• The2Greyhoundsontour
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Austern schlürfen Berlin 2026

Jedes Jahr treffen sich der Greyhound und sein Freund in Berlin zum Austern schlürfen. Dieses Mal allerdings fand die Anreise (und Rückreise) nicht mit dem Wohnmobil, sondern mit dem Fahrrad statt. Read more
  • Trip start
    July 8, 2026

    Von Bonn nach Hagen

    Jul 8–9 in Germany ⋅ ☁️ 21 °C

    Nach dem Frühstück und Beladen des Fahrrads ging es bei bedecktem Himmel, Wind von vorne und Temperaturen um 15° los. Bereits vor der Abfahrt hatte ich über Komoot eine Route ausarbeitet und ließ mich nun von der Stimme der App lotsen. Wie schon bei den vielen Testfahrten davor, funktionierte die elektronische PINION-Schaltung einwandfrei. Selbst bei kräftigen Anstiegen reichte die Übersetzung des Getriebes vollkommen aus. Und von diesen Anstiegen gab es insgesamt drei längere Stücke auf dem Weg nach Hagen. Zwischen 5° und 12° Steigung galt es zu überwinden. Natürlich folgten auch wieder entsprechende Abfahrten (die bei dem kalten Wind nicht unbedingt angenehm waren).
    Am frühen Nachmittag erreichte ich Hagen und das über booking.com vorgebuchte kleine Hotel in der Nähe des Bahnhofs. Das Fahrrad kam in einen abgeschlossenen Raum.
    Nachdem ich mich ein wenig ausgeruht und geduscht hatte, ließ ich mich beim Italiener mit Pizza und Tomatensalat bekochen. Und damit endete dieser „Bergziegen“-Tag.
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  • Von Hagen nach Schloß Holte-Stukenbrock

    Jul 9–10 in Germany ⋅ ☁️ 21 °C

    Nach einer ruhigen Nacht war ich auf das im Preis inbegriffene Frühstücksbuffet gespannt. Und ich wurde nicht enttäuscht! Es war sehr reichhaltig, abwechslungsreich und für jeden Geschmack war etwas dabei. Zusätzlich wurde mir angeboten, eine Eierspeise nach Wunsch zu bereiten.
    Solchermaßen gestärkt, machte ich mich auf den Weg. Leider blieb der Himmel bis zum Nachmittag grau, und der Wind meinte es auch nicht gut mit mir.
    In Rheda-Wiedenbrück legte ich eine ausgiebige Mittagspause ein. Die anschließenden 30 km bis zum Tagesziel waren danach ein Klacks. Zum Glück kam jetzt auch die Sonne hervor und wärmte mich.
    Am Zielort angekommen, fand ich das vorgebuchte Hotel sehr schnell. Das Zimmer ist so groß, dass das Fahrrad mit aufs Zimmer konnte.
    Jetzt bin ich gespannt, wie das Wetter sich morgen entwickeln wird. Hoffentlich verdient der Tag dann die Bezeichnung Sommer!
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  • Von Schloß Holte-Stukenbrock nach Hildesheim

    Jul 10–11 in Germany ⋅ ☀️ 25 °C

    Juhuu, heute kam die Sonne bereits am Vormittag raus.
    Auf der heutigen Etappe durchquerte ich das Weserbergland. Von der Weser habe ich zwar nichts mitbekommen. Dafür aber mehr vom zweiten Wortbestandteil: Ständig ging es hoch und dann aber zum Glück auch wieder runter. So kamen einige Höhenmeter zusammen (über die mein Namensvetter in der Schweiz bestimmt nur müde lächeln wird). Und bei diesen Abfahrten war die Sonne sehr hilfreich, da das nass geschwitzte Shirt sanft im warmen Fahrtwind getrocknet wurde.
    In Hameln legte ich meine Mittagspause ein. Für eine Besichtigung der Rattenfängerstadt hatte ich allerdings keine Lust.
    Für die Übernachtung hatte ich mir die Jugendherberge in Hildesheim gebucht. Was mir nicht bewusst war, war, dass diese oberhalb von Hildesheim liegt. Google Maps schickte mich den letzten Kilometer durch mannshohes Gestrüpp auf einem Geisenpfad entlang. Und als wäre das nicht genug, warteten am Schluss ein paar Treppenstufen auf mich. Aber dann tauchte nach 114 km die Jugendherberge auf.
    Nachdem ich mein Zimmer bezogen und den Schweiß des heutigen Tages abgewaschen hatte, ging ich zu Fuß hinab nach Hildesheim. Nach gut 2 km erreichte ich ein griechisches Restaurant, um mich zu stärken.
    Pappsatt ging es danach zurück in die Unterkunft. Und damit endete dieser „Bergziegen-Tag für Anfänger“.
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  • Von Hildesheim nach Magdeburg

