Von Kvareli nach Rustavi
Sep 19–20 in Georgia ⋅ ☁️ 26 °C
Nach einer ruhigen Nacht starteten wir in den neuen Tag. Unser erstes Ziel war das Kloster Nekresi. Normalerweise parkt man am Fuß des Berges und läuft entweder die letzten 1,5 km zum Kloster hoch oder lässt sich mit einem Shuttlebus hoch bringen. Da weit und breit keine Shuttlebusse zu sehen waren, fuhren wir den Weg hoch. Wir sind schon viele steile Straßen mit engen Kurven gefahren, aber diese Straße hatte es in sich! Vor allem in den Spitzkehren war viel Fahrgefühl angesagt. Oben angekommen, mussten wir unser Mausmobil auf engstem Raum wenden, um problemlos wieder abfahren zu können.
Alle Türen des Klosters waren verschlossen, obwohl es eigentlich schon geöffnet sein sollte. So begnügten wir uns mit der Außenansicht und genossen den Blick über die Landschaft.
Das nächste Ziel waren Festung und Kirche Gremi. Hier hatten wir keine schwierige Anfahrt, denn die Festung liegt direkt neben der Straße. Die Kirche war mit sehr schönen Fresken ausgestattet und der Blick vom Burgturm war auch nicht schlecht. Nachdem wir uns ausgiebig umgesehen hatten, fuhren wir Richtung Süden zu unserem nächsten Ziel. Unterwegs begann es heftig zu regnen. Dieser Regen begleitete uns bis zur Passhöhe Gombori Mountains. Dort stärkten wir uns auf 1620 m Höhe vor unserer Weiterfahrt zum Kloster Dawit Garedscha. Kaum hatten wir die Passhöhe verlassen, ließ der Regen nach. Des Weiteren änderte sich die Landschaft von Wald und Bergen hin zu Steppen und Hügeln. Als wir in der Gegend unseres nächsten Zieles angekommen waren, lugte bereits die Sonne hinter den Wolken hervor. Bald schon erreichten wir auf einer Strasse entlang der aserbaidschanischen Grenze die Klosteranlage. Leider können viele Teile nicht besichtigt werden. So sind zum Beispiel die Höhlenwohnungen komplett für Besucher gesperrt. Aber der verbliebene Teil war auch sehr sehenswert. Da wir in der Grenzregion zu Aserbaidschan sind, passten zwei Soldaten auf, dass wir nicht aus Versehen den zugelassenen Bereich verlassen. Ein Soldat wies uns darauf hin, dass etwas oberhalb von uns eine winzige Kirche in einer Höhle zu besichtigen sei. Wir kletterten deshalb den steilen und leicht matschigen Weg nach oben. Leider war die Höhle verschlossen, weshalb wir nur durch die Außengitter einen Blick ins Innere werfen konnten.
Mittlerweile waren die Wolken vollständig verschwunden und die Landschaft leuchtete im Sonnenlicht in den herrlichsten Farben.
Für unser Tagesziel Rustavi wählten wir die Abkürzung über eine Piste. Aufgrund des heutigen Regens war diese stellenweise sehr matschig, was das Fahren nicht gerade erleichterte. Am Ende der Piste sah unser armes Mausmobil total verschlammt aus.
In Rustavi stellten wir uns an den Fluss und bekochten uns heute selbst. Morgen wollen wir nach Armenien einreisen.Read more









































