Iguazu Städtchen, und Pedro
December 20, 2023 in Argentina ⋅ ☁️ 28 °C
Hier im Dreiländereck Argentinien, Brasilien, Paraguay ist anscheinend Argentinien das Einkaufsparadies für Brasilianer. Die scheinen das Städtchen echt zu beleben, fahren mit ihren Autos sogar her. Die Einheimischen haben sich auf diese Touristen eingestellt, wissen was sie kaufen. Wir müssen uns beim Durchgehen schon wehren, ein unendlicher Strom von Verkäufern scheint unterwegs zu sein - vom Künstler bis zu kleinen Kindern, alle versuchen ihre Sachen loszuwerden. Meist Tand, auch viel Zeug halt aus China …
Beliebt sind kleine aus Halbedelsteinen geklebten Bäumchen. Das geht bis spät in die Nacht so. Ein grosses Weinangebot, die Preise sind auch schon in Real angeschrieben. Paraguay ist noch ärmer, hat aber nicht so viel zu bieten wie Argentinien (Wein). Es existiert auch ein Casino hier, war aber da nicht. Die Stadtmitte ist so richtig auf Touristen ausgelegt, hauptsächlich Essen und Trinken mit Musik. Ein Bowling-Center haben Sie und auch ein grosses Kinder-Vergnügungs-Center daneben.
Iguazu ist sauber, die Häuser allerdings meist ebenerdig, Autounterstand mit Zufahrt daneben, teils auf Reifendistanz betoniert. Viele Anwesen sind etwas verwildert und/oder zu verkaufen. Es hat aber auch Schmuckstücke dazwischen. Auch viele unfertige Bauten, wo jemand angefangen hat und … Ich sehe auch immer wieder jemanden in einem Haus bauen - langsam aber sicher. Heimwerkerstil also. Das grosse Hotel hat erstaunlich wenige Mängel aufgewiesen, vor allem die Fugen. Meine zweite Unterkunft war dann wieder Richtung Heimwerker, Abläufe waren tiptop, aber die beiden Nachttischlämpchen am Bett hatten keine Steckdose in der Nähe!
Auch hier funktioniert die Entsorgung, Karton wird sicher mitgenommen auf der Strasse - Styropor bleibt liegen, weiss ich nicht.
Man hat eine Spezialität, vor dem Haus stehen Körbe, welche den Abfall vor den Hunden wahrscheinlich schützen sollten. Jedoch sind die Drahtkörbchen mit den grösseren Plastiksäcken heillos überfordert!
Da ich in Buenos Aires mit Booking.com nicht zufrieden war, habe ich schon da die Konsequenzen gezogen und selbst was gesucht. Jetzt habe ich hier Agora gewählt, ein 4-Stern Hotel für 67 CHF für 2 Nächte. Eine Verlängerung um eine Nacht wäre auf 86 zu stehen gekommen.
Habe noch meine weiteren Reisepläne angeschaut und geprüft, dazu hat mich Pedro bewogen, der klar sagte, Chaco ist aktuell nicht besuchber, da ist nichts, man verliert nur viel Zeit dahin. Am Schluss entzschliesse ich mich seinem Rat zu folgen, der Park wäre 130 km von der nächsten Stadt, mit ÖV nicht erschlossen. Meine Reisepläne nachgetragen, Verbindungen und Hotels gesucht - und verglichen. Habe es dann Schlitteln lassen, was ich später bereue, ich kriege keine Einzelsitze mehr! Ich habe dann den Aufenthalt in Iguazúwasserfälle noch um eine Nacht verlängert, damit ich einen breiten Sitz habe. Der war günstiger, als über Ticketonline. Aber ich habe den Eindruck, dass auch die Online-Verkäufer teils die Sitze buchen, damit sie Einnahmen haben. Am Schalter war keiner mehr, obwohl mit T-online noch einen gezeigt hat. Habe mich für den günstigeren Doppelsitz am Schalter entschieden.
Danach dann mal (nach Brasilien-Seite Iguazúwasserfälle-Fälle bin ich nicht …) die Flussufer von Puerto Iguazu abgelaufen.