    Jul 11–12 in Germany ⋅ ⛅ 27 °C

    Heute begrüßte mich die Sonne bereits beim Aufwachen. Es versprach, ein sehr schöner Tag zu werden.
    Da die Jugendherberge in Hildesheim oben auf dem Berg liegt, hatte ich zunächst eine Rauschefahrt hinab in die Stadt. Der weitere Radweg ließ sich einfach fahren und ging manchmal leicht bergauf und anschließend wieder bergab.
    Hinter Helmstedt erreichte ich die ehemalige deutsch-deutsche Grenze. Eine Hinweistafel am Straßenrand wies darauf hin. Da ich im nächsten Ort Durst hatte, kaufte ich anstatt von Coca-Cola eine „einheimische“ Vita Cola. Schmeckt ähnlich wie Coca-Cola, hat aber einen zitronigen Beigeschmack.
    Kurz nach 17:00 Uhr erreichte ich die Jugendherberge in Magdeburg. Das Fahrrad steht in einem abgeschlossenen Keller über die Nacht. Mein Zimmer ist sehr groß und hat alle Annehmlichkeiten, die andere Hotelzimmer auch haben. Lediglich der Preis ist deutlich niedriger als in Hotels. Was will ich mehr!
    Frisch geduscht machte ich mich auf den Weg zum Abendessen. In zwei Restaurants wurde ich abgewiesen, da ich alleine war. Beim dritten Restaurant allerdings klappte es.
    Gut gestärkt ging ich zur Unterkunft zurück und beendete dort den Tag mit einer weiteren einheimischen Cola.
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  • Von Magdeburg nach Potsdam

    Jul 12–13 in Germany ⋅ ☀️ 30 °C

    Das Frühstücksbuffet in der Jugendherberge in Magdeburg war außergewöhnlich. So musste ich mich wirklich losreißen, um abzufahren.
    Nachdem ich Magdeburg verlassen hatte, war das erste Highlight bei bestem sonnigen Wetter die Querung der Elbe durch den Mittellandkanal. Hier fühlte ich mich gleich erinnert an unsere gemeinsame Elbe-Radtour 2006.
    Meine Fahrt wurde unterwegs nur gebremst durch die Kopfsteinpflasterstrecken sowie den Gegenwind. Ansonsten kam ich relativ flott voran. Da heute alle Geschäfte geschlossen sind, stärkte ich mich in einer Tankstelle mit Brötchen und Cola. Aber oh je, als ich die leere Flasche zurückgeben wollte, war der Tankwart verschwunden. Die Außentür war zudem verriegelt. Es war eine surreale Situation: ich im Innenbereich des Ladens und Kunden, welche getankt hatten, außerhalb des Ladens. Auf mein Rufen reagierte niemand. Erst nach knapp 5 Minuten kam der Tankwart zu einer Nebentür wieder herein und öffnete die Türen.
    Am späten Nachmittag erreichte ich Potsdam. Mein gebuchtes Hotel liegt in Babelsberg. Passend zu den Filmstudios trägt es den Namen „Filmhotel Lilly Marleen“. Es ist nett eingerichtet.
    Nachdem ich den Schweiß des heutigen Tages abgewaschen hatte, ging ich in das Restaurant Mendoza und stärkte mich mit Steaks, unter anderem vom Känguru. Gut gestärkt beendete ich den heutigen Tag. Morgen will ich die südliche Runde des Mauerradweges fahren.
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  • Berliner Mauerweg - die südliche Schleife

