht so wirklich spannend, weil ich ja - gerade bei so einer langen Reise - schon viel gesehen habe, was viel erwähnenswerter ist als diese Fahrt durch das nördliche Mittelschweden. Denn es ist hier einfach unspektakulär schön. Bis auf die Städte. So waren das Hübscheste an Östersund nur die Lage und der Name. Im Sommer könnte es dort hübsch sein, weil sich in der Fußgängerzone Restaurant an Restaurant reiht. Aber der ist noch nicht da. Noch bläht der kalte Wind die Sonnensegel. In Trondheim stehen gerade die Pfingstrosen vor der Blüte und ich roch Flieder.
    Schön war ein Abstecher zu einem Wasserfall. Und interessant war ein Dorf namens Trångsviken. Das ist nämlich namengebend ist für den "Trangia", den unverwüstlichen und genialen Tourenkocher, der zumindest irgendeinmal in Trångsviken hergestellt wurde. Es gibt dort zwar neben einem Shop und einem kleinen Museum, die beide geschlossen hatten, eine Fabrik; aber diese erscheint mit viel zu klein für die Produktion dieses weltweit verbreiteten Produkts.
    Die Landschaft ist weiterhin von sanften Bergen und Tälern und vielen Seen geprägt. Viel Wald. Es gibt wieder viele Birken und Kiefern. Es ist ein bisschen Finnland mit Hügeln.
    Was auch auffällt: Es gibt keine Wohnmobilkaravanen und Tourenradler mehr. Diesen Teil Schwedens hat der Tourismus noch nicht im Griff.
    Funfact am Rande: ich habe meine Schlafmaske gefunden, allerdings gibt es jetzt auch wieder so etwas eine Nacht (zumindest andeutungsweise).

    Inzwischen bin ich in Uppsala. Die Welt wird von Kilometer zu Kilometer immer europäischer: Hierher brauste ich mit schwindelerregenden 120 km/h. Die IKEA betreibt in der drittgrößten Stadt ihres Mutterlandes nur noch einen reduzierten Shop, während das große Möbelhaus daneben geschlossen ist und die Vorstadtsiedlungen könnten überall sein, nur nicht in Narvik oder Mo i Rana.
    Read more