Muss aufgrund der Bus-Sitz Situation noch einen Tag in Iguazúwasserfälle bleiben. Dafür habe ich noch das ISONDU Suites und Breakfast gebucht. Dann auch gleich noch ein Hotel in Resistencia reserviert.
Am Abend wieder mit Pedro Nachtessen - er sucht heute seine Kreditkarte und ist etwas aufgeregt, auch weil er die Reparatur seines Wagens zahlen muss, und er kein Geld hat. Wir fragen bei unseren besuchten Plätzen nach, langsam erinnert er sich, dass er ev. die Karte beim Geldbezug vergessen hat. Das kann er aber jetzt nicht klären. Ich lade ihn also ein, Danach suchen wir wieder ein Plätzchen um noch gemütlich einen Wein zu trinken - im Restaurant Botanico vom Vortag gefällt es uns wieder am Besten, gehen wieder dahin. Die Weine sind alle mit Zimmertemperatur, mit Eiskübel dauert es dann eine gute halbe Stunde bis ein Rotwein trinkbar ist - wir trinken da meist noch 1,5 Liter Wasser.
Pedro fragt wo ich noch hin will und lädt mich nach El Cumbre ein, meint, da könne ich auch was machen. Cordoba sei nicht so interessant, er könnte mir da oben mehr zeigen. Ich prüfe meine Reisepläne und schaue, wenn ich Resistencia vergesse bzw. kürze, so habe ich gut Zeit um dahin zu gehen. Für mich natürlich interessant und ich habe nette Gesellschaft, lerne aber zuwenig Spanisch dabei …
Am nächsten Tag heisst es umsiedeln, gehe zum neuen Hotel, bin aber um 1200 immer noch zu früh da, muss im stickigen Frühstücksraum warten, mache dann mal die Tür auf, aber es wird nicht besser, draussen ist es sehr schwül, einzig derDurchzug hilft etwas.
Endlich kann ich ins Zimmer und möchte gleich ein Wasser - sie haben kühl nur Bier, in Unmegen!
Nehme den Laptop, gehe am Pool unter dem Sonnenschirm schreiben über was so gelaufen is - das dauert so ziemlich den ganzen Nachmittag. Ich habe nicht mal Zeit für den Pool - er wäre echt „seichwarm“.! Dazwischen habe ich auch noch meine Fahrt nach Salta und das Hotel gebucht. Habe dann doch wieder Ticketonline genommen für das Busticket - aber diesmal so kurz vor Weihnachten kriege ich da nur einen normalen Sitz, na ja, werde nicht sterben deswegen, ist halt etwas unbequemer! Wer nicht rechtzeitig schaut … - wenigstens komme ich weiter (und die meisten reisen ja so .. - also Einheimischen-Gefühl!).
Am Abfahrtstag von Iguazu möchte ich eigentlich im Hotel bleiben, mein Bus geht wieder über Nacht, doch oh weh, die beginnen am Morgen früh schon den Pool zu putzen und schrubben - mit Hochdruckreiniger. In der Arena herrscht Nässe vor. Da ist nicht gut bleiben. Ich frage daher nicht und im Frühstücksraum will ich auch nicht bleiben, der ist tagsüber echt stickig, gehe in die Stadt, setze mich vor ein Museum mit einem kleinen Vorplatz und schreibe da Tagebuch. Zwei drei Personen gehen hinein, nur eine ist eine Touristin. Das Spital im Ort scheint auch nach der im Museum dokumentierten Frau benannt zu sein, „Schwarz“. Allerdings gibt es noch ein zweites, ein „Touristen“-Spital. Pedro will Mittagessen, ich treffe ihn in einem Restaurant, nehme aber nur Kaffee und Wasser! Da ich nicht recht weiss wohin, suche ich mir eine ruhige Ecke im Busterminal. Der Himmel hat auch etwas zugezogen, was mich vorsichtig macht. In der Busstation ist leider viel Lärm, wenn die Busse kommen und gehen, doch … - plötzlich wird es mitten am Nachmittag dunkel und es giesst wie aus Kübeln, nicht einfach kurz, sicher über eine Stunde, es geht dann in leichten Regen über. Ich schreibe und füge Fotos bei. Dazu lerne ich endlich mal die Fotos in Album oder Ordner zu legen. Das hilft mir allerdings für mein Tagebuch noch nicht. Ich brauche einfach zu viel Zeit um die Fotos zu wählen - liegt manchmal auch an der zu grossen Auswahl …
Pedro hat mir über WhatsApp auch noch Hinweise für die weitere Reise geschickt, dazu noch den Anfahrtsweg mit dem Bus nach La Cumbre - Hotel hat er mir auch schon reserviert für drei Tage.