    Jul 13–14 in Germany ⋅ ⛅ 30 °C

    Nach einem reichhaltigen Frühstücksbuffet fuhr ich zur Glienicker Brücke und startete dort die südliche Schleife des Mauerweges. Grundsätzlich ist dieser gut ausgeschildert. Manchmal allerdings sind die Hinweistafeln verdeckt oder zeigen in eine verkehrte Richtung. Zum Glück hatte ich mir davor aber bereits die GPX Daten heruntergeladen und konnte so relativ gut navigieren.
    Der Weg führte zunächst durch das Villenviertel von Potsdam. Alles gepflegte Häuser mit großen Grundstücken und vielfach Steckdosenanschluss für das Zweit- oder Drittauto mit Elektroantrieb. Welchen Kontrast dazu bildeten die S-Bahn- und Bushaltestellen, an denen sich Menschen vom anderen Ende der Gesellschaft aufhielten.
    Grundsätzlich ließ sich der Weg sehr gut fahren. Oftmals bestand allerdings der Straßenbelag in den Einfamilienhausbezirken aus grobem Kopfsteinpflaster, was die Festigkeit aller Schrauben aufs äußerste testete.
    Der Weg führte ziemlich genau am Verlauf der früheren Mauer entlang. Heutzutage ist davon nichts mehr zu sehen. Würden keine Hinweistafeln zeigen, wie es hier vor knapp 40 Jahren ausgesehen hat, käme niemand auf den Gedanken, dass hier früher ein Todesstreifen verlief.
    Je näher ich Berlin kam, umso stärker wurde der Fahrradverkehr. Ich musste gut aufpassen, dass ich nicht mit rechts und links überholenden Fahrrädern kollidierte.
    Bei der East Side Gallery ließ ich mir viel Zeit für die großformatigen Bilder. Hier war früher auch das einzige Tor in der Mauer angebracht, damit die DDR-Arbeiter an den Getreidesilo kamen. Um niemanden auf dumme Gedanken zu bringen, war aber der Weg zum Kanal nochmals mit Mauerteilen abgeschirmt. Wie müssen sich die Arbeiter zwischen den fast 4 m hohen Mauerteilen gefühlt haben?
    Bald danach erreichte ich mein gebuchtes Hotel und lud zunächst die Packtaschen ab. Anschließend machte ich noch einen Abstecher zum Brandenburger Tor für ein Erinnerungsfoto.
    Wieder im Hotel, richtete ich mich fürs Abendessen her. Danach beendete ich gut gesättigt den heutigen, sehr interessanten Tag.
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  • Berlin

    Jul 14–15 in Germany ⋅ ⛅ 25 °C

    Genau zu dem Zeitpunkt, als ich meine Rundfahrt durch Berlin starten wollte, ging ein großer Wolkenbruch nieder. So musste ich etwa 20 Minuten warten, ehe ich starten konnte.
    Kreuz und quer fuhr ich durch die Stadt und entdeckte Ecken, die ich bislang noch nicht kannte.
    Den Abschluss meiner Rundfahrt bildete eine Tasse Kaffee in meiner ehemaligen beruflichen Wirkungsstätte. Anschließend fuhr ich in die Jugendherberge und richtete mich für das Abendessen her. Es startete traditionsgemäß im KaDeWe mit einer großen Austern-Platte. Dazu gab es leckeren Wein. Vor lauter Quatschen vergaßen wir die Zeit. Erst als uns der Kellner darauf hinwies, dass das KaDeWe um 20:00 Uhr schließt, verließen wir diesen Genusstempel.
    Auf dem Rückweg zur Unterkunft stärkte ich mich noch beim Italiener mit Nudeln und schloss den Abend mit einer großen Eistüte ab. Und damit endete mein Aufenthalt in Berlin. Morgen kommt der nördliche Teil des Mauerweges und dann geht es wieder nach Hause.
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  • Berliner Mauerweg - die nördliche Schleife

