• Von Vachnadziani nach Kvareli

    Sep 18–19 in Georgia ⋅ ☀️ 25 °C

    Nach einer herrlich ruhigen Nacht richteten wir unser Mausmobil für die Weiterfahrt her. Anschließend fuhren wir zur Allerheiligenkirche in Gurdschaani. Diese alte Kirche liegt sehr einsam. Demzufolge sind auch nicht viele Besucher vor Ort.
    Unser nächstes Ziel war das Nonnenkloster in Bodbe. Hier erleben wir genau das Gegenteil: viele Reisebusse und Fuhrunternehmer steuerten dieses wunderschöne Kloster mit ihren Gästen an. Aktuell hat das Kloster zwei Kirchen: Die kleinere alte Kirche ist sehr schön ausgemalt und besitzt viele Ikonen. In der neuen Kirche dagegen sind die Wände kahl und die frisch installierten Kabel hängen noch aus der Decke. Bestimmt wird diese Kirche des auch heute noch aktiven Frauenklosters einmal sehr schön werden.
    Über viele Serpentinen führte uns unser Weg wieder hinunter in die Ebene zum Naturpark Lagodekhi. Das dürfte so ziemlich der östlichste Punkt unserer aktuellen Reise sein. Obwohl der Nachmittag schon etwas fortgeschritten war, entschieden wir uns kurzerhand, die insgesamt 10 km lange Wanderung zum Birkhuhn-Wasserfall (Black Grouse) zu machen. Was wir nicht berücksichtigt hatten, war, dass wir dabei auch etwa 430 Höhenmeter überwinden mussten. Eigentlich waren pro Strecke etwa zweieinhalb Stunden seitens der Parkverwaltung veranschlagt. Wir schafften die Strecke zum Wasserfall in 1 Stunde und 20 Minuten! War der Weg anfangs noch gut begehbar, artete es später in eine leichte Kraxelei über schmale und unregelmäßige Stufen beziehungsweise Wurzeln aus. Alle Anstrengung war vergessen, als wir vor dem Wasserfall standen.
    Am frühen Abend waren wir wieder zurück bei unserem Mausmobil und stärkten uns vor der Weiterfahrt erst einmal mit alkoholfreien Bier. Anschließend fuhren wir zu unserem Übernachtungsplatz in Kvareli. Dort konnten wir vor einem Weinbaubetrieb über Nacht stehen bleiben. Um über einen Lift in das Restaurant zu gelangen, mussten wir durch einen der berühmten Tunnel gehen, in denen die Weinflaschen dieses Weinbaubetriebes gelagert werden. Die älteste Flasche dort ist 21 Jahre alt.
    Beim Abendessen trafen wir unsere Stellplatznachbarn von gestern wieder und verbrachten mit diesen einen netten und kurzweiligen Abend. Da der Lift nicht mehr in Betrieb war, mussten wir zurück zum Wohnmobil laufen und waren froh, unsere Füße hochlegen zu können, denn die heutige Gewalttour zum Wasserfall merkten wir doch etwas in unseren Beinen.
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