• Berliner Mauerweg - die südliche Schleife

    Jul 13–14 in Germany ⋅ ⛅ 30 °C

    Nach einem reichhaltigen Frühstücksbuffet fuhr ich zur Glienicker Brücke und startete dort die südliche Schleife des Mauerweges. Grundsätzlich ist dieser gut ausgeschildert. Manchmal allerdings sind die Hinweistafeln verdeckt oder zeigen in eine verkehrte Richtung. Zum Glück hatte ich mir davor aber bereits die GPX Daten heruntergeladen und konnte so relativ gut navigieren.
    Der Weg führte zunächst durch das Villenviertel von Potsdam. Alles gepflegte Häuser mit großen Grundstücken und vielfach Steckdosenanschluss für das Zweit- oder Drittauto mit Elektroantrieb. Welchen Kontrast dazu bildeten die S-Bahn- und Bushaltestellen, an denen sich Menschen vom anderen Ende der Gesellschaft aufhielten.
    Grundsätzlich ließ sich der Weg sehr gut fahren. Oftmals bestand allerdings der Straßenbelag in den Einfamilienhausbezirken aus grobem Kopfsteinpflaster, was die Festigkeit aller Schrauben aufs äußerste testete.
    Der Weg führte ziemlich genau am Verlauf der früheren Mauer entlang. Heutzutage ist davon nichts mehr zu sehen. Würden keine Hinweistafeln zeigen, wie es hier vor knapp 40 Jahren ausgesehen hat, käme niemand auf den Gedanken, dass hier früher ein Todesstreifen verlief.
    Je näher ich Berlin kam, umso stärker wurde der Fahrradverkehr. Ich musste gut aufpassen, dass ich nicht mit rechts und links überholenden Fahrrädern kollidierte.
    Bei der East Side Gallery ließ ich mir viel Zeit für die großformatigen Bilder. Hier war früher auch das einzige Tor in der Mauer angebracht, damit die DDR-Arbeiter an den Getreidesilo kamen. Um niemanden auf dumme Gedanken zu bringen, war aber der Weg zum Kanal nochmals mit Mauerteilen abgeschirmt. Wie müssen sich die Arbeiter zwischen den fast 4 m hohen Mauerteilen gefühlt haben?
    Bald danach erreichte ich mein gebuchtes Hotel und lud zunächst die Packtaschen ab. Anschließend machte ich noch einen Abstecher zum Brandenburger Tor für ein Erinnerungsfoto.
    Wieder im Hotel, richtete ich mich fürs Abendessen her. Danach beendete ich gut gesättigt den heutigen, sehr interessanten Tag.
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