    Jul 15–16 in Germany ⋅ ☁️ 26 °C

    Nachdem ich vorgestern die südliche Schleife des Berliner Mauerwegs geradelt war, kam heute die nördliche Schleife dran. Ich startete am Bendlerblock und fuhr von dort zum Reichstag. Ab da war die Route relativ gut ausgeschildert. Manchmal zwangen mich Straßenbauarbeiten, von der eigentlichen Route abzuweichen. Da ich zum Glück das Navigationssystem mitlaufen ließ, hatte ich dadurch aber keine Probleme.
    Wie schon vorgestern auch, erklärten Tafeln am Wegesrand besondere Geschehnisse an den jeweiligen Stellen. So musste zum Beispiel unweit des Reichstages ein Friedhof mit bedeutenden Persönlichkeiten zum Teil eingeebnet werden, um die Hinterlandbefestigungen auszubauen. Natürlich wurden auch wieder ausführlich Schicksale einzelner Maueropfer beschrieben. Besonders krass war die Darstellung der Verwandlung der Bernauer Straße von einer einstmals belebten Straße hin zu einem Todesstreifen.
    Eine nette Anekdote erfuhr ich aber im Bezirk Eiskeller: Eiskeller lag als Teil West-Berlins auf dem Gebiet der DDR. Die Exklave war mit dem Bezirk Spandau nur durch eine vier Meter breite, 800 Meter lange Zufahrt verbunden.
    Der Verlauf der schon seit 1952 geschlossenen Grenze war hier besonders unübersichtlich:
    Innerhalb der Exklave Eiskeller gab es ein kleines DDR-Gebiet; weitere Flächen des damaligen Bezirks Potsdam ragten nach Eiskeller hinein.
    Drei Familien lebten auf Bauernhöfen in dem
    Gebiet.
    Im Herbst 1961 wurde ihre Situation durch die Geschichte eines 12-jährigen Bewohners weit über Berlin hinaus bekannt. Der Schüler hatte berichtet, er sei morgens auf dem schmalen Zugangsweg nach Berlin-Spandau von Grenz-polizisten der DDR festgehalten worden.
    Die britische Militärregierung reagierte und stationierte vorübergehend 30 Soldaten in der Enklave. Die Kinder von Eiskeller erhielten zeitweilig Geleitschutz durch einen Panzerspähwagen der britischen Armee. Jahrzehnte später stellte sich der Bericht des Jungen als eindrucksvolle Ausrede heraus: In Wahrheit hatte er die Schule geschwänzt.
    Leider waren nicht alle Geschichten so amüsant. In Staaken verlief die Mauer genau auf der Straßenmitte und teilte den Ort in einen Ost- und Westteil. Da die Häuser auf dem Ostteil dem Erdboden gleich gemacht worden waren, stehen heute moderne Einfamilienhäuser auf der Ostseite der Straße und die ältere Bebauung auf der Westseite.
    In Groß Glienicke ging der Wahnsinn der Kommunisten soweit, dass die Mauer ein Gehöft teilte. Die DDR ließ den Ostteil des Gebäudes abreißen, um freies Schussfeld zu haben. Es ist schon unglaublich, welcher Irrsinn von den herrschenden Kommunisten betrieben wurde, um die eigene Bevölkerung am Weglaufen zu hindern. Nicht einmal auf Kinder wurde Rücksicht genommen. So war eines der Maueropfer gerade mal 14 Jahre alt, als es versucht hatte, in den Westteil, wo seine Mutter lebte, zu gelangen. Auch dieses Kind wurde eiskalt niedergeschossen.
    Von Alt Kladow nach Wannsee konnte ich die Fähre nehmen. Das war eine nette Abwechslung zur Fahrradtour. Von Wannsee nach Potsdam zur Glienicker Brücke war es dann nicht mehr weit. Und dort schloss sich der Kreis und ich hatte den kompletten Mauerweg befahren.
    Mittlerweile war es später Nachmittag, und so fuhr ich direkt zum gebuchten Hotel. Und damit endete ein sehr beeindruckender Tag mit interessanten Fakten. Ich kann nur hoffen, dass solche Zeiten nicht noch einmal wiederkehren.
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  • Die grüne Zitadelle in Magdeburg

