• Von Zestafoni nach Akhaltsikhe

    Sep 10–11 in Georgia ⋅ ☀️ 17 °C

    Der Verkehr auf der Autobahn war heute Nacht nicht so schlimm, wie wir befürchtet hatten. Demzufolge hatten wir sehr gut geschlafen.
    Unser erstes Ziel war das Sankt Georgs-Kloster. Die kleine Kirche wirkte von außen sehr unscheinbar, beherbergt aber im Inneren wunderschöne Wandmalereien. Kein Wunder, dass wir länger blieben als eigentlich geplant.
    Unser nächstes Ziel war die Festungsruine Surami. Hier steht wirklich nicht mehr sehr viel. Nach den obligatorischen Fotos fuhren wir deshalb sofort weiter.
    Unterwegs wurden wir von einer Polizeistreife angehalten. Leider konnte der Polizist kaum Englisch, weshalb die Verständigung etwas schwierig war. Er deutete mehrfach auf unser Spaß-Nummernschild aus Alaska („Retired“), welches wir innen an der Windschutzscheibe befestigt hatten. Ständig forderte er uns auf, ihm dieses zu geben, was wir allerdings abwiesen. Ob er dieses nur für sich haben wollte oder sonst ein Problem damit hatte, werden wir wohl nie erfahren, da die sprachlichen Barrieren bestanden. Nach Überprüfung unserer Daten (Reisepass, Führerschein, Fahrzeugpapiere) ließ er uns weiterfahren.
    Während unseres Aufenthaltes in Georgien hatten wir schon mehrfach das Mineralwasser „Borjomi“ getrunken. Diese Stadt lag auf unserem Weg, weshalb wir dort stoppten, um die Originalquelle zu besuchen. Der Ort ist touristisch sehr gut ausgebaut. Viele kleine Geschäfte werben um das Geld der Touristen. Selbst der Eintritt in den Stadtpark, wo die Quelle gefasst ist, kostet Geld. An der Quelle konnten wir das Wasser auch probieren. Wir hatten es schon fast befürchtet, dass es uns nicht besonders schmecken wird. Es soll zwar sehr gesund sein, aber eine gewisse Leidensfähigkeit beim Trinken wird schon vorausgesetzt. Da trinken wir doch lieber das Mineralwasser aus Flaschen!
    In Akhaltsikhe angekommen, stellten wir uns für die Nacht direkt auf den Parkplatz bei der Burg. Es war zwar später Nachmittag, aber für eine Besichtigung der unteren Burganlage war noch genügend Zeit. Dafür mussten wir auch keinen Eintritt bezahlen.
    Für das Abendessen suchten wir das georgische Restaurant „Imperia“ direkt an der Burg aus. Es erwies sich als absoluter Glücksgriff, denn sowohl das Essen als auch der Wein sowie die freundliche Art der Bewirtung gab keinen Anlass zur Kritik.
    Und damit endete ein weiterer Urlaubstag in Georgien, der für uns unerwartete Überraschungen bereitgehalten hatte.
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