Bei was ich mir anschauen soll, kennt er anscheinend nicht, dass die Unesco oberhalb in Jujuy etwas zum Weltkulturerbe erklärt hat - Quebrada de Humahuaca!
Er kommt noch auf ein Bier um 1900 Uhr, ich esse auch etwas, Calamari mit Maronnaise. Hoffe, dass das gut ist für die Fahrt, denn die Toiletten in den Bussen stinken eher immer nach Pisse, sind beim Geschüttet auch nie angenehm!
Paraguy habe ich auch gestrichen, der Organisationsaufwand ist einfach immer hoch. Die Werkstatt, welche Pedros Auto flickt, wollte ja da Teile besorgen - Fehlschlag, er muss mindestens 2 weitere Tage warten … - der Garagist geht morgen nach Buenos Aires noch wegen Anderem, er will dann gleich noch Pedros Problem erledigen - uU. mit einem gebrauchten Ersatzteil. Da ist schlicht nichts verfügbar sonst - allerdings weiss ich ja auch nicht, wie alt Pedros Wagen ist …
Wir trennen uns nach dem Essen, er hat nur frittierte Kartoffeln gehabt und das Amber Bier probiert, welches ich gestern gehabt habe - das von mir gewählte Golden Lager ist echt nicht so aromatisch, eher wässerig - Alkoholgehalt ist aber gleich. Beide trinken wir noch ein Glas Wein,.
Dann ist es Zeit für mich - der Bus kommt auch gleich, es warten schon einige Mitfahrende. Gebe mal das Gepäck auf, der wundert sich, und ich muss ihm recht geben, hätte echt genug Platz dafür beim Sitz. Der Bus wird nicht voll in Iguazu, wir laufen etliche Stationen in der Nähe noch an, nehmen weitere Personen auf.
Wie ich dann aufs Klo muss, verpasse ich beim Zurückkommen beim Gerümpel die Lehne und treffe meine zurückgelehnten „Vorsitzenden“ am Kopf, doof, entschuldige mich, er reagiert nicht.
Irgendwann in der Nacht knallt es neben mir, ich schrecke auf, eine grosse, verfettete junge Frau hat sich in den Sitz neben mir fallen lassen. Sie ist aber wieder weg, wie ich das nächste Mal erwache. Da ist es fast schon Tag, wir fahren in Corriente ein, der Nachbarstadt von Resistencia.
Die Stadt schaut so im Morgengrauen ganz ordentlich und sauber, gut gebaut, nach wenig Ruinen aus, erwacht um 0600 langsam.
Hier steigt eine französischsprachige Schweizer Familie aus - sie haben meinen Pass auch gesehen, ich habe nicht reagiert, sie haben genug zu tun mit ihren zwei Buben, welche sich dauernd streiten …
Nach diesem Terminal geht es nun nicht mehr lange, eine knappe Stunde bis Resistencia. In der Provinz Chaco bzw. der Hauptstadt Resistencia dünkt es mich dann doch ärmlicher, weniger sauber. Gehe lieber hier, als im Bus, aber auch da ist es nicht gerade rein, obwohl ein Mann mit zwei Hunden da ein Tisch/Pult mit Reinigungsmittel eingestellt hat und dahinter sitzt - mit einer Blechdose vorne - zwecks Obolus. Die Dose ist aktuell leer, keiner gibt was - da sind ja auch die Busunternehmen, welche das unterhalten müssen!Read more




