    Jul 16–17 in Germany ⋅ ⛅ 28 °C

    Heute ging mein Weg wieder zurück nach Bonn. Nach einer problemlosen Fahrt erreichte ich am Nachmittag mein Tagesziel Magdeburg.
    Nachdem ich mich frisch gemacht hatte, kam ich gerade noch rechtzeitig, um an einer Führung durch die grüne Zitadelle teilzunehmen. Diese wurde nach den Plänen von Friedensreich Hundertwasser entworfen. Die Fertigstellung erlebte er leider nicht mehr.
    Unser Führer erklärte zunächst Stationen aus dem ungewöhnlichen Leben von Friedensreich Hundertwasser: geboren als jüdischer Junge Friedrich Stowasser wechselte seine Mutter seinen Glauben während der NS Zeit zum Katholizismus. Außerdem meldete sie ihn bei der Hitlerjugend an. Auf diese Weise kamen seine Mutter und er relativ unbeschadet durch diese dunkle Zeit. Seine übrigen Verwandten wurden allerdings umgebracht.
    Ein Kunststudium begann er zwar, brach dieses jedoch relativ schnell wieder ab, da er nach eigenen Worten keine Lust hatte, Dinge nachzuzeichnen, die der Professor vorgab. Gerade Linien waren ihm ein Gräuel. Dennoch setzte er sie ab und zu als Stilelement ein.
    Die grüne Zitadelle hat ihren Namen von den vielen Bäumen, die zum Teil aus den Wohnungen heraus wachsen. Alle Wohnungen sind Mietwohnungen und kosten im Schnitt 2000 € pro Monat Miete. Trotz des hohen Preises und der Verpflichtung, die Pflanzen in der Wohnung und auf dem Balkon zu hegen, gibt es eine lange Warteliste für die Wohnungen.
    Die Keramikteile der Säulen stammen alle von einer Keramikwerkstatt in Bad Ems. Im Rahmen der Führung konnten wir auch eine Musterwohnung besichtigen. Diese wird nicht bewohnt, sondern dient als Anschauungsobjekt.
    In der Tiefgarage gibt es keine nummerierten Stellplätze. Vielmehr hat jeder Stellplatz ein unterschiedliches Mosaik als Erkennungszeichen, welches im Rahmen eines Wettbewerbes von Magdeburger Grundschülern entworfen wurde.
    Nach 90 Minuten endete diese sehr interessante Führung.
    Nachdem Abendessen beim Spanier beendete ich den heutigen Tag. Morgen soll ein Wetterumschwung stattfinden. Ich hoffe, dass dieser mir das Leben und die Fahrt nicht allzu schwer machen wird.
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  • Von Magdeburg nach Hildesheim

    Jul 17–18 in Germany ⋅ ☁️ 27 °C

    Für heute waren starke Regenfälle und Gewitter vorhergesagt. Als ich starten wollte, regnete es bereits. Aber schon 20 Minuten später hörte es auf und ich wagte die Fahrt. Irgendwie hatte der Wettergott ein Einsehen, denn bis nach Helmstedt waren die Straßen zwar nass, aber ich selbst bekam keinen Tropfen ab. Vielmehr lugte die Sonne hinter den Wolken hervor.
    Kurz vor Helmstedt führte mich der Weg auf dem ehemaligen Postenstreifen entlang. Dieser wurde damals von den Grenztruppen genutzt, da der Grenzübergang Marienborn direkt nebenan lag. Durch den Regen der vergangenen Stunde war der Weg sehr matschig, was dazu führte, dass ich mich und das Fahrrad total einsaute. Hinter Helmstedt kamen dann noch Kirschen dazu, die von den Bäumen auf den Fahrradweg gefallen waren. Das arme Fahrrad sieht mittlerweile äußerst schmutzig aus.
    Die Strecke von Braunschweig nach Hildesheim war ein Kampf gegen den Wind, da dieser von vorne kam. Zum Glück fand ich unterwegs eine Eisdiele und konnte mich entsprechend stärken.
    In Hildesheim angekommen, bezog ich mein Zimmer, richtete mich fürs Abendessen her und stärkte mich in einem mexikanischen Restaurant. Damit endete der heutige Fahrtag. Morgen geht es weiter Richtung Bonn.
    Übrigens: Heute bin ich den 1000. Kilometer dieser Fahrradtour geradelt.
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  • Von Hildesheim nach Schloß Holte-Stukenbrock

