• Von Rustavi nach Dilidschan

    Sep 20–21 in Armenia ⋅ 🌧 20 °C

    Wir hatten eine sehr ruhige Nacht. Auch der angekündigte Regen fiel nicht, so dass wir sehr gut geschlafen haben.
    Heute verließen wir Georgien und fuhren nach Armenien - unserem 64. Land. Da unser Mausmobil von der gestrigen Offroad Tour noch viele Schlammreste hatte, reinigten wir es grob an einer Waschanlage. Des Weiteren tankten wir noch einmal in Georgien voll, da der Sprit in Armenien teurer ist (allerdings kein Vergleich zu Deutschland!).
    Der Grenzübertritt dauerte alles in allem etwa eine Stunde. Natürlich musste die Greyhoundin dazu wieder aussteigen. Am längsten hielt uns die Einfuhr unseres Fahrzeuges nach Armenien auf. Dazu mussten wir zunächst bei der Bank umgerechnet 20 € bezahlen, um mit dieser Quittung beim Einreisebeamten den notwendigen Stempel zu bekommen.
    Direkt hinter der Grenze lauerten viele Jungs und wollten uns zu einem Versicherungsagenten leiten. Wir hatten allerdings schon ein vertrauenerweckendes Versicherungsbüro entdeckt und holten uns dort für umgerechnet 15 € eine Zehn-Tages-Kfz-Versicherung. Jetzt hatten wir alles zusammen und unsere Tour durch Armenien konnte beginnen.
    Unseren ersten Halt legten wir beim Kloster Haghpat ein. Dieser touristische Hotspot wird anscheinend von allen Reisegruppen angefahren. Wir konnten aber dennoch unser Mausmobil in der Nähe abstellen. Im Gegensatz zu den georgischen Kirchen sind die Kirchen nicht mit Ikonen ausgeschmückt. Nur in der Hauptkirche gibt es wenige alte Malereien. Die anderen Kirchlein sind eher schmucklos gestaltet. Das Schöne an Reisegruppen ist, dass diese nach einer kurzen Zeit wieder verschwinden. So hatten wir mit etwas Warten die Gelegenheit, Fotos ohne störende Touristen zu machen.
    Nachdem wir uns ausgiebig umgesehen hatten, fuhren wir nach Alawerdi zur alten Steinbrücke aus dem Jahr 1192. Sie wirkt auch heute noch sehr imposant. Auffällig waren die vielen Plastikflaschen, die im Fluss trieben. Auch gibt es hier sehr viel Müll rechts und links der Straße. Über den Zustand der öffentlichen Toiletten am Straßenrand schweigen wir lieber.
    Die Strecke von Alawerdi zu unserem Tagesziel Dilidschan führte uns durch den kleinen Kaukasus. Im Gegensatz zu gestern begleiteten uns wieder hohe Berge und tiefe Wälder. Die ganze Gegend erinnerte uns an das Alpenvorland, nur dass die Berge höher sind.
    Nachdem wir unsere Vorräte aufgefüllt hatten, stellten wir uns in Dilidschan an den kleinen See in der Stadtmitte.
    Für das Abendessen nutzen wir einen Tipp des Lonely Planet und ging in das Restaurant „Kchuch“. Wir wurden nicht enttäuscht, auch wenn die Abfolge der Speisen anders als erwartet war. Wie in Georgien auch, kommen nicht alle Essen gleichzeitig, sondern werden serviert, sobald die Küche sie fertig hat. Das kann dazu führen, dass die Vorspeisen nach der Hauptspeisen kommen beziehungsweise die Hauptspeisen zu getrennten Zeiten. Andere Länder, andere Sitten!
    Pappsatt gingen wir zurück in unser Mausmobil und planten die weitere Route.
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