Tagesausflug nach Vardzia
Sep 11–12 in Georgia ⋅ ☀️ 21 °C
Nach einer ruhigen Nacht holte uns die Kälte aus dem Bett. Draußen hatte es gerade einmal 4°. Da wir die Heizung nicht eingeschaltet hatten, betrug die Temperatur im Inneren unseres Mausmobils nur noch 13°. Nach dem Frühstück mit heißem Kaffee und einige Sonnenstrahlen später lag die Temperatur allerdings wieder im „grünen Bereich“. Pünktlich um 9:00 Uhr begannen wir unseren Rundgang durch den oberen Teil der Festung. Aufgrund unserer Schwerbehindertenausweise mussten wir keinen Eintritt bezahlen. Der obere Teil der Festung besteht aus einem Sammelsurium von Gebäuden. So gibt es dort eine Moschee, eine Kirche, einen Pavillon und eine Zitadelle. Man kann daran sehr leicht erkennen, wie viele verschiedene Herrscher hier regiert haben. Bei traumhaftem Wetter erkundeten wir die Anlage bis in die letzten Winkel. Anschließend fuhren wir zur Höhlenstadt von Vardzia. Die Fahrt dorthin führte uns durch ein liebliches grasbestandenes weites Tal, durch das sich malerisch der Fluss Kura schlängelte. In Vardzia angekommen, machten wir uns gleich an den Aufstieg zu den Höhlenwohnungen. Ursprünglich waren diese im zwölften Jahrhundert als Fluchtmöglichkeit, aber auch als Kloster gebaut worden und konnten bis zu 50.000 Menschen beherbergen. Erst nach einem Erdbeben reduzierte sich die Anzahl deutlich. Später wurden diese Höhlen nicht mehr von der Bevölkerung genutzt. Ein Teil kann heute besichtigt werden. Die sehr schön ausgeschmückte Kirche bildet das Herzstück der Anlage. Sie wird auch heute noch genutzt, wie wir bei unserem Besuch feststellen konnten. Zudem wird hier peinlich genau auf die Kleiderordnung geachtet. Shorts sind genauso tabu wie Trägerhemdchen bei Frauen. Zum Teil sind die Höhlen beschriftet. Als Besucher kann man glauben, was da steht, oder nicht, denn erkennbar ist nichts mehr. Die Höhlen sind mit Treppen verbunden. Gefühlte 10.000 Stufen später hatten wir die Anlage ausgiebig erkundet und machten eine verspätete Mittagspause. Anschließend fuhren wir einen kleinen Abstecher zum Frauenkloster, welches 4 km von der Höhlenstadt entfernt ist. Die 1,5 km lange Auffahrt dorthin erhöhte unseren Puls, denn es war eine sehr schmale Straße mit extrem beschränkten Ausweichmöglichkeiten. Aber wir hatten kein Problem. Außer der kleinen Kirche gibt es dort allerdings nichts zu besichtigen, weshalb wir zur Festung in Khertvisi fuhren. Diese Festung macht von außen einen sehr guten Eindruck. Hat man sich allerdings erst einmal den steilen Weg hoch gekämpft, stellt man fest, dass es lediglich eine Hülle ist. Nur die kleine Kirche ist in Betrieb.
Nach einer kleinen Kaffeepause fuhren wir wieder zurück zu unserem Ausgangspunkt und stellten uns wieder neben die Festung für die Nacht hin.
Das Abendessen nahmen wir wie gestern wieder im Restaurant „Imperia“ ein. Auch heute wurden wir nicht enttäuscht. Und damit endete dieser an kulturellen Highlights nicht arme Tag für uns.Read more




