    Jul 18–19 in Germany ⋅ ☁️ 21 °C

    Der Wetterfrosch hatte für heute Wind aus West mit 25 km/h vorhergesagt. An sich kein Problem - es sei denn, der Weg führt nach Westen.
    So musste ich nicht nur zwei lange und knackige Steigungen überwinden, sondern „durfte“ auch die ganze Strecke zu Lasten der Geschwindigkeit mit Gegenwind kämpfen. Erst kurz vor Schluß hatte ich das Glück, dass die Strecke leicht bergab ging und Richtung Süden führte! So konnte ich die Durchschnittsgeschwindigkeit noch um 0,4 km/h auf 17,2 km/h pushen - yeahhh!
    Am späten Nachmittag erreichte ich mein Hotel. Nach dem Duschen legte ich noch etwas die Beine hoch, ehe ich mich im Restaurant nebenan mit einem großen Teller Suppe und einem reichhaltigen Hauptgang stärkte. Die Wirtin machte sich zwar Gedanken, dass ich diese große Portion nicht schaffen würde. Als ich ihr von meinem heutigen Tag erzählte, konnte sie verstehen, dass ich diese Menge dringend nötig habe.
    Satt ging ich in meine Unterkunft zurück und beendete damit den heutigen Tag.
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  • Von Schloß Holte-Stukenbrock nach Hagen

    Jul 19–20 in Germany ⋅ ☁️ 20 °C

    Heute Morgen zeigte sich der Himmel bedeckt, der Wind wehte weiterhin aus Westen und die Temperaturen waren so niedrig, dass ich zum ersten Mal auf der Tour eine Windjacke anzog.
    Aufgrund des Windes kam ich nicht besonders flott vorwärts. In Rheda-Wiedenbrück stoppte ich kurz, um einige der lebensgroßen Figuren zu fotografieren.
    Kurz hinter Rheda-Wiedenbrück begann es leicht zu nieseln. Zum Glück hörte es aber bald auf.
    Am Nachmittag riß der Himmel auf und die Sonne kam ab und zu zum Vorschein. Zum Glück wurden die Temperaturen dann so, dass ich die langärmlige Jacke ausziehen konnte.
    Je näher ich Hagen kamen, umso mehr fiel die immer dichter werdende Bebauung auf. Nordrhein-Westfalen ist eben doch überbevölkert. In diesem Zusammenhang fällt mir immer das Lied von Udo Jürgens mit dem Titel „Gehet hin und vermehret euch“ aus dem Jahr 1988 ein. Darin schrieb er von 5 Milliarden Menschen auf der Erde. Mittlerweile sind wir weit über 8 Milliarden, und diese Steigerung erfolgte in einem Zeitraum von knapp 40 Jahren. Keine Ahnung, wo das noch hinführen soll.
    In Hagen bezog ich mein Hotel, machte mich frisch und ging ein letztes Mal auf der Tour auswärts essen. Morgen Abend werde ich wieder daheim sein.
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  • Von Hagen nach Bonn

    July 20 in Germany ⋅ ☁️ 21 °C

    Die letzte Etappe nach Hause startete bei kühlen Temperaturen. Zum Glück hatte der Wind nachgelassen, so dass ich gut voran kam. Auch lagen die beiden knackigen Anstiege zu Beginn der Tour, wo ich noch frisch war.
    Nach einer ereignislosen Fahrt mit etwas Regen am Schluss erreichte ich am frühen Nachmittag das traute Heim. Jetzt heißt es Wäsche waschen und Fahrrad putzen.
    Und damit endete meine Tour nach Berlin. Highlight dort war (neben den Austern) der Mauerweg.
    Aber wie immer ist nach dem Urlaub vor dem Urlaub. Ab Mitte August geht es mit dem Wohnmobil nach Georgien und Armenien.
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    Trip end
    July 20, 2026